Am 14.05.12 wurden die beiden vorletzten Runden unseres
Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:
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21. Runde |
22. Runde |
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Krüger - Libuda |
3:0 |
Kiesbye - Krüger |
0:3 |
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Kiesbye - Wiederkehr |
0:3 |
Libuda - Wiederkehr |
0:3 |
Am 11.06.12 findet die letzte Runde des ersten Jahrgangs des Eckernförder Schnellturniers statt. Danach wird der Jahressieger feststehen. Manfred Homuth ist Favorit, kann aber theoretisch noch von Kai Karl Krüger eingeholt werden. - Um den Sieger in der 2. Quartalswertung 2012 kämpfen Kai Karl Krüger und Eduard Wiederkehr.
Den Tabellenstand vor den Finalpaarungen am 11.06.12 finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. Zu dieser abschließenden Runde ist jedermann herzlich eingeladen. Auch Nichtmitglieder oder Spieler anderer Vereine können mitspielen. Eine Anmeldung ist in der Bürgerbegegnungsstätte bis 19:15 vor Ort möglich.
Das Turnier wird ab Juli 2012 in modifizierter Form fortgesetzt werden.
- ein Bericht von Kai Karl Krüger -
Das Vereinsturnier ist pünktlich vor der Jahreshauptversammlung zu Ende gespielt worden. Die letzte und entscheidende Begegnung am 14.05.12 zwischen Enrique Ruiz Hampel und Manfred Homuth verlief sehr abwechslungsreich. Enrique gab gegen Manfred einen Bauern und baute Druck auf, den Manfred gut parierte, um zum Angriff überzugehen. Enrique – mit einer vielleicht einmaligen Chance, durch einen Sieg Vereinsmeister zu werden – hat aber gerade, als die Partie zu seinen Lasten zu kippen drohte, tapfer und mutig gegengehalten. Manfred ließ ein Dauerschach aus, da er unbedingt gewinnen wollte. Enrique opferte sodann sofort seinen Läufer auf h7, wonach Manfred nur noch zur Mattvermeidung die Dame opfern und mit zwei Läufern und einem Bauern halbwegs kompensieren konnte. Am Ende gab er auf.
Enrique ist Vereinsmeister. Ich glaube schon, dass das sehr überraschend, aber auch hart erkämpft ist. Vor allem, nachdem Manfred bis zu seinem Remis in der Partie gegen Ralf Koch immer noch klarer Favorit war, sodann ich nach meinem Remis gegen Manfred und dem Sieg gegen Enrique uneinholbar schien und Edmund nach seinem Sieg gegen mich vorige Woche plötzlich vorne war – da kaum einer damit rechnete, dass Manfred gegen Enrique verliert. Ich glaube, so eng und spannend – vor allem in der Breite – war es seit Jahren nicht mehr im Vereinsturnier.
Die Schlusstabelle finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft.
Am 28.04.12 hatte der Hamburger Schachklub zum 14. Mal zum Senioren-Schnellschach-Turnier eingeladen. Dank der Verbindungen des Webmasters zum HSK waren auch in diesem Jahr wieder Edmund Lomer, Bruno Geruschkat und natürlich der Webmaster Claus Langmann dabei sowie auch Manfred Zimmermann und Hans-Jürgen Scepanik von der Kieler SG / Meerbauer. Um 10 Uhr sollte das Turnier beginnen und die Eckernförder Equipe machte sich rechtzeitig durch den morgens noch strömenden Regen auf den Weg.
Das Turnier begann nach der Begrüßungsansprache von Klaus Hadenfeldt pünktlich. Einige gemeldete Spieler mussten in letzter Minute aus gesundheitlichen Gründen absagen, ein Umstand, den man wohl bei einem Seniorenturnier hinnehmen muss. Und ein Spieler kam eine halbe Stunde zu spät, weil er sich über den Zeitpunkt des Beginns geirrt hatte. Es kostete den Spielleiter reichlich Nervenkraft, diesen Spieler nachträglich in das Turnier aufzunehmen, denn das für die Organisation des Turniers verwendete DOS-Programm hat an die 20 Jahre auf dem Buckel und ist entsprechend sperrig. Am Ende waren es 26 Spieler, die sich an die Bretter setzten, um in 7 Runden in 20-Minuten-Partien den Schnellschachmeister zu ermitteln. Favorit war der Vorjahressieger Hans-Jürgen Schulz. Er legte auch bestimmungsgemäß los, strauchelte aber in der 5. Runde gegen den mehrfachen Hamburger Jugendmeister (!) Siegfried Weiß - inzwischen aber auch schon älter als 60 Jahre -, der ihm allerdings die einzige Niederlage beibrachte.
Das Turnier wurde in angenehmster Weise nach der dritten Runde dadurch unterbrochen, dass die Teilnehmer Gelegenheit bekamen, sich an einem üppigen Kalten Buffet zu erfreuen. Diejenigen Spieler, die bis zu diesem Zeitpunkt eine negative Bilanz hatten, erhofften sich durch diese aufbauende Pause eine bessere Ausgangsposition für die zweite Hälfte des Turniers. Manchen half es tatsächlich, nicht aber unserem Spieler Edmund Lomer. Er hatte sich am Vormittag eine gute Ausgansposition für einen durchaus denkbaren Turniersieg geschaffen, musste aber in der 6. Runde gegen den späteren Sieger des Turniers eine Niederlage hinnehmen, die ihn aus dem Rennen um den 1. Platz warf.
Sieger dieses in freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragenen Turniers wurde
am Ende tatsächlich der Favorit Hans-Jürgen Schulz mit 6 Punkten, der sich über
die traditionelle Flasche Rotwein freuen konnte. Edmund Lomer lag mit 5 Punkten
knapp dahinter und lief (nach Buchholz) auf Platz 3 ein. Eine besondere Freude
machte sich Bruno Geruschkat, der an fast allen bisherigen Turnieren
teilgenommen hatte, ohne jemals 50% der möglichen Punkte zu erzielen. 2012 war
das nun anders: erstmalig erreicht er diese magische Grenze mit 3½ Punkten
(Platz 11)! Und
als besonders sensationell empfand er, dass er mit diesem Ergebnis noch vor
Claus Langmann landete, der nur mäßige 3 Punkte (Platz 16) erkämpfen konnte. Die
beiden Gäste aus Kiel zeigten eine sehr unterschiedliche Tagesform: während
Hans-Jürgen Scepanik mit 5 Punkten freudig erregt auf Platz 5 einlief, war
Manfred Zimmermann mit seiner Ausbeute von 3 Punkten und Platz 21 sicher nicht
zufrieden.
Sieger und Besiegte erfreuten oder trösteten sich bei einer abschließenden gemeinsamen Kaffee- und Kuchentafel mit leckeren Torten. Den Eckernförder Spielern gab das Kraft für einen anschließenden ausgedehnten Bummel durch die Hamburger Hafen-City.
Dieses Schnellschachturnier ist seit zwei Jahren Teil einer HSK-Schach-Triade, während der in einer Woche ein Blitzturnier, ein Turnier im Normalschach über eine Woche und eben dieses Schnellschachturnier ausgetragen werden. Chronistenpflicht gebietet es mitzuteilen, dass Hans-Jürgen Schulz auch Gesamtsieger dieser Triade wurde.
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ESC I - NDTSV Holsatia Kiel |
6 : 2 |
und damit Platz 3 im Gesamtergebnis.
Die Einzelergebnisse unserer Spieler finden Sie auf der Mannschaftsseite.
Am 16.04.12 wurden weitere zwei Runden unseres
Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:
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19. Runde |
20. Runde |
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Krüger - Homuth |
3:0 |
Homuth - Lomer |
3:0 |
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Bußmeier - Wiederkehr |
0:3 |
Wiederkehr - Krüger |
0:3 |
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Kiesbye - Ruiz-Hampel |
0:3 |
Libuda - Kiesbye |
0:3 |
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Libuda (Freilos) |
3:0 |
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Nach dem Wiederauffinden des Blattes mit den Paarungen der 6.
Runde am 12.12.2011 gab es einige Korrekturbuchungen in der Tabelle. Hanfried
Kiesbye katapultierte dies und sein Sieg gegen Gerd Libuda am 10. Spieltag auf
den 5. Platz in der Jahreswertung. Manfred Homuth musste am 16.04. seine
erste Niederlage einstecken, hat aber in der Jahreswertung noch einen
erheblichen Vorsprung. Spannend dürfte aber durch seine Niederlage die 2.
Quartalswertung 2012 werden.
Den aktuellen Tabellenstand finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft.
Die nächsten beiden Runden unseres Schnellturniers finden am Montag, den 14.05.2012 in der BBS statt. Dazu sind alle Interessierten - auch Spieler außerhalb unseres Vereins - eingeladen. Eine Anmeldung ist bis 19:15 Uhr vor Ort möglich.
Die 67. Landesmeisterschaft von Schleswig-Holstein wurde traditionell
wieder in der Woche vor Ostern vom 31.03. bis zum 06.04.12 ausgetragen. Als
ausrichtender Verein hatte sich der Ratzeburger Schachclub von 1937 – also
anlässlich seine 75-jährigen Bestehens - beworben und den Zuschlag
erhalten. 165
Teilnehmer hatten sich für dieses Turnier angemeldet, gegenüber 2011 mit 185
angemeldeten Spielern also ein spürbarer Rückgang. Auch von unserem Verein
nahmen in diesem Jahr nur vier Spieler an diesem Turnier teil. Aufmerksame Leser
der Vorankündigung an dieser Stelle werden sich vielleicht wundern, denn vorher
war gar nur von drei Teilnehmern die Rede. Aber der vierte Teilnehmer – unser
neues/altes passives Mitglied Wolfgang Homuth – hatte zwar die Zusage für seine
Zulassung für die Meisterklasse in der Tasche, tauchte aber bis zum letzten Tag
in der offiziellen Teilnehmerliste des Verbandes nicht auf. Sein Bruder Manfred –
gleichfalls für die Meisterklasse nominiert – deutete das aber als Vorteil, weil
sich seine Gegner so nicht auf ihn vorbereiten konnten. In der Meisterklasse ist
das in der Tat manchmal wichtig.
Die beiden anderen Spieler aus unserem Verein waren Edmund Lomer und Claus Langmann, die sich – da sie die Voraussetzungen dafür erfüllen - für die Seniorengruppe angemeldet hatten. Da die Senioren keinerlei Nachwuchssorgen haben und die Teilnehmerzahl deshalb zu groß zu werden drohte, hatte der Verband – wie schon im Vorjahr – zwei Gruppen gebildet: in der stärkeren Gruppe durfte sich jeder Senior anmelden, in der schwächeren Gruppe durfte nur der spielen, der eine DWZ unter 1800 nachweisen konnte. Unsere beiden Senioren mussten deshalb in der stärkeren Gruppe antreten und waren dort – bei 24 Teilnehmern – an Nr. 4 (Lomer) und 15 gesetzt. Es sollte aber erwähnt werden, dass sich neun tapfere Spieler mit einer DWZ unter 1800 für die obere Gruppe gemeldet und dort auch gut gehalten haben. Der Turnierverlauf ließ sich für Edmund Lomer zunächst sehr gut an: nach den Runden 4 und 5 fand er sich auf dem 3. Platz der Tabelle wieder. Zwei Niederlagen in den beiden folgenden Runden ließen aber alle Hoffnungen auf einen der vorderen Plätze schwinden. Mit 4½ Punkten erreichte er schlussendlich Platz 12 in der Tabelle. Der andere unserer Senioren fand sich nach zwei Auftaktniederlagen immer ziemlich am Ende der Tabelle, erzielte schließlich 3½ Punkte und Platz 20. Das kann für beide nur noch besser werden. Seniorenmeister wurde wie im Vorjahr Nikolai Quiring vom SV VHS Rendsburg mit 7 Punkten.
Viele glauben ja, dass es bei den Senioren ein leichtes Leben sei. Das ist
gewiss ein Irrtum, denn dort wird
hingebungsvoll gekämpft. Und die Spielstärke
lässt auch nicht zu wünschen übrig: So war der DWZ-Medianwert in dieser
Seniorengruppe in Höhe von 1835 nur unerheblich geringer als der entsprechende
Medianwert von 1882 in der Vormeisterklasse!
In der Meisterklasse war Wolfgang Homuth ständig in der Spitzengruppe zu finden. Es reichte aber nicht ganz zum vielleicht ersehnten Meistertitel: Er landete mit 5½ Punkten auf dem 4. Platz, sein Bruder Manfred hatte einen halben Punkt weniger und erreichte damit Platz 7 und mit mehr als 50% der erzielbaren Punkte auch die Berechtigung für weiteres Spielen in der Meisterklasse. Sieger in dieser Klasse und damit Landesmeister von Schleswig-Holstein wurde mit 6½ Punkten Frank Schwarz vom Preetzer TSV vor zwei weiteren Spielern aus demselben Verein!
Ein Ärgernis besonderer Art sind – besonders für die Senioren – die an zwei Tagen gespielten Doppelrunden, die die Spieler an beiden Tagen bis zu 10 Stunden ans Brett zwingen. Vielleicht hat der Verband ein Einsehen und schreibt künftig ein 7-rundiges Turnier aus. Viele Teilnehmer würden es ihm danken, besonders dann, wenn wie in Ratzeburg an einem so attraktiven Ort gespielt wird. Übrigens: Sowohl in der Meisterklasse als auch bei den Senioren hätten bei nur sieben Runden die gleichen Spieler gesiegt, die nach nunmehr neun Runden ermittelt worden sind!
Alle weiteren Ergebnisse der Landesmeisterschaft finden Sie hier.
Zur 1. Runde der Pokalmeisterschaft am 26.03.12 haben sich fünf Spieler eingefunden. Es gab folgende Ergebnisse:
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Paarung |
Ergebnis |
weiter |
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Wiederkehr - Homuth |
½ : ½ |
??? |
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Lomer - Kiesbye |
1 : 0 |
Lomer |
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Bußmeier |
Freilos |
Bußmeier |
Der unentschiedene Ausgang der ersten Paarung zwingt die beiden Spieler zu mindesten zwei Schnellschachpartien. Nach unserer Turnierordnung kommt derjenige Spieler weiter, der zuerst zwei Partien durch Schnellschach gewonnen hat.
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SV VHS Rendsburg I - ESC I |
4½ : 3½ |
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SV VHS Rendsburg II - ESC II |
5 : 3 |
-.-.-.-.-.-.-.-.-
Auch im letzten Punktspiel der Saison gegen die Schachfreunde aus Rendsburg konnte
unsere zweite Mannschaft keinen Punktgewinn erzielen und beendet diese Saison
als Tabellenletzter der Bezirksliga Nord. Dabei hatte das Punktspiel gegen
Rendsburg II recht erfolgreich begonnen: Hanfried Kiesbye gewann seine Partie kampflos (1:0)
und Bruno Geruschkat sowie Dieter Löwenstrom gaben ihre Partien bei ausgeglichenen
Stellungen nach jeweils anderthalb Spielstunden Remis (2:1). Kurz darauf
verlor jedoch Holger Hogreve nach einem sehr druckvoll vorgetragenen Angriff seines
Gegners einen Turm und wenig später auch die Partie (2:2). Somit waren die
Spiele an den ersten vier Brettern beendet, das Endergebnis lag nun weitestgehend
in den Händen unserer Jugend.
Mirko Beyer hatte sich in der Eröffnung
eine etwas bessere Stellung erarbeitet, geriet jedoch nach fast drei Stunden in ein
Mattnetz seines Gegners und verlor seine Partie (2:3). Eine sehr gute Leistung
zeigte Kim Ruiz an Brett 6. Trotz extremer Zeitnot konnte sie das Spiel
unentschieden halten und erlangte in der vierten Stunde eine Stellung, die
offensichtlich von niemanden mehr zu gewinnen war (2½:3½). Besonders spannend
war die Partie von Lukas Beyer am Brett 8. Lukas erspielte sich sehr schön im
Mittelspiel einen Freibauern, der mit Umwandlung drohte, und so seinen Gegner
sicher in arge Bedrängnis gebracht hätte. Aber nach einem unglücklichen Zug von
Lukas kam sein Gegner unerwartet wieder ins Spiel und gewann die Partie nach
fast vier Stunden (2½:4½). Damit stand der Sieger des Mannschaftkampfes fest. Den
Schlusspunkt setzte Gerd Libuda am Brett 5 mit einem ungefährdeten Remis. Obwohl
Libuda zwei Bauern mehr hatte und seinem Gegner langsam die Spielzeit ausging,
schien es keine Gewinnmöglichkeit zu geben, so dass unser Spieler schließlich fair ein
Remis anbot, das dankbar angenommen wurde (3:5).
So sind wir in dieser Saison ohne Mannschaftspunkte
geblieben, jedoch haben wir wohl alle den Spaß am Schach im Vordergrund gesehen
und diesen Spaß auch für die Zukunft nicht verloren.
Am 12.03.12 wurden weitere zwei Runden unseres
Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:
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17. Runde |
18. Runde |
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Ruiz Hampel - Krüger |
0:3 |
Kiesbye - Krüger |
0:3 |
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Libuda - Hogreve |
3:0 |
Hogreve - Bußmeier |
0:3 |
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Bußmeier - Kiesbye |
3:0 |
R. Möller - Libuda |
3:0 |
Daraus entsteht ein neuer Tabellenstand, den Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft finden können. - Nach dieser 18. Runde ergab sich auch eine 1. Quartalswertung 2012 mit den beiden Spitzenreitern Krüger (11 Punkte, 5 Partien) vor Bußmeier (9 / 3), die mit Geldpreisen von 20 bezw. 15 Euro belohnt wurden. Einen weiteren Geldpreis erhielt Dustin Möller vom SK Marmstorf als bester Nicht-Eckernförder.
Die nächste Runden unserer Schnellturniere finden am 16.04.2012 in der BBS statt. Dazu sind alle Interessierten - auch Spieler außerhalb unseres Vereins - eingeladen. Eine Anmeldung ist bis 19:15 Uhr vor Ort möglich. - Weitere Termine können Sie der Terminseite entnehmen.
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ESC I - Husumer SV I |
5 : 3 |
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ESC II - Kropper SC I |
2 : 6 |
Mit einem 5:3 Erfolg gegen den Geheimfavoriten Husumer SV hat unsere 1. Mannschaft einen wichtigen Schritt in Richtung des angepeilten Wiederaufstiegs in die Landesliga Schleswig-Holstein getan. Mit 11:3 Mannschaftspunkten stehen wir unerwartet an der Tabellenspitze. Denn der bisherige Tabellenführer, die Überraschungsmannschaft der SG Turm Kiel II, verlor 3:5 gegen die TuS Holtenau, die sich offensichtlich vehement aus der Abstiegszone spielen möchte.
Der Wettkampf am 26.02.2012 in der BBS gestaltete sich zunächst über einige Stunden ausgeglichen. Keine Mannschaft bzw. deren Spieler konnten in den ersten zwei Stunden wesentliche Vorteile erringen. Leider verlor Rolf Möller am 6. Brett sodann die Dame, indem er statt der berechneten drei Leichtfiguren nur deren zwei als Kompensation erhielt. Enrique Ruiz Hampel konnte am 2. Brett nach anfänglichem Druck seines Gegners die Damen tauschen und Gegendruck im Zentrum erzeugen. Da schon viel Material getauscht war, einigte er sich mit seinem Gegner auf Remis (½:½). Edmund Lomer lehnte am 5. Brett mehrmals trotz allenfalls geringfügigen Vorteils mannschaftsdienlich Remisangebote seines Gegners ab. Eduard Wiederkehr stand am 8. Brett am Königsflügel stark unter Druck und auch Ralf Koch geriet am 7. Brett im Mittelspiel in Bedrängnis. So zog sich der Wettkampf einen Tick ungünstiger hin, bis Manfred Homuth am 1. Brett eine Unvorsichtigkeit seines Gegners zum Figurengewinn abwickelte, der nach kurzer Gegenwehr zum Sieg führte (1½:½). Matthias Braun gab am 4. Brett seine Partie Remis, nachdem im Mittelspiel keiner einen Vorteil erlangen konnte (2:1). Auch Edmund Lomer gab nun bei ungleichen Läufern und blockierter Stellung im Figurenendspiel Remis (2½:1½). Kai Karl Krüger konnte am 3. Brett nach Entwicklungsnachteil aus der Eröffnung heraus – nachdem sein Gegner ein Figurenopfer übersah, das ihm vier Bauern als Kompensation ermöglicht hätte – klug die Stellung verändern, um mit Dame, Turm und Springer bei wechselseitig freistehenden Bauern einen Königsflügelangriff zu starten, welchen der Gegner als Verteidiger bei zunehmender Zeitnot nicht 100-prozentig genau behandelte. Die Folge war ein Qualitätsgewinn nebst Sieg auf Zeit (3½:1½). Damit standen die Zeichen für uns recht günstig.
Allerdings standen zu diesem Zeitpunkt Ralf Koch und Eduard Wiederkehr unklar und Rolf Möller sogar auf Verlust. Es passierte dann wieder das, was man in Anlehnung an einen Edelwestern mit dem "Mundharmonika-Mann" umschreiben könnte. Kai Karl Krüger flüsterte dem Mannschaftsführer Enrique Ruiz Hampel ins Ohr, Eduard Wiederkehr stünde schlecht, also würde er wie fast immer, wenn er schlechter stünde, sicher gewinnen. Des einen Flüstern in des anderen Ohr bewahrheitete sich: Eduard Wiederkehr drehte die Partie und sicherte das "4½" und damit den Mannschaftssieg. Rolf Möller gab alsbald auf, während Ralf Koch und sein Gegner noch etwa eine Stunde lang die letzte Partie jeweils auf Sieg spielten - bei ungleichen Läufern im Läuferendspiel allerdings vergeblich - bis mit einem Remis der 5:3-Sieg feststand.
Was niemand während des Mannschaftskampfes ahnte, war die Niederlage der SG Turm Kiel II, gleichbedeutend mit unserer Tabellenführung zwei Spieltage vor Saisonende. Am 18.03.2012 wird es für uns bei der SV VHS Rendsburg zum voraussichtlich entscheidenden Spitzentreffen der Verbandsliga-Nord kommen. Die Rendsburger sind als Tabellenzweiter lediglich einen Mannschaftspunkt von uns entfernt und könnten mit einem Sieg die Tabellenführung an sich reißen. Genau dies wollen wir unter keinen Umständen zulassen und die Tabellenführung – bis zum Schluss – verteidigen!
Am selben Tag versuchte die 2. Mannschaft, ihre bisherige Niederlagenserie gegen den Kropper Schachclub vergessen zu machen. Die beiderseits vollzählig angetretenen Mannschaften lieferten sich zum Teil spannende, sehenswerte Kämpfe an den einzelnen Brettern und nach eineinhalb Stunden stand das erste Zwischenergebnis fest, allerdings zu Ungunsten für uns Gastgeber: Christian Tuckermann (Brett 7) hatte sich bei einem Springerabtausch einen Doppelbauern "eingehandelt", von denen später einer verloren ging. Es gab noch einen längeren Kampf um einen weiteren Bauern, in dessen Verlauf plötzlich beide Türme Tuckermanns von einem gegnerischen Läufer bedroht wurden. Der nachfolgende Qualitätsverlust führte zum entscheidenden Nachteil und bald darauf gab Tuckermann die Partie auf (0:1). Dieter Löwenstrom (Brett 3) gab einen seiner Türme für einen Läufer und zwei Bauern des Gegners, musste sich dann aber auf einen Figurentausch einlassen, so dass das Endspiel Läufer gegen Turm für ihn nicht mehr zu halten war (0:2). Fast zeitgleich gingen eine gute viertel Stunde später drei weitere Partien zuende, doch dies nicht ohne einen Zähler in den eigenen Reihen: Gerd Libuda (Brett 6) gewann in der Eröffnung einen Bauern, musste diesen aber im Mittelspiel wieder hergeben. Im Endspiel hatten er und sein Kontrahent noch jeweils einen Bauern, der sich jeweils in eine Dame umwandeln konnte, womit ein Remis bzw. ein halber Punkt für uns Eckernförder gewonnen war (½:2½). Hanfried Kiesbye (Brett 2) eröffnete mit 1. c2-c4 und musste nach einem Figurenabtausch eine schlechtere Bauernstellung hinnehmen. In der Folge war Kiesbye einem starken Angriff ausgesetzt und verlor dabei - bedingt durch eine Fesselung - eine Figur gegen einen Bauern, was sich für das Endspiel verlustreich auswirkte (½:3½). Alexander Koch (Brett 1) eröffnete ruhig und unspektakulär, leistete sich jedoch im Mittelspiel eine Ungenauigkeit, was ihm eine Bauernschwäche einbrachte. Diese Schwäche wusste sein Gegner für ein druckreiches Spiel zu nutzen, wodurch Koch in eine verlorene Stellung geriet (½:4½). Eine weitere Viertelstunde später beendeten Holger Hogreve (Brett 5) sowie Kim Ruiz (Brett 8) ihre Partien; diesmal sprang dabei noch mehr für das Punktekonto heraus, wofür vor allen Dingen die zuletzt genannte 16-jährige Nachwuchsspielerin sorgte, indem sie zunächst einen, seitens des Gegners mit einer fehlerhaften Zugfolge durchgeführten Königsangriff abwehrte und dabei eine Leichtfigur gewann. Im weiteren Partieverlauf wählte Kims Gegner noch eine falsche Abtauschvariante, woraufhin Kim wiederum Material gewann und das Endspiel mit zwei Qualitätsvorteilen sowie zwei Mehrbauern erreichte. Schließlich baute sie eine zweizügige Mattdrohung auf, woraufhin ihr Gegner aufgab (1½:4½). Hogreve konnte seinem Gegner zunächst einen Doppelbauern zufügen, verlor dann jedoch selbst einen Bauern und kam derart in Bedrängnis, dass er von Glück reden konnte, dass sein Gegner ein Remisangebot annahm (2:5). Der (traurige) Schlussakkord war Dieter Eigenberz (Brett 4) nach fast drei Stunden Spielzeit vorbehalten: nach einer ruhigen Eröffnung krankte seine Stellung im Mittelspiel an einem verlorenen Bauern. Im Endspiel erwies sich der gegnerische Springer stärker als Eigenberz' Läufer, was sich in einem weiteren Bauernverlust auszudrücken drohte und Eigenberz zur Aufgabe bewog (2:6 Endstand).
Nach dieser erneut deutlichen Niederlage haben wir am 18.03.12 die letzte Möglichkeit in dieser Saison, einen Ehrenpunkt zu verbuchen; allerdings wird die von uns an diesem Tag bereiste zweite Rendsburger Mannschaft wohl einiges aufbieten, um beide Punkte für sich zu verbuchen. Trotzdem sollten wir guter Dinge sein und aus Freude am Schachspiel auch dieser Begegnung das Beste abgewinnen.

Wir sind in Eckernförde mehr als 100 km von der Alster entfernt - was hat ein Bericht über das "Größte Schulschachturnier in der Welt" auf der Website unseres Klubs zu suchen? Nun, wenn sogar die Eckernförder Zeitung in ihrer Ausgabe vom 22.02.12 mit einem wunderschönen Foto davon berichtet und wenn der Webmaster dieser Website bei diesem Turnier persönlich zugegen war, dann ist es wohl angebracht, darüber zu berichten; und der Situation angemessen in der Ich-Form.
"Auf Grund meiner jahrzehntelangen Verbundenheit zur Hamburger Schachszene hatte ich schon seit vielen Jahren den Wunsch, einmal das in der Tat weltberühmte Schachereignis "Linkes gegen Rechtes Alsterufer" zu besuchen. Alljährlich treten hier im Kongresszentrum einige tausend Schüler und Schülerinnen zu Mannschaftskämpfen an 8 Brettern gegeneinander an und dieses Spektakel hat in der Vergangenheit sogar den Bundespräsidenten von Weizsäcker zu einem Besuch animiert. Der Teilnahmerekord lag im Jahr 1988 bei 3.616 Jugendlichen aus 174 Schulen. In diesem Jahr wurde der Rekord nicht überboten, aber immerhin trafen sich 2.416 Spieler aus 128 Schulen zum Wettstreit. Eigentlich wollte ich natürlich diese Kinderschar erleben, aber ich konnte erst am späten Nachmittag von Eckernförde nach Hamburg starten, allerdings in der Gewissheit, dass der Weg nicht vergeblich sein würde, denn seit einigen Jahren wird diese Veranstaltung ergänzt durch ein "Ehemaligenturnier", zu dem ich mich vorsorglich angemeldet hatte.
Zu diesem Turnier treffen sich beliebig zusammengestellte 4er-Mannschaften, die in 5 Runden in 15-min-Schnellpartien ihren Meister ermitteln. Bei meiner Anmeldung stellte ich es dem Organisator Hendrik Schüler frei, ob er mich einer Mannschaft des HSK, der Heinrich-Hertz-Schule oder den Gerichten zuteilen würde. Es kam ganz anders: Ich wurde einer Mannschaft zugeteilt, die unter dem Logo "EuroFH" für Europäische Fachhochschule firmierte, in denen ich aber bekannte Gesichter sah und einen ehemaligen Mannschaftskameraden meines Sohnes aus der SG Johanneum begrüßen konnte.
Natürlich hatten wir einen gewissen Ehrgeiz zu gewinnen, aber die Mannschaften waren stark besetzt und die Punkte wurden nicht verschenkt (die Mannschaft lief schließlich auf Platz 50 von 61 Mannschaten ein). In der 1. Runde hatte ich das Vergnügen, gegen Jade Schmidt aus der Frauenbundesligamannschaft des HSK spielen zu können. Sie bildete mit Andreas Albers das Rückgrat der Mannschaft, die die zu Jahresbeginn gegründete "Schachschule Hamburg" vertrat. Die Partie eröffnete ich mit dem Morra-Gambit und ich musste während der ganzen Partie dem geopferten Bauern hinterher laufen. Im Endspiel in knapper Zeit unterlief Jade eine Ungenauigkeit, so dass ich zum Remis abwickeln konnte. Mein Score lag am Ende bei 2:2 Punkten (in der angesetzten 5. Runde hatte ich spielfrei und nutzte die gewonnene Zeit zur Rückfahrt).
Sieger dieses Turniers wurde die Mannschaft "SC
Schachelschweine", die als einzige Mannschaft keinen Punktverlust erlitt. Sie ließ sogar auf dem
3. Platz die Mannschaft mit dem Phantasienamen "Cisha" hinter sich,
die u.a. mit den beiden Großmeistern Jan Gustafsson und Niclas Huschenbeth
angetreten war!
Es bleibt ein Rätsel zu lösen: Aus welchem Grund sitzen die beiden offenkundig fremdländischen Spieler vor einem Schild, das ihre Gegenwart bei diesem Turnier belegt? Es handelt sich um Yun Zhou (rechts) und Qichao Wang – beide aus China – die zurzeit in Eckernförde die deutsche Sprache erlernen, um dann in Deutschland zu studieren. Ich hatte ihnen eine Woche zuvor "im Rahmen der Verfestigung deutscher Sprachkenntnisse" in 30 Minuten das Schachspielen beigebracht und sie zu dem Ausflug nach Hamburg überredet. Und im CCH setzten sie sich hin, spielten durchaus verständig gegeneinander und lösten völlig eigenständig mehrere zweizügige Mattaufgaben, die spontan von der "Schachschule Hamburg" bereit gestellt wurden. Ein begabtes Völkchen … "
Am 20.02.2012 wurden weitere zwei Runden unseres
Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:
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15. Runde |
16. Runde |
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Homuth - Wiederkehr |
3:0 |
Röhl - Homuth |
1:1 |
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Krüger - Röhl |
3:0 |
Wiederkehr - D. Möller |
0:3 |
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D. Möller - Ruiz Hampel |
3:0 |
Kiesbye - Braun |
0:3 |
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Libuda - Kiesbye |
1:1 |
Bußmeier - Libuda |
0:3 |
Den sich daraus ergebenden Tabellenstand finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. - Die nächste Runde unserer Schnellturniere findet am 12.03.2012 in der BBS statt. Dazu sind alle Interessierten - auch Spieler außerhalb unseres Vereins - eingeladen. - Weitere Termine können Sie der Terminseite entnehmen.
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SVG Friedrichsort I - ESC I |
4 : 4 |
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Wyker TB I - ESC II |
4½ : 3½ |
In der Verbandsliga-Nord des Schleswig-Holsteinischen Schachverbandes gibt es drei Spieltage vor Saisonende einen Vierkampf um den Aufstieg in die Landesliga. Dabei mischt unsere Erste Mannschaft – derzeit Tabellenzweiter – kräftig mit. Am 6. Spieltag – dem 05.02.2012 – kam es zum Spitzenkampf des Vierten gegen den Zweiten. Dabei setzte sich der Husumer SV gegen den SV VHS Rendsburg knapp mit 4½:3½ durch; gut für uns, weil wir beim gleichzeitigen 4:4 bei der SVG Friedrichsort in der Tabelle an den Rendsburgern vorbeimarschieren konnten. Vor allen steht weiterhin die SG Turm Kiel II. Die Oberliga-Reserve der SG Turm Kiel hält sich nach einem ebenfalls knappen 4½:3½ beim Schleswiger SV weiterhin überraschend an der Tabellenspitze.
Eigentlich wollten wir gegen den Tabellensiebten aus Friedrichsort als vermeintlich schwächerem Gegner mit einem klaren Sieg etwas für das Brettpunkteverhältnis tun, um bei Punktgleichheit mit Turm Kiel II und dem SV VHS Rendsburg an diesen vorbeizuziehen. Doch schon nach weniger als zwei Stunden verlor der bisherige Goalgetter Eduard Wiederkehr am 7. Brett nach etwas zu lockerer Partieführung mitten auf dem Schachbrett seine von Leichtfiguren umzingelte Dame. Obwohl er noch tapfer kämpfte, war nach bisher vier Siegen aus vier Spielen seine erste Saisonniederlage unvermeidbar (0:1). Kai Karl Krüger geriet nach etwa drei Stunden im Mittelspiel in eine Kombination mit Damenopfer und Matt- bzw. Abzugsdrohungen. Umstehende glaubten schon an seine Niederlage. Er gab aber nach vier Schachs gegen sich in Folge die Dame zurück und wickelte in ein Leichtfigurenendspiel gegen das Läuferpaar ab, in dem sein Gegner einen zwingenden Bauernverlust nebst Freibauernlauf nicht einberechnet hatte. So konnten wir ausgleichen (1:1). Manfred Homuth hatte am 1. Brett auf Angriff gespielt, einen Bauern geopfert, letztlich aber keinen durchschlagenden Erfolg, so dass er sich mit seinem Gegner auf Remis einigte (1½:1½). Der Ausgang der fünf verbleibenden Partien war zu diesem Zeitpunkt ungewiss. Es war aber deutlich, dass es nichts mit dem gewünschten Kantersieg werden würde. Enrique Ruiz Hampel konnte am 2. Brett den Angriff seines Gegners am Königsflügel – der dafür einen Bauern gegeben hatte – abwehren und zu seinem zweiten Sieg in Folge kontern (2½:1½), während Ulrich Bußmeier am 8. Brett bei vielleicht besserer Stellung in beginnender Zeitnot – nur noch 7 Minuten eigene Bedenkzeit für 15 Züge – seine Partie Remis gab (3:2). Ralf Koch musste am 6. Brett nach Schwächung seines Damenflügels erst einen Bauern geben, um sodann dort förmlich erdrückt zu werden, bis er nach Figurenverlust schließlich aufgab (3:3). Bei diesem Stand kam es nun auf Matthias Braun und Rolf Möller am 4. und 5. Brett an. Während Matthias Braun ein Turmendspiel mit einem Minusbauern verteidigen musste, konnte Rolf Möller im Turm/Läufer-Endspiel die bessere Bauernstellung nutzen und Raum gewinnen. Matthias Braun fand leider nicht die allerbesten Verteidigungszüge, sodass sein Gegner im Turmendspiel den letzten Bauern durchbringen konnte (3:4). Aber Rolf Möller nagelte seinen Gegner mit dem Turm in der d-Linie und dem Läufer in der a2-g8-Diagonale fest, um gleichwohl mit den freigespielten a-Bauern und h-Bauern die gegnerischen Figuren abzulenken. So konnte er seine sehenswerte Dominanz auf dem Brett in einen Sieg zum 4:4-Unentschieden umsetzen.
Für unsere "Erste" geht der Kampf um den Aufstieg weiter. Am 26.02.2012 erwarten wir den Tabellenvierten aus Husum, am 18.03.2012 den Tabellendritten aus Rendsburg, stets in der Hoffnung, dass mit Siegen gegen diese Mitfavoriten sich zugleich noch Turm Kiel II einen Ausrutscher leistet. Nach dem leichten Umbruch, der nach dem Abstieg aus der Landesliga in der vorigen Saison – durch den Verlust von Jan Dreesen und Peter Krebs – entstanden ist, ist die jetzige Platzierung an 2. Stelle der Tabelle - immer noch mit Aufstiegsambitionen - ein guter Zwischenerfolg.
Am selben Tag zog es unsere "Zweite" auf die wunderschöne Nordseeinsel Föhr gegen die Mannschaft der Schachsparte des Wyker Turnerbundes. Netterweise holten uns zwei Gesandte vom Hafen ab und brachten uns zu einem Feuerwehrhaus in der idyllischen Ortschaft "Wrixum" (wie beruhigend, dass hier das Spiellokal war, denn die anwesenden Löschfahrzeuge konnten ggf. zu stark in Brand geratene Partiestellungen sogleich bekämpfen). Nachdem auch zwei Mannschaftsangehörige von der Nachbarinsel Amrum angekommen waren und die Begrüßungsansprache verklungen war, begannen wir eine dreiviertel Stunde vor "High Noon" mit den Partien.
Von den folgenden Auseinandersetzungen ausgenommen war unser Spieler an Brett 4 (Dieter Löwenstrom), dessen Gegner nicht erschienen war, wodurch wir zu einem kampflosen Punktgewinn kamen (1:0). Unspektakulär ging es auch an Brett 2 zu: sehr schnell wurde hier der Punkt zwischen Hanfried Kiesbye und seinem Wyker Gegner geteilt (1½:½). Spektakulärer ging es für Gerd Libuda an Brett 7 zur Sache, denn nach der langen Rochade und dem Verlust von zwei Bauern geriet sein König in einen unwiderstehlichen Angriff (1½:1½). Bruno Geruschkat hatte an Brett 3 nach 90 Minuten eine Qualität und zwei Bauern verloren, eine weitere Stunde später büßte er noch eine Figur ein und gab die aussichtslos gewordene Partie auf (1½:2½). Etwa eine Stunde später war auch Dieter Eigenberz' Spiel, das dieser lange Zeit ausgeglichen halten konnte, an Brett 6 beendet. Bewaffnet mit einem Mehrbauern und dem Läuferpaar, konnte sich sein Gegner im Endspiel gegen das Springerpaar durchsetzen (1½:3½). Nun zeigten wir aber, dass auch wir es "drauf" haben: Holger Hogreve hatte an Brett 5 im Rahmen eines sehr turbulenten Mittelspiels einen gegnerischen Läufer gegen einen eigenen Bauern auf dem Königsflügel erobert. Mit diesem Figurenvorteil konnte er das Endspiel für sich entscheiden (2½:3½). Zum 3½:3½ vermochte nach ca. vier Stunden Spielzeit der 16-jährige Mirco Beyer auszugleichen, als er den Nestor der gegnerischen Mannschaft - ungeachtet dessen großen Erfahrungsschatzes - in die Schranken wies. Nach einer b4-Eröffnung seines Gegenübers stärkte Mirco seine Bauernstellung und spielte sehr umsichtig sowie zurückhaltend (verzichtete z.B. auf einen anfänglich in Aussicht stehenden Bauerngewinn, da er den Verdacht hegte, dass dieser "vergiftet" sein könnte); im weiteren Spielverlauf ließ sich sein Gegner zu einer riskanten Offensive am Damenflügel hinreißen, was Mirco den Gewinn eines Bauern sowie eine sehr starke Stellung am Damenflügel einbrachte. Im Folgenden gewann Mirco noch einen weiteren Bauern sowie den weißfeldrigen Läufer, was sein Gegenüber schließlich zur Aufgabe bewog: (Ganz toll, Mirco! Und an dieser Stelle sei auch allen Jugentrainern unseres Clubs für ihr Frucht bringendes Engagement gedankt!) (3½:3½). Nun musste Olaf Zeuch an Brett 1 "nur noch" gegen seinen über 400 DWZ-Punkte stärkeren Gegner die bis dahin ausgeglichen gestaltete Partie zu einem gütlichen Remis-Ende bringen; zwei derartige Angebote hatte sein Gegner abgelehnt, als es bei gleicher Bauernzahl und jeweils einem schwarzfeldrigen Läufer in die letzten fünf Minuten der maximal möglichen Spielzeit ging. In der so genannten "Endspurtphase" - beide hatten fast gleich viel Zeit verbraucht und nur noch etwa je zweieinhalb Minuten auf der Uhr - machte Zeuch beim "Tanz der Bauern, Läufer und Könige" doch noch einen kleinen Fehler, der seinem Gegner reichte, um schließlich den f-Bauern zu gewinnen, wodurch dessen eigener g-Bauer zur Umwandlung in eine Dame marschieren konnte (3½:4½).
Trotz dieser knappen Niederlage sollten wir unsere Inselreise positiv in Erinnerung behalten, zeigte sich doch wieder einmal, dass wir uns auch gegen starke - in der Verbandsliga erprobte! - Gegner nicht verstecken müssen. Und so wie sich unsere Fähre den Rückweg durch das mit Eisschollen besetzte Wattenmeer bahnte, werden wir vielleicht auch am 26.2.12 im eigenen Hause die Klippen auf dem Weg zu einem Mannschaftspunkt zu umschiffen wissen. Die "Klippen" werden dann übrigens die Schachkameraden aus Kropp sein; auf gutes Gelingen!
Am Sonnabend kam es zum Höhepunkt der Flensburger Schachwoche. Die Veranstalter hatten Aljoscha Feuerstack zum Simultanspiel eingeladen, unser ehemaliges, damals noch jugendliches Mitglied. Inzwischen ist er zum Internationalen Meister gereift und hat eine stolze ELO-Performance von 2438 Punkten. Seit einigen Jahren setzt sich Aljoscha für den SK Norderstedt ans Brett, spielt aber auch viele Internationale Turniere, z.B. in Pardubice, Wien, Groningen und Moskau - passend zu seinem Slavistikstudium. In der "Flensburg Galerie" saßen ihm am 28.01. nunmehr 20 Spieler gegenüber, begierig, ihm auf dem Brett möglichst viele Schwierigkeiten zu bereiten. Aljoscha besitzt nach eigenen Worten noch nicht sehr viel Routine beim Simultanspiel, aber er spielte zügig und vermittelte bei seinen Rundgängen einen souveränen Eindruck. Die Gegnerschaft war recht stark und es dauerte lange, bevor er erste Erfolge erzielen konnte. Die beiden Spieler unseres Vereins saßen nebeneinander und Bruno Geruschkat versuchte - in den Schuhen von Edmund Lomer - Aljoscha mit Skandinavisch zu beeindrucken, was aber nicht so recht gelang. Aljoscha siegte im Königsangriff. Claus Langmann wehrte sich tapfer gegen 1. c2-c4 und kam eigentlich während der ganzen Partie nie in Nachteil, so dass Aljoscha nach 44 Zügen in das Remis einwilligte.
Das war nicht das einzige Remis der Runde, weitere vier Spieler erreichten dieses ehrenwerte Ergebnis. Und Aljoscha musste sogar eine Niederlage hinnehmen: es siegte gegen ihn Stephan Millgramm vom ausrichtenden Flensburger SK.
Es war eine durch und durch gelungene Veranstaltung, die im gut besuchten Einkaufszentrum auch eine größere Zahl von Zuschauern erfreute.
Der Flensburger Schachklub richtet in der Woche vom 23.01. bis zum 28.01.12 zum dritten Mal eine Schachwoche in der "Flensburg Galerie" aus. Die Veranstaltung wurde am 23.01. mit einem Open für Senioren eröffnet. Aufmerksame Betrachter der nebenstehend abgebildeten Tabelle können erkennen, dass einer unserer Spieler an diesem Turnier teilgenommen hat. Weitere Veranstaltungen folgen, z.B. am Donnerstag ab 14 Uhr ein Open, am Freitag ein Partnerturnier und am Sonnabend ab 13:30 Uhr der Höhepunkt: ein Simultanspiel des uns sehr vertrauten Internationalen Meisters Aljoscha Feuerstack gegen 20 Spieler. Diese Plätze sind allerdings schon zur Gänze vergeben. Von unserem Verein werden Bruno Geruschkat und Claus Langmann an dieser Veranstaltung teilnehmen.
Wer sich über weitere Einzelheiten informieren möchte, kann sich hier bedienen.
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ESC I - Flensburger SK II |
5½ : 2½ |
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ESC II - MTV Leck II |
3 : 5 |
Von der 1. Mannschaft ist kein Bericht über den gewonnenen Wettkampf gegen den Flensburger SK mehr zu erwarten, deshalb sei hier nur eine kleine Anekdote – erzählt von einem unbeteiligten Zuschauer – geschildert.
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In der nebenstehenden Stellung hat der Weiße sehr lange an seinem nächsten Zug gegrübelt und dann – weil ihm der Verlust unvermeidlich schien – reichte er seinem Gegner zum Zeichen der Aufgabe seine Hand. Auf den ersten Blick: vorbildlich, denn allzu oft kann man im Gegenteil erleben, dass in absolut verlorener Stellung der richtige Zeitpunkt zur Aufgabe verpasst wird. Im konkreten Fall war aber die vermeintlich unvermeidbare Niederlage nicht nur zu vermeiden, sondern mit einigen eigentlich gar nicht so schwierigen Zügen in einen Sieg zu verwandeln. In der Hauptvariante 1.a5 h6 2.b4 h5 (Zugzwang!) 3.Kf4 Kxd5 4.Kg5 Kxd4 5.Kxg6 Kc4 6.Kxh5 Kxb4 7.g4 Kxa5 8.g5 b5 9.g6 b4 10.g7 b3 11.g8D kommt Weiß deutlich früher als sein Gegner zur Damenumwandlung und damit zum Sieg. - Dieser glückliche/unglückliche Punkt ist unserer Mannschaft zugute gekommen.
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Unter der Überschrift "Komödie der Irrungen und Wirrungen" könnte dieses Partieende vielleicht ein Beitrag in einer Neuauflage von Christian Hesses Buch "Expeditionen in die Schachwelt" oder im nächsten Schachkalender von Arno Nickel werden.
Die 2. Mannschaft hat am selben Tag ihren Wettkampf gegen die 2. Mannschaft des MTV Leck verloren. Gleichwohl hat den Webmaster der folgende Bericht ihres Mannschaftsführers Olaf Zeuch erreicht:
"Da unsere Gäste zwei Stunden lang vergeblich auf ihren Spieler an Brett 1 warteten, ging der erste Punkt kampflos an uns und Alexander Koch konnte sich als Zuschauer verdingen (1:0). Frohe Kunde gab es alsbald auch vom Brett 8, denn Gerd Libuda konnte nach anfänglicher Hingabe von zwei Bauern eine viel versprechende Angriffsstellung aufbauen und dabei die gegnerische Dame gegen einen seiner Türme gewinnen. Diesen Vorteil brachte er siegreich ins Endspiel (2:0). Einen halben Punkt steuerte daraufhin an Brett 5 Dieter Löwenstrom bei, der in seiner Partie zunächst einen Bauern gewann und dann auch noch weiteren Vorteil erhielt, als sein Gegner einen Läufer für zwei Bauern gab. Nach Abtausch der meisten Figuren stand im Endspiel einer von Löwenstroms Läufern zwei Bauern des Gegners gegenüber, wobei keiner der beiden einen Gewinnweg sah (2½:½).
Nun brachen härtere Zeiten für unsere Mannschaft an, denn an Brett 4 musste Bruno Geruschkat nach dreieinhalbstündiger Spielzeit "die Segel streichen", nachdem er im 44. Zug seinen b-Bauern verloren hatte und im Endspiel unvorsichtig seinen letzten Offizier abtauschen ließ (2½:1½). In etwa fünfzehnminütigen Abständen endeten dann auch die Partien von Dieter Eigenberz (Brett 7), Holger Hogreve (Brett 6) und Hanfried Kiesbye (Brett 3) und nur Dieter Eigenberz konnte - souverän spielend - zumindest eine Punkteteilung erzielen, nachdem er eine schwierige Eröffnungsphase in ein ausgeglichenes Mittelspiel lenkte. Im Endspiel standen sich dann beide Kontrahenten mit gleicher Bauernzahl und ungleichen Läufern gegenüber, so dass das Remis unvermeidbar wurde (3:2). Hogreve hatte zu viele Bauern verloren und war dadurch im Endspiel chancenlos (3:3), während Kiesbye nach vier Stunden ausgeglichener Spielgestaltung gewahr werden musste, dass seine Bauernstellung eine Schwäche aufwies, die sein Gegner nach zähem Endspiel für sich zum Sieg nutzen konnte (3:4). Zuletzt musste noch Olaf Zeuch nach fast fünf Stunden an Brett 2 die Waffen strecken, nachdem er im Mittelspiel - in der Hoffnung auf eine verheißungsvolle Angriffsstellung - einen seiner Läufer gegen zwei Bauern opferte. Seine kundige Gegnerin widerlegte ihm dies zum Ende des Spiels, denn sie konnte ihren Läufervorteil derart nutzen, dass sie nach Abtausch aller sonstigen Figuren auch noch einen Freibauern auf der h-Linie zur Dame - und somit zum Sieg -führen konnte (3:5-Endstand).
Diese Niederlage steht wieder auf der Negativseite der Mannschaftsleistungen. Positiv gilt zu vermerken, dass wir mit Gerd Libuda einen zu Beginn der Saison neu in unsere Mannschaft hinzu gekommenen Spieler haben, der nach dem nunmehr vierten Mannschaftskampf mit 2½ Punkten zum erfolgreichsten Mannschaftsspieler avanciert ist. Dicht auf den Fersen sind ihm mit jeweils zwei Punkten unsere beiden "Dieters" (Eigenberz / Löwenstrom). Also: Wenn es am 5. Februar auf die Insel Föhr geht, wo uns der Wyker TB erwartet, wissen wir, dass auch hoffnungsvolle Potentiale in der Mannschaft schlummern: Mögen wir sie in uns allen wecken!"
Am 12.12.2011 und 09.01.2012 wurden vier Runden unseres
Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:
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11. Runde |
12. Runde |
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Homuth - Ruiz Hampel |
3:0 |
Wiederkehr - Homuth |
0:3 |
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Wiederkehr - Krüger |
0:3 |
Ruiz Hampel - Krüger |
0:3 |
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Braun - Kiesbye |
3:0 |
Lomer - Kiesbye |
3:0 |
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Koch, A. - Lomer |
0:3 |
Koch, R. - Koch, A. |
1:1 |
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Koch, R. - Hogreve |
3:0 |
Hogreve/Freilos |
3:0 |
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13. Runde |
14. Runde |
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Homuth - Braun |
3:0 |
Krüger - Homuth |
1:1 |
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Kiesbye - Krüger |
1:1 |
Braun - Wiederkehr |
0:3 |
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Möller - Wiederkehr |
1:1 |
Kiesbye - Möller |
0:3 |
Den sich daraus ergebenden Tabellenstand finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. - Die nächsten beiden Runden unserer Schnellturniere finden am 06.02.12 statt. Dazu sind alle Interessierten - auch Spieler außerhalb unseres Vereins - eingeladen.
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SG Turm Kiel II - ESC I |
4 : 4 |
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Husumer SV II - ESC II |
5½ : 2½ |
In der 4. Runde der Verbandsliga Nord kam es zum Spitzenduell der beiden Aufstiegs-Favoriten: Unsere "Erste" trat in Kiel gegen die "Zweite" der SG Turm Kiel an, um mit dem erhofften Mannschaftssieg einen großen Schritt nach vorn für den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga Schleswig-Holstein zu tun. Schließlich sollte der etwas unglückliche Abstieg im Vorjahr nur ein "Betriebsunfall" bleiben.
Es
begann aus unserer Sicht sehr erfreulich, da schon vor Ablauf
der dritten Stunde die 1:0-Führung gelang. Am 5. Brett
überspielte Edmund Lomer - unser Ehrenvorsitzender und Senior
der Mannschaft - mit den weißen Steinen seinen Gegner Wolfgang
Romischke und ließ ihm keine Chance. Bald darauf erreichten
Manfred Homuth am Spitzenbrett gegen Hartmut Winkelmann sowie
Kai Krüger an Brett 3 gegen Eckart Böhm jeweils mit Weiß ein
sicheres Remis (2:1). Auch nach vier Stunden standen alle noch
laufenden Partien aussichtsreich; der fein herausgespielte
Sieg von Gerd Bernhardt (Brett 7) gegen Henrik Rulofs (3:1)
sowie das sichere Remis mit Schwarz von Ulrich Bußmeier (Brett
8) gegen Roland Drewek ließ schon etwas Vorfreude aufkommen
(3½:1½). Auch Rolf Möller hatte mit Schwarz am 6. Brett
gegen Michail Berenstein keinerlei Probleme, den Remishafen zu
erreichen: Der Zwischenstand lautete nun 4:2 für unsere
Mannschaft.
Dann
aber wurde es doch noch unerwartet spannend. Matthias Braun
(Brett 4) und Enrique Ruiz Hampel (Brett 2), die beide mit
Schwarz zunächst ein gutes Spiel machten und auch Vorteile
hatten, kamen in der Schlussphase ihrer Partien plötzlich ins
Schwimmen. Juriy Krasyk startete urplötzlich - eine
Nachlässigkeit ausnutzend - gegen Ruiz ein Feuerwerk mit
seinen Figuren, eroberte schließlich die Dame und verkürzte
auf 4:3. Matthias Braun kam gegen Bernd Hansen im Endspiel von
der Erfolgsspur ab und eine kluge Riposte seines Gegners
bescherte diesem den vollen Punkt zum 4:4.
So war das unentschiedene Endergebnis für das unser Team eine nicht mehr erwartete Enttäuschung. Noch aber sind 5 Runden zu spielen und der Aufstieg ist noch keinesfalls vergeben, denn unsere Mannschaft "überwintert" auf Platz 2 mit einem Brettpunkt Vorsprung vor der SV VHS Rendsburg.
Am 3. Advent musste unsere 2. Mannschaft in Husum gegen die 2. Mannschaft des Husumer SV antreten. Nach der langen Anreise gab es leider einen ersten raschen Verlustpunkt an Brett 8: Christian Tuckermann verlor durch ein Schachgebot seinen Turm und dadurch auch seine Partie (0:1). Zu diesem Zeitpunkt kämpfte Dieter Löwenstrom um ein Remis und hatte auch realistische Chancen, doch im Endspiel musste er einen Bauern hergeben und wenig später war die drohende Umwandlung dieses Bauern nicht mehr zu parieren (0:2). Nur wenig später war es auch für Alexander Koch am Spitzenbrett geschehen: Sein anfänglicher Vorteil im Mittelspiel erwies sich als nicht dauerhaft, seine Königsstellung geriet unter Druck und schließlich sah er sich einem unparierbaren Matt ausgesetzt (0:3).
Fast eine Stunde später gab es einen ersten Lichtblick. Gerd
Libuda hatte an Brett 7 einen schön heraus gespielten Sieg
errungen. Im Endspiel konnte er ein Abzugsschach mit dem Turm
geben, was den Damenverlust für den Gegner bedeutet hätte,
worauf dieser aufgab (1:3). Zeitgleich konnte Zeuch seine
Stellung an Brett 2 nicht mehr halten, denn – nachdem er lang
rochiert hatte - gelang dem Gegner ein starker Angriff mit
Bauern, Turm und Dame gegen die empfindliche Rochadestellung,
was schließlich in einem Mattnetz endete (1:4).
Nun hätten alle drei noch ausstehenden Partien gewonnen werden
müssen, um zumindest eine Niederlage abzuwenden; dies war
jedoch unmöglich, was als nächster Holger Hogreve an Brett 5
erkennen musste. Er hatte sich während der gesamten Partie gut
entwickelt und zwei Bauern des Gegners erobert. Doch sein
jugendlicher Gegner konfrontierte ihn mit einer Mattdrohung,
die Hogreve nur kurzzeitig und letztlich vergeblich mit der
Opferung von Dame und Turm parieren konnte (1:5).
Damit war unsere Niederlage besiegelt, an den nun noch
gespielten Brettern zeichneten sich jedoch der
Ergebniskosmetik dienliche Zählergewinne ab. An Brett 3 ließ Hanfried Kiesbye
hoffen, der im Mittelspiel einen Läufer gewonnen
hatte. Im Endspiel ließ sich dieser Materialvorteil aber nicht
gegen einen bedrohlichen Freibauern seines Gegners
durchsetzen, so dass die Partie in ein Remis mündete
(5½:1½). Als Letzter spielte Dieter Eigenberz an Brett 6.
Nach entgegengesetzten Rochaden griff Eigenberz zielstrebig
den gegnerischen König an und eroberte im Laufe der
Angriffshandlungen zwei Bauern, die er sicher ins Endspiel
rettete und trotz hartnäckiger Gegenwehr zum Gewinn führte
(2½:5½).
Der Adventsbesuch in Husum war zwar durch diese deutliche Niederlage getrübt, zumal wir im dritten Kampf zum dritten Mal verloren haben und deshalb den letzten Platz in der Tabelle einnehmen. Aber vier Kämpfe liegen noch vor uns und lassen alle Möglichkeiten offen.
- ein Bericht von Claus Langmann -
Eigentlich wollte ich im November zu einem Turnier in Alkersum auf der schönen Insel Föhr. Aber dieses Turnier wurde abgesagt und so suchte ich nach einem Ersatz. Bei meinen Recherchen fiel mir eine andere Insel auf: Malta. Wärme und Sonne garantiert, aber zunächst schreckten mich die vermutlich doch wohl deutlich höheren Kosten. Aber da hatte ich mich geirrt: Hin- und Rückflug – überwiegend mit Lufthansa – war für 206 € zu haben und Übernachtung und Frühstück im 4-Sterne-Hotel des Spiellokals schlug mit nur 20,75 € zu Buche (allerdings hat das Hotel seine vier Sterne nicht verdient). Summa summarum kam die Reise somit nicht viel teurer als der ursprünglich geplante Ausflug nach Föhr.
Die Flieger brachten mich am 19. November über Zürich nach
Malta, ein Bus dann spät abends nahezu vor die Tür meines Hotels Topaz in
Bugibba. Am nächsten Morgen hatte ich reichlich Zeit, um mir vor Turnierbeginn
meine nähere Umgebung an der Nordküste von Malta anzusehen. Das allerdings
geriet zum Schock: Die Küste war völlig verbaut, die Häuser ohne erkennbare
Architektur und dicht an dicht. Dieser Eindruck änderte sich an späteren Tagen
leider nicht. In der Hauptstadt Valletta und Umgebung herrscht ein ungebrochener
Bauboom. Das produziert Bausünden - stillose Hochhäuser bis zu 20 Stockwerken - und
führt auch dazu, dass etwa 30.000 leere Wohnungen ihre Käufer oder Mieter
suchen. Etwa 3 Millionen Touristen –
ganz überwiegend aus England - müssen auf dieser kleinen Insel (mit 316 qkm kleiner
als Bremen!) jährlich untergebracht werden, bei einer Einwohnerzahl von wenig
mehr als 400.000 sind Missstände vorhersehbar.
Zu dem Turnier hatten sich 124 Spieler aus 22 Nationen eingefunden, davon 7 Großmeister und 13 Internationale Meister. Ich war an Platz 65 gesetzt und versuchte nun in den folgenden Tagen, mein mir selbst gesetztes 50%-Soll zu erfüllen. Wie die Auslosung so will, musste – oder besser durfte ich in den folgenden neun Partien fünf Mal gegen Spieler aus Malta spielen, ich hatte sozusagen gegen die maltesische Nationalmannschaft anzutreten. Zwei dieser Spieler waren allerdings anderer, nämlich belgischer und deutscher Nationalität. Sie waren durch ihre Berufe auf Malta gelandet und wurden dort Mitglieder des einzigen Schachklubs von Malta mit etwa 60 bis 70 Spielern. Am Ende konnte ich mich darüber freuen, dass ich gegen die maltesische Übermacht mit 50% der Punkte bestehen konnte, nur gegen ihren Spitzenspieler Colin Pace (ELO 2152) zog ich den Kürzeren.
In der 6. Runde erlebte ich ein wunderbares Beispiel maltesischer
Schauspielkunst. In der nebenstehenden Stellung zog mein Gegner zuletzt
26. Df3-e2
und kaum hatte er seine Dame
losgelassen, zog über sein Gesicht ein Ausdruck erschreckten, gleichwohl
versteckten Entsetzens. Er wollte mich dadurch zur Gabel 26. ... d3 verführen, die
allerdings mit 27. T:d3 L:b2 28. De3 unnötige Komplikationen produziert hätte.
Ich durchschaute die
böse Absicht, zog 26. ... Dd5 und empfing ihn, als er ans Brett zurückkehrte, mit den Worten: "You are an excellent actor". Die Partie verdarb ich allerdings später doch
noch zum Remis.
Am letzten Spieltag waren zwei Partien angesetzt und ich erschien "pünktlich" um 10 vor 10 im Spielsaal und – erstarrte. Vor mir saßen 123 Spieler an ihren Brettern und grübelten über ihre Züge! Ich hatte es nicht mitbekommen, dass der Spielbeginn an diesem Tag um eine Stunde vorverlegt war. Nach den Regeln – 30 Minuten Karenzzeit waren festgelegt – hatte ich verloren. Mein maltesischer Gegner Ron Sammut erklärte sich gleichwohl bereit zu spielen und so begann ich dann meine Partie mit einer um 50 Minuten verkürzten Bedenkzeit. Fortwährend bewegte mich nun der Gedanke, dass ich gegen einen derart fairen Gegner unmöglich auf Sieg spielen könne. Dann fiel mir eine Lösung ein: In einer schon etwas besser stehenden Stellung um den 15. Zug herum bot ich ihm remis an. Als er das ablehnte, fühlte ich mich befreit, auf Gewinn zu spielen, was mir schließlich auch gelang. Ich hatte damit meine gewünschten 50% erreicht und verabschiedete meinen Gegner mit den Worten: "You are a gentleman!". - Ich war nicht allzu traurig, als ich in der letzten Runde gegen einen Moskowiter verlor. Das ergab Platz 75.
Das faire Verhalten meines Gegners bewog mich, beim
Schiedsrichter und beim Veranstalter vorstellig zu werden und anzuregen, meinen
Gegner durch einen Sonderpreis zu ehren. Der Vorschlag wurde einhellig begrüßt –
aber bei der am selben Tag stattfindenden Siegerehrung leider vergessen.
Den Sieger muss ich natürlich auch noch benennen: Mit 7½ Punkten siegte GM Stellan Brynell aus Schweden vor weiteren sechs Titelträgern mit 7 Punkten.
Sogar beim Rückflug von München nach Hamburg hatte ich noch schachliche Erlebnisse. Als Lektüre genoss ich das Zeit-Magazin und stieß dort auf die nebenstehende Aufgabe: Weiß zieht und hält remis. Nicht schwer, aber überraschend und amüsant. Ein gutes Ende meiner Inselreise.
Am vergangenen Montag waren Edmund Lomer und Bruno Geruschkat auf der Bühne
des "Carls Showpalastes" zu bewundern. Aber auch für dieses
einmalige Erlebnis
gibt es einen guten Grund: Die Heimatgemeinschaft Eckernförde hatte am
05.12.11 zu einem Abend zum Thema "Spiele und Spielzeug – einst und jetzt"
eingeladen und Dr. Mehl - der Organisator der Veranstaltung – hatte unsere
beiden Protagonisten eingeladen, bei dieser Gelegenheit unser königliches Spiel
vorzustellen. Es wurde ein abwechslungsreicher Abend vor etwa 80 Zuschauern.
Eingerahmt von themenbezogenen Lesungen, von einer einschlägigen Bilderschau und
von verschiedenen Vorführungen stellten Lomer und Geruschkat als die beiden
Weltmeister Aljechin und Lasker die entscheidende Phase ihrer 1934 in Zürich
gespielten Partie vor. An einem normalen Turnierbrett sitzend, wurden
Stellung und Züge durch eine Videokamera auf eine Großleinwand übertragen.
Zum guten Abschluss bot "Weltmeister Aljechin" seinem Kontrahenten ein Glas
Wasser an – geschichtlich korrekt wäre es besser ein Wasserglas Kognak gewesen.
Die Lichtverhältnisse waren für die Übertragung nicht optimal, aber nachdem Dr.
Mehl Lomer versichert hatte, dass die Darbietung gut zu sehen gewesen sei und er
sie auch verstanden
hätte, war der Erfolg dieses Teils der Veranstaltung gesichert.
Es ging um die oben stehende Stellung. Der geneigte Leser möge die weltmeisterlichen Gedankengänge nachempfinden. Aljechin als Weißer am Zuge gewinnt die Partie durch einen fulminanten Schlussangriff (der letzte Zug 24. ... f7-f6 war ein entscheidender Fehler). Lasker gab zwei Züge nach der Diagrammstellung aus guten Gründen auf.
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ESC I - TuS Holtenau |
5 : 3 |
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ESC II - Flensburger SK III |
3½ : 4½ |
Am 3. Spieltag ließ unsere 1. Mannschaft nichts anbrennen und hat die Verfolgung vom Turm Kiel II aufgenommen, unserem kommenden Gegner am 4. Spieltag. Diesmal mussten wir nicht nur den Aquarianern, sondern zudem einem Landeskongress der SPD-Damen ausweichen – das bedeutete: ab nach oben links in die Ecke. Der Wettkampf konnte erst mal aber nicht so schnell beginnen. Ein "sehr sehr" guter Spieler von uns wollte noch einmal frische Luft schnappen und öffnete die Tür links vom Klo im ersten Stock. Was dann kam, hätte selbst Antony Perkins in "Psycho" vor dem Duschvorhang verharren lassen. So laut, so laut … aaah, die Ohren! Erste Damen von unten fragten besorgt, ob es uns noch gut gehe – wir verstanden das erst nach dreimaligem Nachfragen. Schließlich kam etwa 15 Minuten später ein sichtlich steif lächelnder – aber dennoch wie immer sehr freundlicher – Leiter der AWO-Eckernförde und stellte den vom Notausgang ausgelösten Alarm aus. Oh wie peinlich …
Die Schachfreunde aus Holtenau kämpften zäh mit 7 Mann, mussten am Ende aber nachgeben. Schon Ulrich Bußmeiers kampflosem Punkt am 8. Brett mussten die Holtenauer eine ganze Weile hinterher laufen. Kai Karl Krüger zog sich am 3. Brett mit den schwarzen Steinen nach drei Schachs in den ersten 10 Zügen gegen sich und einem frühen Damentausch auf d8 nach knapp über zwei Stunden relativ schnell mit einem Remis aus dem aktiven Spielbetrieb (1½:½). Enrique Ruiz Hampel am 2. Brett folgte gleichfalls mit einem Remis etwa eine Stunde später, nachdem sein Angriff gegen den nach f8 flüchtenden schwarzen König abebbte (2:1). Dieser Vorsprung war nicht gefährdet. Rolf Möller hatte am 5. Brett bequem zwei Bauern Vorsprung und gab davon einen zurück, um im Zentrum auf halbrechts zwei verbundene Freibauern in Gang zu bringen. Eduard Wiederkehr stand am 6. Brett vielleicht etwas schlechter, aber das gab wie stets bei ihm eigentlich nur Anlass zur Zuversicht. Manfred Homuth entwickelte am 1. Brett eine "sehr sehr" gute Stellung, während Hanfried Kiesbye am 7. Brett bei seiner Premiere in der ersten Mannschaft mit den schwarzen Steinen sehr gut und zäh verteidigte. Matthias Braun hatte am 4. Brett eine bessere Stellung erwirtschaftet und wartete nach Remisangebot seines Gegners zwischenzeitlich etwa 20 Minuten die weitere Entwicklung ab. So zog sich der Wettkampf hin.
Rolf Möller baute seinen Vorteil zum Sieg aus (3:1), während unser "sehr sehr" guter Spieler in eine sehr unklare, offene Stellung geriet, in der der ursprüngliche Vorteil verschwand. Er nahm lieber das Remis, da wir schon mit 2 Punkten vorn lagen (3½:1½). Und Matthias Braun wartete auch nach dem zweiten Remisangebot seines Gegners ab, wie es bei Eduard Wiederkehr lief. Dort war es unübersichtlich. Eduards Gegner griff den gefesselten Läufer im Turm/Läufer-Endspiel mit einem Bauern an. Kein Problem für Eduard. Die Türme seitlich links in Stellung – und ausschwärmen, der andere hat auch einen Läufer… Irgendwie - aber das ist ja nicht neu, findet sich taktisch über 5, 6, 7 Züge immer ein Weg für Eduard, um in ein Turmendspiel mit Mehrbauer abzuwickeln. Völlig sicher, dass das nicht verloren gehen konnte, nahm Matthias das Remis am 4. Brett an, uiuiui, dabei war das Remisangebot seines Gegners nicht mehr gerechtfertigt (4:2). Und Eduard gewann auch noch (5:2). Hanfried Kiesbye musste nach langem Kampf als letzter die Segel streichen, sodass wir mit einem 5:3 sicher gewonnen hatten. Jetzt sind wir schon Zweiter in der Tabelle der Verbandsliga, und der Erste – Turm Kiel II – erwartet uns im Dezember.
Gewinnen wir dort, stehen uns alle Türen offen!
Am selben Tag hatte unsere "Zweite" die 3. Mannschaft des Flensburger Schachklubs zu Gast. Dabei war - im angenehmen Sinne - auffällig, dass fünf der acht angereisten Spieler Jugendliche im Alter zwischen ca. 11 und 16 Jahren waren, die - wie sich zeigen sollte - uns sehr zu schaffen machten (sie erzielten 2½ der möglichen 5 Punkte!)
Der Wettkampf begann verheißungsvoll: Schon nach 45 Minuten hatte Christian Tuckermann an Brett 8 seinen Gegner besiegt, nachdem er ihn in ein zweizügiges Matt am Königsflügel verwickelt hatte (1:0). Eine weitere dreiviertel Stunde später war es Gerd Libuda an Brett 7, der einen halben Zähler erkämpfen konnte, denn er und sein Gegner hatten es immer wieder geschafft, ausgeglichene Stellungen aufs Brett zu bringen (1½:½). Leider gab es kurz danach einen ersten Wermutstropfen, als Bruno Geruschkat (Brett 3) gegen seinen jugendlichen Gegner aufgrund zu großen Materialverlustes die Waffen strecken musste (1½:1½). Eine weitere halbe Stunde später einigten sich auch Holger Hogreve (Brett 5) sowie Alexander Koch (Brett 1) mit ihren jeweiligen Gegnern auf eine Punkteteilung. Koch musste sich mit einem Springer gegen drei Mehrbauern des Gegners auf dem Königsflügel erwehren, hätte aber ein starkes Gegenspiel gegen dessen Damenbauern entwickeln können, so dass dieser seine Kräfte immer auch auf diesen Unruheherd konzentrieren musste und daher das Remis einer unklaren Partiefortsetzung vorzog (2:2). Hogreve geriet nie in Gefahr, konnte aber auch seinerseits keine entscheidenden, Sieg bringenden Akzente setzen. Sein halber Punkt ließ die Mannschaft weiter auf einen zumindest ausgeglichenen Ausgang der Begegnung hoffen (2½:2½). Nach dreieinhalb Stunden konnte sich Dieter Löwenstroms Erfahrung gegen seinen jugendlichen Gegner durchsetzen, letzterer konnte eine in naher Zukunft drohende Bauernumwandlung nicht parieren (3½:2½). Die Freude über die somit erkämpfte Führung währte leider nur kurz, da Dieter Eigenberz die Aussichtslosigkeit seiner Endspielsituation einsehen musste. Im Mittelspiel war er noch im Vorteil gewesen, aber seine Stellung krankte in einer entscheidenden Phase daran, dass sein König kein Luftloch auf der Grundlinie hatte. Dadurch verlor er einen Läufer und somit auch die Partie (3½:3½).
Nun musste Zeuch, der die ganze Zeit aufgrund der unklaren Ergebnislage alles "auf Sieg" setzte und dabei auch reichlich viel riskierte, um seinem Gegenüber wenigstens einen halben Punkt abzunehmen, seine Partie zu einem positiven Ende führen. Doch ein Springeropfer im Mittelspiel gegen einen gegnerischen Bauern im Zentrum sorgte nicht für den erhofften Figurensturm auf den am Königsflügel ziemlich offen stehenden schwarzen Monarchen. Der älteste mitgereiste Flensburger Jugendliche verstand es, seinen Vorteil ins Endspiel zu retten und dort weitere Bauern zu erobern. Dies bewog Zeuch dann zur Aufgabe, womit die knappe Niederlage mit 3½:4½ besiegelt wurde.
An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an die freundliche wie spielstarke Nachwuchsmannschaft aus Flensburg, der noch weitere Erfolge in dieser Saison sehr zu gönnen sind.
Für unsere "Zweite" geht es am 11. Dezember nach Husum, wo die dortige "Zweite" auf uns wartet. Möge sich der Status der "Grauen Stadt am Meer" nicht auf uns in Form eines "grauenvollen" Spielergebnisses übertragen.
Auch in diesem Jahr war unser Ehrenvorsitzender Edmund Lomer zu Gast bei dem "Politikerturnier" in Berlin. Hier folgt sein Bericht:
"Schach verbindet alle politische Ebenen - das zeigte sich auch in diesem Jahr beim traditionellen Politiker-Schachturnier, das an einem sonnigen Novembertag in Berlin ausgetragen wurde. Schauplatz war das Quadriga-Forum am Werderschen Markt im Zentrum der Bundeshauptstadt. Beim 21. Turnier waren 46 Teilnehmer aus dem politischen und diplomatischem Bereich aus allen Teilen Deutschlands gekommen, um in 7 Runden um Sieg und Punkte zu spielen. Diesmal fehlte allerdings die ganz große Prominenz, aber dennoch war das Feld sehr stark besetzt.
Schleswig-Holstein war mit dem CDU-Ratsherrn Edmund Lomer (Eckernförde) sowie dem ehemaligen Essener Ratsherrn Gerhard Meiwald (Heide) gut vertreten. Das Turnier wurde im Schweizer System ausgetragen mit einer sehr besonderen Zeitgestaltung, durch die die Spielstärkeunterschiede ausgeglichen werden sollten. In der 4. Runde hatte Lomer zunächst Probleme beim Ausfüllen des Partieformulars: Der Name seines ursprünglich ausgelosten Gegners - des Botschaftsangehörigen Battuvshin Chuluunbaatar - machte ihm einige Schwierigkeiten. Sie lösten sich aber, da eine erneute Auslosung notwendig wurde, die einen Gegner mit einem umgänglicheren Namen erbrachte.
Turniersieger wurde Dr. Dirk Jordan (Dresden) mit 6½ Punkten vor Rainer Dambach (Pasewalk) und dem Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz (je 5½ Punkte). Edmund Lomer erreichte nach verhaltenem Start durch einen überzeugenden Sieg in der Schlußrunde gegen Josef König (Rottal) mit 5 Punkten aus 7 Partien den 4. bis 7. Platz. Gerhard Meiwald belegte mit 3 Zählern Platz 29.
Im Gegensatz zu dem in der Presse bekanntgewordenen Stellungsbild aus der Partie Helmut Schmidt gegen Peer Steinbrück standen bei diesem Turnier alle Bretter richtig.
Ein Bankett mit Gelegenheit zu interessanten Gesprächen gab der besonderen Schachveranstaltung einen ansprechenden Rahmen."
Einen ausführlichen und auch bebilderten Bericht finden Sie in der Dezemberausgabe des Schachmagazins (S. 24 ff). Sie finden dort auch Edmund Lomers Namenszug - zusammen mit denen der übrigen Teilnehmer - auf einem Schachbrett auf dem Feld d6.
Am 14.11.2011 wurden die 9. und 10. Runde unseres
Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:
|
9. Runde |
10. Runde |
||
|
Homuth - Krüger |
3:0 |
Kiesbye - Homuth |
0:3 |
|
Wiederkehr - Kiesbye |
3:0 |
Krüger - Braun |
1:1 |
|
Ruiz Hampel / Freilos |
3:0 |
Hogreve - Wiederkehr |
0:3 |
|
Schleswiger SV I - ESC I |
2½ : 5½ |
|
SC Schleispringer Kappeln I - ESC II |
6 : 2 |
Zum Auftakt der Saison in der Bezirksliga Nord 2011/12 führte der Weg unserer zweiten Mannschaft nach Kappeln, wo die erste Garnitur des SC Schleispringer auf uns wartete. Der Beginn des Wettkampfs verhieß nichts Gutes, denn Bruno Geruschkat (Brett 4) kam schon in der ersten Viertelstunde der Eröffnung ins Straucheln, verlor schnell eine Leichtfigur und gab dann wenig später auf, als er vor der Wahl stand, eine weitere Leichtfigur oder gar die Dame zu verlieren (0-1). Innerhalb der nächsten zwei Stunden gab es vereinzelt große Hoffnungen, den Spielern aus Kappeln einen ebenbürtigen Kampf zu liefern: An Brett 8 erbeutete Christian Tuckermann im anfänglichen Mittelspiel die Dame seines Gegners, so dass sich hier ein Sieg abzeichnete. Olaf Zeuch (Brett 2) kam temporeich, aber unrochiert aus der Eröffnung heraus, konnte die kleine Qualität erringen und ein druckreiches, farbenfrohes Mittelspiel gestalten. Alexander Koch (Brett 1), Dieter Löwenstrom (Brett 5), Dieter Eigenberz (Brett 6) und Gerd Libuda (Brett 7) hatten solide und ausgeglichen eröffnet und konnten dem Mittelspiel zuversichtlich entgegen sehen. Allerdings kam bei Hanfried Kiesbye (Brett 3) durch eine schwach gespielte c4-Eröffnung schnell "der Wurm" hinein und dies in Form eines Bauernverlustes und einer blockierten Rochademöglichkeit, was ihn zu besonderer Umsicht bei der weiteren Partiegestaltung zwang. Überraschenderweise war Tuckermann in ein starkes Leichtfiguren-Gegenspiel seines Gegners hineingeraten, musste Figureneinbußen hinnehmen und konnte den Damenvorteil nicht zu seinem Vorteil ummünzen. Trotz hartnäckiger Gegenwehr, die er bis weit ins Endspiel hinein zeigte, konnte er sich letztlich nicht dem bis zuletzt ideenreich und stark aufspielenden Gegner erwehren, und so stand es nach ca. zwei Stunden 0:2. Leider nahmen auch in der nächsten halben Stunde zwei weitere Partien eine Wendung zum Bösen: Durch eine Ungenauigkeit im Mittelspiel verlor Alexander Koch einen Bauern und damit sein druckvolles Spiel; letztlich konnte sein starker Gegner im weiteren Verlauf entscheidende Raumvorteile erlangen und ihn überspielen, so dass er aufgeben musste (0:3). Gerd Libuda konnte als Mannschaftsneuling ein gutes Debüt präsentieren, indem er seinem Gegner bis ins späte Mittelspiel einen ausgeglichenen Kampf lieferte, dann sah aber auch er sich nach einer mehrzügigen Abtauschkombination im entscheidenden Stellungs- und Figurennachteil und gab auf (0:4). Löwenstrom hatte derweil durch einen Tempoverlust einen Bauern verloren, konnte aber nach Abtausch aller Schwerfiguren das Endspiel Springer gegen Läufer - trotz des Minusbauern - remis halten (½:4½). Eigenberz überführte seine solide Eröffnung in ein ebenso makelloses Mittelspiel, was dann in ein ausgeglichenes Endspiel mündete; die logische Konsequenz war ein Remis (1:5). Kiesbye konnte sich im Mittelspiel mühsam aus seiner schlechten Stellung herausarbeiten und nach Abtausch fast aller Figuren den anfangs verlorenen Bauern zurückgewinnen; schließlich erreichte auch er eine achtbare Punkteteilung (1½:5½).
Nun sollte Zeuchs Partie noch ca. zwei weitere Stunden dauern, denn der Genannte hoffte zwischenzeitlich auf einen Sieg, da seine beiden Springer und sein schwarzfeldriger Läufer den beiden Türmen und dem weißfeldrigen Läufer des Gegners schwer zusetzten. Der Gegner konnte sich aber gut verteidigen und seinerseits ein vollwertiges Gegenspiel entwickeln, so dass sich beide schließlich nach viereinhalbstündiger Spielzeit auf ein Unentschieden einigten und damit den 2:6-Endstand besiegelten.
Mögen wir uns durch diese deutliche Niederlage nicht verdrießen lassen und am 20.11. im Heimspiel gegen die "Dritte" aus Flensburg wieder frei nach dem Motto "just for fun" unser Bestes geben.
Am vergangenen Montag trafen sich sieben Spieler, um die 7. und 8. Runde unseres Schnellturniers auszutragen. Am späten Abend standen die folgenden Ergebnisse fest:
|
7. Runde |
8. Runde |
||
|
Wiederkehr - Homuth |
0:3 |
Braun - Homuth |
0:3 |
|
Bunke - Braun |
0:3 |
Krüger - Wiederkehr |
3:0 |
|
Krüger - Möller |
3:0 |
Kiesbye - Bunke |
1:1 |
|
Freilos - Kiesbye |
0:3 |
Möller - Freilos |
3:0 |
Kai Karl Krüger hat - allerdings in gebührendem Abstand - die Verfolgung zum führenden Manfred Homuth aufgenommen und Hanfried Kiesbye hat einen großen Schritt ins Mittelfeld der Tabelle getan. - Den aktuellen Tabellenstand aller beteiligten Spieler finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft.
Die nächsten beiden Runden werden am 14.11.11 - wie immer in der Bürgerbegegnungsstätte am Rathausmarkt - ausgetragen! - Anmeldungen sind bis 19:15 Uhr vor Ort möglich, auch Gäste sind gern gesehen!
In der Woche vom 24.09. bis zum 30.09.2011 wurde im Restaurant der Stadthalle zum 5. Mal die Offene Schleswig-Holsteinische Seniorenmeisterschaft ausgetragen. 64 Teilnehmer aus ganz Deutschland hatten sich eingefungen und es besteht eine gute Chance, dass sie alle wiederkommen. Denn jenseits des Schachlichen - aber für die weither Angereisten sicher nicht ohne Wert - wurden die Gäste während der gesamten Woche durch Bilderbuchwetter verwöhnt. Eckernförde zeigte sich von seiner allerschönsten Seite!
Favoriten waren Bernd Baum aus Erfurt (DWZ 2207) und
der Vorjahressieger Juri Ljubarski aus Hannover (DWZ
2133), aber beide konnten sich nicht durchsetzen. Sie
belegten nach 7 Partien mit 5 bezw. 4½ Punkten nur die
Plätze 6 und 10. Der Sieger Peter Heinzel aus Mülheim
erreichte als einziger 6 Punkte. Besonders
bemerkenswert bei diesem Ergebnis war der Umstand,
dass Peter Heinzel - mit einer DWZ von 1955 an
Platz 15(!) gesetzt - diesen Erfolg als "Nestor"
erzielte (dazu muss man mindestens 75 Jahre alt sein)
und dass er trotz seines hohen Alters am Ende des
Turniers einen DWZ-Zugewinn von 54 Punkten verbuchen
konnte. Das ist auf diesem DWZ-Niveau und in diesem
Alter äußerst ungewöhnlich. Nur ein einziger der 64
Spieler tat es ihm gleich: Unser Hanfried Kiesbye
verbesserte sein Rating ebenfalls um 54 Punkte auf
nunmehr 1455 Punkte. Das ist eine Gratulation an
dieser Stelle wert!
Die Einzelergebnisse unserer Spieler - einschließlich unseres Mitglieds Claus Langmann, der in einem einschlägigen Artikel der Eckernförder Zeitung nicht mit aufgeführt wurde - finden Sie in der folgenden Tabelle. Die Ergebnisse aller anderen Spieler, die Abschlusstabelle, Rundenberichte und eine große Anzahl von Fotos finden Sie auf der Seite des Schachverbands hier.
|
|
|
||||||||||
|
|
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
|
Lomer |
16 |
1 |
½ |
0 |
1 |
1 |
0 |
½ |
4/25 |
19 |
|
|
|
|
||||||||||
|
|
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
|
Langmann |
30 |
1 |
0 |
½ |
1 |
0 |
½ |
½ |
3 ½/22 |
35 |
|
|
|
|||||||||||
|
|
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
|
Geruschkat |
55 |
½ |
0 |
½ |
0 |
1 |
0 |
½ |
2 ½/17½ |
55 |
|
|
|||||||||||
|
|
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
|
Kiesbye |
59 |
½ |
0 |
0 |
1 |
½ |
0 |
1 |
3/18 |
50 |
- nur 4 : 4 gegen Raisdorfer Schachgemeinschaft -
Am 18.09.2011 hat die Schachsaison für die Mannschaftskämpfe begonnen. Unsere 1. Mannschaft empfing in der 1. Runde als Absteiger aus der Landesliga in der Bürgerbegegnungsstätte die Aufsteiger der Raisdorfer Schachgemeinschaft. Die Favoritenrolle war damit festgelegt. Einen Schock mussten wir aber gleich zu Beginn verdauen, denn Ralf Koch, der sich im vorigen Jahr vor allem durch seine stete Zuverlässigkeit in die Mannschaft gespielt hatte, musste eine Stunde vor Wettkampfbeginn ins Krankenhaus eingeliefert werden und fehlte uns dadurch. An Ersatz war wegen der Kürze der Zeit nicht zu denken. An dieser Stelle noch einmal alles Gute von der gesamten Mannschaft!
Somit gingen wir mit einem Punkt Rückstand in die Begegnung und mussten zudem Edmund Lomer – der wie auch in den vergangenen Jahren immer wieder einige Male urlaubsbedingt passte – und Rolf Möller, der sonst jahrelang kaum ausgefallen war, ersetzen.
Eduard Wiederkehr spielte am 6. Brett so, wie wir es von ihm kennen. Erst schlecht stehen, dann alles abtauschen, und im Endspiel be… - sorry - gewinnen (1:1). Ein wahrer Endspielkönig!!! Ulrich Bußmeier überspielte sodann seinen Gegner am 8. Brett, indem er diesen dazu verleitete, eine Figur einzustellen (2:1). Holger Hogreve verteidigte sich tapfer gegen den Landesturnierleiter am 7. Brett, musste jedoch Bauer um Bauer geben, bis die Stellung nicht mehr zu halten war (2:2). Als sodann Manfred Homuth am 1. Brett souverän aus dem Mittelspiel heraus eine Qualität mit Gewinnstellung herausarbeitete, stand es plötzlich 3:2. Kai Krüger wählte, als er dies sah - nach schnellem Blick auf die Stellungen von Enrique Ruiz-Hampel und Matthias Braun - eine Verschachtelung aller Bauern, um nach 20 Zügen schlechterer Stellung am 3. Brett ein Remis zum 3½ : 2½ zu erzwingen. Denn am 2. Brett stand Enrique deutlich besser, während Matthias am 4. Brett trotz Minusbauern am Damenflügel eine gute Angriffsposition am Königsflügel zu haben schien. Leider ging das Konzept "1 Punkt geht da noch" nicht auf. Enrique übersah die im Analyseraum von Eduard Wiederkehr – unserem Endspielkünstler – sofort aufgezeigte Gewinnvariante und sicherte mit einem Remisangebot lediglich den vierten Punkt. Matthias aber verlor am Königsflügel einen Springer, als er seinen Angriff überzog. Der Wind seines Angriffs ließ seinem Gegner zwar noch eine Abwicklung mit verbleibenden zwei Springern gegen Turm samt jeweils Dame notwendig erscheinen. Mit verrinnender Zeit auf der Uhr konnte Matthias seine Stellung aber nicht mehr halten. Raisdorf holte zum 4 : 4 auf. Damit liegen wir nach dem 1. Spieltag auf dem 5. Platz der Verbandsliga-Nord.
Am Montag, den 12.09.11 fanden sich 10 Spieler zum 3. Tag der Eckernförder Schnellturniere ein. Es ergaben sich folgende Paarungen und Ergebnisse:
|
5. Runde |
6. Runde |
||
|
Ruiz Hampel - Homuth |
0:3 |
Homuth - Krüger |
3:0 |
|
Wiederkehr - Röhl |
1:1 |
Röhl - Ruiz Hampel |
3:0 |
|
Krüger - Braun |
3:0 |
Braun - Wiederkehr |
0:3 |
|
Hogreve - Alexander Koch |
0:3 |
Zeuch - Hogreve |
0:3 |
|
Andreas Koch - Zeuch |
3:0 |
- |
|
Manfred Homuth spielte gegen Enrique Ruiz Hampel ein sauberes Figurenendspiel und gegen Kai Karl Krüger einen fulminanten Königsangriff. Mit großem Abstand hat er die Quartalswertung 07-09 (2011) gewonnen und den Geldpreis in Höhe von 40 € gewählt. Auch an dieser Stelle sei ihm gratuliert!
Mit der nächsten Quartalswertung erhält nicht nur der Quartalssieger einen Geldpreis, sondern auch der beste "Auswärtige" und der beste "Eckernförder". Doppelpreise werden allerdings nicht vergeben.
Den aktuellen Tabellenstand aller Spieler finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. - Die nächste Runde wird am 10.10.11 ausgetragen!
Der Deutsche Schachbund hatte für das Jahr 2011 in der
Woche vom 17.08. bis 24.08.11 erstmalig einen
Deutschen Senioren-Cup ausgeschrieben. Inspiriert war
diese Idee wohl vom seit Jahren erfolgreich
ausgetragenen Ramada-Cup, denn die
Ausschreibungsbedingungen – Titelvergabe in 4
gestaffelten Gruppen je nach Spielstärke - ähneln
einander in gewisser Weise. Aber wohl nicht auch der
Erfolg, denn kurz vor Beginn des Turniers erreichte
Edmund Lomer ein Anruf von Rainer Gehrmann, dem
Seniorenbeauftragten von SH mit der Bitte, im
Interesse der Sache an diesem Turnier teilzunehmen.
Und so machte sich unser Senior auf den Weg nach Bad
Blankenburg. Dort wartete die nächste Überraschung: In
den Wertungsgruppen A und B hatten sich so wenig
Teilnehmer gemeldet, dass diese beiden Gruppen
zusammen gelegt werden mussten. Er landete auf diese
Weise in der Gruppe A + B ( DWZ über 1801) bei nur 18
Teilnehmern auf Setzplatz Nr. 9. Die insgesamt geringe
Teilnehmerzahl war wohl auch dadurch bedingt, dass nur
wenige Tage zuvor vom 05.08. bis zum 13.08.11 die
Deutsche Seniorenmeisterschaft ausgetragen wurde –
eine ziemlich unverständliche Terminplanung.
Im siebenrundigen Turnier startete Lomer mit zwei durchaus vermeidbaren Niederlagen. Auch in der 3. Runde gab es nur ein Remis. Nach dieser Durststrecke erzielte Lomer den ersten Gewinn gegen Günter Ahlberg/SG Weißensee und auch die folgende Partie gegen Heinz Detert/SK Sieker Bielefeld wurde gewonnen. Nach einem endlich überzeugenden Sieg in der 6. Runde gegen Horst Nietsch/SG Weißensee war dann sogar ein einstelliger Tabellenplatz in Sicht. In der Schlussrunde schlug Lomer aber ein Remisangebot seines Gegners Hilmar Petzold/SG Narva Berlin aus und überzog die Partie zum Verlust. So wurde in der Endabrechnung mit 3½ Punkten aus 7 Partien nur Rang 11 belegt - zweifellos ein etwas enttäuschendes Abschneiden.
Die Spielbedingungen waren ordentlich. Allerdings war die Sportschule Bad Blankenburg vom gewohnten Standard anderer Jugendherbergen etwas entfernt und recht gewöhnungsbedürftig. Die Zimmer waren recht klein und wurden nicht regelmäßig hergerichtet. Das Kantinenangebot war ausreichend; dass alles selbst besorgt musste (Besteck, Servietten) und persönlich abzuräumen war (dafür war kein Personal vorhanden), sorgte für vermehrte Bewegung.
Im nächsten Jahr findet der Senioren-Cup Mitte Mai in Braunschweig statt. Wahrscheinlich liegt dieser Termin etwas günstiger und wahrscheinlich sind auch die Randbedingungen angenehmer.
|
Deutsche Senioreneinzelmeisterschaft 2011 in Halle |
||||||||||||
|
Name |
gesetzt an .. / von ... |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Rd. 8 |
Rd. 9 |
Punkte |
Platz |
|
Lomer |
66 / 187 |
1 |
½ |
½ |
½ |
0 |
0 |
½ |
1 |
1 |
5 |
69 |
Zum 5. Mal nach 2001 (Dresden), 2005 (Essen), 2009 (Dresden) und 2010 (Berlin) nahm unser Ehrenvorsitzender, Ratsherr Edmund Lomer, an der jährlich ausgetragenen Deutschen Senioreneinzelmeisterschaft teil. Diesmal war Halle an der Saale, die Geburtsstadt Georg Friedrich Händels, vom 05. bis 13.08.2011 Schauplatz des mit vielen bekannten und hervorragenden Spielern besetzten Turniers.
Mit Edmund Lomer hatten sich 187 Teilnehmer aus ganz Deutschland, darunter ein Internationaler Meister, 16 FIDE-Meister und eine FIDE-Meisterin eingefunden, um neun Runden nach Schweizer System auszutragen. Aus Schleswig-Holstein spielten ferner Herbert Nachtkamp (SK Norderstedt), Franz Felser (VSF Flintbek), Joachim Neumann (Kieler SG /Meerbauer), Manfred Plewka (SV VHS Rendsburg), Hans-Christian Ackermann (SC Marne), Adolf Oldigs (SV Büsum) und Henning Geibel (SV Bargteheide) mit.
Deutscher Seniorenmeister wurde - wie auch schon im Jahr 2009 - Prof. Dr. Christian Clemens aus Braunschweig mit 7½ Punkten. Er beendete das Turnier zwar nur als Dritter, aber den beiden ganz knapp nach Wertung vor ihm liegenden Jurij Vasiljev und Boris Gruzmann wurde dieser Titel versagt, wahrscheinlich wohl wegen fehlender deutscher Staatsangehörigkeit.
Edmund Lomer berichtet:
Mein Ziel war klar: Platz 110 des Turniers von 2010 in Berlin zu unterbieten, sollte ein erreichbares Vorhaben sein.
Der Start gelang: Meine erste Partie mit Schwarz gewann ich nach hartem Kampf gegen Barbara Jacob/Ochtrup. In Runde 2 spielte ich mit den weißen Steinen gegen einen Mitfavoriten auf einen Spitzenrang, Hermann Krieger/Ludwigshafen, ebenso Remis wie in der 3. Runde mit Schwarz gegen Gerhard Schmidt/Unterhaching.
Nun erwarteten mich zwei weitere schwere und reizvolle Aufgaben: Gegen den mehrfachen Landesmeister von Schleswig-Holstein, Joachim Neumann, gelang mir in Runde 4 mit Weiß ein sicheres Remis. Die 5. Runde bescherte mir – noch immer ungeschlagen - mit gleicher Farbe einen weiteren Titelfavoriten, FIDE-Meister Manfred Böhnisch aus Leipzig. Nach schwungvoller Eröffnung winkte mir überraschend im 27. Zug ein Figurengewinn. Nach längerer Bedenkzeit schien mir die Annahme dieses Geschenkes zu riskant, was sich jedoch als fehlerhaft erwies – es wäre kein Danaergeschenk gewesen! Nach dieser vergebenen Chance setzte sich die Spielstärke meines Gegners durch und meine erste Niederlage war fällig. Noch stark beeindruckt von der vergebenen Chance spielte ich in der 6. Runde mit Schwarz sehr schwach und verlor folgerichtig gegen Leo Klein/ Aachen. Zum Glück kam ich langsam in die Erfolgsspur zurück: Runde 7 brachte mir mit Weiß ein Remis gegen Prof. Dr. Wilmar Lukas/Berlin und danach wurde es wirklich Zeit für einen erfolgreichen Endspurt: In Runde 8 gelang mir mit Schwarz nach gutem Konterspiel gegen Oswald Smits/Taunus ein Sieg und auch in der Schlußrunde setzte ich mich im Endspiel mit Weiß gegen Wilhelm Brandt/Bernburg erfolgreich durch. Der abschließend erreichte 69. Platz mit 5 Punkten bedeutete ein wesentlich besseres Ergebnis als bei der Meisterschaft 2010 in Berlin und entsprach fast genau meinem Setzplatz.
Es war ein schönes Turnier, verbunden mit einem Wiedersehen wohlbekannter Hamburger Schachfreunde wie Volker Papenbrock und Werner Schirmer. Ein Höhepunkt im Rahmenprogramm war der Besuch des Händelmuseums, verbunden mit viel Musik und interessanten Vorträgen.
Am Montag, den 08.08.11 fanden sich 9 Spieler zum 2. Tag der Eckernförder Schnellturniere ein. Es ergaben sich folgende Paarungen und Ergebnisse:
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3. Runde |
4. Runde |
||
|
Wiederkehr - Homuth |
0:3 |
Homuth - Bunke |
3:0 |
|
Ruiz Hampel - Krüger |
3:0 |
Husfeld - Wiederkehr |
3:0 |
|
Bunke - Kiesbye |
3:0 |
Braun - Ruiz Hampel |
3:0 |
|
Husfeld - Braun |
0:3 |
Kiesbye - Krüger |
0:3 |
|
Dingeldein / Freilos |
3:0 |
|
|
Die sich daraus ergebende Tabelle wird erwartungsgemäß von Manfred Homuth angeführt vor sechs punktgleichen Verfolgern. Bester "Auswärtiger" ist zur Zeit Mike Bunke vom Schleswiger SV auf dem dritten Platz. Matthias Braun, der im ersten Umgang nicht mitgewirkt hat, hat sich auf Anhieb in die Verfolgergruppe gespielt!
Den aktuellen Tabellenstand aller Spieler finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. - Die nächste Runde wird am 12.09.11 ausgetragen!
In der Woche vom 30.07. bis zum 05.08.2011 fand im Clubhaus der Rudergesellschaft Germania das 24. Kieler Open mit 110 Teilnehmern statt. An diesen sieben Tagen wurden neun Runden ausgespielt, die erste und zweite sowie die dritte und vierte Runde jeweils doppelrundig. Aus unserem Verein nahmen drei Spieler an diesem Turnier teil, nämlich Ralf Koch und Claus Langmann im ELO-Open (70 Teilnehmer) und Holger Hogreve im DWZ-Open für Spieler bis DWZ 1700 (40 Teilnehmer). - Unsere Spieler erzielten folgende Ergebnisse:
|
ELO - Turnier |
||||||||||||
|
Name |
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Rd. 8 |
Rd. 9 |
Punkte |
Platz |
|
Langmann |
36 / 70 |
0 |
½ |
1 |
½ |
0 |
1 |
1 |
0 |
½ |
4½ |
38 |
|
Koch |
43 / 70 |
0 |
1 |
½ |
0 |
1 |
0 |
0 |
1 |
0 |
3½ |
51 |
|
DWZ - Turnier |
||||||||||||
|
Name |
gesetzt an .. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Rd. 8 |
Rd. 9 |
Punkte |
Platz |
|
Hogreve |
26 / 40 |
½ |
½ |
0 |
½ |
½ |
0 |
½ |
1 |
½ |
4 |
30 |
Unsere Spieler können mit den Ergebnissen zufrieden sein, liefen sie doch auf Plätzen ein, die ihrem jeweiligen Setzplatz nahe kamen. Außerdem erzielten Hogreve (+24) und Langmann (+7) noch DWZ-Gewinne. Lediglich Ralf Koch mußte einige Abstriche (-14) bei seiner DWZ-Entwicklung hinnehmen.
Sieger des Turniers wurde GM David Baramidze mit 8½ Punkten vor GM Zigurds Lanka und Ulrich Gebhardt mit jeweils 7 Punkten.
Claus Langmann schildert nun aus seiner Sicht einige individuelle Aspekte dieses Turniers:
In der 4. Runde bescherte mir die Auslosung eine
besondere Gunst. Ich
mußte
gegen den 10-jährigen Tigran Poghosyan antreten,
wobei wir beide nicht ahnten, dass damit die
Paarung "jüngster gegen ältester Teilnehmer"
aufgerufen war. Es ist mir immer eine Freude,
gegen begabte, siegeswillige Kinder anzutreten und
ich dachte unwillkürlich vor Beginn unseres Spiels
an meine Niederlage gegen den neunjährigen Jiri
Navratil, gegen den ich vor einigen Jahren in
Tschechien verloren hatte.
Entsprechend ernsthaft begann ich mit Schwarz die
Partie. Sie nahm in den ersten Zügen folgenden
Verlauf: 1. e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4. La4 Sf6 5.
0-0 Sxe4 6. d4 d5? (hier "vergaß" ich b7-b5!) 7.
Sxe5 Ld7. An dieser Stelle grübelte mein
kindlicher Gegner für längere Zeit und ich fragte
mich schon: worüber? - aber als er mir 8. Sxf7
vorsetzte, wußte ich es. Den folgenden
Komplikationen entkam ich knapp mit heiler Haut
und wir landeten schließlich in einem
Turmendspiel, in dem ich einen Bauern weniger und
eine schlechtere Bauernstellung hatte. Auch in
dieser Phase spielte Tigran sehr zielbewußt und
schnörkellos und brachte mich an den Rand einer
Niederlage. Bis wir zu der hier abgebildeten
Stellung
kamen.
Zuletzt wurde ein Bauernpaar auf b5 getauscht und der letzte Zug war 55. Kxb5. Ich hatte diese Abwicklung vorausgesehen und überraschte Tigran nun mit dem "Turmopfer" auf d5 - mit nachfolgender Gabel auf c6 - wodurch die Partie ganz plötzlich zum Remis abgewickelt wurde. Tigran war überrascht, aber nicht traurig. Sein Motto war sowieso, auf dem Kieler Open einiges zu probieren, damit er auf der Weltmeisterschaft, an der er teilnehmen möchte, ein gutes Rüstzeug hat. - Tigrans Vater stand während der ganzen Partie - wie auch bei allen anderen - beobachtend dicht daneben. Er verhielt sich dabei völlig korrekt und nahm in keiner Weise Einfluss auf das Geschehen. Und da das durchaus nicht selbstverständlich ist, möchte ich das besonders herausstellen.
Nach der Siegerehrung stand ich zu einem letzten Bier am Tresen und wurde von dort zu einer geselligen Runde auf der Terrasse des Vereinslokals eingeladen. Wir ließen die Ereignisse der letzten Tage Revue passieren und machten Pläne für die nächsten Monate. Plötzlich brachte Peter Schmidt (Kieler SG / Meerbauer) ein Brett und Figuren an den Tisch und schilderte zur Erheiterung der Anwesenden folgende Kuriosität:
"In dieser (für Weiß natürlich total gewonnenen)
Stellung befanden sich beide Kontrahenten in
Zeitnot. Weiß zog 1. Lb7+?, was Schwarz prompt mit
dem "Gegenschach" 1. … Th6+ (???) konterte. Darauf
hingewiesen, dass dies ein illegaler Zug sei,
stellte Schwarz seinen Turm nach h7 zurück,
ergriff seinen König und begann darüber
nachzudenken, auf welchem Feld er ihn am besten
wieder loslassen solle. Nun protestierte
allerdings Weiß und bestand auf der Anwendung der
Berührt-geführt-Regel. Notgedrungen folgte 1. …
Txb7+! 2. axb7+ Kb8. Erst jetzt ging wohl beiden
Spielern auf, dass Weiß das Patt nur unter Aufgabe
des Bauern vermeiden konnte, man einigte sich
friedlich auf Remis. Zu schade, dass Weiß nicht
schon nach 1. … Txb7+! erkannte, was er
angerichtet hatte, sonst hätte er mit Hilfe der
Springergabel 2. Sd6+(???) mit gleicher Münze
zurückzahlen und die Verwirrung weiter steigern
können."
Mit diesem Nachempfinden einer amüsanten Zeitnotaffäre aus dem ELO-Turnier endete für mich das diesjährige Kieler Open. Und ich fuhr sogar mit einem Preis - einer Flasche Sekt - nach Hause, allerdings nicht für schachliche Leistungen, sondern für den Umstand, dass ich der älteste Spieler im Kieler Open war. Da kann ich nur sagen: Dankeschön und "ad multos annos!"
Am Montag, den 11.07.2011 fanden sich 14 Spieler zum erstmalig ausgetragenen Eckernförder Montags-Schnellturnier in der Bürgerbegegnungsstätte ein. Erfreulich war nicht nur die Anzahl der Teilnehmer, sondern auch der Umstand, dass Spieler aus fünf Schachvereinen erschienen waren. So stellte unser Verein nur eine Minderheit von sechs Spielern, dicht gefolgt von den Schachfreunden aus Schleswig mit fünf Spielern sowie je einem Teilnehmer von den Schachfreunden Hamburg, vom SK Marmstorf und vom SK Bremen Nord. Für Schleswig-Holsteiner Verhältnisse waren wir also "international" besetzt.
Das Turnier wird je Spieltag mit zwei Runden (ähnlich dem Schweizer System und ohne monatliche Teilnahmepflicht) mit einer Bedenkzeit von 45 Minuten pro Spieler und Partie ausgetragen und immer am zweiten Montag eines Monats fortgesetzt. Meldeschluss ist jeweils 19:15 Uhr für die erste und 21:15 Uhr für die zweite Runde. Näheres ist der Ausschreibung zu entnehmen, die im Spiellokal ausliegt. Gegenüber der Ausschreibung besteht keine Notationspflicht. Ein Sieg wird mit drei Punkten, ein Unentschieden mit einem Punkt gewertet. - Nichtmitglieder zahlen ein Startgeld von 5 Euro pro Spielabend (oder 10 Euro für ein Quartal bezw. 20 Euro für ein Jahr). Quartalssieger und Jahressieger erhalten Preise.
Am 11.07.2011 wurden folgende Partien gespielt:
|
1. Runde |
2. Runde |
||
|
Dustin Möller – Manfred Homuth |
0:3 |
Manfred Homuth – E. Ruiz-Hampel |
3:0 |
|
Kai Karl Krüger - Peter Husfeld |
3:0 |
Manfred Röhl - Kai Karl Krüger |
3:0 |
|
Jochen Spade – Edmund Lomer |
0:3 |
Edmund Lomer - Eduard Wiederkehr |
0:3 |
|
Enrique Ruiz-Hampel – Mike Bunke |
3:0 |
Dennis Schwarz - Dustin Möller |
0:3 |
|
Hanfried Kiesbye - Manfred Röhl |
0:3 |
Hanfried Kiesbye - Peter Husfeld |
1:1 |
|
Eduard Wiederkehr – Tobias Winker |
3:0 |
Tobias Winker - Jochen Spade |
3:0 |
|
Fabian Winkler – Dennis Schwarz |
0:3 |
Mike Bunke - Fabian Winkler |
3:0 |
Den sich daraus ergebenden Tabellenstand finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. - Die nächste Runde wird am 08.08.11 ausgetragen!
Unser 2. Vorsitzender Kai Karl Krüger hat sich vor einigen Monaten in Hamburg die Berechtigung erkämpft, in der Endrunde des Ramada-Cups in der A-Gruppe um die Deutsche Meisterschaft zu spielen. Am 23.06.11 beginnt das Tunier in Magdeburg und bis zum 25.06. sind fünf Partien zu spielen. Nach fünf Siegen wäre Kai Deutscher Meister! - Wir drücken ihm die Daumen!
Aber wir haben kläglich versagt. Nach fünf Runden hatte Kai nur einen halben Punkt errungen und belegte damit den letzten Platz unter den insgesamt 33 Teilnehmern. Kai ist geknickt - jetzt liegt es an uns, ihn wieder aufzubauen.
Kai hat die Zeit seit dem 25.06. genutzt und hat sich regeneriert. Seine neu gewonnenen Kräfte haben ihm zu folgendem Bericht verholfen:
"Einige Wochen danach stehe ich drüber. Das Olympische Prinzip hat gesiegt. Dabeisein ist alles. 33. Platz im A-Finale. Gar nicht so schlecht. Vor allen anderen, die sich eben nicht in der Vorrunde qualifiziert haben. Und das waren sehr, sehr viele! Aber auch Letzter. 0,5 Punkte aus 5 Partien. Bei 33 Teilnehmern. Uff. Dort oben im A-Finale ist die Luft eben dünner. Es bedarf des Willens und der Konzentration. So ist Schach. Und ich war Karpfen und nicht Hecht. Habe am Seetang genippt, während die anderen mich geknabbert haben. Ach, apropos knabbern. In Magdeburg gibt es das "El Gaucho", ein Brasilianisches Restaurant. Entdeckt haben Dirk Martens (Büsum), Cai Dieball (Heide) und ich es am zweiten Abend des Turniers. Spezialität: Känguruhfleisch, Krokodilfleisch, Straußenfleisch. Darüber kann ich mich nicht beruhigen, der Brasilianer mit dem Känguruh… Ich nahm lieber den dreifachen Spieß mit Schwein, Rind, Huhn. Und ein paar Gläschen Staroprame. Auf die Tschechische Republik! Aber nur ausnahmsweise, zur Frustbewältigung. Das half am nächsten Morgen leider auch nicht beim Nachdenken.
Übrigens: Nachdem ich wusste, wo ich landen würde, schaute ich im B-Finale die entscheidende Partie an. Die beiden Erstplatzierten spielten mit jeweils 3½ Punkten aus 4 Partien gegeneinander. Wer siegt, der siegt, so war das Motto. Ich schaue auf´s Brett, sehe sofort den Zweizüger mit Gewinnstellung, aber der am Zug befindliche bietet Remis. Der auf Verlust stehend nimmt an. Alle analysieren wild und ich stehe daneben und schüttele den Kopf. Noch einmal komme ich groß als einer vom A-Finale raus. Besser als die Besten des B-Finales. Aber vielleicht war das auch nur Zufall.
Zu empfehlen ist das Finale des Ramada-Cups allein wegen des Gala-Dinners. Insgesamt war es eine pompöse Siegerehrung mit viel Schwung am Büffet."
Edmund Lomer - unser Ehrenvorsitzender - spielt erneut vom 01.07. bis zum 09.07.11 in Freudenstadt die Offene Württembergische Seniorenmeisterschaft mit. Ein etabliertes Turnier, zu dem sich 92 Spieler angemeldet haben. Edmund ist an Platz 11 gesetzt und hat den Ehrgeiz, am Ende einen einstelligen Platz zu belegen. Drücken wir ihm die Daumen - nachhaltiger als bei Kai! - In der 1. Runde spielte er mit Weiß und erzielte ein Remis. Die Ergebnisse der weiteren Runden finden Sie in der folgenden Tabelle.
|
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Rd. 8 |
Rd. 9 |
Punkte |
Platz |
|
½ |
1 |
0 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
½ |
7 |
3 (!) |
Und hier ist nun sein persönlicher Bericht:
"Kürzlich lockte es mich aus schachlicher Motivation, wieder auf Reisen zu gehen. Damit es sich auch lohnt, sollte es recht weit und in eine reizvolle Landschaft gehen. So entschied ich mich, erneut nach Freudenstadt zu reisen, um an der 23. Offenen Württembergischen Seniorenmeisterschaft teilzunehmen. Das Städtchen ist wunderschön im Schwarzwald gelegen und von dort sind lohnende Ausflüge möglich. Auch Fahrten nach Freiburg und Straßburg habe ich unternommen, da die Nachmittage frei sind und durch rasche Gewinne (oder Verluste) noch verlängert werden können.
Bereits vor zwei Jahren hatte ich bei diesem Turnier mit mäßigem Erfolg teilgenommen: 5½ Punkte aus 9 Partien bedeuteten damals lediglich Platz 21. Diesmal hatte ich mir nicht nur ein besseres Schachspiel vorgenommen, sondern auch einen einstelligen Tabellenplatz. Gemäß Setzliste auf Rang 11 eingestuft, sollte mir doch - so hoffte ich - diese Verbesserung möglich sein.
Leider hatte ich aber - wie bei vielen Turnieren - einen eher verhaltenen Start. Zunächst vertändelte ich in Runde 1 mit den weißen Steinen eine gute Stellung gegen Joachim Claus/Witten zum Remis. Aber es sollte noch schlimmer kommen: Nach einem Pflichtsieg in Runde 2 mit Schwarz gegen Wolfgang Betzen/Wangen übersah ich in Runde 3 mit Weiß in aussichtsreicher Position eine geistreiche Riposte meines Gegners Ekkehard Hinz/Hirschberg, die den sofortigen Verlust bedeutete. Die 4. Runde brachte mir mit Schwarz gegen Josef Wölbl/Rottweil mittels einer Springergabel den zweiten Sieg und nun sollte endlich der Marsch nach vorne beginnen. In Runde 5 gelang mir doch tatsächlich mit nunmehr besserem Spiel ein Gewinn mit Weiß gegen Adolf Woisetschläger/Zell, während in der 6. Runde der mit Schwarz fast schon gewohnte Erfolg gegen Dieter Jauch/Bietingheim die Aufholjagd fortsetzte. So bekam ich in den letzten drei Runden weitaus stärkere Gegner als bislang gewohnt und die daraus resultierenden 2½ Zähler sorgten für ein recht gutes Turnierergebnis.
In Runde 7 war ich mit Weiß (es geht also doch!)
erfolgreich gegen Hans-Ulrich Höschele/Stuttgart
(Setzliste Nr. 3), während die 8. Runde mir meinen
4. Gewinn mit Schwarz (das bedeutete 100 % mit
dieser Farbe!) in einer äußerst spannenden
Kampfpartie gegen Horst Weisenburger/Böblingen
(Setzliste Nr. 2) im wahrsten Sinne des Wortes
bescherte. Hier war während der Spielphasen jedes
Ergebnis im Bereich des Möglichen! Nun stand ich
plötzlich mit 6½ Punkten auf Rang 2 weit vorne und
hatte in der Schlussrunde mit Weiß (leider!) gegen
den einen halben Punkt vor mir liegenden
Spitzenreiter Dieter Hottes/Stuttgart (Setzliste
Nr. 4) anzutreten. Ein Gewinn würde mir den
Turniersieg sichern, ein Verlust mich weit nach
hinten werfen. Was also tun? Sein frühzeitiges
Remisangebot hatte ich zunächst abgelehnt. Im
Partieverlauf bemerkte ich jedoch die aufkommende
Gefahr, das Spiel allmählich zu überziehen. Aus
früheren Schäden etwas klüger geworden, bot ich
gerade noch rechtzeitig remis an, das mein Gegner
annahm, da er im Hinblick auf seinen damit
gesicherten Turniersieg nicht allzu viel riskieren
wollte.
1. Fazit: Rang 3 kann durchaus als gutes Ergebnis angesehen werden. Vielleicht sollte ich für künftige Turniere beantragen, alle Partien mit Schwarz spielen zu dürfen: Black is beautiful! Na, ja, etwas Spaß - mit erstem Hintergrund - muss sein! - 2. Fazit: Es ist wunderschön im Foresta Nera - nicht nur des Schachspiels wegen!"
Alle Jahre wieder stellt sich unser Ehrenvorsitzender Edmund Lomer der Aufgabe, simultan gegen eine ausgewählte Gegnerschaft anzutreten. Nach seinen eigenen Worten so lange, bis er bei einer dieser Auseinandersetzungen eine Niederlage einstecken muss. Einmal war es beinahe so weit: Im Jahre 2002 reichte es nur zu einem knappen 11:9-Sieg. Aber seitdem ging es fast nur aufwärts, gekrönt im Jahr 2006 mit einem überaus deutlichen 13:2-Sieg. Am letzten Donnerstag, am 09.06.2011 versuchten es 18 Spieler erneut, gegen Edmund Lomer zu gewinnen. Und wie in jedem Jahr gelang es auch einigen. Nach gut zwei Stunden Spieldauer, in denen unser Simultanspieler - mit Turnschuhen angemessen ausgerüstet - im schönen Ratssaal an die 60 Runden drehen musste, gab es sechs Sieger! Jörg Meyer, Hans-Jürgen Schäfer, Wittke, Kim Ruiz, Peter Genz und Olaf Zeuch waren die Glücklichen, oder besser: die Tüchtigen. Und weil auch noch zwei Partien - bei Hanfried Kiesbye und Lisa Ruiz - unentschieden endeten, kam es zum Endergebnis von 11:7. Also ein weiterer Sieg von Edmund Lomer und somit eine weitere Verpflichtung zur Simultanveranstaltung im nächsten Jahr.
Am Rande der Veranstaltung gab unser Altbürgermeister und Ehrenbürger Kurt Schulz bekannt, dass er seinem Alter Tribut zahlen möchte und deshalb zum letzten Mal an dieser Veranstaltung teilnehmen werde. Kurt Schulz ist seit vielen Jahren regelmäßiger Gast dieser Veranstaltung und hat Edmund Lomer immer heftigen Widerstand geleistet. Es wäre ein herber Verlust, Kurt Schulz nicht mehr in den Reihen der Spieler zu sehen. Aber jeder Schachspieler hat eine Phase, in der er geradezu schwört, es mit dem Schachspielen aufzugeben - meist nach einer herben Niederlage. Und meist wird dieser Schwur gebrochen. Hoffen wir das auch bei Kurt Schulz!
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Edmund Lomer sieht es, die Spieler sehen es schließlich auch: Drei unabwendbare Mattdrohungen mit Dame oder Türmen |
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Am 21.05.2011 hatte der Hamburger Schachklub zum 13. Mal zu seinem Schnellschachturnier für Senioren eingeladen. Die Eingeladenen scheinen das Turnier zu lieben, denn 40 Spieler – so viele wie noch nie – bildeten die eindrucksvolle Kulisse des Turniers. Auch einige Spieler aus Schleswig-Holstein – nämlich Dümmke, Scepanik, Zimmermann, Bünger und von unserem Verein Geruschkat und Langmann – waren dabei und spielten in 7 Runden um den Sieg.
Nach drei Runden vor und vier Runden nach dem Mittagessen stand der Sieger fest: Es war Hans Jürgen Schulz vom ausrichtenden HSK (mit 6 Punkten) vor Jürgen Dümmke (Ahrensburger TSV) und Siegfried Weiß (SV Eidelstedt) mit jeweils 5½ Punkten. Der Sieger erhielt die traditionelle Flasche Rotwein für seine erfolgreichen Anstrengungen. Unsere beiden Spieler landeten mit 3½ Punkten (Langmann) und 3 Punkten (Geruschkat) auf den Plätzen 22 und 27.
Der HSK hatte dieses Turnier eingebettet in ein vorangegangenes, über die ganze Woche laufendes Turnier (aus dem Theo Gollasch als Sieger hervorging), insbesondere aber in eine Ehrung für drei Mitglieder des HSK, die im Jahre 2011 ihre 60-jährige Mitgliedschaft im HSK begehen können sowie in eine Ehrung aller 1. Vorsitzenden aus den 50-er Jahren bis in die Neuzeit, die ohne Ausnahme auf der Veranstaltung zugegen waren. Andreas Schild, der 2. Vorsitzende, hielt hierzu eine beeindruckende Laudatio.
Weiteren Einzelheiten können Sie auf der Seite des HSK nachspüren (hier anzuklicken).
- Eckernförder SC gewinnt 4 ½ : 3 ½ gegen SG Glückstadt -
Am Muttertag, den 08.05.2011, fanden sich die ersten Mannschaften des Eckernförder Schachclubs und der SG Glückstadt zur letzten Runde in der Schach-Landesliga in der Bürgerbegegnungsstätte in Eckernförde ein. Zunächst versuchten die Elbstädter, einen Weg der gütlichen Annäherung zu finden, den unsere Mannschaft dankend ablehnte. Wir gingen statt dessen mit dem Ziel in den Wettkampf, den Glückstädtern noch Platz 8 in der Landesliga abzuknöpfen.
Bereits nach einer Stunde zeichnete sich an Brett 1 ein überlegener Sieg unseres Spitzenspielers Manfred Homuth ab. Sein geisterhafter Gegenspieler sah sich nicht in der Lage, die Eröffnungsstellung zu verändern. Manfreds lautstarkes Schimpfen über das eingangs geschilderte 4:4-Angebot hatte seinen Gegner so sehr verschreckt, dass dieser unsichtbar blieb. So gingen die Eckernförder aufgrund Manfreds unbändigen Spielwillens früh in Führung (1:0). Ralf Koch spielte an Brett 8 seine sechste Landesligapartie in dieser Saison. Das hätte er sich vor Saisonbeginn vermutlich nicht träumen lassen. Seine Zuverlässigkeit ist hierbei einwandfrei hervorzuheben. So konnte er auch gegen Glückstadt ein relativ schnelles Remis erzielen (1½:½), gefolgt von Peter Krebs an Brett 5, der mit den schwarzen Steinen ein Remis annahm (2:1). Rolf Möller mühte sich derweil an Brett 3, da sein Gegner, verärgert über unseren Kampfeswillen, ankündigte, durchspielen zu wollen. Rolf verlor bei einer mehrzügigen Abtauschaktion versehentlich eine Qualität und konnte die Partie schließlich nicht mehr halten (2:2). Kai Krüger stand an Brett 2 bedrängt, während Matthias Braun an Brett 4 und Enrique Ruiz Hampel an Brett 6 besser standen. Eduard Wiederkehr hatte, nachdem die Partie auch hätte nach hinten losgehen können, schließlich eine remisträchtige Läufer-Endspiel-Stellung bei noch zwei gegenüber stehenden Bauernpaaren erreicht. Aber ich hatte schon beim Bericht über die 8. Runde etwas über ihn geäußert: Es macht am meisten Spaß, Eduard bei der Endspielführung zuzusehen. Er verursacht so etwas Hypnotisierendes bei seinen Gegnern! Kaum waren die Läufer getauscht, stand er im Bauernendspiel aufgrund guter Königsstellung auf Gewinn. Er konnte mit seinem König den gegnerischen König von dessen Bauern abklemmen und diese dankend einsammeln. Ich finde, dass Eduard unser wahrer Endspielmeister ist (3:2)!
Diese Führung ließen wir uns nicht mehr nehmen. Matthias hatte seinem Gegner im späten Mittelspiel einen Bauern abgeknöpft und sodann alle Figuren tauschen können. Mit dem Minusbauern im Bauernendspiel gab sein Gegner auf (4:2). Enrique hatte eine bessere, aber remisträchtige Endspielstellung mit Springer gegen Läufer bei je drei Bauern erwirtschaftet. Kai hatte sich zäh verteidigt, aber in entscheidender Lage den b-Bauern zur Deckung des vorgerückten c-Bauern nach vorn gezogen, als er schon seinen König in den Damenflügel gelenkt hatte. Die auftauchenden Mattbilder der erstarkenden gegnerischen Schwerfiguren konnte er nur mit "Freiheit für den König" in ein verlorenes Turmendspiel retten. Selbst geschickte Tempogewinne verhinderten die Gewinnabwicklung seines Gegners nicht mehr (4:3). Enrique kämpfte verbissen um seinen Sieg, bis er überrascht auf die Spielberichtskarte sah. Unsere Mannschaft hatte schon vier Zähler, so dass er fröhlich auf seinen Gegner zu rannte, der ihm zum Remis die Hand reichte. Damit hatten wir mit 4½ : 3½ gegen die SG Glückstadt nicht nur gewonnen, sondern sie auch in der Abschlusstabelle hinter uns gelassen.
Mit 4:14 Punkten belegt unsere 1. Mannschaft den 8. Tabellenplatz und ist der beste Absteiger der Landesliga Schleswig-Holstein. Nach den unglaublichen Kämpfen mit drei Schlusssiegen in der vorigen Saison und der Stichkampfserie in der vorvorletzten Saison hat es uns "im dritten Anlauf" erwischt. Wir müssen in der kommenden Saison den Gang in die Verbandsliga Nord antreten.
Bei den Spielergebnissen der abgelaufenen Saison sind Manfred und Eduard hervorzuheben. Manfred erkämpfte nach zwei Startniederlagen an Brett 1 bissig die 50-Prozent-Grenze. Eduard ist der einzige Spieler mit einem positiven Score. Auch Matthias Braun und Peter Krebs haben gut mitgehalten. Zwar konnten sie nicht 50 Prozent der Punkte erzielen. Allerdings waren sie durch die unerwarteten Ausfälle der Spieler an Brett 2 und 3 zuletzt meist an den Brettern 4 und 5 eingesetzt, Bretter, an denen sie stets auf Spieler mit z.T. deutlich höheren DWZ-Zahlen trafen. - Die Einzelergebnisse aller eingesetzten Spieler sind auf der Mannschaftsseite nachzulesen.
Klarer Sieger der Landesliga mit 18:0 Punkten wurde der befreundete Schachclub Turm Kiel. Herzlichen Glückwunsch. Der Eckernförder Schachclub wünscht Euch eine lange Karriere in der Oberliga Nord!
Unser 1. Vorsitzender hat wie im vergangenen Jahr einige unserer Kinder und Jugendlichen zur Landeseinzelmeisterschaft begleitet. Hier folgt sein Bericht:
Nachdem der Eckernförder Schachclub von 1921 in
diesem Jahr erfolgreich die
Landeseinzelmeisterschaften im Schach ausgerichtet
hat, fuhr der 1. Vorsitzende des Schachklubs
Enrique Ruiz Hampel in der Woche vom 25.04. bis
01.05.11 mit neun Jugendlichen zur diesjährigen
Landesjugendeinzelmeisterschaft nach
Neumünster.
Die Landesjugendmeisterschaft im Schach ist mit
über 220 Kindern und Jugendlichen die größte
Jugend-Schachveranstaltung in
Schleswig-Holstein.
Star unserer Gruppe war der erst 8-jährige Arias
Behrens, der sein erstes Turnier bestritt und in
der U10 mit 3 Punkten den 50. Platz belegte. Der
10-jährige Lasse Sieg, der ebenfalls sein 1.
Turnier bestritt, wurde mit 2 Punkten 53. bei 54
Teilnehmern.
In der U12 belegte Malik Frauen den 30. Platz und
Lisa Ruiz wurde 14. in der Gesamtwertung bei 48
Teilnehmern. Lisa Ruiz wurde mit dieser Leistung
gemeinsam mit Anna Zech vom Lübecker Schachklub
Landesmeisterin der U12w. In zwei Wochen findet
zwischen beiden ein Stichkampf um die Teilnahme an
den Deutschen Meisterschaften statt.
Ihre Schwester Kim Ruiz wurde in der U16w
gemeinsam mit Annika Polert von Tura Harksheide
ebenfalls Landesmeisterin und Zweite des
Mädchenturniers.
Phillip Dreyer, Mirko Beyer und sein Bruder Lukas
Beyer spielten ebenfalls ein gutes Turnier. Dabei
spielten sie teilweise um die Spitze in ihrer
Altersklasse mit und belegten abschließend jeweils
einen oberen Mittelfeldplatz.
In der U18 startete der 17 jährige Jan-Niklas
Dingeldein in der Vormeisterklasse und belegte
abschließend den 16. Platz.
Auch bei diesem mehrtägigen Turnier zeigte sich,
dass der Eckernförder Schachclub mit seiner
Jugendarbeit den richtigen Weg beschreitet, gerade
unter Berücksichtigung, dass die großen Klubs aus
Lübeck oder Harksheide mit professionellen
Trainern und anderen finanziellen Mitteln
arbeiten.
An dieser Stelle verfolgen wir die Ergebnisse unserer 11 Spieler, die in der Vorosterwoche an der diesjährigen Einzelmeisterschaft des LV Schleswig-Holstein teilnehmen. - Außerdem verfolgen wir den Kampf um die Titelverteidigung von Aljoscha Feuerstack, der - ebenso wie unser Spieler Claus Langmann - als passives Mitglied bei uns geführt wird.
|
|
Klasse |
Teilnehmer |
gesetzt an ... |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Rd. 8 |
Rd. 9 |
Punkte |
Platz |
|
Feuerstack |
Meister |
16 |
1 |
1 |
½ |
1 |
½ |
1 |
½ |
1 |
1 |
1 |
7½ |
1 |
|
Homuth |
9 |
½ |
½ |
½ |
½ |
1 |
½ |
½ |
½ |
½ |
5 |
3 |
||
|
Ruiz Hampel |
15 |
½ |
0 |
0 |
0 |
½ |
½ |
½ |
½ |
½ |
3 |
15 |
||
|
Braun |
Vormeister |
22 |
18 |
0 |
0 |
½ |
1 |
1 |
0 |
0 |
½ |
0 |
3 |
20 |
|
Koch, Ralf |
Kandidaten |
34 |
22 |
½ |
0 |
1 |
½ |
½ |
+ |
0 |
0 |
0 |
3½ |
27 |
|
Koch, Alexander |
Hauptturnier |
30 |
11 |
0 |
½ |
1 |
0 |
½ |
0 |
0 |
1 |
./. |
3 |
29 |
|
Möller |
Jungsenioren |
18 |
2 |
1 |
½ |
1 |
1 |
½ |
½ |
1 |
½ |
1 |
7 |
2 |
|
Hogreve |
Basisgruppe |
16 |
9 |
0 |
1 |
1 |
½ |
½ |
½ |
0 |
0 |
1 |
4½ |
11 |
|
Koch, Andreas |
11 |
1 |
1 |
½ |
0 |
½ |
0 |
1 |
0 |
0 |
4 |
12 |
||
|
Lomer |
Senioren |
31 |
8 |
½ |
1 |
1 |
0 |
½ |
½ |
1 |
½ |
1 |
6 |
4 |
|
Langmann |
16 |
1 |
1 |
0 |
½ |
½ |
0 |
½ |
0 |
0 |
3½ |
26 |
||
|
Kiesbye |
31 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0l |
1 |
30 |
Die Landeseinzelmeisterschaft ist beendet. In der Tabelle finden Sie die Einzelergebnisse unserer Spieler. Weitere umfassende Einzelheiten über den Turnierverlauf finden Sie auf der Website des Landesverbandes, die Sie hier anklicken können.
Uns erreichte die Nachricht, dass unser Ehrenvorsitzender Werner Schmidt am 12. April 2011 im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Werner Schmidt ist 1963 in unseren Verein eingetreten. Er bereicherte nicht nur den Spielbetrieb, sondern engagierte sich auch als Schriftwart im Vorstand und übernahm von 1985 bis 1996 das Amt des 1. Vorsitzenden. Die Hauptversammlung wählte ihn anschließend zum Ehrenvorsitzenden. Vor einigen Jahren verließ er Eckernförde und zog in die Nähe seiner Tochter nach Bad Oldesloe. Wir werden ihn gern und in guter Erinnerung behalten.
|
|
Am 11.04.11 saßen sich Manfred Homuth und Edmund Lomer in der Schlussrunde des Pokalturniers gegenüber. Die Auslosung der Farben nahm unser 1. Vorsitzender Enrique Ruiz Hampel vor, wonach Homuth die weißen Steine zu führen hatte. Für die Zuschauer nicht überraschend, wählte Edmund Lomer als Eröffnung seine geliebte Skandinavische Verteidigung. Auch bei diesem Kampf leistete sie ihm gute Dienste. Nach einigen Verwicklungen im Mittelspiel blieb Lomer mit zwei Bauern im Plus, was ihm zum Sieg gereichte. - Die von "Fritz 9" analysierte Partie können Sie hier nachspielen. |
|
|
SG Turm Kiel - ESC I |
4½ : 3½ |
|
ESC II - TSV Rot-Weiß Niebüll |
3½ : 4½ |
Dem Meister die Stirn geboten
- Unsere Erste verliert denkbar knapp bei Turm Kiel -
Am 03.04.2011 traten die Spieler unserer ersten Mannschaft um 10.00 Uhr bei Turm Kiel an. Turm Kiel war die letzte ungeschlagene Mannschaft mit den beiden Top-Scorern der Landesliga, und wir traten erneut mit zwei Ersatzspielern an. So schienen die Rollen klar verteilt.
Im Verlauf des Kampfes ergab sich jedoch unerwartet eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Dies begann mit einem frühen Remis, das Mannschaftsführer Kai Karl Krüger nach einer Stunde mit den schwarzen Steinen am 2. Brett erzielen konnte. Zur großen Überraschung aller Beteiligten gelang Ralf Koch etwa eine halbe Stunde später gegen Turm Kiels Mr. 100-Prozent (bisher 7 aus 7!) am 8. Brett mit den schwarzen Steinen ebenfalls ein Remis. Er nahm in Kenntnis des Umstands, dass sein Gegner früher in der Bundesliga spielte, in besserer Stellung dessen Remisangebot an. Ein Superergebnis für Ralf!
Rolf Möller wurde nach etwa zweieinhalb Stunden am 3. Brett überspielt, sodass es bis auf weiteres 1:2 gegen uns stand. Da Eduard Wiederkehr und Edmund Lomer je einen Minusbauern hatten, sah es zunächst nach einer doch deutlichen Niederlage aus. Einmal mehr zeigt Eduard am 7. Brett aber, dass er ein Glückspilz ist. Anstatt im Turmendspiel trotz Minusbauern mit Remisaussichten zu mauern, wählte er den Turmabtausch, um das Bauernendspiel zu gewinnen. Niemand außer ihm konnte das verstehen. Doch im Bauernendspiel verrechnete sich sein Gegner, so dass dessen Bauernumwandlung zur Dame erst kam, als Eduard selbst schon seinen weißen h-Bauern auf der 7. Reihe zum sicheren Remisausgang hatte. Eduards unverwechselbares Händereiben mit Grinsen sorgte bei unserem Mannschaftsführer für stilles Entzücken (1½:2½). Dann schlug Peter Krebs am 6. Brett mit den schwarzen Steinen zu. Er hatte einen Mehrbauern im Leichtfigurenendspiel herausgespielt. Nachdem er die gegnerischen Bauern stoppen konnte, setzte er seine Freibauern in Schwung und errang seinen ersten Sieg in der Saison (2½:2½). Dies ist umso erfreulicher, als Peter wegen diverser Spielerausfälle stets um zwei bis drei Bretter aufrücken musste. Seine Erleichterung hat alle Mannschaftsspieler gefreut. So stand es plötzlich 2½ : 2½ und Manfred Homuth stand am Spitzenbrett auf Gewinn. Er hatte eine Qualität nebst Freibauer herausgespielt. Sein Gegner spielte aber in offener Stellung hochtaktisch auf Mattlöcher und sorgte für viel Denkarbeit bei Manfred. Edmund Lomer wandte sich am 4. Brett mit dem Minusbauern gegen Mattdrohungen des zweiten Top-Scorers von Turm Kiel (6½ aus 7) gegen seinen ins Zentrum geflüchteten König, während Matthias Braun am 5. Brett bei Materialgleichheit im Turm- und Leichtfigurenendspiel zunächst Remisaussichten zu haben schien.
Es entstand nunmehr an allen drei noch offenen Brettern ein zäher Kampf. Edmund entrann den Mattbildern und konnte die Damen tauschen. Er schien sich zu konsolidieren. Matthias Gegner rückte seinen h-Bauern als Freibauern gekonnt und überlegt vor, wobei er zugleich den König von Matthias abschnitt. Manfred nahm sich auf Grund eines trickreichen, gefährlichen Manövers seines Gegners eine lange Bedenkzeit von etwa 25 Minuten, um mögliche Mattfallen auszuschließen. Danach ging es bei Manfred forciert zur Sache. Nachdem er sich sicher war, wandelte er einen Bauern zur zweiten Dame um und parierte die scharfen Drohungen seines Gegners mit schnellen, wohldurchdachten Zügen, sodass er mit seinem Sieg zum 3½:2½ punkten konnte. Am Ende reichte es leider nicht mehr für uns, denn Edmund stellte nach fünf Stunden anstrengender Denkarbeit seinen Springer unglücklich nach g4, woraufhin er nach des Gegners Bauernzug h3 kein Rückzugsfeld mehr hatte (3½:3½). Matthias konnte den h-Bauern seines Gegners nicht mehr aufhalten. Der Wettkampf wurde auf diese Weise mit 3½ : 4½ denkbar knapp und mit großem Widerstand verloren.
Der Wettkampf gegen Turm Kiel zeigte einen in dieser Saison oft vermissten Teamgeist. An den Brettern 6 bis 8 sind Peter Krebs, Eduard Wiederkehr und Ralf Koch gegen Spieler mit 200 – 500 DWZ-Punkten mehr über sich hinaus gewachsen. Gegen Turm Kiel reichte es am Ende nicht ganz, aber diese Mannschaft ist nunmehr mit 16 : 0 Punkten bereits einen Spieltag vor Schluss ungeschlagen und souverän Meister der Landesliga. Mit einem solchen Auftritt wie heute werden wir allerdings gute Aussichten haben, trotz des bevorstehenden Abstiegs in die Verbandsliga Nord in der letzten Runde am 8. Mai zuhause gegen Glückstadt zu gewinnen und noch den 8. Tabellenplatz zu erreichen. Wenn da nicht Muttertag wäre und der eine oder andere Familienvater Gewissenfragen zu beantworten hätte … . Welch delikate Terminplanung des Landesverbands!
... und eine ebenso knappe Niederlage der 2. Mannschaft
Am selben Tag war der TSV Rot-Weiß Niebüll (vereint mit Bredstedt) zu Gast bei unserer zweiten Mannschaft, um die siebente und letzte Spielrunde in der Bezirksliga Nord auszutragen. Wir mussten - wie immer in dieser Saison - viele Reservespieler aktivieren, nur die ersten drei Bretter waren mit Stammspielern besetzt.
Dennoch nahmen sich die acht wackeren Gesellen vor, zum Saisonabschluss zumindest eine Niederlage abzuwenden und nachdem die Nordfriesen angereist waren, schien dieses Vorhaben sehr nahe gerückt zu sein, denn für die Gastgeber mussten weder Ulrich Bussmeier an Brett 1 noch Olaf Zeuch an Brett 2 ihre Figuren in Bewegung setzen, da ihre Gegner durch Abwesenheit glänzten. Doch wie schnell kann ein Zwei-Punkte-Vorsprung dahin sein … . Davon und noch einigem mehr soll im Folgenden die Rede sein: An Brett 7 ereilte Andreas Koch schon bald ein Springerverlust, wodurch seine Gegnerin in spielentscheidenden Vorteil kam und bereits nach weniger als einer Stunde den "Anschlusstreffer" für die Gäste markieren konnte (2:1). Im weiteren Verlauf verloren Dieter Löwenstrom an Brett 8, Christian Tuckermann an Brett 6 und Hanfried Kiesbye an Brett 3 jeweils einen Bauern und mussten damit einhergehend mit zunehmender Spieldauer z.T. deutliche Stellungsdefizite hinnehmen. Auch Holger Hogreve an Brett 5 hatte zwischenzeitlich einen Bauern auf der c-Linie verloren, dafür aber seinem Gegner einen isolierten Doppelbauern auf der f-Linie zugefügt, so dass die Stellung insgesamt betrachtet ausgeglichen schien.
An Brett 4 hatte Bruno Geruschkat die Dame seines Gegners fangen können, und er gewann diese im Tausch mit einem seiner Türme, wodurch er in entscheidenden Vorteil kam; sein Gegner leistete aber noch nach besten Kräften Gegenwehr. So kam es, dass zunächst an zwei anderen Brettern Partieentscheidungen zu verzeichnen waren – leider zu unseren Ungunsten. Löwenstrom schien zunächst erfolgreich um ein Remis kämpfen zu können, zog dann im Endspiel jedoch seinen Läufer auf ein schicksalhaftes Feld, das der gegnerische Springer in Verbindung mit einem Schachgebot angreifen konnte. Nach dem Läuferverlust blieb ihm nach ca. zwei Stunden Spielzeit nur noch die Aufgabe (2:2). Tuckermann versuchte ebenfalls - mit drei gegen vier Bauern auf dem Damenflügel - ein Remis zu erreichen, dem gegnerischen König gelang es jedoch, die Opposition auf dem Königsflügel zu erlangen, wodurch er ungehindert die beiden dort stehenden Bauern von Tuckermann erobert hätte, woraufhin seine eigenen zwei Bauern den Marsch zur Umwandlung in je eine Dame hätten antreten können. Diese Aussicht bewegte unseren Spieler, nach ca. zweieinhalb Stunden Spielzeit die Waffen zu strecken (2:3). Etwa eine Viertelstunde später grübelte Hogreve darüber nach, ob er ein Remisangebot seines Gegners annehmen sollte, und aufgrund der nach wie vor ausgeglichen Stellung tat er dies schließlich auch (2½:3½). Bald darauf hatte dann Geruschkat seinen Figurenvorteil derart ausgebaut, dass er mit seiner Dame und zwei Freibauern gegen den Turm und einen Läufer seines Gegners stand. Nun gelang es Geruschkat, den gegnerischenTurm zu erobern, indem er ihn gleichzeitig mit einem Schachgebot angriff, woraufhin sein Gegenüber die Partie aufgab (3½:3½).
An Brett drei musste nun die Entscheidung fallen, und hier sorgte Kiesbye mit seinem Kontrahenten für ein farbenfrohes Endspiel. Der Gast aus Nordfriesland hatte einen gefährlichen Freibauern auf der a-Linie, während Kiesbye ein zunächst weniger gefährlich scheinender Freibauer auf der c-Linie zur Verfügung stand. Nach spannenden Zügen gelangten beide Bauern zur Umwandlung zu Damen, die aber auch schnell wieder abgetauscht waren und Kiesbyes Gegner letztlich mit einem Mehrbauern und einem Läufer im Vorteil liessen. Dies bewog Kiesbye zur Partieaufgabe, und so entschieden die nordfriesischen Gäste die Begegnung mit 4½:3½ für sich.
Damit bedeutet das Saisonende für den ESC II auch gleichzeitig das Tabellenende. Ein Platz, den die Mannschaft voraussichtlich so lange nach jeder Spielsaison einnehmen muss, bis sie regelmäßig auf ihre Spitzenspieler zurückgreifen kann und diese nicht ständig an die "Erste" abgeben muss, um deren Personalnot auszugleichen. Hoffen wir also auf bessere Zeiten.
|
ESC I - SC Agon Neumünster I |
2½ : 5½ |
|
ESC II - Schleispringer Kappeln I |
3½ : 4½ |
Unsere 1. Mannschaft in der Landesliga weiter in Abstiegsgefahr ...
Niederlage gegen Agon Neumünster aufgrund vieler Ausfälle
Auch am 7. Spieltag gab unsere 1. Mannschaft in
der Landesliga gegen Agon Neumünster zwei
Big-Points ab – wie schon in der Runde davor gegen
den SV Bargteheide. Damit wird der Rückstand zu
diesen Mannschaften – und damit zu den
Nichtabstiegsplätzen – immer größer. Wie schon in
nahezu der gesamten Saison wurde das Team um
unseren Mannschaftsführer Kai Karl Krüger durch
Spielerabsagen stark gebeutelt. Diesmal mussten
wir ohne die Spieler Dreesen, Bernhardt und Lomer
auskommen, immerhin an den Brettern 2, 3 und 6
gemeldet. Dementsprechend rückten diverse
Stammspieler an vordere, spielstärkere Bretter
auf, um den Ersatzspielern an den hinteren
Brettern Platz zu machen.
Der Wettkampf gestaltete sich zunächst über mehr
als drei Stunden ausgeglichen, das bedeutete
bereits: besser als befürchtet.
Rolf Möller (3), Enrique Ruiz Hampel (6) und
Alexander Koch (8) hatten sich erfolgversprechende
Stellungen erarbeitet. Gerade Rolf spielte am 3.
Brett stark auf und ließ ein gefährliches
Figurenopfer seines Gegners – sicherlich auch
aufgrund hervorragender Vorbereitung – ins Leere
laufen. Enrique Ruiz Hampel nahm seinen Gegner in
sehr guter Stellung nicht ernst genug und überzog
seinen Angriff, so dass er sich selbst in einem
Mattangriff wiederfand. Damit stand es 1 : 1. Ralf
Koch (7) wurde von seiner Gegnerin Britta Leib –
wie passend… - am Damenflügel überspielt, während
Peter Krebs (5) im Mittelspiel den c7-Bauern
verlor. Beide konnten ihre Stellungen nicht mehr
halten. (1:3). Unser Spitzenspieler Manfred Homuth
(1) nahm ein Remisangebot seines starken Gegners
an, so dass es 1½ : 3½ stand. In dieser Phase
wartete Matthias Braun (4) zunächst nach einem
Remisangebot seines Gegners ab, ob
damit entscheidende Brettpunkte eingebüßt würden.
Als dann aber Alexander Koch (8) trotz Mehrfigur
im Endspiel von den vielen Mehrbauern seines
Gegners überrannt wurde, war der Mannschaftskampf
bereits zugunsten der Neumünsteraner entschieden
(1½ : 4½) . Somit konnte Matthias im
Springerendspiel dem Remisangebot stattgeben
(2:5). Bei diesem Stand spielte Mannschaftsführer
Kai Karl Krüger (2) nach sensibler
Mittelspielführung und mit taktisch
herausgespielter Mehrqualität mit den weißen
Steinen gegen seinen Gegner Hagenstein (DWZ 2159)
um den zweiten Einzelsieg. Er berechnete die
tatsächlich in Frage kommende Gewinnkombination
nicht weit genug und wählte eine Alternative, in
der sein Gegner mehrzügig ein Dauerschach wählen
konnte. Da somit auch diese Partie Remis endete,
hieß es letztlich 2½ : 5½ im Wettkampf Eckernförde
gegen Neumünster.
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In dieser Stellung zog Weiß D:b7?! und gab damit den Gewinn her. Es folgte 46.D:b7?! – Sd3 47.Td2 – Se1+ 48.Kf2 – Sd3+ 49.Kg2 Remis. - Richtig wäre 46.D:e7! – D:a2!? (sucht Kompensation mit Freibauern, auf Sd3 folgt sofort D:f7+) 47.f4 – Dc4 48.f:e5 – D:e4+ 49.Kh3!! - (mit einem Turm im Plus, denn der Läufer auf e3 ist vergiftet: 49.Kh3 – D:e3? 50.T:f7+ - mit Matt im nächsten Zug). Weiß übersah die Möglichkeit 49.Kh3 und berechnete nur 49.Tf3, woraufhin der weiße Mattangriff verflacht wäre, der schwarze a-Bauer aber durchlaufen könnte. - Nach über fünf Stunden Konzentration sind vier Züge Vorausberechnung manchmal nicht mehr so einfach. So können sich Punkte also auch zu später Zeit halbieren. (Analyse und Kommentar Kai Karl Krüger) |
Für die Mannschaft hätte auch ein Sieg des Mannschaftsführers nichts an der Niederlage geändert. Die Lage für unsere 1. Mannschaft ist inzwischen nahezu aussichtslos. Denn am nächsten Spieltag geht es zum Auswärtskampf nach Kiel gegen den unangefochtenen Spitzenreiter und Aufstiegskandidaten Turm Kiel, der bislang alle Mannschaftswettkämpfe dieser Saison gewonnen hat und insbesondere im hinteren Mannschaftsteil nahezu unschlagbar ist – genau dort, wo wir in dieser Saison stets ersatzgeschwächt Federn lassen mussten. In Reichweite liegt allenfalls noch Platz 8, den derzeit die SG Glückstadt, der Gegner des letzten Spieltages, innehält. Doch da der SK Schwarzenbek in der Oberliga Nord eine Runde vor Schluss Tabellenletzter ist, wird voraussichtlich sogar der Achtplatzierte der Landesliga absteigen müssen.
... und auch unsere "Zweite" verliert, wenn auch äußerst knapp.
Am selben Tag waren die "Schleispringer" aus Kappeln bei unserer "Zweiten" zu Gast. Wir wollten alles daran setzen, auch diesmal eine Niederlage abzuwenden.
Andreas Koch war an Brett 6 der erste, der diese
Hoffnung nährte, indem er sich in der Eröffnung
einen Bauerngewinn sowie eine gute Stellung
herausgespielt hatte. Im Mittelspiel unterlief ihm
jedoch ein Fehler, der dazu führte, dass ihm die
Siegchance entglitt und er im Endspiel mit dem
Glück des Tüchtigen aber immerhin ein Remis
erzielen konnte (½:½). An Brett 5 wählte Holger
Hogreve mit den schwarzen Figuren eine passive
Eröffnungsvariante, konnte seine Stellung aber die
gesamte Spielzeit über ausgeglichen halten. Als
ihm bei kompliziertem Spielverlauf für 16 Züge nur
noch 35 Minuten bis zur Zeitkontrolle blieben,
willigte er nach fast zweistündiger Spielzeit in
das von seinem Gegner angebotene Remis ein (1:1).
Das dritte Remis sollte 20 Minuten später an Brett
4 markiert werden, wo Bruno Geruschkat nach Tausch
der Damen sowie fast aller Leichtfiguren mit
seinen Türmen und seinem Springer gegen die Türme
und den weißfeldrigen Läufer seines Gegners bei
gleicher Bauernzahl stand. Als letzterer eine
Punkteteilung vorschlug, willigte Geruschkat ein
(1½:1½).
Die Zeit der Remisen war damit vorbei, nun ging
es "in die Vollen". Mit diesem Ziel war Dieter
Löwenstrom an Brett 8 Vorreiter für uns; zwar
verlor er schon früh eine Leichtfigur, konnte
diese jedoch später zurückgewinnen und obendrein
einen Mehrbauern herausspielen, der ihm nach
zweieinhalb Stunden Spielzeit schließlich den Sieg
im Endspiel bescherte (2½:1½). Zeitgleich kam aber
auch schon ein Wermutstropfen hinzu, denn Olaf
Zeuch musste an Brett 2 die Waffen strecken. Nach
einem Springergewinn im frühen Mittelspiel sah
Zeuch kurze Zeit später seinerseits einem
unvermeidbaren Figurenverlust entgegen, was bei
der Wahl einer richtigen Spielvariante aber
dennoch eine bessere Stellung für Zeuch bedeutet
hätte, denn ein starker Angriff auf den
gegnerischen König wäre möglich gewesen. Zeuch
entschied sich - bei zunehmender Zeitnot - für ein
Abspiel, das für seinen König letztlich in einem
Mattnetz endete (2½:2½). Ohne Zähler musste auch
Hanfried Kiesbye an Brett 3 bleiben. Das von
seinem Gegner in der Eröffnung gewählte
Damengambit erwiderte Kiesbye mit Albins
Gegengambit. Sein Gegner konnte den Gambitbauern
jedoch verteidigen und nach seiner Rochade eine
starke Angriffsstellung aufbauen. Im weiteren
Spielverlauf verlor Kiesbye einen weiteren Bauern
und nach Abtausch der Figuren war das Endspiel
dann nach fast dreistündigem Kampf für ihn
verloren (2½:3½). An Brett 7 schlug nun die Stunde
des "Youngsters" in den Eckernförder Reihen, dem
erst fünfzehnjährigen Mirco Beyer, der - ebenso
wie sein Zwillingsbruder Lukas, der heute nicht
zum Einsatz beordert wurde - schon in der
laufenden Vereinsmeisterschaft bravourös gespielt
hat.
Beyers Gegner verzettelte sich an einem Punkt der
Partie und verlor dadurch eine Leichtfigur. Diesen
Vorteil ließ sich der in den vergangenen Jahren
von Claus Langmann, Bruno Geruschkat sowie Enrique
Ruiz-Hampel bestens trainierte Mirco nicht mehr
nehmen und baute diesen sogar noch aus, indem er
im Endspiel eine weitere Leichtfigur gewann. Eine
sich anschließende Mattdrohung zwang seinen Gegner
nach dreieinhalb Stunden Spielzeit zur
Partieaufgabe (3½:3½). Das Endergebnis war nun
also noch völlig offen und musste von den an Brett
1 fungierenden Akteuren abschließend kreiert
werden. Ulrich Bußmeier hatte seinem mit einem
Gambit eröffnenden Gegner zunächst die Initiative
überlassen. Im weiteren Verlauf der Partie gab der
Gegner den Bauern zurück und nach Abtausch der
Damen war das Spiel ausgeglichen. Dann opferte
Bußmeiers Gegner einen Turm, um dadurch scheinbar
(!) zu einem Mattangriff überzuleiten. Zumindest
war unser Spitzenspieler so stark von dieser
Opfervariante beeindruckt, dass er zwei Züge
später aufgab. Zu früh und zu Unrecht, wie eine
kurz darauf durchgeführte Spielanalyse zeigte und
das Turmopfer als Bluff - zumindest aber nicht
konsequent zu Ende durchdacht - enttarnte und
Bußmeier die Chance auf einen halben oder gar
einen ganzen Punkt eingeräumt hätte. Das
Endergebnis lautete somit aber 4½:3½ für die Gäste
von der Schlei.
Das gesetzte Ziel, auch diesmal eine
niederlagenfreie Begegnung zu gestalten, schlug
heute zwar fehl, jedoch haben wir gezeigt, dass
wir - obwohl mit fünf Ersatzspielern am Start -
über genug Potential verfügen, um uns gut wehren
zu können und uns daher nicht verstecken müssen.
Immerhin war das heutige Ergebnis die knappste
Niederlage in der laufenden Saison. Wenn nun am 3.
April der siebente und letzte Spieltag in der
Bezirksliga-Nord-Saison stattfindet, wird gegen
die SG Niebüll-Bredstedt eine weitere, sehr
versierte Equipe in unserem Spiellokal gastieren.
Mit einer höchstwahrscheinlich durch Enrique
Ruiz-Hampel an Brett 1 verstärkten Mannschaft
werden wir aber auch diese Begegnung keineswegs
fürchten müssen und - im Gegenteil - auch hier
voller Hoffnung und Selbstvertrauen ein
bestmögliches Ergebnis anvisieren.
|
SV Bargteheide I - ESC I |
5½ : 2½ |
|
Kropper SC I - ESC II |
4 : 4 |
- Die Einzelergebnisse finden Sie auf der Mannschaftsseite. -
Unsere "Zweite" erringt den ersten Mannschaftspunkt!
Am 27.02.11 machte sich unsere zweite Mannschaft auf den Weg nach Kropp, um hier den fünften Spieltag in der laufenden Saison der Bezirksliga Nord zu bestreiten. Bei allen Akteuren bestand ein großer Funken Hoffnung darauf, heute einen oder gar zwei Mannschaftszähler mit nach Hause zu nehmen.
Der Beginn der Begegnung stand ganz im Zeichen von Andreas Koch, der an Brett 8 spielend schnell einige Figuren seines Gegners erobern konnte und dementsprechend früh (nach 35 min.) mit einem Mattzug das 1:0 für uns markieren konnte. Eine Stunde später hatte Bruno Geruschkat an Brett 4 eine unerschütterliche Gewinnstellung erreicht, denn sein Gegner hatte bis dahin seine Dame und einen seiner Läufer eingestellt. Diesen Vorteil ließ sich Geruschkat nicht mehr nehmen, und als er mit seinem Bauern auf a2 kurz vor der Umwandlung stand, gab sein Gegner die Partie auf (2:0). Eine weitere halbe Stunde später gab es eine Punkteteilung an Brett 5: nach einer missglückten Eröffnung konnte Holger Hogreve nach Abtausch fast aller Schwerfiguren in ein Remis einlenken (2½ : ½). Nach zwei Stunden Spielzeit hatten auch die Gastgeber ihren ersten Punkt auf dem Konto, denn Christian Tuckermann konnte den zunächst erkämpften Gewinn eines Bauern nicht positiv umsetzen, musste im weiteren Verlauf der Partie einen Mehrbauern auf Seiten des Gegners zulassen und konnte die Stellung dann letztlich nicht mehr halten, da kurz über lang eine Bauernumwandlung seines Gegenübers geschehen wäre (2½ : 1½).
An den vier übrigen Brettern wurde noch allseits nach besten Kräften gerungen. Nach der dritten Spielstunde musste aber Dieter Eigenberz an Brett 6 die Waffen strecken, denn durch eine Springergabel erlitt er im 24. Zug einen Läuferverlust; einen Nachteil, den er weitere 17 Züge lang vergeblich zu kompensieren versuchte (2½ : 2½). Zur gleichen Zeit war Olaf Zeuch an Brett 2 ebenfalls in Figurennachteil geraten: sein Gegner konnte ihm mit seinem Turm ungestraft einen Läufer "stibitzen", das Zurückschlagen mit einem hierfür bereit stehenden Bauern hätte für Zeuch jedoch eine Springergabel mit Damenverlust zur Folge gehabt. Die bis dahin noch Erfolg versprechende Formation der Figuren zu einem Angriff auf den Königsflügel war somit entscheidend geschwächt. Im Endspiel ließ der Kropper Spieler "nichts anbrennen" (2½ : 3½).
Das Blatt hatte sich nun - zumindest vom Zwischenergebnis her - gegen uns gewandt. Hanfried Kiesbye an Brett 3 und Alexander Koch an Brett 1 hatten nun die Möglichkeit - da sie auch die entsprechend guten Stellungen auf dem Brett hatten - doch noch ein gütliches Ergebnis für uns herauszuspielen. Und es sollte gelingen! Zum Helden des Tages wurde dabei Alexander Koch, der gegen den mit 500 DWZ-Punkten mehr "beladenen" Lokalmatadoren Wilhelm Jäke ein grandioses Spiel lieferte. Jäke suchte früh den Damentausch, musste dabei aber einen Doppelbauern auf der h-Linie hinnehmen. Zwischenzeitlich ließ Alexander einen Angriff im Mittelspiel aus und bot zweimal Remis an, was aber beide Male abgelehnt wurde. So wickelte Koch in ein remisträchtiges Endspiel ab, in dem seinem Gegner ein grober Fehler unterlief, wodurch er eine drohende Bauernumwandlung nicht mehr abwenden konnte (3½ : 3½). Nun lag es an Hanfried Kiesbye, seine Partie zu einem glücklichen Ende zu bringen. Viel hatte sich auf dem Brett im Laufe der vergangenen vier Stunden ereignet, ohne dass einer der beiden Spieler einen entscheidenden materiellen oder positionellen Vorteil erringen konnte. So gab es schließlich eine große Figurenabtauschszenerie, nach der Kiesbye zunächst einen Bauern weniger hatte, diesen dann aber wenig später zurückerobern konnte. Da er bei ausgeglichenem Material keine Siegeschancen mehr in der erreichten Stellung entdecken konnte, bot er nach viereinhalb Stunden Spielzeit Remis an, was sein Gegner sogleich annahm.
Mit diesem 4:4 hat unsere "Zweite" einen ersten Mannschaftszähler eingefahren und gezeigt, dass sie auch ohne ihre Spitzenspieler, die regelmäßig in der Landesligamannschaft einspringen müssen, eine Niederlage abwenden können. Bleibt zu hoffen, dass sie auch am 20. März gegen die im Ostseebad gastierenden Spieler vom "Schleispringer Kappeln" in mindestens gleicher Weise bestehen können.
Mit den folgenden Worten erwähnt Andreas Albers vom Hamburger Schachklub das Auftreten von Aljoscha Feuerstack - mittlerweile mit einer Ehrfurcht gebietenden ELO von 2404! - auf der Website www.hsk1830.de. Aljoscha hat sich bis nach Moskau getraut und spielt dort in der B-Gruppe des Aeroflot-Open 2011. Wer seine Erfolge beobachten möchte, kann das unter www.aeroflotchess.com tun.
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Da Dorian Rogozenco und Jonathan Carlstedt ihre Partie unentschieden gestalteten und auch Niclas Huschenbeth GM Markus Ragger ein Schwarzremis abknöpfen konnte, ist die Hamburger Delegation nach der ersten Runde noch unbesiegt! Den Vogel schoss aber Aljoscha Feuerstack ab. Früher als "Schachzwerg" in Eckernförde ansässig, lebt Aljoscha mittlerweile in Hamburg und hat sich unter anderem in Michael Schönherrs Schnellturnieren einen gefürchteten Namen gemacht. Gestern gewann er mit Schwarz gegen den russischen Alt- und Großmeister Vitaly Tseshkovsky. ... |
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ESC I - SK Doppelbauer Kiel |
1½ : 6½ |
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ESC II - Flensburger SK II |
2 : 6 |
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Um 12:43 Uhr waren die meisten Partien der 2. Mannschaft schon beendet, ... |
... während an fast allen Brettern der 1. Mannschaft noch gekämpft wurde. |
Unsere "Erste" ist im Tabellenkeller angekommen ...
Am 06.02.2011 hatte unsere 1. Mannschaft in der Landesliga den SK Doppelbauer Kiel zu Gast. Zunächst musste wie seit Monaten schon das Material angefahren werden, da der angekündigte Schrank für unsere Schachmaterialien zwar bestellt, aber noch nicht geliefert ist. Eine weitere Verzögerung stellte sich ein, weil der Parkplatz am Sky-Markt inzwischen zu unserer aller Überraschung auch sonntags gebührenpflichtig ist. Sowohl für uns wie auch für die Kieler Gäste war also zunächst - in Konkurrenz zu den Fischmarktbesuchern - eine zeitaufwendige Parkplatzsuche angesagt.
Zwar konnten wir zu diesem Wettkampf in
vollständigerer Besetzung antreten als noch in den
Runden davor. Aber schon nach etwa zwei Stunden
musste Enrique Ruiz Hampel an Brett 7 aufgeben (0
: 1). Edmund Lomer - an Brett 5 spielend - konnte
seine bessere Stellung nicht in einen Gewinn
ummünzen und musste sich mit remis zufrieden geben
(½ : 1½). Mannschaftsführer Kai Karl Krüger hielt
an Brett 3 lange dem guten Spiel seines Gegners
stand, übersah aber einmal die richtige
Fortsetzung mit Turmtausch, damit Druckentlastung
im Zentrum und Chancen im Spiel mit einem
Freibauern in der b-Linie, bis er in Zeitnot und
inzwischen schlechterer Stellung eine Figur verlor
und nach dreieinhalb Stunden aufgab (½ : 2½). Rolf
Möller an Brett 4 folgte etwa eine halbe Stunde
später, nachdem er im Läuferendspiel in Nachteil
geraten war. So stand es bereits ½ : 3½, woraufhin
sich Jan Dreesen an Brett 2 und Manfred Homuth an
Brett 1 trotz zwischenzeitlicher Stellungsvorteile
jeweils mit Remis zufriedengaben, womit allerdings
auch der Wettkampf zu unseren Ungunsten
entschieden war (1½ : 4½). Peter Krebs an Brett 6
stand zunächst besser, bis ihm eine Ungenauigkeit
unterlief und er ins Hintertreffen geriet
(1½ : 5½). Ulrich Bußmeier an Brett 8 konnte
entgegen seiner Absicht nicht früh mit Weiß Remis
machen, sondern musste über die volle Zeitdistanz
spielen. Auch er stand deutlich besser, wenn nicht
gar auf Gewinn, denn nach der Zeitkontrolle
spielte er mit Dame und Turm stark gegen den
offenen König des Gegners. Schließlich drehte
dieser aber den Spieß um, baute eine Mattdrohung
auf, die nur mit Turmopfer und Versuch auf
Dauerschach hätte abgewendet werden können, was
aber nicht gelang. So stand am Ende mit 1½ : 6½
eine deutliche Niederlage zu Buche.
Unsere 1. Mannschaft ist nun Vorletzter der
Tabelle und muss gegen Bargteheide auswärts am
27.02.2011 unbedingt gewinnen, um Aussichten auf
den Klassenerhalt zu wahren.
... und auch die "Zweite" atmet Kellergeruch.
Am selben Tag empfing unsere "Zweite" in der Bezirksliga Nord die zweite Mannschaft des Flensburger Schachclubs. Es begann für uns sehr erfreulich, denn an Brett 5 hatte Hanfried Kiesbye schon nach einer halben Stunde einen Sieg verbuchen können, nachdem er seinem Gegner ein Läuferopfer auf f7 widerlegen und seinerseits mit maßgeblicher Beteiligung eines Läufers und eines Springers einen vernichtenden Königsangriff durchführen konnte (1 : 0). Die Freude darüber währte allerdings nur kurz, denn wenig später wurde Andreas Koch an Brett 8 von einem Bauernangriff seines Gegners überrollt (1 : 1).
An den anderen Brettern wurde derweil noch nach besten Kräften gerungen und erst nach mehr als zwei Stunden standen drei weitere Ergebnisse fest. Zunächst war es Dieter Eigenberz, der seine Partie an Brett 7 nicht mehr halten konnte, nachdem seinem Gegner eine Abzugskombination mit einem seiner Läufer gelang, die zum Figurenverlust führte (1 : 2). Olaf Zeuch hatte an Brett 4 schon bald erkennen müssen, dass der Gegner seine Figuren zu einem gefährlichen Königsangriff formierte. Zeuch verlegte sich auf eine überwiegend defensive Spielweise, suchte schnellen Tausch der Leichtfiguren und entschied sich für die Opferung seines h-Bauern, wonach es ihm gelang, genug Wirkungsraum für seine verteidigenden Figuren sowie ausreichende Fluchtmöglichkeiten für seinen König zu schaffen. Nachdem der Flensburger Spieler den Abtausch der Damen und je eines Turmes nicht vermeiden konnte, war auf dem Brett eine ausgeglichene Situation entstanden, so dass ein Remis vereinbart wurde (1½ : 2½). Bruno Geruschkat hatte am 6. Brett schon im 10. Zug einen Bauern verloren und sah sich im Endspiel mit einem seiner Läufer einem Springer und einem Bauern des Gegners gegenüber. Der Springer stellte den Läufer vor nicht zu lösende Aufgaben und sorgte dafür, dass der Bauer unaufhaltsam zur letzten Reihe und damit zur Damenumwandlung schritt, woraufhin Geruschkat die Partie verloren gab (1½ : 3½). Auch unserem Spitzenspieler Ralf Koch gelang trotz souveräner Spielführung kein Sieg – er musste sich mit einem Remis zufrieden geben (2 : 4).
Was konnten bei diesem Zwischenstand Eduard Wiederkehr an Brett 2 und Alexander Koch an Brett 3 noch bewirken? Immerhin bestand noch rein theoretisch die Chance auf eine Punkteteilung beider Mannschaften. Hierzu kam es jedoch nicht, denn Wiederkehr musste dem druckreichen Spiel seines Gegners Tribut zollen und seine Partie nach fast drei Stunden aufgeben (2 : 5). Alexander Koch hatte in einem komplizierten Mittelspiel zunächst die Initiative an sich gebracht, verlor sie jedoch und obendrein einen Bauern durch das Übersehen eines starken Springerzugs seines Gegners, der das Endspiel daraufhin mit hoher Wahrscheinlichkeit für sich entschieden hätte, was Koch zur Aufgabe bewog.
Nach den drei vorangegangenen Niederlagen ist die zweite Mannschaft nun auch im vierten Spiel ohne einen Mannschaftszähler geblieben. Den Spaß am Schachspiel wird sich aber dadurch aber ganz sicher niemand der Akteure nehmen lassen, und unter diesem Aspekt wird man auch am 27.02. den Weg nach Kropp auf sich nehmen, um dort zu versuchen, am fünften Spieltag ein besseres Ergebnis zu erringen.
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Kieler SG / Meerbauer I - ESC I |
6 : 2 |
|
SV VHS Rendsburg II - ESC II |
5½ : 2½ |
In der 4. Runde der Landesliga musste unsere "Erste" zum Oberliga-Absteiger Kieler SG / Meerbauer in den Legienhof nach Kiel fahren. Erneut mussten wir stark ersatzgeschwächt antreten, da Jan Dreesen, Gerd Bernhardt und Peter Krebs fehlten. Es zeigte sich früh, dass dadurch einige unserer Mannschaftskameraden etwas zu weit aufrücken mussten. Zwar konnte Ralf Koch an Brett 7 mit Weiß früh Remis spielen, als Ersatzspieler mit längerer Spielpause war das sehr erfreulich. Doch Kai Krüger an Brett 2 und Matthias Braun an Brett 5 mussten früh die Waffen strecken, an Brett 2 wegen einer Fehleinschätzung der Stellung: Nach dem Damentausch machten Läuferpaar und Turmpaar erfolgreich Jagd auf den König. An Brett 5 endete eine mehrzügige taktische Figurenkombination mit einer Minusfigur. Beim Spielstand von ½:2½ verlor auch unser stärkster Jugendlicher Alexander Koch, der - obwohl er bis in die Nacht hatte arbeiten müssen - an Brett 8 eingesprungen war (½:3½). Rolf Möller stand an Brett 3 durchaus besser, berechnete aber den Vormarsch seines f-Bauern nicht bis ins letzte Detail und konnte einen Mattangriff nur mit Materialverlust abfangen (½:4½). Edmund Lomer spielte an Brett 4 solide Remis (1:5). Manfred Homuth kämpfte am Spitzenbrett um den einzigen vollen Punkt, drang aber nicht durch und erzielte ebenso ein Remis (1½:5½) wie der an Brett 6 spielende Enrique Ruiz Hampel, der lange mit einem Mehrbauern einen heftigen Angriff abwehren musste, den Bauern schließlich wieder aufgeben musste und im Endspiel trotz besserer Stellung die Remisbreite nicht durchbrechen konnte. So endete der Wettkampf mit 2 : 6. Nach der dritten Niederlage im vierten Spiel stecken wir im Abstiegskampf. Und das Ende der Ausfälle von letztjährigen Stammspielern ist noch nicht abzusehen. Dennoch wollen wir versuchen, in der fünften Runde am 06.02.11 zuhause gegen unseren Lieblingsgegner Doppelbauer Kiel den zweiten Saisonsieg einzufahren, so wie in den beiden letzten Jahren.
Am 16.01.11 war es für unsere 2. Mannschaft an der
Zeit, den Weg nach Büdelsdorf anzutreten, um in
der dortigen Bürgerbegegnungsstätte die 3. Runde
in der Bezirksliga Nord gegen den SV VHS Rendsburg
II zu bestreiten. Dabei mussten wir auf sechs
Stammspieler verzichten, während der Gegner nur
auf zwei Reservespieler zurückgreifen musste. So
war unsere Ausgangsposition alles andere als
rosig.
Zunächst begann es für uns zunächst sehr
erfreulich, denn der an Brett 8 spielenden Dieter
Löwenstrom gewann nach einer Damenbauereröffnung
und einer ruhigen, soliden Stellungsentwicklung im
17. Zug einen Springer. In der Folgezeit konnte er
die offene c-Linie für ein starkes Spiel seiner
Türme nutzen und seinen Gegner derart unter Druck
setzen, dass dieser nach 70 Minuten Spielzeit
aufgab. Diese 1:0-Führung währte etwa eineinhalb
Stunden, da musste Bruno Geruschkat an Brett 3 die
Waffen strecken, nachdem er im 27. Zug einen
Springer eingestellt hatte und sich im Endspiel
zudem gegen zwei verbundene Freibauern auf dem
Königsflügel wehren musste, von denen einer die
Umwandlung zur Dame schaffte (1:1). Eine weitere
Viertelstunde später waren auch die Partien an
Brett 2, an dem Olaf Zeuch sein Glück versuchte
sowie an Brett 5, an dem Christian Tuckermann zu
Werke war, entschieden. Tuckermann verlor gleich
zu Beginn einen Bauern, wurde dann im Mittelspiel
regelrecht eingeschnürt, verlor noch drei weitere
Bauern und musste schließlich - trotz eines bis
ins Endspiel hinein zäh geführten Kampfes -
aufgeben (1:2). Zeuch entschied sich in der
Eröffnungsphase für einen Angriff auf die
gegnerische Königsstellung, indem er seinen
g-Bauern opferte und die dadurch geöffnete Linie
für ein druckreiches Spiel mit seinen Türmen
nutzte. Nach farbenfrohem Spiel und einigen
Abtauschzügen gelang es dem Gegner, sich stets
ausreichend zu verteidigen und den Druck auf
seinen Königsflügel zu entschärfen. Schließlich
bot er Remis, was Zeuch sogleich annahm
(1½:2½).
Nun dauerte es wiederum nur weitere 15 Minuten,
da hatten auch die beiden jugendlichen Zwillinge
Mirco (Brett 6) und Lukas Beyer (Brett 7) ihre
Partien beendet. Mirco konnte sich zunächst gut
entwickeln und baute mit trickreichem Spiel eine
verheißungsvolle Stellung auf, in der er sich
schon Hoffnung auf einen Sieg machte. Sein Gegner
jedoch überraschte ihn mit einem Angriff auf seine
Dame; zur Abwendung eines Damenverlustes musste
Mirco schließlich erhebliche Stellungsnachteile
hinnehmen. Dies führte dazu, dass sein Gegner bis
zum Erreichen des Endspiels drei verbundene
Freibauern herausgespielt hatte, die Mirco
schließlich zur Aufgabe zwangen (1½:3½). Lukas
verlor in der Eröffnungsphase zwar einen Bauern,
gestaltete das Mittelspiel aber derart solide,
dass sein Gegner keine Möglichkeit sah,
entscheidende Akzente zu setzen, so dass beide ein
Remis vereinbarten (2:4). Nun hätten die beiden
noch laufenden Partien gewonnen werden müssen, um
noch ein Unentschieden zu erreichen. Diese
Hoffnungen zerschlugen sich jedoch nach mehr als
vier Stunden Spielzeit, als der an Brett 4
eingesetzte Holger Hogreve - der schon im 22. Zug
einen Qualitätsverlust hinnehmen musste - sich in
einer zunehmend passiver werdenden Stellung
wiederfand, die er schließlich nicht mehr halten
konnte (2:5).
Nun galt es noch das Ergebnis an Brett 1
abzuwarten, wo Ulrich Bussmeier und sein Gegner
für den Krimi des Tages sorgten. Stets von
zahlreichen Kiebitzen umringt, die sich u.a. auch
aus der zur gleichen Zeit in einem Nachbarraum
stattfindenden Verbandsliga-Begegnung zwischen
Rendburg I und Schleswig I rekrutierten, gelang es
Ulrich Bussmeier, mit seiner Dame und einem
Springer in die gegnerische Königsstellung
einzubrechen. Vom 40. Zug an musste der
Rendsburger Spitzenspieler noch mindestens weitere
15 Züge lang stets die genau richtige Antwort
finden, um nicht von Bussmeier in ein Mattnetz
verstrickt zu werden oder durch ein
Springermanöver seine Dame zu verlieren. Nach fast
5 Stunden Spielzeit musste Bussmeier anerkennen,
dass seinem Gegner die Verteidigung gelungen war
und er fügte sich in das Remis.
Mit diesem 2½:5½ schlägt wiederum eine recht hohe
Niederlage zu Buche. Und so kann die Mannschaft
nur darauf hoffen, dass sie in einer wesentlich
schlagkräftigeren Besetzung gegen die am 6.
Februar gastierende - und an der Tabellspitze
rangierende - zweite Mannschaft aus Flensburg ein
zufriedener stimmendes Ergebnis erzielen kann.
Seit dem 07.01.11 kämpfen fünf unserer Mitglieder in Konkurrenz zu etwa 400 Spielern um den Ramada-Cup in Hamburg-Bergedorf. Die Spieler werden je nach Spielstärke einer von 5 Gruppen von A bis F zugeteilt (A: 2101 - 2300; B: 1901 - 2100; F: < 1300 TWZ). Die Ergebnisse unserer Spieler können Sie hier verfolgen:
|
Gruppe / Teilnehmer |
Name |
TWZ |
gesetzt an ... |
Runde |
Punkte |
Buchholz |
Platz |
||||
|
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
|||||||
|
A / 33 |
Krüger |
2223 |
6 |
1 |
0 |
½ |
½ |
1 |
3 |
11,0 |
9 |
|
Homuth |
2143 |
23 |
½ |
1 |
0 |
½ |
½ |
2½ |
12,0 |
15 |
|
|
B / 71 |
Ruiz Hampel, E. |
2025 |
27 |
1 |
½ |
½ |
½ |
½ |
3 |
11,0 |
26 |
|
F / 75 |
Ruiz, Kim |
970 |
41 |
1 |
½ |
0 |
1 |
½ |
3 |
12,0 |
24 |
|
Ruiz, Lisa |
810 |
54 |
0 |
1 |
0 |
1 |
0 |
2 |
12,5 |
43 |
|
Noch am letzten Tag des Turniers lief ein Bericht von Kai Karl Krüger ein, der anschaulich auch über den Verlauf des Turniers schildert. Hier sein Bericht:
Kai, Kim und Lisa konnten sich beim Ramada-Cup verbessern
Die Eckernförder Schachspieler schrammten beim diesjährigen Ramada-Cup in Hamburg Bergedorf knapp am Mengenrabatt vorbei: Es fehlte leider noch ein sechster Spieler, der 6,00 € Erstattung für jeden gebracht hätte!
Als unser Spitzenspieler trat Manfred Homuth in der A-Gruppe mit dem Ziel an, ganz vorne mitzuspielen. Leider zeigten sich in der dritten Runde die Tücken des Fischer-Bedenkzeit-Modus. Bei 1½ Punkten aus 2 Partien stand Manfred auf Gewinn, bis die Zeit - für ihn völlig unerwartet - abgelaufen war. Statt wirklich ganz oben zu stehen, war das Turnier bei nur 5 Runden trotz guter spielerischer Leistung durch diesen Verlustpunkt jedenfalls für höhere Ziele so gut wie gelaufen.
Kai Karl Krüger startete auch in der A-Gruppe mit einem Schwarz-Sieg und stand in der zweiten Runde auch gegen den späteren Turniersieger – den Jugendlichen Till Schreiner – schon früh mit einem glatten Mehrbauern auf Gewinn, bis die zweistündige Anfahrt bei anfänglichem Glatteis, eine verschleppte Erkältung und die lange erste Partie ihren Tribut forderten: Schwupp waren ohne wirkliche Heldentat des Gegners binnen drei Zügen zwei Bauern eingestellt, was die Partie kostete. Am Abend half nur das Treffen mit einigen alten und auch neuen Bekannten im Schweinske, um bei einem (na, leicht untertrieben) Guiness (Kai) bzw. Bit (Manfred) vom Fass die Erkenntnis zu haben, dass Schach nur ein Hobby ist und das Leben trotzdem schön.
Manfred und Kai konnten sich aber gut fangen. Gerade für Kai wurde das Turnier mit einem Schlusssieg und 3 Punkten aus 5 Partien schließlich noch rund und die Belohnung sind 20 Punkte Gutschrift auf die DWZ. Der neunte Platz wird voraussichtlich nicht für einen Nachrückerplatz zur Finalrunde im Mai 2011 in Magdeburg reichen. Trotzdem gar nicht so übel, wenn man bedenkt, dass die A-Gruppe bei einer Turnierwertungszahl von 2101 beginnt und Kai mit einer DWZ von 2000 antrat – die alte ELO-Zahl von 2223 aus den frühen 90er Jahren half dabei mit… Manfred wurde mit 2½ Punkten aus 5 Partien Fünfzehnter und konnte immerhin einen DWZ-Punkt ergattern.
Enrique Ruiz Hampel war mit seiner ganzen Familie angereist und erspielte in der B-Gruppe 3 Punkte aus 5 Partien. Er selbst war allerdings schon mit dem Motto: Es kommt auf das Rahmenprogramm an, in das Turnier gegangen. Erfreulich gut lief es für seine Töchter: Kim konnte in der F-Gruppe 3 Punkte erspielen und ihre DWZ-Zahl um sage und schreibe 152 Punkte verbessern, doch auch Lisa spielte erstaunlich gut mit, holte 2 Punkte und verbesserte sich um 56 DWZ-Punkte.
Das Turnier ist zwar kurz, doch gerade dies hat einen gewissen Reiz. Das günstige Angebot, u.a. Doppelzimmer für 44,00 € pro Tag und Person inkl. Frühstück sollten vielleicht noch einigen aus unserem Schachverein Motivation geben, an dieser Turnier-Reihe teilzunehmen (mehr unter www.ramada-cup.de ).
Drei unserer Mitglieder nahmen in diesem Jahr "zwischen den Tagen" am 27. Travemünder Open teil. 203 Teilnehmer stritten sich um die Punkte. An vier Tagen waren insgesamt 7 Runden angesetzt, so dass an drei Tagen jeweils zwei Partien ausgetragen werden mussten. Zwei unserer Spieler erfüllten ihre TWZ-Erwartungen, nur Peter Krebs wird mit seinem Ergebnis nicht zufrieden sein: er hat nach dem vorläufigen Berechnungsergebnis 33 DWZ-Punkte und 15,6 Elo-Punkte verloren. Die Einzelergebnisse sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich.
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Name |
gesetzt an ... |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd.7 |
Pkte |
Buchh. |
Platz |
DWZ |
Elo |
|
Homuth |
48 |
1 |
1 |
0 |
1 |
½ |
0 |
½ |
4 |
26½ |
57 |
+./. 0 |
- 2,4 |
|
Krebs |
95 |
1 |
0 |
0 |
0 |
½ |
1 |
1 |
3½ |
17½ |
124 |
- 33 |
-15,6 |
|
Langmann |
109 |
0 |
½ |
1 |
0 |
½ |
1 |
½ |
3½ |
22½ |
106 |
-1 |
-1,3 |
Das herausragende Ergebnis des Turniers war das sehr gute Abschneiden des 13-jährigen Rasmus Svane. Gesetzt an Platz 30 (!), mischte er im Laufe des Turniers munter und erfolgreich im Kreis der Großmeister mit und belegte mit 5½ Punkten nach Wertung einen hervorragenden 5. Platz. Sieger des Turniers mit 6 Punkten wurde GM Zakhartsov (Russland). Der Favorit Jan Gustafsson belegte mit 5½ Punkten (nach Wertung) den 4. Platz. Weitere Einzelheiten über das Turnier erfahren Sie auf der Website des Veranstalters hier.
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ESC I - Lübecker SV III |
1½ : 6½ |
Am 12.12.2010 hatte unsere 1. Mannschaft in der Landesliga die 3. Mannschaft des Lübecker SV zu Gast. Die Begegnung fand diesmal in der Pestalozzi-Schule statt. Unsere Mannschaft musste auf vier ihrer Stammspieler verzichten und konnte dementsprechend nur ersatzgeschwächt antreten. Insbesondere die krankheitsbedingte und unvorhersehbare Abmeldung unseres Spitzenspielers Manfred Homuth noch am Sonntagmorgen war für die Mannschaft ein harter Schlag, da eine Stunde vor Beginn des Wettkampfs kein weiterer Ersatzspieler herangezogen werden konnte. Die Lübecker traten demgegenüber kompakt mit den schon in den Vorrunden eingesetzten Spielern an.
Nach dem kampflosen Verlust an Brett 1 musste
auch Eduard Wiederkehr an Brett 6 nach fast drei
Stunden die Segel streichen, nachdem er eine Figur
verloren hatte (0:2). Unsere Mannschaft holte aber
noch auf, weil Edmund Lomer an Brett 4 bei seinem
ersten Saisonauftritt gegen seinen erfahrenen
Gegner Andreas Richter sehr stark aufspielte, in
dessen Stellung eindrang und souverän gewann
(1:2). Der Lübecker kam kurze Zeit später
konsterniert, laut lachend auf Kai Karl Krüger,
unseren Mannschaftsführer zu und fragte: "Sag´ mal
Kai, was hat das da im Flur auf dem Türschild zu
bedeuten? Ich werd´ weich!" - In der Tat war und
blieb zunächst rätselhaft, was sich hinter
der Tür zum Nebenraum mit dem Türschild
"Fettabscheiderraum" verbergen konnte.
Kai Karl Krüger spielte an Brett 3 gegen seinen ehemaligen Vereinskollegen Marco Frohberg, mit dem er in den neunziger Jahren einige Jahre in Lübeck gespielt hatte. Nachdem er mit den schwarzen Figuren gut aus der Eröffnung herauskam, konnte er den weißen König in der Mitte festhalten, setzte aber nicht mit einem möglichen starken Springeropfer im Zentrum fort, das die Diagonalen und Linien gegen den König geöffnet hätte, sondern suchte einen strategischen, langfristigen Vorteil. Die Partie wurde letztlich zum Remis abgewickelt (1½:2½). Bei diesem Stand lehnte Jan Dreesen an Brett 2 ein Remisangebot ab und opferte im Zentrum einen Bauern für gutes Spiel. Alexander Koch, unser stärkster Jugendlicher, hielt bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft lange Zeit seinem Gegner an Brett 8 stand, wurde aber schließlich doch mattgesetzt (1½:3½). Sein Vater Ralf Koch an Brett 7 hatte nach längerer Schachabstinenz hingebungsvoll an Brett 7 gekämpft, bis seine Stellung am Damenflügel zusammenbrach und er aufgeben musste (1½:4½). Bei diesem Punktestand war der Wettkampf bereits zugunsten der Lübecker entschieden. In Zeitnot konnte Jan Dreesen seine dynamische Stellung nicht umsetzen, sondern geriet in einen Mattangriff, den er nur mit deutlichem Materialverlust abwenden konnte. Die Partie war trotz tapferer Gegenwehr nicht mehr zu halten (1½:5½). Matthias Braun spielte an Brett 5 gegen den Lübecker Zeitnotspezialisten Martin Herrnkind, der schon nach 18 Zügen nur noch 6 Minuten Bedenkzeit hatte. In dieser Situation hatte Matthias Braun ein starkes, aber unklares Springeropfermanöver riskiert, um die Zeitnot seines Gegners auszunutzen. Noch nach der Partie wunderte sich unser Spieler, wie souverän der Lübecker über eine sage und schreibe 22-zügige Zeitnotphase hinweg stets die richtigen, komplizierten Züge fand, um die Stellung zu halten. So musste auch Matthias Braun schließlich aufgeben (1½:6½). Der Wettkampf ging somit sehr deutlich verloren. Gleichwohl stehen wir nach dem Sieg in der Vorrunde auf dem 7. Tabellenplatz der Landesliga, d.h. im hinteren Tabellenmittelfeld auf einem Nichtabstiegsplatz. - Die nächsten Wettkämpfe im Januar und im Februar gegen die Kieler Mannschaften Meerbauer und Doppelbauer werden die Weichen für den weiteren Saisonverlauf stellen.
Per E-Mail konnten Andreas Richter und Kai Karl Krüger inzwischen den Sinn des Wortes "Fettabscheiderraum" klären. Mit dem Fettabscheider wird Fett von Wasser getrennt, da beides in gewerblichen Betrieben aus Umweltgründen gesondert entsorgt werden muss.
Unser Mitglied Claus Langmann hatte sich in der Woche vom 30.10. bis zum 07.11.2010 für die Teilnahme an der 17. Offenen Hamburger Seniorenmeisterschaft angemeldet. Hier sein Bericht:
"Es ist 14 Jahre her, dass ich mich an der - seinerzeit noch nicht "Offenen" - Hamburger Seniorenmeisterschaft beteiligt hatte. Damals erreichte ich den guten 3. Platz von etwa 30 Teilnehmern. Solch ein angenehmes Ergebnis stand heuer außerhalb der Erwartungen: gesetzt war ich an Platz 17 von 55 Teilnehmern. Es wachsen halt alljährlich gute Senioren nach - in dieser Altersgruppe gibt es keinerlei Nachwuchssorgen! - Quartier fand ich durch eine Internetvermittlung direkt am Fischmarkt, sehr günstig gelegen für alle Arten von Unternehmungen. Das Turnier war auf 9 Runden (ohne Doppelrunden) ausgelegt und fand am nördlichen Stadtrand in Schnelsen in den komfortablen Klubräumen des SC Königsspringer statt. Natürlich traf ich eine große Zahl von Bekannten aus meinem Hamburger Schachleben, nicht nur die zehn Spieler aus meinem Heimatverein HSK, sondern auch aus anderen Vereinen, mit denen ich im Laufe der Jahrzehnte Kontakt hatte. - Das Turnier begann für mich sehr vielversprechend: Nach 6 Runden lag ich mit 4 Punkten nach überwiegend gut gespielten Partien im vorderen Viertel, obwohl ich bis dahin einige recht starke Gegner hatte, was sich in der Schlußabrechnung mit der besten Buchholzwertung in meiner Punktegruppe auszahlte. Die letzten drei Runden allerdings waren eine rechte Katastrophe, ich machte in jeder dieser Partien dicke Fehler und erzielte nur noch einen halben Punkt. Endergebnis also 4½ Punkte und Platz 24 von 55 Teilnehmern - nicht berauschend, aber da sich meine DWZ nur um 3 Punkte verringerte, war es auch kein Einbruch. Hamburger Seniorenmeister wurde FM Gerd Putzbach mit 7½ aus 9 Partien. Er verteidigte damit seinen Titel vom Vorjahr!
Die Spielbedingungen waren einwandfrei, wir wurden gut mit Essen, Trinken und Informationen versorgt und die Turnierleitung durch den Internationalen Schiedsrichter Hugo Schulz und den Hamburger Seniorenbeauftragten Martin Bierwald waltete souverän und humorvoll ihres Amtes. Ein angenehmes Turnier, das ich in guter Erinnerung behalten werde - und doch möchte ich einige Worte der Kritik hinterlassen. Das Turnier war als "Offenes" Turnier ausgeschrieben und dennoch hatten sich zum Turnier nur vier auswärtige Spieler - Joachim Neumann aus Kiel, Rolf Hunold aus Letmathe (Iserlohn), Hannelore Hoose aus Bremen-Vahr und ich aus Eckernförde - zum Turnier eingefunden, es war also eine fast ausschließlich Hamburger Veranstaltung. Paradox angesichts der Attraktivität, die Hamburg ausstrahlt, aber der Grund für diese Zurückhaltung der Auswärtigen ist schnell gefunden: Es war die unglückliche Ansetzung der Spielzeit - täglich von 16 bis 21 Uhr! Selbst ich werde mir sehr überlegen, ein weiteres Mal unter diesen zeitlichen Voraussetzungen an diesem Turnier teilzunehmen, denn so wird der Tag zerrissen und verlockende abendliche Aktivitäten werden unterbunden. Wenn die Hamburger Veranstalter weiter ein "Offenes" Turnier anbieten wollen, dann sollten sie die Spielzeit z.B. auf einen 10-Uhr-Beginn verlegen, denn sonst bleibt das Turnier weiterhin etwas provinziell und deutlich weniger attraktiv als vergleichbare Turniere anderer Landesverbände.
Ich selbst hatte Glück und konnte im Laufe der neun Runden gegen alle drei Auswärtigen spielen, und alle diese Partien wurden remis! - Weitere Einzelheiten über das Turnier können Sie hier erkunden."
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Eine interessante Schlußstellung: Weiß droht matt durch Df7 oder Lh6 - aber Schwarz wehrt sich durch "Ewiges Schach"! |
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Ein Bild aus der 6. Runde: Die Partie Langmann (HSK) - Neumann (Kieler SG/Meerbauer) endet remis. |
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TSV Travemünde I - ESC I |
3½ : 4½ |
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Husum II - ESC II |
5½ : 2½ |
Unsere 1. Mannschaft hat am 14.11.2010 als Tabellenletzter die lange Reise nach Travemünde zum Konkurrenten gegen den Abstieg angetreten. Wie schon in der ersten Runde mussten wir wieder auf unsere Stammkräfte Gerd Bernhard und Edmund Lomer verzichten und traten somit ersatzgeschwächt an, Travemünde hingegen nahezu in Bestbesetzung. Nach zunächst ausgeglichenem Beginn in den ersten zwei bis drei Stunden kam Jan Dreesen (Brett 2) lächelnd auf den Mannschaftsführer Kai Karl Krüger zu: Er hatte ohne Rücksprache ein Remisangebot abgelehnt, weil er bei offener Stellung auf Gewinn stand. Er spielte seine Überlegenheit am Brett konsequent zum Gewinn aus (1:0). Eduard Wiederkehr (8) stand im Mittelspiel ungünstig, zeigte aber, was er kann: Mut zur Lücke, Partie drehen und gewinnen (2:0). Sein Einsatz als Ersatzmann hatte sich vollauf gelohnt. Rolf Möller (4) opferte im Mittelspiel eine Qualität für aktives Spiel, konnte sich aber nicht durchsetzen, sondern ließ die Dame seines Gegners in seine Stellung eindringen und verlor (2:1). So stand es zwischenzeitlich trotz dieser Niederlage hoffnungsvoll 2:1 für uns.
Kai Karl Krüger (3) sah sich einem Wolga-Gambit gegenüber und musste dem Spiel der schwarzen Figuren schließlich nach mehrzügiger Abwicklung Tribut in Form eines Qualitätsverlustes zollen. Er spielte dennoch tapfer weiter, da inzwischen die Stellungen bei Manfred Homuth (1) und Matthias Braun (5) einen ungünstigen Verlauf nahmen. Peter Krebs (6) hatte eine solide Stellung mit den schwarzen Figuren herausgearbeitet, während die offene Partie von Enrique Ruiz Hampel (7) unklar stand. Im weiteren Verlauf überzog Ruiz Hampel die Partie, indem er nicht genau genug abwickelte, wodurch seinem König plötzlich ein undeckbares Matt drohte (2:2), während Manfred Homuth einen zwischenzeitlichen Materialgewinn aufgrund eines schwerwiegenden Mattangriffs des Travemünder Spitzenspielers wieder hergeben und sogar Materialverlust hinnehmen musste (2:3). Durch diese beiden Niederlagen kippte der Wettkampf zum 2:3. Peter Krebs konnte in seiner Partie keinen Materialgewinn erzwingen, so dass der Mannschaft eine Niederlage drohte, bis etwas geschah, dass man mit "Stellungsglück" vorsichtig umschreiben sollte.
Matthias Braun zwang die Dame seines Gegners mit einem Turmmanöver auf ein Feld, von dem aus sie den Angriff scheinbar verstärkte, was indes eine tödliche Springergabel gegen Dame und König nach sich zog, wonach der Travemünder Gegner sofort aufgab (3:3). Noch immer drohte eine knappe Niederlage, obwohl sich Kai Karl Krüger bereits 26 Züge mit Minusqualität tapfer verteidigte. Nachdem sein Gegner erkannte, dass er mit dem Rückopfer der Qualität einen Zentrums-Bauern im Bauernendspiel gewinnen konnte (nebst Zentralisierung seines Königs), setzte er diesen Plan sofort um – ermöglichte aber unserem Mannschaftsführer am Königsflügel mit f-Bauern und h-Bauern gegen f-Bauern und g-Bauern das Aushebeln der Stellung. Unser Spieler konnte mit seinem h-Bauern dadurch zwei Züge früher zur Dame durchziehen als sein Travemünder Gegner mit dessen d-Bauern, mit der Folge eines von vielen nicht mehr für möglich gehaltenen Partiegwinns. Anlass genug für Peter Krebs, seine Partie zeitgleich remis zu geben, wodurch der Mannschaftssieg gesichert war.
Der glückliche 4½:3½-Auswärtssieg führte für unsere sonst eher introvertierten Schachspieler zu einem gemeinsamen Jubelausbruch vor den beiden PKWs, als die Rückfahrt angetreten wurde.
Durch diesen Sieg sind wir in der Landesliga vom letzten Platz auf den 5. Tabellenplatz geklettert. In der nächsten Spielrunde am 12.12.2010 wird die 3. Mannschaft des Lübecker SV bei uns gastieren, derzeit überraschend nur Tabellenachter. Wir wollen versuchen, mit einem Überraschungssieg einen weiteren Schritt in Richtung des sicheren Tabellenmittelfeldes anzustreben.
Am selben Tag fuhren acht hoffnungsvolle Spieler der 2. Mannschaft in die "nordfriesische Hauptstadt" Husum, um gegen die dortige 2. Mannschaft des Husumer SV anzutreten. Auch in diesem Wettkampf mussten wir auf einige Stammspieler verzichten, die für den Einsatz in der 1. Mannschaft gebraucht wurden.
Es war noch keine volle Stunde gespielt, da konnten die Gastgeber am letzten Brett einen ersten vollen Punkt verbuchen, denn unser Nachwuchsspieler Andreas Koch hatte sich schon recht früh mit einer kurzen Rochade in eine missliche Königsstellung gebracht und konnte den Druck seines Gegners auf dem Königsflügel nicht mehr parieren (0:1). Die nächste Niederlage musste Bruno Geruschkat an Brett 5 nur 45 Minuten später hinnehmen, als er nach einem Fehler im 20. Zug seinen Bauern auf h2 verlor und sein Gegner entscheidend in seine Königsstellung einbrechen konnte (0:2). Etwa zeitgleich erwischte es auch Christian Tuckermann an Brett 7, der durch einen Bauernsturm seines Gegners zwei Leichtfiguren verlor und in der Folge im 37. Zug aufgab (0:3). Hanfried Kiesbye hatte an Brett 4 in der Eröffnung durch ein besonnen geführtes Damenbauernspiel zunächst eine ausgeglichene Stellung herbeiführen können. Im 13. Zug verlor er jedoch durch einen schweren Fehler eine Figur, wodurch sich seine Stellung zunehmend verschlechterte. Als nach 29 Zügen ein weiterer Figurenverlust nicht zu verhindern gewesen war, gab Kiesbye die Partie verloren (0:4).
Zu diesem Zeitpunkt leuchtete aber auch schon ein heller Hoffnungsschimmer über dem Brett 6, an dem Dieter Eigenberz zu Werke war und seinem Gegenüber das sonntägliche Schachleben sehr schwer machte. Aus einem zunächst ruhigen, ausgeglichenen Spielaufbau gelang es Eigenberz, mit der Zeit das Zepter in die Hand zu nehmen und seinem Gegner im Verlauf von 32 Zügen zwei Bauern abzuluchsen. Bald darauf gewann er zudem durch ein Abzugsschach einen Springer, zwang obendrein den gegnerischen König ins Zentrum und setzte ihn dort auf dem Feld f4 matt (1:4). Das zarte Flämmchen der Hoffnung erlosch jedoch sehr bald, weil Ulrich Bußmeier diesmal leider eine seiner wenigen Niederlagen in einem Mannschaftskampf hinnehmen musste. Mit den weißen Figuren stand er in der Eröffnungsphase sehr gedrückt und begann dann, das Spiel zu komplizieren, um die Fehlermöglichkeiten seines Gegners zu erhöhen. Tatsächlich beging der Gegner dann auch einen Fehler, wodurch Bußmeier einen Bauern sowie die Initiative im Spiel gewann. Leider blieb er selbst aber auch nicht ohne Schwächen und nach einem groben Fehlzug sah er sich einem verheerenden Angriff ausgesetzt, den er nur durch ein Turmopfer hätte verhindern können. Den Angriff spielte sein Gegner dann souverän und nach einem drohenden Damenverlust gab Bußmeier schließlich auf (1:5).
Nun galt es die Ergebnisse an den noch
verbleibenden Brettern abzuwarten, wo Alexander
Koch an Brett 2 nach einer Abtauschkombination
einen Bauern gewinnen konnte. In der Folgezeit
spielte er stark auf, so dass er noch einen
weiteren Bauern gewann, um dann in ein überlegenes
Endspiel überzuleiten, in dem es ihm schließlich
gelang, einen Freibauern auf dem Königsflügel
entscheidend in eine Dame umzuwandeln (2:5).
Obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits viereinhalb
Stunden ins Land gegangen waren, konnte zwischen
dem an Brett 3 spielenden Olaf Zeuch und seinem
"Nordsee-Gegner" noch keine Spielentscheidung
herbeigeführt werden. Nach einer verheißungsvollen
Eröffnung wähnte sich Zeuch in einer
aussichtsreichen Position: Die Entwicklung seines
Gegners war insbesondere auf dem Königsflügel
empfindlich gestört, ein Springer, ein Turm und
die Dame standen zeitweise als armselige, passive
Gesellen in der Ecke des Königsflügels. Da
unterlief Zeuch ein völlig unverständlicher
Patzer, als er bei einem Schachgebots übersah, das
sein schachbietender Läufer doppelt angegriffen,
jedoch nur einmal gedeckt war. Reichlich
deprimiert spielte er dennoch weiter, immer darauf
bedacht, seine nach wie vor gute Stellung zum
Ausgleich zu nutzen. Einige Züge später war es
dann soweit: Der Husumer Spieler verlor unter
Angriffsdruck stehend und durch eine grobe
Unachtsamkeit ebenfalls einen Läufer, so dass
Zeuch nun mit einem Läufer und vier auf dem Brett
verteilten Bauern gegen einen Springer und vier
Bauern des Gegners im Endspiel angelangt war. Dies
endete dann schließlich in Krimimanier mit einem
Remis, denn Zeuch vermochte es in zunehmender
Zeitnot nicht mehr, einen seiner beiden
verbundenen Freibauern gegen den Springer des
Gegners zum Sieg zu führen (2½:5½).
Nach dieser Niederlage geht die zweite Mannschaft nun bereits in die Weihnachtspause, wird dann aber am 16. Januar des neuen Jahres im Spiel gegen die "Zweite" aus Rendsburg hoffentlich in Bestbesetzung antreten - und dann auch ein oder zwei Mannschaftspunkte einfahren können.
|
ESC I - Flensburger SK I |
½ : 7½ |
|
ESC II - MTV Leck II |
2 : 6 |
Am 10.10.2010 hatte sich unsere 1. Mannschaft
vorgenommen, besser als in den beiden Vorjahren in
die Landesliga-Saison zu starten. Das missglückte
mit voller Schlagseite. Die Spieler der ersten
Mannschaft des Flensburger SK traten mit vier
dänischen Staatsbürgern an, die allesamt dänische
Erst- oder Zweitligaerfahrung haben. Wir hingegen
mussten den Ausfall Gerd Bernhardts an Brett 3
verkraften, starteten also bereits mit 0:1 in den
Wettkampf. Bereits nach weniger als zwei Stunden
zeichnete sich ein Debakel ab, nachdem sich zuerst
Enrique Ruiz Hampel und dann Jan Dreesen an den
Brettern 8 und 2 durch Züge-Verwechslung
Verluststellungen einhandelten. Somit stand es
0:3. Lediglich Kai Karl Krüger hatte sich an Brett
4 Materialvorteil erarbeiten können, allerdings
beidseits mit un-rochierten Königen. Nach etwa
drei Stunden gab Peter Krebs an Brett 7 seine
Partie remis (½:3½), als er schon deutlichen
Zeitnachteil hatte. In der Phase danach kippte der
Wettkampf vollends, nachdem Rolf Möller und
Matthias Braun an den Brettern 5 und 6 Qualitäten
geben mussten, um ihre Stellungen zu halten.
Manfred Homuth hatte sich eine remis-trächtige
Stellung mit den schwarzen Steinen erarbeitet. Kai
Karl Krüger lehnte ob der drohenden Niederlage
tapfer ein Remis-Angebot seines Gegners ab, obwohl
dieser bereits mit Dame und Turm in seine Stellung
eingedrungen war und den König im Zentrum in die
Enge trieb. Nachdem Rolf Möller und Matthias Braun
ihre Stellungen aufgeben mussten (½:5½), wurde
Manfred Homuth für seine Risikobereitschaft im
Endspiel ebenso bestraft (½:6½), wie Kai Karl
Krügers König letztendlich ins Matt getrieben
wurde. So ging unser Schiff auf
dänisch-Flensburger See bei Orkanböen mit ½ : 7½
unter.
Der Flensburger SK hat damit seine 0:8–Schmach aus
der vorletzten Saison ebenso getilgt wie die
Dänen, die in ihrer Flensburger Mannschaft die
Historie etwas aufbesserten und dem Eckernförder
Stolz, im Jahre 1849 die „Christian VIII.“
versenkt zu haben, einen kleinen Rache-Stüber
gaben. Wie in der Vorsaison muss unsere 1.
Mannschaft das Landesligafeld wieder von hinten
aufrollen. Wurde letztes Jahr besser aufgeholt,
als es Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga tat,
sollte dieses Jahr der VfB Stuttgart unser Maßstab
sein. Denn wer glaubt schon, dass die
absteigen!?
|
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Die 2. Mannschaft in ihrer Besetzung am 10.10.10 (v.l.) mit Alexander Koch, Mannschaftsführer Zeuch, Geruschkat, Hogreve, Tuckermann, Andreas Koch, Mirko und Lukas Beyer. |
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So wie die Bezirksliga-Saison 2009/10 für die unsere 2. Mannschaft am 21.März 2009 ausklang, so begann für sie auch die neue Saison 2010/11: mit einer Begegnung gegen die 2. Mannschaft des MTV Leck. Konnten wir in dem vorangegangenen Mannschaftskampf noch in voller und bester Besetzung antreten, während die nordfriesischen Gäste seinerzeit mit zwei Spielern weniger anreisten und dann auch mit 3:5 unterlagen, so waren die Voraussetzungen diesmal gänzlich andere: Leck konnte heuer alle Bretter besetzen und dies mit Spielerinnen und Spielern, die alles andere als schwach einzustufen waren. Eine große Aufgabe lag somit vor unserem Team und dies umso mehr, als sämtliche für die Bretter 1-4 sowie für das Brett 6 gemeldeten Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung standen, weshalb einige Reservespieler aktiviert werden mussten. Aus diesem Grund kamen z.B. auch die beiden Zwillingsbrüder Mirko und Lukas Beyer zum Zuge, und gerade sie sollten dafür sorgen, dass die Mannschaft nicht sang- und klanglos unterging.
Doch der Reihe nach: Die Begegnung hatte nach knapp zwei Stunden den ersten Sieger in den Reihen der Gastmannschaft zu verbuchen, denn Christian Tuckermann, der zunächst aussichtsreiche Stellungsvorteile herausgespielt hatte, übersah die Gefahr einer zweizügigen Mattkombination, die sein Gegner mit Hilfe eines Damenopfers und eines Matt setzenden Turmes vortrug (0:1). Wenig später schätzte der am 8. Brett spielende Lukas Beyer seine Stellung schlechter als die seines Gegners ein und bot ihm Remis an. Dieser hatte deutlich weniger Zeit auf der Uhr und beurteilte seine Stellung wohl als nicht gut genug, um aussichtsreich auf Sieg spielen zu können; daher willigte er in das Angebot ein (½:1½). Wieder nur kurze Zeit darauf geschah an Brett 7 etwas außerordentlich ärgerliches für den Spieler aus Leck: Sein Handy klingelte, obwohl Olaf Zeuch als Mannschaftsführer und Gastgeber in seiner Begrüßungsansprache darauf hingewiesen hatte, die Handys auszuschalten. Die Folge war, dass der Punkt aufgrund dieses Vorkommnisses an Mirco Beyer ging (1½:1½) . Leider währte die Freude über diesen Zwischenstand nicht lange, denn schon ca. 15 min. später musste Andreas Koch an Brett 6 die Waffen strecken, nachdem er im Endspiel einen positionellen Fehler begangen hatte (1½:2½).
Innerhalb der auf diese Niederlage folgenden Stunde gab es noch drei weitere Eckernförder Spieler, die ihre Partien aufgeben mussten. Zunächst traf es an Brett 4 Holger Hogreve, der einen isolierten Bauern nicht mehr verteidigen konnte und in der Folge noch mehr Figurenmaterial verlor (1½:3½) . Somit brauchten unsere Gäste nur noch einen Punkt zum Sieg, der ihnen schon bald an Brett 1 zuteil wurde, denn Alexander Koch konnte sein im Mittelspiel erbrachtes Springeropfer gegen zwei gegnerische Bauern nicht in den erhofften siegreichen Angriff ummünzen; und obwohl des Gegners Königsstellung zeitweise geradezu "offen wie ein Scheunentor war", konnte sich dieser stets ausreichend verteidigen und das Endspiel letztlich mit dem Springervorteil für sich entscheiden (1½:4½). Nun kam die Reihe an Bruno Geruschkat, der sich an Brett 3 über dreieinhalb Stunden lang hervorragend gegen Dietlind Meinke - der Siegerin in der Frauenwertung bei den kürzlich in Eckernförde stattgefundenen Offenen Landesmeisterschaften der Senioren - gewehrt hatte, aber letztlich in entscheidenden Nachteil kam, als er einen Läufer für einen ansonsten unaufhaltsam vorrückenden Freibauern geben musste (1½:5½) . Zu guter Letzt war am 2. Brett nach fast vierstündiger Spielzeit noch Olaf Zeuch gegen seinen 15-jährigen Gegner "am Werke". Zeuch konnte im Mittelspiel eine verheißungsvolle Stellung erzielen, erspielte sich z.B. einen Freibauern auf der e-Linie und drohte auch mit einem Königsangriff. Seinem Gegner gelang es jedoch, auf dem Damenflügel ein ausgleichendes Gegenspiel aufzubauen und als er zum zweiten Male Remis anbot, willigte Zeuch in das Unentschieden ein (2:6). Dieses 2:6 bedeutet aus unserer Sicht zwar eine klare Niederlage, jedoch war dies Ergebnis aufgrund der fehlenden starken Mannschaftskameraden an den vorderen Brettern absehbar. So sollte diese Begegnung mit Leck als ein Sammeln wertvoller Spielerfahrung angesehen und der Blick auf den 14. November gerichtet werden, wenn die Mannschaft - in hoffentlich optimaler Besetzung - auswärts gegen Husum antreten muss.
In der Woche vom 26.09. bis zum 02.10.2010 wird im Restaurant der Stadthalle Eckernförde mit ungestörtem Blick auf die Ostsee zum vierten Mal die Offene Einzelmeisterschaft der Senioren ausgetragen. Es haben sich 69 Teilnehmer zu diesem Wettbewerb angemeldet, darunter drei Spieler unseres Vereins. Wir werden die 7 Runden dieses Turnier besonders unter dem Blickwinkel der Eckernförder Spieler begleiten. - Die 1. Runde hat am Sonntag um 15 Uhr begonnen, alle anderen Runden beginnen morgens um 10 Uhr.
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|
DWZ |
Setz.-L. |
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
Langmann |
1833 |
25 |
1 |
0 |
½ |
½ |
1 |
½ |
0 |
3½ |
34 |
|
Geruschkat |
1472 |
58 |
1 |
0 |
½ |
½ |
½ |
½ |
0 |
3 |
44 |
|
Kiesbye |
1387 |
65 |
0 |
0 |
1 |
0 |
+ |
½ |
½ |
3 |
54 |
|
|
Bruno Geruschkat und Hanfried Kiesbye beim konzentrierten Spiel. |
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Am 02.10. endete das Turnier mit dem Sieg von Juri Ljubarski. Er erzielte aus den 7 Partien 6 Punkte (28½ Buchholz) vor Joachim Neumann (6/26½) und Wolfgang Meier (5½).
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Nachdem die letzte Partie des Turniers zwischen Friedemann Albers und Leo Klein schiedlich friedlich endete, konnte der Turnierleiter Torsten Mäder zusammen mit dem Seniorenbeauftragten Rainer Gehrmann dem Sieger Juri Ljubarski gratulieren. |
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Einen detaillierten Blick auf die Ergebnisse sämtlicher Spieler erhalten Sie auf der Seite des Schachverbandes SH, wenn Sie hier anklicken.
Unser Verein ist Ausrichter der 19. Deutschen Seniorenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände. In der Zeit vom 13.09. bis zum 19.09.10 kämpfen 26 Mannschaften in der Stadthalle in Eckernförde um den Titel. Von unserem Verein nimmt nur ein Spieler an dieser Meisterschaft teil, allerdings nur als Ersatzspieler in der Hamburger Mannschaft.
Zunächst die Spieltermine:
13.09. - 15:30 Eröffnung, 16:00 Runde 1
14.09. bis 18.09. - 09:00 - Runden 2 bis 6
19.09. - 08:30 Runde 7; ca. 15:30 Siegerehrung, (1 Stunde nach Ende der letzten Partie).
-.-.-.-.-.-.-.-.-
Schleswig-Holstein nimmt mit zwei Mannschaften an dieser Meisterschaft teil, und zwar mit folgenden Spielern (einschließlich der Ersatzspieler):
SH 1 - 1. Salov, 2. Dr. Marxen, 3. Neumann, 4. Böttcher, 5. Seeck
SH 2 - 1. Quiring, 2. Firnhaber, 3. Berenstein, 4. Erhart, 5. Meiwald
Die Mannschaften sind auf Grund ihrer Turnierwertungszahlen 2087 und 1952 an den Plätzen 11 und 21 gesetzt. - Die Einzelergebnisse:
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NiedS II |
Baden I |
M.Pom I |
NRW II |
SaAnh I |
Baden II |
RhPf II |
|
|
Salov |
1 |
½ |
½ |
½ |
½ |
½ |
- |
3½ |
|
Dr. Marxen |
1 |
- |
½ |
0 |
½ |
1 |
½ |
3½ |
|
Neumann |
½ |
½ |
- |
½ |
0 |
0 |
½ |
2 |
|
Böttcher |
1 |
½ |
+ |
0 |
- |
0 |
1 |
3½ |
|
Seeck |
- |
0 |
1 |
- |
0 |
- |
½ |
1½ |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Brettpunkte |
3 ½ |
1 ½ |
3 |
1 |
1 |
1 ½ |
2 ½ |
14 |
|
Mannschaftspunkte |
2 |
0 |
2 |
0 |
0 |
0 |
2 |
6 |
|
|
Baden II |
M.Pom II |
S.Anh. I |
RhPf I |
Sachsen |
RhPf II |
Brabg II |
|
|
Quiring |
½ |
½ |
0 |
½ |
0 |
0 |
0 |
1½ |
|
Firnhaber |
½ |
0 |
- |
½ |
0 |
0 |
½ |
1½ |
|
Berenstein |
0 |
1 |
0 |
0 |
½ |
- |
½ |
2 |
|
Erhart |
0 |
- |
½ |
1 |
½ |
1 |
- |
3 |
|
Meiwald |
- |
½ |
1 |
- |
- |
½ |
1 |
3 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Brettpunkte |
1 |
2 |
1 ½ |
2 |
1 |
1½ |
2 |
11 |
|
Mannschaftspunkte |
0 |
1 |
0 |
1 |
0 |
0 |
1 |
3 |
Das Turnier ist beendet. Sieger wurde die Mannschaft Hessen I mit 12 Mannschaftspunkten und 20 Brettpunkten vor Baden I (12/18) und NRW I (10/18½). Die beiden Mannschaften aus Schleswig-Holstein beendeten das Turnier auf den PLätzen 16 und 24.
Einen Überblick über die übrigen Ergebnisse dieses Turniers sowie die einschlägigen Rundenberichte des Pressewarts des DSB erhalten Sie hier (unter dem Reiter "Ergebnisdienst").
Die sommerliche Schachpause nähert sich dem Ende! Vier unserer Spieler (Jan Dreesen, Alexander und Andreas Koch und Holger Hogreve) nehmen in der Zeit vom 07.08. bis zum 13.08.10 am 23. Kieler Open teil. Über deren Erfolge vermag ich nicht zu berichten, weil der Veranstalter bis zum heutigen Tag keine Ergebnistabelle veröffentlicht hat. Und schon am Wochenende darauf findet auch in Kiel am 15.08.10 die SH-Meisterschaft der Senioren im Schnellschach statt, vielleicht unter Beteiligung einiger unserer Senioren.
Wenige Tage später - am 21.08.10 - kann man in der Dänischen Schule in Rieseby schon wieder Turnierschach (im Schnellschachmodus) spielen, und zwar ausgeschrieben für Jugendliche und auch für Erwachsene. Anmeldungen nimmt Ilka Ruiz (Tel. 04355 - 9746) gern entgegen.
Etwas weiter am zeitlichen Horizont Horizont nähern sich dann - zum Zuschauen - die Deutsche Seniorenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände, die vom 13.09. bis zum 19.09. in der Stadthalle in Eckernförde ausgetragen wird sowie vom 26.09. bis zum 02.10. die 4. Offene SH-Meisterschaft der Senioren, zu der sich schon fast 40 Spieler angemeldet haben, darunter auch Spieler unseres Vereins.
(Der aktuelle Vorstand ohne den Turnierleiter Alexander Koch, der erst im Laufe der Hauptversammlung gewählt wurde)
Ein Pressebericht des 1. Vorsitzenden
Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte der 1.Vorsitzende Enrique Ruiz Hampel erklären, dass die Bemühungen, zwei Schachgroßveranstaltungen nach Eckernförde zu holen, erfolgreich waren. So richtet der Eckernförder Schachklub vom 13.-19.09.10 die 19. Deutsche Senioren-Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände mit ca. 28 Mannschaften und ca. 150 Teilnehmern aus ganz Deutschland und vom 16.-22.04.11 die 66. Schleswig-Holsteinischen Einzelmeisterschaften mit ca. 200 Teilnehmern aus. Für beide Veranstaltungen hat Herr Bürgermeister Sibbel die Schirmherrschaft übernommen.
Sportlich konnte der Eckernförder Schachklub mit seiner 1. Mannschaft den Klassenerhalt in der Landesliga durch einen tollen Schlußspurt sichern. Bei den internen Schachturnieren konnte Manfred Homuth alle Turniere gewinnen und ist damit Vereinsmeister. Der Mitgliederbestand ist mit 73 Mitgliedern konstant geblieben, doch ist dieses nur der verstärkten Jugendarbeit zu verdanken. Erstmals überwiegt der Anteil der Jugendlichen im Verein.
Die Verstärkung der Jugendarbeit zeigt einerseits Früchte, denn sportlich wurde die Jugendmannschaft Vizemeister in der Verbandsliga A und Bezirksmeister in Nord. Andererseits hat dieses aktive Engagement und das Bemühen um mehr Öffentlichkeitsarbeit natürlich zu höheren Kosten geführt, so dass man auf einer anschließenden Vorstandssitzung ein Sparpaket beschliessen musste. So wurden die Bezuschussung der Talentförderung für den Landeskader und für die Teilnahme an der Bezirksjugendmeisterschaften in Neumünster eingestellt. Weiterhin spendeten zwei Vorstandsmitgliedern spontan namhafte Geldbeträge.
Somit ist der Spielbetrieb für die nächste Saison gesichert und die Jugendarbeit kann weiterhin erfolgreich und engagiert fortgesetzt werden. Vier der jugendlichen Vereinsmitglieder – nämlich Kim Ruiz, Lukas Beyer, Mirko Beyer und Andreas Tigran Koch - nehmen noch in diesem Jahr an den Jugendleiterlehrgängen teil und unterstützen Bruno Geruschkat bereits jetzt bei der Jugendarbeit. Enrique Ruiz Hampel löst Claus Langmann als Jugendtrainer ab.
Die Spielabende für die Erwachsenen und Jugendlichen finden bis zum 05.09.2010 in der Pestalozzischule im Raum N12 statt. Das Jugendtraining beginnt hierbei um 17 Uhr, auch Neue und Neugierige sind auch im Rahmen der Aktion Ferienspaß herzlich willkommen.
Alle Jahre wieder! – zum zehnten Mal stellte sich Edmund Lomer – Ratsherr, Spitzenspieler und Ehrenvorsitzender unseres Vereins - der Herausforderung zum Simultanspiel im Ratssaal des Rathauses. Auch in diesem Jahr fanden sich 17 Spieler ein, die unter den Bedingungen eines Simultanspiels gegen Lomer einen Sieg oder zumindest ein Unentschieden einfahren wollten. Die Voraussetzungen für eine derartige Überraschung sind nicht schlecht, muss sich doch der Simultanspieler – in der Runde von Gegner zu Gegner wandernd – im Durchschnitt alle 10 Sekunden für einen Zug entscheiden, um in angemessener Zeit das Programm zu absolvieren. Seine Gegner haben den Nachteil, dass sie ziehen müssen, wenn der Simultanspieler an ihr Brett tritt – da wundert sich mancher Spieler, wenn Lomer schon nach scheinbar kurzer Zeit wieder vor seinem Brett steht und den gegnerischen Zug anfordert.
Die Veranstaltung wurde eröffnet durch Stadtrat Rainer Bunte, der ein Grußwort des Bundesfinanzministers Dr. Schäuble verlas. Dr. Schäuble ist ein begeisterter Schachspieler, der seit Jahren - und wenn seine Pflichten es ihm gestatten - genau wie Edmund Lomer am alljährlichen Berliner Politikerschachturnier teilnimmt. Daher rührt auch die Bereitschaft, für das Eckernförder Simultanturnier ein Grußwort zu schreiben.
17
Gegner
traten gegen Lomer an, darunter viel Prominenz und
insbesondere einer, der trotz fortgeschrittenen
Alters das Schachspiel nicht lassen und die
Simultanveranstaltung nicht missen kann: unser
Altbürgermeister Kurt Schulz hat bisher keine der
Veranstaltungen verpasst und Lomer im Laufe der
bisherigen neun Spiele ein Unentschieden entrissen
und eine Niederlage beigefügt. In diesem Jahr war
ihm eine Wiederholung
dieser
Erfolge allerdings nicht vergönnt. Nach längerem
Kampf musste er sich geschlagen geben. Ganz anders
erging es dem ehemaligen Standortältesten
Hans-Jürgen Schäfer: kombinationsmäßig gestärkt
von der Teilnahme an der
Senioreneinzelmeisterschaft im letzten Herbst in
Eckernförde, setzte er Lomer – dem ein
vermeintlicher Bauergewinn auf c7 wohl
vorübergehend die Schärfe des Verstandes raubte –
einzügig durch Dxf2 matt.
Ein weiterer Sieg gelang Enrique Ruiz Hampel. Dessen Sieg war allerdings nicht sehr überraschend, weil Lomer und Ruiz Hampel etwa die gleiche Spielstärke haben und der Simultanspieler durch die Aufteilung seiner Kräfte auf 17 Spieler einen erheblichen Nachteil hat, so dass er normalerweise gegen gleich starke Spieler nicht bestehen kann.
Ganz anders ist der Erfolg seiner knapp 11-jährigen Tochter Lisa Ruiz zu werten. Sie leistete erheblichen und gesunden Widerstand und als die Partie in fortgeschrittenem Zustand schon zum Unentschieden neigte, stellte Lomer einen seiner beiden Türme ein. Diesen Vorteil nutzte Lisa zielstrebig zum Sieg, wobei sie noch den Triumph auskostete, dass sie das abschließende dreizügige Matt einen Tick eher entdeckte als ihr Vater.
Es gab auch zwei Partien, die unentschieden endeten. In einer dieser Partien führte Hanfried Kiesbye, ehemaliger Direktor des Jungmanngymnasiums, die schwarzen Steine. Kiesbye spielt seit etwa einem Jahr wieder aktiv Schach und ist kürzlich bis in die Pokalendrunde unseres Vereins vorgedrungen. Durch einen Sieg gegen Lomer hätte er die Saison sehr erfolgreich beenden könne, aber weil er einer der letzten Spieler in der Runde war und der Simultanspieler dadurch immer schneller vor sein Brett trat, fehlte ihm die Zeit, um siegreiche Fortsetzungen seiner gut stehenden Partie zu finden. Deshalb einigten sich die Kontrahenten auf Unentschieden.
Der letzte noch spielende Gegner war Karl-Heinz Huber, lebende Verkörperung einer Eckernförder Schachdynastie. Sein Großvater war Mitbegründer des ESC, sein Vater zwischen 1938 und 1978 14-facher Klubmeister und er selbst hat anscheinend von beiden die Schachgene geerbt. Obwohl Schach nicht praktizierend, bereitete er Lomer erhebliche Schwierigkeiten und konnte in ein Endspiel mit Qualitätsvorteil abwickeln, das er sehr konsequent behandelte. Die Gewinnchancen waren absolut realistisch, zum Ende fehlten ihm aber einige technische Kenntnisse, so dass Lomer sich erleichtert in ein Remis retten konnte.
Alle anderen Partie konnte Lomer siegreich beenden, so dass nach zweieinhalb Stunden Spieldauer das Endergebnis mit mit 13:4 zu Lomers Gunsten feststand. Gefragt, wie oft er diese Veranstaltung noch ausrichten wolle, antwortete er: "Bis ich in einem dieser Wettkämpfe unterliege".
Spannender hätte die Paarung des letzten Spieltages der Verbandsliga A nicht gesetzt werden können. Unsere Jugendmannschaft erwartete als Tabellenerste den Tabellenzweiten Elmshorn. Wir führten in der Tabelle mit einem Mannschaftspunkt, somit wäre ein Unentschieden zum Aufstieg in die Landesliga ausreichend gewesen.
Wir waren mit Alexander Koch am ersten Brett stärker besetzt als Elmshorn mit Jasper Werwitzke, während Elmshorn an den übrigen drei Brettern ein klares Übergewicht hatte. Für uns kein Problem, denn unsere Mannschaft konnte während der gesamten Saison das spielerische Übergewicht der anderen Mannschaften ausgleichen und führte daher zwar überraschend, aber verdient die Tabelle der Jugendverbandsliga A an.
Nunmehr am letzten Spieltag kam alles anders als erwartet: Alexander Koch hatte ziemlich schnell am ersten Brett seinen Läufer eingestellt und musste in hoffnungsloser Situation aufgeben. Am zweiten Brett machte es sein Bruder Andreas Tigran besser. Er konnte die Partie gegen Mike Kevin Hopson lange offen halten und stand teilweise besser. So kam die Meldung, dass auch er seine Partie verloren hatte, etwas überraschend. Nun lag die Hoffnung bei Mirko Beyer und Kim Ruiz. Kim gewann sicher und zügig gegen Maximilian Otto, der sie wohl etwas unterschätzt hatte. Jedenfalls verlor Maximilian bereits nach kurzer Spieldauer einen Springer und Kim konnte ihren Vorteil im Endspiel verwerten. Mirko kam sehr gut aus der Eröffnung und konnte auch im Mittelspiel überzeugen. Hier setzte sich dann im Endspiel aber die größere Routine des Elmshorners Onur Altunel durch. In schlechterer Stellung bot Mirko daher Remis, Elmshorn nahm sofort an. Denn dadurch waren Sieg und Aufstieg in die Landesliga für Elmshorn gesichert. Unsere Mannschaft wiederum schließt diese Saison mit dem zweiten Platz in der Verbandliga ab, insbesondere nach dem 9. Platz in der letzten Saison ein toller Erfolg. Somit wurde anschließend der Saisonabschluss gebührend gefeiert.
Der Schachclub Eckernförde hat die Jugendarbeit intensiviert und etwas verändert. Nunmehr wird montags in der Bürgerbegegnungsstätte ab 17:00 Uhr durch die Jugendlichen Mirko, Lukas und Andreas-Tigran für unterschiedliche Altersgruppen Schach angeboten. Schachschulung erfolgt anschließend ab 17:45 Uhr weiterhin bei Claus Langmann und Bruno Geruschkat. Danach ist freies Spielen. In Rieseby wird weiterhin für Kinder bis 10 Jahren Schach bei Kim und Lisa Ruiz an der Dänischen Schule freitags ab 15:30 Uhr angeboten. Weitere Auskünfte gerne unter Tel. 04355/9746.
In der letzten Runde des Pokalwettbewerbs trafen Manfred Homuth und Hanfried Kiesbye aufeinander. Eine bemerkenswerte Konstellation, denn der ehemalige Schüler traf als Favorit auf seinen ehemaligen Schuldirektor und wurde nach dreistündiger Spieldauer seiner Favoritenrolle gerecht. - Unsere Gratulation gilt dem Pokalsieger Manfred Homuth!
Vom 13.05. bis zum 16.05.2010 nahmen drei unserer Spieler am Haspa-Schachpokal in Bargteheide teil. Dieses Turnier mit sieben Runden an vier Tagen hat eine schon längere Tradition und wurde heuer zum 13. Mal ausgetragen. Die Teilnehmer trafen sich in zwei Gruppen. In Gruppe A (84 Teilnehmer) musste man eine ELO/DWZ-Wertung von mindestens 1800 nachweisen, in der größeren Gruppe B (125 Teilnehmer) durfte man keine höhere Wertung als DWZ 1900 haben.
Gerd Bernhardt spielte dementsprechend in der Gruppe A und war gesetzt an Platz 47. Nach 7 Runden hatte er 3 Punkte und Platz 52 erkämpft.
Ralf Koch hatte sich zusammen mit seinem Sohn Andreas für die Gruppe B entschieden. Vater Koch war gesetzt an Platz 10 und erreichte mit 4½ Punkten Platz 23, Sohn Andreas - gesetzt auf Platz 98 - lief leicht verbessert mit 3 Punkten auf Platz 93 ein.
Das nebenstehende Foto von Arthur Hofmeier könnte
den Eindruck vermitteln, als ob es den Senioren
beim 12. Einladungsturnier des Hamburger
Schachklubs in erster Linie um die Genüsse am
Kalten Buffet ginge. Dem war aber beileibe nicht
so. Und dafür gibt einen unverdächtigen Zeugen:
Gerhard Meiwald, Pressereferent der
Seniorenkommission des DSB und einer der Gäste des
Turniers, hat das Turnier auch als
Berichterstatter begleitet. Seine Eindrücke lesen
Sie hier:
Bereits zum 12. Seniorenschnellschachturnier hatte der HSK durch Klaus Hadenfeldt wie immer im Mai seine Mitglieder und Freunde des Seniorenschachs aus nah und fern eingeladen. In gewohnt entspannter Atmosphäre nahmen die Teilnehmer das Turnier in Angriff. Die Besetzung hatte sowohl qualitativ als auch quantitativ einiges zu bieten.
Angeführt vom amtierenden deutschen Seniorenmeister Prof. Dr. Christian Clemens, Jürgen Dümmke, Seniorenmeister in Schleswig-Holstein 2008, Wolfgang Schulz, mehrfacher Hamburger Seniorenmeister und Karl-Heinz Nugel, Seniorenspitzenspieler des HSK, Prof. Hans Mittig, Mitglied der Deutschen Meistermannschaft des HSK aus früheren Zeiten und auch Ludwig Rellstab, Sohn des Internationalen Meisters Ludwig Rellstab, nahmen insgesamt 26 Teilnehmer den Kampf um den Turniersieg auf. Gespielt wurden 7 Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 20 Minuten je Spieler unter der fachkundigen Turnierleitung von Claus Langmann.
Schon in den ersten beiden Runden wurde deutlich, dass es Christian Clemens in diesem Jahr schwer haben würde, das Turnier zu dominieren. Nach zwei Remispartien gegen Berend Feddersen und Gerhard Meiwald gelang ihm erst im dritten Spiel der erste Sieg gegen Jürgen Dümmke, einen der Mitfavoriten. Da hatte Wolfgang Schulz schon mächtig vorgelegt. Aber auch Karl-Heinz Nugel und Hans Mittig waren mit 2 Siegen ins Turnier gestartet.
In der dritten Runde konnte Wolfgang Schulz sich mit einem Sieg zum ersten Mal allein an die Spitze setzen, denn seine Verfolger Karl-Heinz Nugel und Hans Mittig trennten sich remis.
Nachdem sich die Teilnehmer an dem opulenten kalten Buffet des Ehepaars Stejskal gestärkt hatten, wurde die zweite Turnierhälfte in Angriff genommen.
Wolfgang Schulz war gänzlich unbeindruckt von den Gaumengenüssen und setzte seine Serie mit einem Sieg gegen Friedemann Albers fort, während sich Karl-Heinz Nugel gegen Hans-Jürgen Scepanik und Hans Mittig gegen Gerhard Meiwald mit einem Remis zufrieden geben musste. Christian Clemens konnte mit einem Sieg gegen Wilhelm Graffenberger etwas Boden gutmachen.
In der 5.Runde behielt Wolfgang Schulz die Nerven und konnte sich gegen seinen inzwischen härtesten Verfolger Christian Clemens durchsetzen. In der Verfolgerposition konnte Karl-Heinz Nugel gegen Berend Feddersen die Oberhand behalten, ebenso wie Jürgen Dümmke gegen Helmut Salzmann.
Als sich in der 6.Runde Wolfgang Schulz auch gegen Karl-Heinz Nugel durchsetzen konnte, waren alle Zweifel an seinem Turniersieg beseitigt, insbesondere nachdem sich Jürgen Dümmke gegen Gerhard Meiwald und Christian Clemens gegen Jürgen Scepanik mit remis getrennt hatten.
In der letzten und 7.Runde zeigte sich Wolfgang Schulz gegen Hans Mittig friedlich gestimmt und gestattete seinem Gegner sein erstes Remis. Karl-Heinz Nugel behielt gegen Gerhard Meiwald die Oberhand, ebenso wie Jürgen Dümmke gegen Ludwig Rellstab.
Claus Langmann, der das Turnier als Mitspieler hervorragend leitete, musste sich ob dieser Belastung mit 3½ Punkten und einem Mittelplatz zufrieden geben.
Die Reihenfolge auf den ersten 10 Plätzen:
|
1. |
Wolfgang Schulz |
6½ |
26½ |
|
6. |
Christian Clemens |
4 |
31½ |
|
2. |
Karl-Heinz Nugel |
5 |
30 |
|
7. |
Gerhard Meiwald |
4 |
29 |
|
3. |
Hans Mittig |
5 |
29½ |
|
8. |
Hans-Jürgen Scepanik |
4 |
28½ |
|
4. |
Berend Feddersen |
5 |
26 |
|
9. |
Klaus Hadenfeldt |
4 |
25 |
|
5. |
Jürgen Dümmke |
4½ |
24 |
|
10. |
Wolfgang Gergs |
4 |
22 |
Das Foto - auch dieses wieder von Arthur Hofmeier - zeigt die strahlenden Sieger Karl-Heinz Nugel (links) und Wolfgang Schulz, die den Veranstalter Klaus Hadenfeldt einrahmen. - Aus Eckernförder Sicht darf nicht unerwähnt bleiben, dass neben Claus Langmann auch Bruno Geruschkat und der vereinslose Spieler Otto Jeschke aus Saxtorf an diesem Turnier teilgenommen haben. Bruno G. erfüllte sich einen Wunschtraum, nämlich endlich einmal nach vielen vergeblichen Versuchen die 50%-Marke zu erreichen, was ihm mit 3½ Punkten auch gelang. Otto J. "erkämpfte" trotz angestrengten Trainings nur 0 Punkte, was er aber mit "Tapferkeit & Humor" trug, so steht es jedenfalls auf der Website des HSK unter www.hsk1830.de.
|
Kieler SG/Meerbauer II - ESC I |
3½ : 4½ |
Am vergangenen Sonntag musste sich das Schicksal unserer 1. Mannschaft entscheiden: Verbleib in der Landesliga oder Abstieg in die Verbandsliga Nord. Gegen die 2. Mannschaft der Kieler Schachgesellschaft/Meerbauer, die nur einen Mannschaftspunkt Vorsprung hatte und bei einer Niederlage gleichermaßen vom Abstieg bedroht war, musste unbedingt gewonnen werden, um den Abstieg zu vermeiden.
Nach miserablem Start in die Saison 2009/10 war durch zwei Siege in Folge in den Runden 7 und 8 gegen Eutin und Doppelbauer Kiel unser Selbstbewusstsein deutlich gestiegen und bei gleicher Aufstellung sollte nun durch einen Sieg in der Schlussrunde in Kiel der krönende Schlussakkord folgen.
Schon von der ersten Minute an war an allen acht Brettern zu spüren, dass es für beide Mannschaften um sehr viel ging, wobei den Kielern schon mit einem 4:4 geholfen gewesen wäre. Zunächst erreichten Gerd Bernhardt (Brett 4) und Edmund Lomer (Brett 5) jeweils (nur) ein Remis, obwohl beide Spieler bessere Positionen erspielt hatten – besonders letzterer ließ bei zwei Gewinngelegenheiten reichlich Gnade walten, anstatt seinem Gegner den vollen Punkt abzunehmen. Aber es sollte noch schlimmer kommen: Matthias Braun (Brett 8) wählte in recht ordentlicher Stellung eine falsche Abwicklung und verlor ebenso wie Enrique Ruiz Hampel (Brett 2), der – furios angreifend, ohne seinen König ausreichend zu schützen – ein fein gesponnenes Mattnetz übersah. Der Zwischenstand von 1 : 3 versprach wenig Hoffnung, aber immerhin war die Lage an den restlichen Brettern eher rosig. Sollte es vielleicht doch noch reichen?
Zunächst sorgte Jan Dreesen am 3. Brett, souverän aufspielend, für den ersten Gewinn und Peter Krebs (Brett 6) ließ die Hoffnung noch höher steigen durch eine blitzsaubere Partieführung, die mit einem verdienten Sieg belohnt wurde. Rolf Möller allerdings hatte am 7. Brett einen schweren Abwehrkampf vor sich, aber in der weiteren Folge überzog sein Gegner und verlor diese so enorm wichtige Partie. Dadurch war ein 4:3-Zwischenstand erreicht und Manfred Homuth am Spitzenbrett willigte ins siegbringende Remis ein, nachdem er gewinnverheißende Vorteile eingebüßt hatte. Mit diesem 4½:3 ½-Gewinn war der Klassenerhalt erreicht und ein weiteres Jahr in der Landesliga Schleswig-Holstein gesichert. Es bleibt zu hoffen, dass in der kommenden Saison auch der Start gelingt und keine Zittersaison folgt.
-.-.-.-.-.-.-.-
Ein Dankschreiben des Mannschaftsführers Kai Krüger
Kai Krüger - Mannschaftsführer der 1. Mannschaft - konnte wegen einer Reha-Maßnahme an den letzten Kämpfen der Mannschaft nicht teilnehmen. Er richtete am 10.05.2010 aus Damp das folgende Dankschreiben an seine Spieler:
Liebe Mannschaftsfreunde,
Euch ein herzliches Danke für die beiden Siege zum Schluss der Saison!
Ich erinnere an die Tabelle nah der 6. Runde: 1:11 Punkte, 9. Platz. Ich habe Euch vorgerechnet, dass vier Punkte am Ende reichen können, wenn wir Eutin schlagen und Norderstedt II Wrist schlägt. Dann hätten wir das leichteste Restprogramm mit KSG/Meerbauer II in der 9. Runde. Bei drei Absteigern hätte das reichen können. Ich spürte Euer mildes Lächeln, und Wrist schlug Norderstedt II.
Plupp, dann fiel ich aus, genauer: um!
Und Ihr anderen aus unserer "Neun" habt zusammengehalten. Danke Dir, Jan! Sorry Manfred, ich danke auch der Aschewolke, im Sinne der Mannschaft. Nach dem 5:3 gegen Eutin das überraschende 5:3 gegen Doppelbauer Kiel. Ich habe daran geglaubt, als Ihr zwei plötzlich da sein konntet. Plötzlich rutscht Agon Neumünster in der Oberliga auf einen Abstiegsplatz. Showdown. Ich rutschte ungeduldig in der Reha vor der Ärztin auf dem Stuhl herum. Sie bleibt hart. Kein Freigang am 09. Mai 2010.
Es gibt Situationen im Leben von Menschen (ich bin ja nur einer von sechs Milliarden), in denen solche "Kleinigkeiten" wie ein Mannschaftskampf im Schach eine eigentümliche Spannung erzeugen. Sonntagabend habe ich es dann nicht mehr ausgehalten, mit einigen von Euch telefoniert, bis ich sicher war: Wir waren Hertha, aber Hertha hat nicht mit uns mitgehalten. So ein klein bisschen Bochum - Hannover. Auswärts drei ins Netz hauen.
Manfred und Matthias, Ihr wart immer da, absichernd vorne und hinten: 5,5 und 5 aus 9. Enrique und Edmund, Euch mussten wir oft mit durchschleppen. Ihr habt jeder 1,5 Punkte geholt. Genau dort, wo es wichtig war: Gegen Eutin und Norderstedt II, KSG/Meerbauer II. Jan, Du bist drei Mal angetreten, trotz Koblenz und Familie, die schlicht wichtiger ist. 3 aus 3 - ohne Worte! Gerd, Du hast 5 aus 8 gemacht, oft am längsten mit Matthias ausgespielt, zu Recht vor mir eingesetzt, auch wenn ich mich ja in den Runden 5 - 7 gefangen habe. Rolf: 4 aus 8, davon 2,5 aus 3 am Schluss, als es darauf ankam. Teamgeist! Peter, in Runden 6 - 8 mit drei Remisen gefangen, hast Du Deinen einen Sieg zur Punktlandung gemacht. Genau, als es darauf ankam. Dank Dir!
Danke Euch für den grandiosen Schlussspurt!
Euer Mannschaftsführer Kai.
"Tue Gutes und rede darüber!" - wo ist das besser möglich als in den Einkaufszentren der Städte?! - Deshalb hatte der Flensburger SK seine Öffentlichkeitsarbeit für einige Tage in die Galerie am Holm verlegt. Eines der damit verbundenen Angebote war ein Seniorenturnier am 27.04.10. Und so machte sich unser Senior Claus Langmann an jenem Tag auf die Reise nach Flensburg, allerdings nicht nur wegen des Turniers, sondern auch wegen der attraktiven Stadt, wegen der 50-jährigen Erinnerungen an schöne Erlebnisse und wegen der freundschaftlichen Verbindung zum Veranstalter Jürgen Nickel. Er sah sich einer Übermacht gegenüber: Elf Kontrahenten des Flensburger SK versuchten, ihm in einem Schnellturnier über sieben Runden Erfolgserlebnisse zu versagen. Das gelang ihnen mit einigem Erfolg. Sie verpassten ihm eine Niederlage und knöpften ihm ein Remis ab, so dass er mit 5½ Punkten nach Wertung Dritter hinter den beiden Spielern Dr. Meyer (6 Punkte) und Hermann Welk (5½) wurde. Dieser Erfolg wurde mit dem Buchgeschenk "Weltmeister lehren Schach" besiegelt. Und vor der Rückfahrt nach Büstorf belohnte er sich noch mit einem Besuch der sehen- und erlebenswerten Weinstube im Krusehof, die sich auf der Rechnung mit dem freundlichen Gruß "Kiek mol wedder in" verabschiedete. - Zu Himmelfahrt findet übrigens in Flensburg das nächste Schacherlebnis statt: Die Bezirksschnellschachmeisterschaft (2 x 30 Min/Partie) wird dort in 7 Runden ausgetragen. Spielort ist das Gemeindehaus St. Johannis, Anmeldung zwischen 09:15 und 09:30 Uhr, Startgeld 6 Euro.
Der nächste Besuch in einem Einkaufszentrum
geschah nicht allein, sondern in Begleitung von
Bruno Geruschkat. Am 28.04.2010 war das Ziel das
Elbe-Einkaufs-Zentrum in Hamburg, wo der Hamburger
Schachklub - an diesem Tag im Rahmen des
Breitensports gerade zum "Verein des Jahres"
ernannt - zum 12. Mal über mehr als eine Woche
offensiv "Schach" anbot. Unter anderem werden dort
von 10:00 bis 15:00 Uhr regelmäßig drei
Schulklassen mit dem Schach vertraut gemacht,
anschließend zeigen männliche und weibliche
Großmeister ihr Können in Simultan- oder
Blitz-Handicap-Vorstellungen. Ganz aktuell trat
sogar der frisch gekürte Deutsche Meister Niclas
Huschenbeth zum Simultanspiel an.
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Geruschkat denkt ... |
... und Ftacnik lenkt. |
... und Langmann denkt ... |
Unsere beiden hatten sich zu einer Simultanvorstellung des GM Ljubomir Ftacnik angemeldet. Weitere 20 Spieler - zum Teil von erheblicher Spielstärke - taten es ihnen gleich und machten dem Großmeister das Leben schwer. Ftacnik spielte relativ schnell, aber mit einem sorgfältigen Spielaufbau. Er verlor von den 22 Partien nur eine einzige - gegen den amtierenden Hamburger U18-Meister Arijit Gupta - und musste drei Partien remis geben. Eine davon gelang unserem Spieler Claus Langmann, in dessen Partie sich nach 49 Zügen ein Remis durch Zugwiederholung ergab. Auch diese Leistung wurde belohnt: Aus der Power-Play-Serie von Chessbase durfte er für sich die DVD von Daniel King auswählen, die sich dem Thema Verteidigung widmet.
|
ESC I - SK Doppelbauer Kiel I |
5 : 3 |
Die Einzelergebnisse finden Sie auf der Mannschaftsseite.
Ein Überraschungssieg ermöglicht uns eine Chance auf den Verbleib in der Landesliga
Ein Blick auf die mögliche Mannschaftsaufstellung des SK Doppelbauer Kiel verhieß für unser Heimspiel am vergangenen Sonntag nichts Gutes. An den Spitzenbrettern hatten die Kieler die spanische Großmeisterin Monica Ruiz Calzetta sowie die Internationale Meisterin Luba Kopylov - gefolgt von diversen Meisterklassenspielem - gemeldet. Als das Spiel um 10:00 Uhr in der Bürgerbegegnungsstätte begann, war der Kieler Riese aber auf Menschengröße geschrumpft. Von der Stammbesetzung fehlten nicht weniger als sechs Spieler, unter ihnen die gefürchtete weibliche Doppelspitze. Zudem ließen die Kieler ein Brett krankheitsbedingt unbesetzt.
Unsere Mannschaft nutzte die Gunst der Stunde zu einem 5:3-Sieg, mussten dafür aber mehrfach die Hilfe der Glücksgöttin in Anspruch nehmen. Nach dem kampflosen Sieg von Gerd Bernhardt an Brett 4 war lediglich Enrique Ruiz-Hampel an Brett 2 vorteilhaft aus der Eröffnung herausgekommen. Sein Gegner hatte einen Läufer geopfert, was der Eckernförder durch ein schönes Gegenopfer zu widerlegen schien. Manfred Homuth (Brett 1), Rolf Möller (Brett 6), Peter Krebs (Brett 7) und Matthias Braun (Brett 8) waren allesamt in defensive Stellungen geraten. Edmund Lomer hatte an Brett 5 den Verlust von zwei Bauern in Kauf nehmen müssen und dafür keine ausreichende Kompensation erhalten. Eine Mannschaftsniederlage, die gleichbedeutend mit dem Abstieg aus der Landesliga wäre, zeichnete sich ab.
Doch mit dem Rücken zur Wand entwickelten unsere
Spieler immense Zähigkeit und auch das notwendige
Glück stand ihnen in nicht unbedeutendem Maße zur
Seite. Während Manfred Homuth noch relativ sicher
den Remishafen erreichte, hatte Peter Krebs bis
zur vereinbarten Punkteteilung einige bange
Momente zu überstehen. Derweil konnte Jan Dreesen
an Brett 2 den Versuch seines Gegners, eine Figur
zu "fangen" mit einem tödlichen Bauernvorstoß zur
zwischenzeitlichen 3:1-Führung kontern. Ein
Mannschaftssieg lag dennoch in weiter Ferne.
Enrique Ruiz-Hampel hatte bei der Verwertung
seines Eröffnungsvorteils eine zu aggressive
Fortsetzung gewählt und dabei einen teuflischen
Zwischenzug seines Gegners übersehen, der zum
Verlust der Partie führte. Auch Edmund Lomer
musste nach stundenlanger erbitterter Gegenwehr
seine Partie aufgeben. Die Wende zum Guten brachte
dann ein Akt der Verzweiflung. Matthias Braun
spekulierte in schwieriger Lage einfach darauf,
dass sein Gegner eine mehrzügige Gewinnkombination
übersehen würde. Und tatsächlich: statt der
Gewinn- folgte die "Verlustkombination"; und
Eckernförde führte mit 4:3. Als "gemeiner"
Fallensteller entpuppte sich dann auch Rolf
Möller, der seinem Widersacher einen "vergifteten"
Bauern zum Schlagen anbot und damit noch
erfolgreicher war als die böse Schwiegermutter bei
Schneewittchen.
Sollte unsere Mannschaft am letzten Spieltag den Tabellennachbarn KSG/Meerbauer besiegen, wäre mit großer Wahrscheinlichkeit der Klassenerhalt geschafft. Nach diesem Sieg scheint alles möglich.
Am 24.04.2010 beginnt die Weltmeisterschaft zwischen dem Herausforderer Veselin Topalov und dem Titelverteidiger Viswanathan Anand. Die offizielle Website für diesen Wettkampf erreichen Sie »hier.
Mit zehn Jugendlichen hat unser Verein in der Woche nach Ostern an der Landesjugend-Einzelmeisterschaft 2010 in Neumünster teilgenommen.
Die Jugendlichen spielten in unterschiedlichen
Klassen eine Woche lang Schach. Dabei hat der
Betreuer Enrique Ruiz Hampel auch Wert darauf
gelegt, dass neben Schach genug Zeit für andere
Freizeitaktivitäten blieb, so für einen
Schwimmbadbesuch und einen Kinonachmittag. Pokale
konnten unsere Jugendlichen nicht eringen, doch
konnten sich die Erfolge sehen lassen. Malik
Frauen spielte in der U10 sein erstes
Turnier und erreichte mit
5½ Punkten
aus 11 Runden den 25. von 54 Plätzen. Erster wurde
hier Fin Niklas Tiedemann vom Lübecker SV.
In der U12 erreichte Lisa Ruiz den 3. Platz
bei der Mädchenwertung punktgleich mit Anna Lena
Schramm von Tura Harksheide, mit der sie noch
einen Stichkampf um die Teilnahme an der Deutschen
Meisterschaft in Oberhof/Thüringen austragen wird.
Landesmeisterin der U12 wurde Anna Zech vom
Lübecker SV.
In der U14 erreichten Kim Ruiz den 32. und
Philipp Dreyer den 40. Platz bei 49 Teilnehmern.
Erster wurde hier Mathis Birkhan ebenfalls vom
Lübecker SV.
Bei der U16 Vormeisterklasse wurde Andreas
Koch mit 5½
Punkten 10., Mirko Beyer mit
3½ Punkten
30., einen Platz vor seinem Zwillingsbruder Lukas.
Alle drei spielten lange Zeit im oberen Bereich
mit, fielen dann aber etwas ab. Judith Koch
erreichte einen guten 36. Platz und Jan-Niklas
Dingeldein wurde mit einem Punkt 40. Sieger dieser
Gruppe wurde Moritz Funk vom MTV Leck.
In der U18 durfte Alexander Koch aufgrund
eines Freiplatzes in der Meisterklasse starten.
Von der Spielstärke her betrachtet, war er dort
chancenlos – doch konnte er immerhin 2 Punkte
erzielen und wurde 9. von 10 Teilnehmern.
Alexander spielte gegen Teilnehmer, die bereits in
der Bundesliga Erfahrung haben. Sieger wurde hier
Joschka Marx mit 7 Punkten aus 9 Partien.
Die Ergebnisse zeigen, dass unser Klub, wie auch
bei den Erwachsenen, Schach in der Breite anbieten
und zur persönlichen Entwicklung beitragen kann.
Dabei zeigen die Jugendlichen viel Spass und
Engagement. Mit den großen Vereinen aus Kiel,
Lübeck und Norderstedt kann man sich im
Turnierschach aufgrund anderer
Trainingsmöglichkeiten nicht messen, in
Eckernförde stehen dafür gemeinsame Erlebnisse und
Unternehmungen im Mittelpunkt.
Der Schachklub bietet weiterhin für Jugendliche Trainingsmöglichkeiten bei Claus Langmann, Bruno Geruschkat und Enrique Ruiz Hampel am Montag in der Bürgerbegegnungsstätte ab 17:30 Uhr und freitags ab 15:30 Uhr in Rieseby in der Dänischen Schule bei Kim Ruiz an.
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Klasse |
Setzplatz ... von ... |
Punkte |
Wertung |
Platz |
DWZ-Entwicklung |
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Ruiz Hampel |
Vormeister |
7/16 |
5 |
43½ |
5 |
-5 |
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Bernhardt |
5/16 |
5 |
43½ |
6 |
+8 |
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Koch, Ralf |
Hauptturnier A |
2/16 |
6 |
41 |
3 |
-10 |
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Lomer |
Senioren |
5/44 |
5½ |
43 |
7 |
-14 |
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Langmann |
17/44 |
5 |
42½ |
15 |
+12 |
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von links: Enrique Ruiz Hampel, Gerd Bernhardt, Ralf Koch und Edmund Lomer (der Fotograf Claus Langmann steht wieder hinter der Kamera) |
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In der Woche vom 27.03. bis zum 02.04.2010 wurde in Büsum in neun-rundigen Turnieren die Landesmeisterschaft von Schleswig-Holstein ausgetragen. In verschiedenen Klassen nahmen fünf Spieler unseres Vereins daran teil (unser leider nur passives Mitglied Aljoscha Feuerstack verteidigte erfolgreich seine Landesmeisterschaft! - auch an dieser Stelle unsere Gratulation!). Die Ergebnisse der Bemühungen unserer "aktiven" Mitglieder sehen Sie in der oben dargestellten Tabelle. Alle weiteren Einzelheiten finden Sie hier !
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ESC I - SV Eutin I |
5 : 3 |
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ESC II - MTV Leck II |
5 : 3 |
Ein Sieg gegen den Abstieg!
Am 21.03.2010 empfing unsere 1. Mannschaft in der Landesliga den Tabellennachbarn SV Eutin. Für uns ging es bereits um die letzte Chance, mit einem Sieg den Klassenerhalt in Reichweite zu halten. Bis auf Jan Dreesen konnten wir die Bestbesetzung aufbieten, während die Eutiner leicht ersatzgeschwächt antraten. Bereits nach etwa drei Stunden konnte Matthias Braun am 8. Brett gewinnen und seinen vierten Punkt in dieser Saison einfahren. Kurz darauf erzielte Peter Krebs am 7. Brett sein zweites Remis in Folge. Manfred Homuths Partie am Spitzenbrett endete gleichfalls remis. Er bleibt dadurch - ohne Verlustpartie in der bisherigen Saison! - mit 4½ Punkten weiterhin unser bester Mannschaftsspieler. Gerd Bernhardt, in dieser Saison neben Enrique Ruiz Hampel aufgrund guter Leistungen in der Vorsaison in der Mannschaftshierarchie aufgerückt, spielte seine Eröffnung mit den schwarzen Steinen am 3. Brett unorthodox, konnte indes nach fast vier Stunden ebenfalls ein Remis erreichen, sein drittes in Folge. Somit stand es 2½:1½ für unsere Mannschaft. Edmund Lomer verlor am 5. Brett bei gedrückter Stellung im Mittelspiel den Faden und musste, da sein Gegner den a-Bauern durchziehen konnte, aufgeben, während Enrique Ruiz Hampel am 2. Brett mit den weißen Steinen endlich seinen ersten Saisonsieg einfuhr. Damit stand es 3½:2½. Kai Krüger hatte sich am 4. Brett nach drohendem Königsangriff des Gegners im Mittelspiel während der Zeitnotphase durch mehrfachen Figurenabtausch eine vom Gegner verkannte bessere Endspielposition erarbeitet. Nachdem sein Gegner wegen des Rückstandes der Eutiner einen Bauern opferte, um mit seinem Turm Jagd auf Kai Krügers Einzelbauern zu machen, widerlegte dieser es mit einem drohenden Turmopfer, nach dem sein f-Freibauer hätte durchlaufen können. Als daraufhin die Stellung des Gegners zusammenbrach, gab dieser auf. Kai Krüger hatte damit seinen dritten Einzelsieg in Folge eingefahren. Damit stand unser erster Saisonsieg fest. Rolf Möller beendete daraufhin seine Partie trotz eines Mehrbauern mit einem Remis zum 5:3-Sieg gegen Eutin.
Unsere Mannschaft hat sich in den letzten Spielen deutlich konsolidiert. Gleichwohl stehen wir mit nunmehr 3:11 Mannschaftspunkten auf dem vorletzten Platz der Landesliga, aber mit nur einem halben Brettpunkt hinter der 1. Mannschaft von Eutin. Es wird trotz des Sieges sehr schwierig werden, den Abstieg zu vermeiden, da die Ergebnisse in den höheren Ligen befürchten lassen, dass es in diesem Jahr wegen voraussichtlich zwei schleswig-holsteinischen Absteigern aus der Oberliga Nord vier Absteiger aus der Landesliga geben wird. Nur zwei Siege in den letzten beiden Runden gegen den Tabelldritten Doppelbauer Kiel und den Tabellensechsten KSG Meerbauer werden den Klassenerhalt sichern können.
Unter diesem Titel startet der Hamburger
Schachklub seit langem offene Turniere für alle
Liebhaber des Schachs. Am Wochenende vom 13. zum
14.03.10 wurde für dieses Turnier zum 25. Mal
eingeladen und dieses Jubiläum war für unseren
Jugendtrainer Claus Langmann Anlass genug, sich an
seiner alten Wirkungsstätte anzumelden.
Ihm taten es 29 weitere Spieler aus ganz
Norddeutschland gleich. Der Veranstalter ordnete
die angereisten Spieler nach der Spielstärke und
bildete dann - von "oben nach unten" - in sich
etwa gleich spielstarke Vierergruppen, die unter
Turnierbedingungen den Sieger ausmachen sollten.
Der jeweilige Gruppensieger erhält dann die
Flasche Sekt, die drei Unterlegenen müssen sich
mit je einer Flasche Selter trösten. Unser
Jugendtrainer wurde der zweiten Gruppe zugeteilt,
deren Spieler nach den drei Runden - keinesfalls
schiedlich friedlich - allesamt einheitlich 1,5
Punkte erkämpft hatten. Nach den Regeln des
Veranstalters hätte sich in dieser Situation einer
der vier Spieler durch einen anschließenden
Blitzwettkampf für den Sekt qualifizieren müssen,
aber unser Jugendtrainer hat auf Grund seiner
bekannten Allergie gegen das 5-Minuten-Blitz auf
diese Auseinandersetzung und somit auch auf den
möglicherweise erkämpfbaren Sekt verzichtet.
Das Turnier lebt durch sein Ambiente, insbesondere aber auch durch die Gewissheit, dass einem drei Spieler praktisch gleicher Spielstärke gegenüber sitzen werden. Es werden sich unter der bewährten Leitung von Andreas Albers und seiner Mitstreiter sicher noch weitere 25 Turniere anschließen - die nächsten Termine sind am 01./02. Mai und am 12./13. Juni. Die Teilnahme kann sehr empfohlen werden!
Gelegentlich darf man sich wohl auch mit fremdem Federn schmücken: Unser - allerdings passives - Mitglied Aljoscha Feuerstack nimmt als amtierender Meister von Schleswig-Holstein vom 05. - 13.03.2010 an der Deutschen Einzelmeisterschaft in Bad Liebenzell teil. Er ist inmitten einer Schar von GMs, IMs und FMs als einer der wenigen Nichttitelträger in der vorderen Hälfte des Feldes mit ELO 2382 als Nr. 17 von 44 Teilnehmern gesetzt und nach zwei Runden mit 1½ Punkten im Rennen. Heute muss er gegen GM Sebastian Siebrecht antreten, gegen den vor kurzem zwei unserer Mitglieder in Hamburg vergeblich versucht hatten zu gewinnen - allerdings im Simultanspiel.- Der Eckernförder Schachclub wünscht Aljoscha gutes Gelingen!
Auf der folgenden Internetseite finden Sie weitere Einzelheiten: http://www.schachwochebadliebenzell.de
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Lübecker SV III - ESC I |
5 : 3 |
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Kropper SC I - ESC II |
6 : 2 |
Ehrenhafte Niederlage gegen Lübeck
Am 28.02.2010 ist unsere 1. Mannschaft zu Gast in Lübeck gewesen, um den sechsten Wettkampf der Landesligasaison 2009/2010 auszutragen. Seit Jahren ist die 3. Mannschaft des dreimaligen deutschen Meisters Lübecker SV eine der Topmannschaften der höchsten schleswig-holsteinischen Spielklasse. Wir wollten als Neunter der Tabelle, obwohl wir mit zwei Ersatzspielern antreten mussten, für eine Überraschung sorgen, um einen ersten Schritt aus dem Tabellenkeller zu gehen.
Der Wettkampf begann kurios, als der Lübecker Mannschaftsführer Marco Frohberg unserem Mannschaftsführer Kai Krüger anbot, die Begrüßung vorzunehmen. Mit einem leichten Lächeln nahm Kai Krüger, der in den neunziger Jahren selbst zwei Jahre lang Mannschaftsführer der Oberligamannschaft des Lübecker SV II war, diese Geste an und sorgte für Erheiterung bei allen anwesenden Schachfreunden, als er zunächst die Heimmannschaft begrüßte, die Paarungen vorlas, um schließlich der Gastmannschaft viel Erfolg und der Heimmannschaft schöne Partien zu wünschen, nicht ohne einen Verweis auf den Lübecker Vereinstresen und deren äußerst nette Bedienung zu wagen.
Sodann begann der Wettkampf pünktlich um 10.00 Uhr. Bereits früh erhielt Peter Krebs am 5. Brett ein Remisangebot, das er - insbesondere da er, nachdem Enrique Ruiz-Hampel und Edmund Lomer aus familiären Gründen abgesagt hatten, in der Mannschaft an ein spielstärkeres Brett aufgerückt war - nach Rücksprache mit Kai Krüger annahm (0,5:0,5). Auch Manfred Homuth gab seine Partie gegen Marco Frohberg am Spitzenbrett 1 nach etwas mehr als zwei Stunden Remis, da der Lübecker die Vorbereitung Homuths unterlief und mit den schwarzen Figuren Ausgleich erhielt (1:1). In der Zwischenzeit kippte Matthias Brauns Stellung am 6. Brett gegen den bärenstarken Lübecker Thannheiser, der über langjährige Oberligaerfahren verfügt. Nach einem Figurenopfer seines Gegners auf f7 war Brauns Stellung nicht mehr zu halten (1:2). Ralf Koch hatte indessen am 8. Brett eine gute Stellung aufgebaut, aber dabei viel Bedenkzeit verbraucht, während Kai Krügers Gegner am 3. Brett ebenfalls viel Zeit für die Abwehr von Krügers Angriff verwandte. Eduard Wiederkehr musste am 7. Brett einen Königsflügelangriff abwehren, nachdem er seinem Gegner mit vielen Turmzügen dessen Entfaltung des Läuferpaars erleichterte. Rolf Möller verlor am 4. Brett mit den schwarzen Figuren einen Bauern im Mittelspiel, während Gerd Bernhardt seine sehr gute Form auch aufgerückt am 2. Brett mit einem Damenflügelangriff Gegen seinen lang rochierenden Gegner startete. Noch vor der Zeitkontrolle (nach 4 Stunden) musste Ralf Koch in Gewinnstellung wegen Zeitüberschreitung eine Niederlage hinnehmen (1:3), während Kai Krüger seinem Gegner die zuvor gut sortierten Figuren mit taktischem Bauernscheinopfer im Zentrum in den Königflügel trieb, bis er eine Mattstellung aufbaute, gegen die auch sein Gegner bis zur Zeitüberschreitung kein Mittel finden konnte (2:3). Eduard Wiederkehr konnte zwar den Königflügelangriff abwehren, geriet aber bei gleicher Bauernanzahl dennoch in ein verlorenes Bauernendspiel, da sein Gegner über zwei verbundene Freibauern verfügte (2:4). Inzwischen hatte Gerd Bernhardt ein Damenendspiel erreicht, in dem er wegen eines vorgerückten Freibauern seines Gegners mit Dauerschach nur noch ein sicheres Remis erreichen konnte (2,5:4,5), während Rolf Möller seine Stellung trotz Minusbauern remis hielt (3:5). Nach dieser Niederlage stehen wir mit 1 : 11 Punkten in der Landesliga weiterhin auf dem 9. Tabellenplatz.
Interessant wird die 7. Spielrunde am 21.03.2010 werden, wenn wir die Schachfreunde aus Eutin empfangen. Zeitgleich spielt der SC Wrist-Kellinghusen gegen den SK Norderstedt II. Gewinnen wir und Norderstedt II, werden diese vier Mannschaften noch zwei Runden vor dem Saisonende punktgleich auf den Plätzen 7 - 10 stehen. Bei drei Regelabsteigern wird dann ein höchstspannendes Saisonfinale bevorstehen, bei dem unsere Mannschaft das etwas leichtere Restprogramm haben würde.
Unser Mannschaftsführer Kai Krüger (DWZ 1997) spielte mit den weißen Steinen eine interessante Partie gegen den Lübecker Spieler Martin Herrnkind (DWZ 1985): 1. d4 - Sf6 2. c4 - g6 3. Sc3 - Lg7 4. Lg5 - d6 5. Sf3 - h6 6. Lh4 - 0-0 7. e4 - g5 8. Lg3 - Sh5 9. d5 - c5 10. Sd2 - S:g3 11. h:g3 - e6 12. Dc2 - Df6 13. Ld3 - Sd7 14. d:e6 - f:e6 15. 0-0 - Se5 16. Sb3 - Ld7 17. Tad1 - De7 18. De2 - Tf7 19. Lb1 - a6 20. f4 - Sc6 21. Dd3 - Ld4+ 22. S:d4 - S:d4 23. e5 - g:f4 24. e:d6 - D:d6 25. T:f4 - Taf8 26. Tg4+ - Kh8 27. Dg6 - Se2+ 28. Kh2 und die Partie endete mit 1:0 durch Zeitüberschreitung schwarz.
Schmerzhafte Niederlage gegen Kropp
Am gleichen Tag war unsere zweite Mannschaft in Kropp zu Gast. Die Aussichten auf ein positives Ergebnis waren von vornherein getrübt, weil zwei starke Spieler (Eduard Wiederkehr und Ralf Koch), die sonst an den Brettern 2 und 4 oft für wichtige Zähler sorgen, für die erste Mannschaft eingesprungen sind, die ihrerseits bei Lübecks "Dritter" antreten musste. Da auch noch andere Ausfälle von Stammspielern zu beklagen waren, trat die zweite Mannschaft mit insgesamt fünf Ersatzspielern an.
Dennoch begann die Begegnung recht viel versprechend, denn bereits nach einer Stunde gab an Brett 7 der Kropper Spieler auf, weil Christian Tuckermann drei starke Zentrumsbauern entwickelt und einen Turmgewinn in Aussicht hatte (1:0). Kurz darauf stand es aber auch schon unentschieden, weil Andreas Koch an Brett 8 nach einer Springergabel seines Gegners erst die Qualität und in der Folgezeit auch noch zwei Bauern verlor und aufgab (1:1). Auch Hanfried Kiesbye musste nach ca. zwei Stunden an Brett 6 aufgrund eines erlittenen Qualitätsverlustes eine derartige Schwächung seiner Stellung hinnehmen, dass er sich zur Aufgabe genötigt sah (1:2). Wenig später musste auch Frank Bender an Brett 5 die Waffen strecken, nachdem sein Gegner zwei Mehrbauern herausgespielt hatte, die noch dazu Freibauern waren (1:3). Der "Anschlusstreffer" gelang dem in dieser Saison bereits schon mit zwei Siegen erfolgreichen Ulrich Bussmeier: Ein von ihm am Königsflügel vorgetragener Angriff wurde mit einem Springergewinn und letztlich mit der Aufgabe des Gegners belohnt (2:3). Nach dreieinhalb Stunden war der alte Punkteabstand jedoch wieder hergestellt, denn Bruno Geruschkat verlor - wie zwei seiner Mannschaftskameraden schon vor ihm - die Qualität und gab auf (2:4). Eine gute halbe Stunde später war eine Vorentscheidung über unsere Niederlage gefallen, als Holger Hogreve an Brett 4 nach einem Bauernverlust auch noch von dem Verlust eines weiteren Bauern bedroht war. Schließlich verlor er auch noch einen Turm, wonach er aufgab (2:5). Die letzte noch zu spielende Partie wurde auf unserer Seite von Claus Langmann bestritten. Sein vollkommen nackter König mußte sich eines kombinierten Angriffs von Dame und Turm erwehren und zog dabei den kürzeren. Damit stand das 6:2 für den Gastgeber fest.
Genauso wie in Husum war auch in Kropp nicht mehr als der Gewinn zweier Brettpunkte möglich (in Husum wurden diese übrigens von den eigentlichen Stammspielern Ralf Koch und Jens Salzmann geholt). Am 21. März steht die letzte Mannschaftsbegegnung in dieser Saison auf dem Plan: Gegen die „Zweite“ aus Leck hätten wir eigentlich schon am 7.2. spielen sollen, jedoch sagten die Nordfriesen aufgrund der problematischen Witterungsverhältnisse kurzfristig ihre Fahrt zu uns ab. Vielleicht gelingt es uns ja diesmal, eine Niederlage abzuwenden (bestenfalls sogar einen Sieg einzufahren!), um die Saison doch noch mit einem Erfolgsgefühl abschließen zu können.
Am 01.03.2010 ist das diesjährige Pokalturnier
unseres Vereins eingeläutet worden. Elf Spieler
haben sich zu diesem Turnier angemeldet und sind
(fast) vollzählig auf den beiden Fotos abgebildet.
Der Fotograf hatte ein Freilos gezogen und ist
hinter der Kamera geblieben! - Die Ergebnisse der
1. Runde finden Sie auf der Seite der
Vereinsmeisterschaft.
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links (von vorn nach hinten): Krüger, Ruiz Hampel, Zeuch, Lomer, Geruschkat |
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rechts (von vorn nach hinten): Hogreve, Priess, Kiesbye, Wiederkehr, Homuth |
- Ein zusammenfassender Bericht des Turnierleiters Kai Krüger -
In der Saison 2009/2010 wurde unser Vereinsturnier abweichend von den Vorjahren im Schweizer System durchgeführt. Dabei spielen alle Teilnehmer in einer Gruppe, unabhängig von Spielstärke oder Alter. Die jeweils Punktgleichen werden gegeneinander gelost, so dass sich im Verlaufe des 7-rundigen Turniers ein den Spielstärken entsprechendes Ergebnis einstellt, immer mit für ein Vereinsturnier positiv wirkenden Überraschungen. In diesem Jahr zeichnete sich das Turnier dadurch aus, dass fünf Spieler aus der Landesliga-Mannschaft für eine hohe Spielqualität sorgten, aber auch mit acht Senioren und sechs Jugendlichen, darunter zwei weiblichen Jugendlichen, eine Zusammensetzung erkennbar wurde, die ein sehr gutes Gesamtbild der Vereinsstruktur aufzeigt.
Bei 23 Teilnehmern sorgte bereits in der zweiten Runde Jens Salzmann für eine Überraschung, als er den amtierenden Vereinsmeister Kai Krüger besiegen konnte. Zunächst hatte sich Edmund Lomer, amtierender Senioren-Landesblitzschachmeister, mit drei Siegen an die Spitze des Feldes gesetzt. Von den Jugendlichen hatte der 16-jährige Andreas Koch mit zwei Siegen aus drei Partien eine erfreuliche Entwicklung gezeigt. Auch nach der 5. Runde lag Edmund Lomer weiter in Führung, vor dem Turnierfavoriten Manfred Homuth, der von dem stark aufspielenden Gerd Bernhardt sowie dem amtierenden Vereinsmeister Kai Krüger und dem 1. Vorsitzenden Enrique Ruiz Hampel sowie dem weiterhin stark aufspielenden Jens Salzmann verfolgt wurde. Zu dieser Zeit hatten die 13-jährige Kim Ruiz ebenso wie der 17-jährige Alexander Koch mit jeweils 2½ Punkten aus 5 Partien die Schachjugend des Vereins hervorragend vertreten. In der 6. Runde gingen dann Manfred Homuth und Gerd Bernhardt mit jeweils 5 Punkten aus 6 Partien in Führung, gefolgt von Edmund Lomer und Enrique Ruiz- Hampel mit jeweils 4½ Punkten. Zwischen diesen Vieren musste in der Schlussrunde die Entscheidung fallen, wobei einige bereits gegeneinander gespielt hatten. In der 7. und letzten Runde spielten sodann Manfred Homuth gegen Enrique Ruiz-Hampel, Gerd Bernhardt gegen Kai Krüger und Edmund Lomer gegen Eduard Wiederkehr. Trotz ausgespielter Partien konnte keiner der sechs Spieler einen Sieg erlangen, alle drei Partien endeten unentschieden. Weder gelang es Edmund Lomer, gegen seinen Angstgegner Eduard Wiederkehr zu gewinnen und so zu Manfred Homuth und Gerd Bernhardt aufzuschließen, noch konnte Gerd Bernhardt eine vorteilhafte Eröffnungsstellung gegen den sich zäh verteidigenden amtierenden Vereinsmeister Kai Krüger zu einem Sieg ausnutzen, noch konnte Enrique Ruiz Hampel für eine Überraschung gegen Manfred Homuth sorgen, um selbst noch zu Gerd Bernhardt aufzuschließen. Aufgrund dessen standen am Ende Manfred Homuth und Gerd Bernhardt mit jeweils 5½ Punkten aus 7 Partien als Erstplatzierte fest. Nach dem Turniermodus mussten sie deshalb einen Stichkampf um die Vereinsmeisterschaft austragen.
Für Überraschungen sorgten in diesem Turnier die stark aufspielenden Senioren. Während Edmund Lomer mit langjähriger Spielerfahrung im oberen Bereich erwartet werden konnte, auch der amtierende Pokalsieger Claus Langmann aufgrund seiner Spielstärke den 5. Platz erreichen konnte, überraschten der 6. Platz von Bruno Geruschkat und der 7. Platz von Hanfried Kiesbye, noch vor Kai Krüger und Eduard Wiederkehr, beide gestandene Spieler mit Landesligaerfahrung. Aber auch die Leistung des 14-jährigen Mirko Beyer, der mit 3½ Punkten aus 7 Partien in seinem ersten Vereinsturnier eine Mittelfeldplatzierung erreichte, sowie von Alexander Koch, Kim Ruiz und Andreas Koch mit jeweils 3 Punkten aus 7 Partien zeigen, dass auch die Jugendabteilung des Eckernförder Schachclubs auf einem guten Weg ist, der sich auch durch die Tabellenführung in der Jugendverbandsliga zeigt.
Das Turnier wurde hochdiszipliniert gespielt. Alle 77 Einzelpartien wurden im Rundenabstand von je 3 Wochen ausgespielt, ohne dass auch nur eine kampflose Partie gewertet werden musste. Der am 15.02.2010 ausgetragene Stichkampf zwischen Manfred Homuth und Gerd Bernhardt endete mit einem Sieg des Landesligaspitzenspielers Manfred Homuth, der damit neuer Vereinsmeister des Eckernförder Schachclubs geworden ist. Auch an dieser Stelle noch einmal herzliche Gratulation!
Seit Anfang Februar wird in der BBS und in der Dänischen Schule in Rieseby ein Turnier für 14 Jugendliche ausgetragen. Die aktuelle Tabelle finden Sie auf der Jugendseite.
Das Turnier um die Vereinsmeisterschaft 2009/2010 - erstmalig nach dem Schweizer System ausgetragen - endete mit zwei Spitzenreitern: Manfred Homuth und Gerd Bernhardt erreichten nach 7 Runden jeweils 5½ Punkte. Für diesen Fall sah das Reglement einen Stichkampf vor. Der wurde gestern - am 15.02.2010 - ausgetragen und sah Manfred Homuth als Sieger. Manfred Homuth wurde damit zum 6. Mal seit 1984 Klubmeister unseres Vereins. Auch an dieser Stelle erreicht ihn unsere Gratulation!
Die Partie nahm folgenden Verlauf (Bernhardt hatte Weiß):
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 Sc6 6.Lg5 e6 7.Dd2 a6 8.0-0-0 h6 9.Le3 Le7 10.f4 Dc7 11.Le2 0-0 12.Sxc6 bxc6 13.g4 d5 14.e5 Sd7 15.h4 c5 16.Lf2 Lb7 17.Thg1 Tfd8 18.g5 hxg5 19.hxg5 d4 20.Sb1
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Analysediagramm nach 20. g6! |
[mit 20.g6! hätte Weiß unter Figurenopfer einen gefährlichen Angriff einleiten können: 20. ... dxc3 21.gxf7+ Kxf7 22.Dxc3 Le4 23.Lh5+ g6? (Das verliert; nach 23. ... Kf8 oder Kg8 behält Weiß einen nachhaltigen Angriff.) 24.Txg6! Lxg6 25.Lxg6+ Kg7 26.Tg1 Tab8 27.Dg3 und Weiß setzt in einigen Zügen matt.]
20. ... g6 21.Dd3 Tac8 22.Dh3 Lf8 23.Sd2 Lg7
24.Lf3 Sb6 25.Lxb7 Dxb7 26.Tde1 Sd5 27.Tg4 Kf8
28.Se4 Se3 29.Lxe3 Dxe4 30.Ld2 Dd5 31.Db3 c4
32.Lb4+ Ke8 33.Da4+ Db5 34.Dxb5+ axb5 35.Td1
[35.Th4! bringt den Turm wieder ins Spiel] 35.
... Lf8 36.Lxf8 Kxf8 37.a3 d3 38.Tg2 Td4 39.cxd3
cxd3+ 40.Kb1 Txf4 41.Txd3 Te4 42.Tc2?? Te1+
und Weiß gab auf.
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ESC I - Schwarzenbeker SK I |
3½ : 4½ |
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ESC II - MTV Leck II |
verlegt wegen Schietwetter |
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Die 1.Mannschaft (von rechts): Homuth, Ruiz Hampel, Bernhardt, Krüger, Lomer, Möller, Braun, Wiederkehr (stehend) |
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Am 07.02.2010 hat unsere 1. Mannschaft den
derzeitigen Tabellenzweiten der Landesliga aus
Schwarzenbek empfangen. Nach dem schwer erkämpften
4:4 gegen die 2. Mannschaft des SK
Norderstedt in der vorhergehenden 4.
Spielrunde war unser Ziel - obwohl wir leicht
ersatzgeschwächt antreten musten - gegen den
Aufstiegsaspiranten SK Schwarzenbek für eine
Überraschung zu sorgen. Nach etwa zwei Stunden
Spieldauer zeichnete sich jedoch ab, dass Enrique
Ruiz Hampel am zweiten Brett und Edmund Lomer am
fünften Brett mit einem Minusbauern bzw. einer
Minusfigur Niederlagen drohten. In dieser
Situation lehnte Manfred Homuth am Spitzenbrett
mannschaftsdienlich ein Remisangebot ab. Während
bei Kai Krüger am vierten Brett, Matthias Braun am
siebten Brett, Eduard Wiederkehr am achten Brett
klare Stellungen vorlagen, befand sich Gerd
Bernhardt am dritten Brett deutlich in der
Defensive, während Rolf Möller am sechsten Brett
mit den weißen Spielsteinen eine ausgeglichene
Stellung hatte. Nachdem Gerd Bernhardts Gegner in
dieser Konstellation verständlicherweise ein
Remisangebot ablehnte, spielte Kai Krüger mit den
weißen Steinen eine scharfe Variante im
Mittelspiel, indem er unter Bauernopfer und
Auflösung der Bauernstrukturen mit seinen beiden
Springern in die Königsstellung seines Gegners
eindrang. Zwischenzeitlich mussten Enrique Ruiz
Hampel und Edmund Lomer ihre Partien aufgeben
(0:2). Matthias Braun konnte sich leichte
Vorteile erarbeiten, indem er im Endspiel mit Dame
und Läufer den besseren Läufer behielt. Manfred
Homuth konnte indessen am Spitzenbrett seine
leicht vorteilhafte Partie ausbauen. Kai Krüger
konnte im Königsangriff, nachdem sein Gegner die
bestmögliche Verteidigung ausließ, in Zeitnot
taktische Schwierigkeiten des Gegners ausnutzen
und im Mattangriff deutlichen materiellen Vorteil,
bis hin zu einem Turmgewinn, erreichen, so dass
sein Gegner nach der Zeitnotphase aufgab
(1:2). Auch Manfred Homuth konnte seine
Stellung im Turmendspiel so weit ausbauen, dass
sein Gegner, der Spitzenspieler der
Schwarzenbeker, aufgeben musste (2:2). Rolf
Möller einigte sich mit seinem Gegner in
ausgeglichener Stellung auf Remis (2½:2½).
Eduard Wiederkehr konnte bei inzwischen
schlechterer Stellung mit seiner Dame auf
Dauerschach spielen, versuchte jedoch, dabei die
Königsflügelbauern des Gegners mitzunehmen. Der
König des Gegners konnte deshalb auf den
Damenflügel flüchten und sich hinter eigenem Turm
und eigener Dame verstecken, so dass der Gegner
mit seinem vorgedrungenen Freibauern die Partie
zum Gewinn wenden konnte (2½:3½). Bei
diesem Stand konnte Gerd Bernhardt, der
zwischenzeitlich eine Minusqualität hinnehmen
musste, noch ein Remis erkämpfen (3:4).
Dadurch blieb Matthias Braun die undankbare
Aufgabe, in einer remisträchtigen Stellung auf
Gewinn spielen zu müssen, um einen
Mannschaftspunkt zu retten. Aber da für ihn nach
dem Tausch der Damen mit je einem Läufer im Spiel
keine Möglichkeit mehr bestand, in die
Stellung des Gegners einzudringen, endete auch
diese Partie zu Recht remis,
so
dass letztlich bei einem 3½: 4½ eine
Mannschaftsniederlage hingenommen werden musste. -
Unsere erste Mannschaft muss nunmehr in den
letzten vier Begegnungen gegen den Abstieg
kämpfen. Die nächste Begegnung wird am 28.02.2010
in Lübeck stattfinden.
Unsere zweite Mannschaft hätte am selben Tag
gegen die Mannschaft des MTV Leck antreten müssen.
Wegen der widrigen Wetterverhältnisse hatten
aber die Spieler aus Leck darum gebeten, den
Wettkampf in den Monat März zu verlegen.
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SK Norderstedt II - ESC I |
4 : 4 |
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SC Husum I - ESC II |
6 : 2 |
Die Einzelergebnisse finden Sie auf der Mannschaftsseite.
Enrique Ruiz-Hampel und seine beiden Töchter haben vom 08.01. bis 10.01.2010 am sogenannten Ramada-Cup - der Deutschen Schachamateurmeisterschaft - in Hamburg-Bergedorf teilgenommen. Enrique spielte in der Gruppe B mit Teilnehmern der Wertungszahlen von 1901 bis 2100. Bei 62 Teilnehmern erreichte er mit 3 Punkten Platz 17. Eine höhere Platzierung verhinderte eine Niederlage in der vorletzten Runde. - Seine beiden Töchter Kim und Lisa starteten in der Gruppe F für Spieler mit einer TWZ unter 1300. Aus den 5 Runden erzielte Lisa 1½ Punkte und Platz 43 (von 51), ihre Schwester Kim hatte drei schwarze Tage, 0 Punkte und Platz 51.
Nach den Vorgaben unseres Turnierleiters sollte
der diesjährige Blitzmeister durch drei
Blitzturniere ermittelt werden. Zwei dieser
Turniere hatten in der Vergangenheit schon
stattgefunden und Manfred Homuth hatte das
Kunststück zustande gebracht, in den beiden
vorangegangenen Turnieren jeweils den ersten Platz
zu belegen und dadurch erster Anwärter auf den
Titel "Blitzmeister 2009" zu werden.
Das dritte und letzte dieser Turniere am 14.12.09
war gleichzeitig das traditionelle
Weihnachtsblitzturnier. Es hatten sich insgesamt
14 Teilnehmer gemeldet, so dass jeder der
Teilnehmer 13 Punkte erringen konnte. Das schaffte
allerdings niemand. Nach fast drei Stunden stand
aber fest, was zu erwarten war: Manfred Homuth war
erneut der Sieger des Abends mit 11½ Punkten und
errang damit auch den Titel "Blitzmeister 2009".
Edmund Lomer erzielte 10½ Punkte, gelangte damit
aber nur auf Platz 3, denn zur Überraschung aller
schob sich Eduard Wiederkehr – sonst nicht gerade
Spezialist für diese Spielart – mit 11 Punkten
zwischen diese beiden auf Platz 2.
Alle anderen Spieler hatten weniger Punkte
erkämpft, waren aber nicht allzu traurig, denn
nach guter Sitte konnte sich jeder der Spieler aus
einem reichhaltig gedeckten Tisch einen Preis
aussuchen.
Für die Chronikinteressierten sollen auch noch
die restlichen Ergebnisse festgehalten werden:
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9 |
Punkte: |
Bernhardt, Möller, Ruiz Hampel |
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3½ |
Punkte: |
Andreas Koch |
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8 |
Punkte: |
Langmann |
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3 |
Punkte: |
Kiesbye, Salzmann |
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5 |
Punkte: |
Alexander Koch |
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2 |
Punkte: |
Eigenberz, Geruschkat. |
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4½ |
Punkte: |
Zeuch |
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ESC I - Turm Kiel |
3½ : 4½ |
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ESC II - SG Niebüll-Bredstedt |
3 : 5 |
Die 1. Mannschaft verliert knapp gegen den Aufsteiger Turm Kiel,
Am 29.11.2009 empfing unsere erste Mannschaft den Aufsteiger SG Turm Kiel. Favorit in dieser Begegnung waren die Kieler, die sich in dieser Saison mit namhaften Spitzenspielern aus anderen Mannschaften Schleswig-Holsteins deutlich verstärkt hatten.
Nachdem zunächst über anderthalb Stunden gleichwertige Spielanteile zu erkennen waren, liess sich Kai Krüger am 5. Brett von seinem Gegner nach einer "italienischen Eröffnung" überspielen, so dass er einer Mattkombination nur durch Figurenverlust entgehen konnte. Kurze Zeit später verlor Enrique Ruiz Hampel am 2. Brett einen Bauern und hatte zudem eine deutlich geschwächte Stellung am Königsflügel, so dass auch er aufgeben musste. Beim Stand von 0:2 konnte Gerd Bernhardt am 4. Brett seinem spielstarken Gegner ein Figurenopfer mit Erfolg widerlegen (1:2). Auch Jan Dreesen am 3. Brett konnte eine vorteilhafte Stellung erzielen, indem er nach Damentausch und trotz schwarzer Steine tief in des Gegners Stellung eindrang und siegte (2:2). Manfred Homuth erzielte am Spitzenbrett ein Remis gegen den Spitzenspieler der SG Turm Kiel (2½:2½), während Claus Langmann am 8. Brett seinen Gegner mit einem vierzügigen Matt überraschte (3½:2½). Peter Krebs musste aber eine Niederlage am 6. Brett hinnehmen, so dass es zu diesem Zeitpunkt unentschieden 3½:3½ stand.
Matthias Braun kämpfte nach Qualitätsverlust lange um ein Remis, um der Mannschaft noch ein 4:4 zu retten. Sein spielstarker Gegner am 7. Brett opferte jedoch die Qualität zurück, um bei gleichmäßigen Material eine vorteilhafte Endspielstellung bei Turm, Läufer und fünf Bauern zu erreichen. Nach zähem Kampf musste Matthias Braun seine Partie aufgeben, so dass die Mannschaft mit 3½:4½ verloren hatte. Gegenüber den früheren Wettkämpfen war zwar ein Formanstieg zu erkennen, gegen die starke Mannschaft der SG Turm Kiel hat es jedoch dennoch nicht gereicht.
... und die Zweite nicht ganz so knapp gegen die neu gegründete Spielgemeinschaft Niebüll-Bredstedt
Am selben Tag begrüßte unsere Zweite in der Bezirksliga die Spielgemeinschaft Niebüll-Bredstedt mit dem Ziel, das Punktekonto zu verbessern, das seit der Niederlage im ersten Saisonspiel gegen Flensburg II zwei Minus-Zähler aufwies. Schnell wurde jedoch klar, dass die Gäste aus Nordfriesland unseren Ambitionen viel entgegenzusetzen hatten, zumal wir auch diesmal ersatzgeschwächt antreten mussten. Das bekam schon recht schnell Eduard Wiederkehr an Brett 1 zu spüren, als er die von seinem Gegner in der Eröffnung angebotenen Figurenopfer annahm, dadurch die Entwicklung seines Gegners forcierte und sich kurz darauf einem unwiderstehlichen Angriff ausgesetzt sah. Nach etwa zwei Stunden musste auch Jens Salzmann an Brett 4 eine Niederlage hinnehmen, denn sein Gegner widerlegte ihm ein Läuferopfer zur Einleitung eines Königsangriffes. Bruno Geruschkat war an Brett 5 der Dritte aus den Eckernförder Reihen, der sich seinem Gegner ergab, denn dieser hatte das Endspiel mit einer zu deutlichen Bauernübermacht erreicht.
Nur kurze Zeit später gab es für uns den ersten Hoffnungsschimmer, denn Ulrich Bußmeier konnte einen Mattangriff seines Gegners kontern und seinerseits zu einem erfolgreichen Königsangriff übergehen, der ihm den verdienten Sieg brachte. Nahezu zeitgleich konnte auch Alexander Koch an Brett 6 einen vollen Punkt verbuchen, denn er gewann im Partieverlauf einen Turm, was seinen Gegner zur Aufgabe bewegte. Als dann noch Holger Hogreve am 7. Brett einen Bauern sowie einen zum Königsangriff angesetzten Springer seines Gegners erobern konnte, sah auch dieser keine andere Perspektive als die Aufgabe, so dass nach ca. dreieinhalb Stunden ein 3:3-Gleichstand hergestellt war. Beinahe hätte dann Dieter Eigenberz an Brett 8 sogar den Führungspunkt markiert, konnte aber die akute Zeitnot seines Gegners nicht nutzen, kam in Figurennachteil sowie schließlich selbst in arge Zeitnot und verlor letztlich durch Zeitüberschreitung.
Nun war nur noch das Ergebnis von Ralf Koch an Brett 3 abzuwarten. Er musste sich einem druckreichen Spiel seines Gegners erwehren, war aber zuversichtlich, ein Remis erreichen zu können. Angesichts des 3:4-Rückstands der Mannschaft spielte er dann noch in der fünften und letzten ihm noch verbleibenden Stunde der Partie auf Sieg, was seinem Gegner jedoch Kontermöglichkeiten bot, die dieser dann zum Gewinn nutzte. So endete der Mannschaftskampf mit 3:5 aus unserer Sicht. Am 25. Januar des neuen Jahres werden wir in Husum einem nicht minder starken Gegner gegenüber stehen.
In der Verbandsliga A hatten die Jugendlichen unseres Klubs am 22.11.09 die Jugendmannschaft des SC Marne zum Mannschaftskampf in Rieseby empfangen. Auf Grund einer etwas unglücklichen Schilderung des Weges zum Spielort hatten unsere Gegner anfänglich Probleme, uns zu finden, aber mit einigen Mühen gelang es ihnen.
Für unsere Mannschaft gingen die beiden Koch-Brüder Alexander und Andreas (Brett 1 und 2) und die Zwillinge Mirko und Lukas Beyer (Brett 3 und 4) an den Start. Alexander konnte nach kurzer Zeit durch ein gut angebrachtes Offiziersopfer eine gewonnene Stellung erreichen und seinen Vorteil nach nur einer knappen Stunde zum 1:0 umsetzen. Nur etwa dreißig Minuten später übersah an Brett 4 Lukas Beyer leider einen Läuferspieß auf Dame und Turm und gab die Partie zum 1:1 verloren. Jedoch konnte Andreas Koch an Brett 2 durch eine sehr schöne 3-zügige Kombination einen klaren Stellungsvorteil erreichen und durch einen Grifffehler seines Gegners einen Offizier gewinnen. Sein Sieg sicherte das 2:1 und garantierte zumindest das Unentschieden im Mannschaftskampf.
Ungefähr zur selben Zeit ereignete sich an Brett 3 ein wahrer Krimi: Der stark aufspielende Mirko Beyer hatte zwar durch einen kurzen Moment der Unachtsamkeit eine Qualität weniger, jedoch eine klar bessere Stellung, die er hervorragend zu nutzen, zu verteidigen und auszubauen verstand. Nach einem fast 4-stündigen Kampf machte sein Gegner einen entscheidenden Fehler und verlor so seinen Springer, womit Mirko auch noch den materiellen Vorteil auf seiner Seite hatte. Mirko spielte jedoch nicht weiter auf Gewinn, sondern nahm das darauffolgende Remisangebot sofort an und sicherte so durch seinen tollen Teamgeist den Sieg der Mannschaft.
Unsere Jugendmannschaft feierte damit in ihrem dritten Wettkampf ihren dritten Sieg und übernahm dadurch die Führung in der Verbandsliga.
Die Chronistenpflicht gebietet es, über einige weitere Aktivitäten unserer Jugendlichen zu berichten: Lisa und Kim Ruiz nahmen vor kurzem am 1. Offenen Alstertaler Jugendschnellschachturnier der U14 in Hamburg teil. Lisa Ruiz erreichte bei 65 Teilnehmern den 17. Platz und die beste Wertung der teilnehmenden Kinder der U10. Ihre ältere Schwester Kim Ruiz belegte in diesem großen Feld den 20. Platz. Wohl auch wegen dieses schönen Erfolges in Hamburg wurde Lisa Ruiz in den Schleswig-Holsteinischen Landeskader U10 berufen.
Bei allem Leistungsstreben soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Am 20.11.09 fand ein Freundschaftskampf zwischen acht Jugendlichen des Flensburger Schachklubs und elf Jugendlichen unseres Vereins statt. Hierfür hatte die dänische Schule in Rieseby wieder die Sporthalle als Austragungsort zur Verfügung gestellt. Der Kontakt zwischen den Vereinen resultiert aus einem Jugendturnier des dänischen Kulturvereins SSF in Rieseby, bei dem man überein kam, dass auch außerhalb der Turniere Freundschaftsspiele stattfinden sollten. Das Ergebnis dieses Freundschaftskampfes ist Nebensache, es war für viele jugendliche Spieler unseres Vereins die erste und gern genutzte Gelegenheit, Turnieratmophäre zu schnuppern.
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Die Sieger vom Alstertal: vorn rechts Lisa Ruiz |
Torge Hamann, Malik Freuen und Lisa Ruiz kämpfen gegen Flensburg |
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SV Bargteheide I - ESC I |
6:2 |
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Flensburger SK II - ESC II |
5½: 2½ |
Am 15.11.2009 trat unsere erste Mannschaft in Bargteheide an. Die Partie gegen den Oberligaabsteiger aus Bargteheide verlief zunächst in den ersten beiden Stunden ausgeglichen. Dann aber machte es sich bemerkbar, dass mit Jan Dreesen und Gerd Bernhardt zwei Spieler im vorderen Mannschaftsteil ausgefallen waren, denn Rolf Möller am 5. Brett und Kai Krüger am 3. Brett, beide um zwei Positionen aufgerückt, mussten sich ihren Gegnern geschlagen geben. Dabei hatte sich Rolf Möller nach einer mehrzügigen Kombination einem unerwarteten Damenfang gegenüber gesehen. Kai Krüger konnte nach zunächst positionell besserer Stellung seinen Positionsvorteil nicht verwerten. Statt dessen trieb sein Gegner seinen schwachen c-Bauern nach vorn und machte ihn dadurch "stark", so dass im Mittelspiel eine sich immer weiter zu Gunsten des Bargteheider Spielers entwickelnde Partie entstand, bis der Gegner seinen c-Bauern gar umwandeln konnte.
Eduard Wiederkehr, der zwischenzeitlich auf
Gewinn stand, konnte aber an Brett 8 als
Ersatzspieler eine seiner Figuren in der
gegnerischen Stellung nicht mehr retten, so dass
er mit einer Minusfigur verlor. Edmund Lomer -
ebenfalls um zwei Bretter aufs 4. Brett vorgerückt
- verlor einen Bauern im Mittelspiel, so dass sein
Gegner nach erzwungenem Dameabtausch leichtes
Spiel hatte. Damit stand es 1:4. Enrique Ruiz
Hampel am 2. Brett, Peter Krebs am 6. Brett und
Matthias Braun am 7. Brett kämpften bei noch
unklaren Stellungen weiter. Der Gegner von Peter
Krebs konnte aber ein Dauerschach geben, so dass
diese Partie remis endete. Damit stand die
Niederlage bereits fest. Im Endspiel verlor auch
Enrique Ruiz Hampel, nachdem sein Gegner am
Königsflügel die Öffnung des Spiels erzwang und
dadurch gewinnbringend in die Stellung eindringen
konnte. Nach Matthias Brauns Remis am siebten
Brett - erkämpft in einem schwierigen
Bauernendspiel - stand das Gesamtergebnis mit 2:6
fest.
Unsere 1. Mannschaft steht nun nach Niederlagen gegen Wrist-Kellinghusen und gegen Bargteheide mit 0:4 Punkten am Tabellenende. In der dritten Runde erwartet uns in der Bürgerbegegnungsstätte am 29.11.2009 ab 10.00 Uhr mit Turm Kiel einer der Aufstiegsfavoriten, der sich nach seinem Aufstieg in die Landesliga außerordentlich verstärkt hat. Deshalb wollen wir am dritten Spieltag für eine Überraschung sorgen, auch um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren.
Am ersten Spieltag der Schachbezirksliga Nord traf am am selben Tag unsere "Zweite" auf die "Zweite" des Flensburger Schachklubs in Flensburg. Als Absteiger aus der Verbandsliga war Flensburg favorisiert, zudem mussten wir auf drei Stammspieler verzichten. Die Vorzeichen standen somit nicht gerade günstig für uns.
Gleichwohl konnte Bruno Geruschkat an Brett 4 seine Partie zunächst noch ausgeglichen gestalten, musste aber nach einem Turmverlust und zwei Stunden Spielzeit kapitulieren (0:1). In der Folgezeit konnten sich Ulrich Bußmeier an Brett 2 (Figurengewinn), Olaf Zeuch an Brett 6 (drohende Bauernumwandlung zur Dame) und Christian Tuckermann an Brett 8 (Springergewinn gegen zwei Bauern) Vorteile erspielen, die auf einen Sieg hoffen ließen. Tuckermanns Gegner konnte sich aber mit einer Zugwiederholung in ein Remis retten, so dass es nach dreieinhalb Stunden ½:1½ stand.
Alle weiteren Partien wurden erst nach vier bis
viereinhalb Stunden entschieden. An Brett 7 hatte
Holger Hogreve nach drei Stunden einen
Läufer
verloren und konnte das Spiel dann in der
Folgezeit nicht mehr retten (½:2½). Alexander Koch
eröffnete stark, verlor im Laufe der Spielzeit
jedoch ein Tempo, damit auch die Initiative und
letztlich die Partie, da sein Gegner nach starkem
Spiel unwiderstehlich mit einer Bauernumwandlung
drohte (½:3½). Claus Langmann an Brett 1 hatte
eine Druckstellung aufgebaut, die sich aber nicht
zum Gewinn verdichten ließ. Kurz vor dem Ende der
unentschieden endenden Partie geschah das
Kuriosum, dass der Flensburger Spieler mit seinem
Springer einen regelwidrigen Zug machte, was aber
beide Spieler im Eifer des Gefechts während der
Partie nicht bemerkten. Nach den Regeln der FIDE
hat das auf das Ergebnis der Partie keinen
Einfluss (1:4). Ralf Koch an Brett 3 rettete seine
Partie zum Remis, obwohl er nach einer zu passiven
Eröffnung über die gesamte Dauer der Partie unter
starken Druck seines Gegners geriet (1½:4½).
Ulrich Bußmeier hatte währenddessen seinen
Figurenvorteil in einen vollen Punkt ummünzen
können und blieb damit der einzige Sieger in
unserer Mannschaft (2½:4½). Zuletzt musste noch
Olaf Zeuch nach einem langwierigen Endspiel (Turm
und vier Bauern gegen zwei Läufer und drei Bauern)
die Waffen strecken, nachdem er es übersehen
hatte, mit einem starken Springerzug im
Mittelspiel die Partie für sich zu entscheiden.
Nach dieser 2½:5½-Niederlage bleibt zu hoffen, dass wir bei unserem Heimspiel am 29.11. gegen die SG Niebüll/Bredstedt in Bestbesetzung antreten - und einen Sieg einfahren können.
Gern und häufig werden in politischen Diskussionen Schachbegriffe wie "Matt", "Patt", "Rochade" oder "Bauernopfer" verwendet und auch von guten Schachzügen ist bisweilen die Rede. Da es in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage nicht leicht ist, gute politische Schachzüge zu finden, wollten zahlreiche Schachfreunde unter den Politikern versuchen, diese wenigstens am realen Schachbrett zu finden.
Seit 1979 veranstaltet Alfred Seppelt – der jetzige Ehrenvorsitzende des Berliner Schachverbandes – alljährlich dieses 7-rundige Schnellturnier nach Schweizer System. Beim nunmehr 19. Politiker-Schachturnier in Berlin trafen sich 51 prominente und weniger bekannte Schachfreunde aus Politik, Wirtschaft und Diplomatie am 07.11.2009 zum Spiel auf den 64 Feldern. Allerdings war dieses Mal die Prominenz (Dr. Schäuble, Dr. Schily, Peter Müller, Dr. Steinbrück) weniger zahlreich vertreten – bis auf den früheren Parteivorsitzenden von Bündnis 90/Grüne, Reinhard Bütikofer (jetzt in Brüssel tätig), der mit 4 Punkten Rang 13 erreichte sowie Hans-Christian Ströbele/Berlin, Bündnis90/Grüne, der mit 1 Punkt und Platz 49 am Ende fast das Schlußlicht im Feld bildete.
Pünktlich um 11 Uhr begannen im Hotel Maritim die Schachuhren zu ticken und manche Stirn legte sich bald in tiefe Falten. Als Mitglied der Ratsversammlung nutzte auch diesmal Edmund Lomer – CDU-Ratsherr und Ehrenvorsitzender unseres Vereins – die gute Gelegenheit zum erfolgreichen Punktesammeln und zu interessanten Gesprächen am Rande des Turniers. Im vorigen Jahr weniger erfolgreich (Platz 25 mit 3½ Punkten aus 7 Partien), hatte er diesmal nach sieben Runden fünf Zähler erbeutet, was einen recht guten 5. bis 9. Platz bedeutete. Lomer gewann gegen Björn Meidal/Wirtschaftsprofessor aus Schweden, Wilfried Roos/Bürgermeister von Saerbeck, Wolfgang Galeazzi/CDU Boppard, Thomas Gaudzun/Berliner Stadtrat a.D. und Andreas Höhne/Berliner Bezirksstadtrat. Gegen Dirk Jordan/Dresden – der große Favorit auf den Turniergewinn – und Hans-Jürgen Beerfeltz/Berlin, Bundesgeschäftsführer der FDP musste er die Punkte abgeben.
Turniersieger wurde Ralf Seibicke/Magdeburg, als Präsident des Landesrechnungshofes Sachsen-Anhalt offenbar der beste Variantenrechner, mit 6½ Punkten vor Jan Lundin/Schwedischer Gesandter in Berlin, der in seiner Heimat ein erstklassiger Turnierspieler ist und ebenso 6 Punkte eroberte wie Dietmar Lingemann/Berlin, Bündnis90/Grüne und Josef König/FDP Pfarrkirchen.
5½ Zähler in einem 5er Feld mit 5 Punkten erreichten: Thomas Delling/SPD Bürgermeister Hoyerswerder, Martin Wünschmann/CDU Dresden, Dirk Jordan/CDU Dresden, Ulrich Büscher/Boppard/Wirtschaftsminister Rheinland/Pfalz sowie Edmund Lomer.
Die abschließende Siegerehrung und das gemütliche Zusammensein nicht nur zum "small talk" rundeten dieses Turnier der zumeist wahren Schach-Amateure ab.
"Der wichtigste Spieler des Vereins wird Euch nun verlassen" - ungefähr so hat sich Günter Werth ausgedrückt, als er am 02.11.09 nach fast 10-jähriger Mitgliedschaft mit einem Kasten Bier seinen Ausstand gab. Seine Begründung: "Ich war für Euch sehr wichtig als Punktelieferant" - an dieser Aussage war einiges richtig, denn Günter Werth gehörte zu unseren schwächeren Spielern. Aber er war einer unserere Eifrigsten! Er versäumte unseren Klubabend nur dann, wenn er mit seiner Frau auf einer seiner vielen Reisen war, die er sehr genoss. Wenn er unübersehbar in seiner gemächlichen Art den Raum betrat, brachte er Begleiter mit: Humor, Freundlichkeit, Schmunzeln - ein sicherer Beleg dafür, dass ein Schachklub nicht nur von guten Spielern, sondern auch von umgänglichen Menschen lebt.
Günter Werth verlässt uns in Richtung Überlingen, weil das dortige Klima wohlwollender mit seiner Gesundheit umgeht, was jeder versteht, der in unserer grauen Jahreszeit unsere Breiten verlassen und den Bodensee besucht hat.
Wr wünschen Günter Werth für diesen neuen Lebensabschnitt alles Gute und insbesondere einen einen Schachklub, der seine Gaben zu schätzen weiß.
Das am 02.11.09 doppelrundig ausgetragene 3. Blitzturnier der Saison hatte folgende Ergebnisse: 1. Homuth 12½ Punkte, 2. Krüger 9½, 3./4. Möller und Ruiz Hampel je 8, 5. Bußmeier 7, 6. Wiederkehr 6½, 7. Zeuch 4½.
Der Zwischenstand nach drei von fünf Blitzrunden zeigt folgendes Bild:
|
Platz |
Name |
Wertungspunkte |
|
1 |
Homuth |
45 |
|
2 |
Ruiz Hampel |
24 |
|
3 |
Krüger |
22 |
|
4 |
Lomer |
20 |
|
5 |
Wiederkehr |
12 |
|
6 |
Möller |
10 |
|
7/8 |
Bußmeier |
6 |
|
7/8 |
Bernhardt |
6 |
Am ersten Spieltag der Landesligasaison 09/10 empfing unsere 1. Mannschaft die Mannschaft des Schachclubs Wrist-Kellinghusen. Da diese nominell zu den schwächeren Teams der Landesliga zählt, hatten wir uns vorgenommen zu punkten. Dieses Vorhaben misslang aber gründlich, nicht zuletzt auch deshalb, weil man an den vorderen Brettern ohne Jan Dreesen und Kai Krüger ersatzgeschwächt antreten musste.
Mit 2:6 kassierten wir eine empfindliche, verdiente Niederlage, die aber angesichts einiger ausgelassener Chancen zu hoch ausfiel. Zunächst verlor an Brett 2 Enrique Ruiz-Hampel gegen seinen Wrister Gegner, nachdem er es in der Eröffnung verpasst hatte, eine günstige Stellung mit Raumvorteil und Angriffschancen am Königsflügel zu erreichen. Stattdessen erreichte er durch einen verfehlten Abtausch eine Position, in der er sich passiv an die Verteidigung seines Randbauern klammerte und später chancenlos unterging. Danach musste sich auch Gerd Bernhardt an Brett 3 geschlagen geben. In besserer Stellung mit einem Mehrbauern spielte er mit zwei unnötigen Sicherheitszügen zu passiv und musste die Initiative an seinen Gegner abtreten, der einen Königsangriff mit späterem Figurengewinn entwickelte. Am Spitzenbrett lieferten sich Manfred Homuth und sein Kontrahent aus Wrist ein scharfes Duell. Dem Wrister wurde wohl klar, dass der Bauerngewinn nur vorübergehender Natur war und streute zur Behauptung der Initiative ein Bauernopfer ein. Beide Spieler erkannten, dass dieses nicht durchschlug. Manfred Homuth hatte zwar das Läuferpaar, aber sein Gegner konnte eine Zugwiederholung erzwingen, der sich beide nur mit unkalkulierbarem Risiko hätten entziehen können, und so einigte man sich auf remis. Damit stand es aus unserer Sicht ½ : 2½.
Folgerichtig lehnte Matthias Braun an Brett 7 in
leicht vorteilhafter Stellung mannschaftsdienlich
das Remisangebot seines Gegners ab und opferte in
blockierter Stellung die Qualität für
Angriffschancen. Sein Zentralspringer erwies sich
als stark; in gegnerischer Zeitnot gewann er die
Qualität bei anhaltendem Angriff zurück und fuhr
den Punkt ein. Dieser Sieg bedeutete aber leider
nur Ergebniskosmetik, denn nur Rolf Möller an
Brett 5 konnte noch ein Remis beisteuern. Er hatte
zwar einen Mehrbauern, sein Königsturm war aber
außer Spiel. Sein Gegner hatte Druck und einen
gedeckten Freibauern und damit mindestens
ausreichende Kompensation, so vereinbarte man ein
Unentschieden. Die restlichen drei Partien gingen
leider alle unnötig verloren: Edmund Lomer an
Brett 4 kam gut aus der Eröffnung heraus und
landete mit aktiver Stellung und seinem Läuferpaar
im Endspiel einen klaren Vorteil, den er aber
verspielte. Peter Krebs an Brett 6 hatte dank
seiner Aktivität im Mittelspiel Entschädigung für
seinen Minusbauern, verlor aber bei knapper Zeit
im Endspiel den Faden und die Partie. Auch Claus
Langmann an Brett 8 musste sich seinem Gegner
geschlagen geben. Er erreichte eine solide
Stellung, spielte aber später zu passiv, so dass
sein Gegner das Heft in die Hand nehmen konnte,
Druck entwickelte und entscheidenden
Materialgewinn erzielte.
Als Fazit bleibt, dass die mit 2:6 Punkten zu hoch ausgefallene Niederlage zu Stande kam, weil einige Spieler nicht ihr ganzes Potential abrufen konnten. Beim nächsten Auswärtsspiel in Bargteheide kann man nur auf eine deutliche Leistungssteigerung oder bessere Tagesform hoffen. Sonst wird es sehr schwer, das angestrebte Ziel - den Klassenerhalt in der Landesliga Nord - zu erreichen.
In der Woche vom 26.09. bis 02.10.09 hatte der Schachverband Schleswig-Holstein zur 3. Offenen Schleswig-Holsteinische Einzelmeisterschaft der Senioren in Eckernförde eingeladen. Bis zum Meldeschluß hatten sich 66 Spieler für dieses Turnier eingeschrieben. Nach einem etwas verhaltenen Beginn vor zwei Jahren und einer Steigerung im Jahre 2008 mit 55 Teilnehmern war damit ein neuer Teilnehmerrekord erreicht. Dieses Turnier hat sich damit wohl endgültig etabliert, was sicher nicht nur der immer noch günstigen Jahreszeit, sondern auch unserem hübschen Städtchen, der landschaftlich und kulturell attraktiven Umgebung und nicht zuletzt den sehr guten Spielbedingungen im Stadthallenrestaurant geschuldet ist. Erstaunlich ist nur, das in all diesen drei Jahren sich noch kein Däne für dieses Turnier gemeldet hat, sind doch die Dänen seit den Glanzzeiten ihres Großmeisters Larsen sehr schachbegeistert und leben auch nicht gar zu weit von uns entfernt. - Schmerzlich vermisst wurde auch die Teilnahme des Seniorenbeauftragten des DSB Dr. Hamm, der schon zwei Mal an diesem Turnier teilgenommen hat und sich auch schon wieder für dieses Jahr angemeldet hatte, aber leider aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen mußte.
Turnierfavorit war der IM Sergej Salov aus Lübeck, der sich allerdings in der 2. Runde (gegen Klaus-Dieter Mann) und in der 6. Runde (gegen Rainer Gehrmann) mit remis zufrieden geben mußte und dadurch einige Tage nicht am 1. Tisch spielte. Aber er holte auf und so kam es in der letzten Runde zur Spitzenpaarung IM Salov - FM Ljubarski aus Hannover, die nach 10 inhaltslosen Zügen mit einem "Salonremis" endete. Beide Spieler hatten danach 5½ Punkte, so dass die Buchholz-Wertung entscheiden musste. Der Computer errechnete für IM Salov einen winzigen Vorsprung, der ihm den 1. Preis in Höhe von 350 € sicherte. Den Bronzeplatz errang der Seniorenbeauftragte von Schleswig-Holstein Rainer Gehrmann mit gleichfalls 5½ Punkten durch einen in der letzten Runde hart erkämpften Sieg gegen Werner Szenetra aus Rastatt. Wir erlebten auf diese Weise ein höchst erfreutes Ehepaar, denn Dorit Gehrmann wurde mit 4 Punkten und Platz 19 als beste weibliche Spielerin ausgezeichnet.
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Die Spieler unseres Vereins hatten nach der Setzliste keine Chance, in den Kampf um die Spitzenplätze einzugreifen, die folgende Zusammenstellung zeigt aber, dass alle unsere Spieler zumindest die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt haben. Der in der Zusammenstellung aufgeführte Spieler Otto Jeschke ist kein Spieler unseres Vereins, wurde aber hingebungsvoll von einem unserer Mitglieder trainiert und hat auch die Erwartungen seines Trainers in diesem ersten Turnier seines Lebens erfüllt. Die beiden Remispartien hat er "aus Nächstenliebe" remis gegeben, obwohl er in beiden deutlichen materiellen Vorteil hatte und auf Gewinn stand.
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3. Off. SH-SenM. 66 Teilnehmer |
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DWZ |
gesetzt an |
Rd.1 |
Rd.2 |
Rd.3 |
Rd.4 |
Rd.5 |
Rd.6 |
Rd.7 |
Punkte |
Platz |
|
Lomer |
1966 |
11 |
1 |
0 |
1 |
1 |
0 |
1 |
½ |
4½ |
12 |
|
|
Langmann |
1825 |
27 |
1 |
½ |
½ |
0 |
1 |
½ |
½ |
4 |
20 |
|
|
Geruschkat |
1526 |
49 |
½ |
./. |
0 |
0 |
1 |
½ |
1 |
3 |
49 |
|
|
Kiesbye |
1347 |
58 |
0 |
0 |
½ |
½ |
1 |
0 |
0 |
2 |
61 |
|
|
Jeschke |
- |
65 |
0 |
0 |
½ |
½ |
0 |
0 |
0 |
1 |
66 |
Das Turnier endete mit der Ehrung der Sieger und einer ausgiebigen Preisverteilung. Die Preise - jenseits der Geldpreise - bestanden u.a. aus Büchern, Schirmen, Rotwein, Restaurantgutscheinen und Süßigkeiten und reichten bis Platz 48, so dass unser Bruno Geruschkat auf Platz 49 als erster Nichtpreisträger leider leer ausging. Aber er konnte es verwinden, denn er wurde für seine Mithilfe bei der Organisation des Turniers mit einem kleinen Sonderpreis belohnt und belobigt.
Dieser kurze Bericht wäre lückenhaft, würde nicht das Engagement der Organisatoren lobend erwähnt. Torsten Maeder leitete das Turnier souverän und war - nur selten gebrauchter - Schiedsrichter und das Geschick des überaus fleißigen technischen Leiters und Betreuers der Website Michael Piegenschke mit allen Partien des Turniers können Sie am besten würdigen, wenn Sie sich die Website unter http://www.schachverband-sh.de/osem/ ansehen.
Man kann darüber sinnen, ob wir mit vier Spielern aus unserem Verein hinreichend vertreten waren. Vielleicht fühlt sich der eine oder andere unserer Senioren angesprochen und durch diesen Bericht animiert, es im nächsten Jahr auch einmal zu versuchen. Es müssen ja nicht immer dieselben Verdächtigen sein ...
Am 21.09.2009 wurde von unserem Turnierleiter Kai Krüger die diesjährige Blitzturnierserie gestartet. Die Bedenkzeit beträgt 5 Minuten je Spieler und Partie, so dass während des Turnierabends alle 12 Teilnehmer gegeneinander angetreten sind.
Nach vier Runden zeichnete sich zunächst ein Zweikampf um die Tabellenführung zwischen Ulrich Bußmeier und Manfred Homuth ab. Beide hatten bis dahin alle Partien für sich entscheiden können. Ihnen folgte Blitzschach-Seniorenlandesmeister Edmund Lomer bereits mit Abstand. Dahinter folgte ein breites Mittelfeld mit Enrique Ruiz-Hampel sowie Gerd Bernhardt, Olaf Zeuch, Jens Salzmann und Rolf Möller. Während Manfred Homuth sich im weiteren Verlauf des Turniers scheinbar unschlagbar absetzen konnte, fiel Ulrich Bußmeier etwas zurück. Edmund Lomer und Enrique Ruiz-Hampel fanden in ihren Spielrythmus und konnten in der 8. bzw. 9. Runde an ihm vorbeiziehen. Auch Kai Krüger konnte verpätet in der Tabelle aufrücken, während Eduard Wiederkehr einen ungewohnt schlechten Start mit 1 Punkt aus 6 Partien mit 5 abschließenden Siegen wettmachte. In der letzten Runde konnte Kai Krüger schließlich als einziger Teilnehmer des Turniers Manfred Homuth - den zu diesem Zeitpunkt bereits feststehenden Sieger des Turniers - die einzige Niederlage beibringen. Für Manfred Homuth verschmerzbar, da er nunmehr die Gesamtwertung anführt.
Die nächste Runde in der Blitzturnierserie - die Manfred Homuth auf Grund dieses ersten Sieges mit 15 Punkten anführt - ist für den 12.10.09 angesetzt.
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Die Schlußtabelle: |
Platz |
Name |
Punkte |
|
Platz |
Name |
Punkte |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1. |
Homuth |
10 |
|
6./7. |
Möller |
5½ |
|
|
2. |
Lomer |
8½ |
|
8./9. |
Salzmann |
5 |
|
|
3. |
Ruiz Hampel |
7½ |
|
8./9. |
Bernhardt |
5 |
|
|
4. |
Krüger |
7 |
|
10. |
Zeuch |
4 |
|
|
5. |
Wiederkehr |
6 |
|
11./12. |
Hogreve |
1 |
|
|
6./7. |
Bußmeier |
5½ |
|
11./12. |
Racila |
1 |
Aus der vergangenen Saison ist uns die Problematik der Abstiegsregelung aus der Landesliga bei gleichem Punktstand sehr vertraut geworden. Wegen unklarer Formulierungen im Regelwerk des Verbands ist es darüber sogar zu langwierigen Auseinandersetzungen und offiziellen Protesten gekommen. Der Verband hat deshalb die Landesturnierordnung in diesem Punkt in der Weise geändert, dass bei gleichem Mannschaftspunktestand künftig keine Stichkampfe mehr ausgetragen werden. Der genaue Wortlaut des geänderten § 7 Abs. 5 der Landesturnierordnung lautet nunmehr:
§ 7 (5)
Wertung
Eine
Mannschaft, die mehr Partien gewonnen hat als
die andere, erhält zwei Mannschaftspunkte.
Eine Mannschaft, die weniger Partien gewonnen
hat als die andere, erhält null
Mannschaftspunkte. Haben beide Mannschaften
die gleiche Anzahl von Partien gewonnen,
erhält jede Mannschaft einen
Mannschaftspunkt.
Bei Gleichheit der Mannschaftspunkte im
Endstand entscheidet die Anzahl der errungenen
Brettpunkte.
Bei Gleichheit in den Brettpunkten wird in
der Reihenfolge Berliner Wertung an allen, an
den ersten vier, an den ersten zwei Brettern
und danach durch Los entschieden.
Unser Verein hat am 12.09.09 mit neun jugendlichen Schachspielern an dem mit EU-Mitteln geförderten grenzübergreifenden Jugendschachturnier des Flensburger Schachklubs und des dänischen Schachklubs aus Bov teilgenommen. Unser Vorsitzender Enrique Ruiz Hampel hat die Jugendlichen nach Flensburg begleitet. Hier sein Bericht:
"Unsere Jugendlichen waren bei dem Grenzspringerturnier sehr erfolgreich. In der U18 holte Alexander Koch mit 6½ Punkten aus 7 Partien den ersten Platz. Dabei zeigte er auch eine sehr gute spielerische Leistung. In der U16 belegte Andreas Koch den 4. und Jan-Niklas Dingeldein den 5. Platz. Bei Jan-Niklas ist hier der Fair-Play-Gedanke hervorzuheben. In einem Spiel stand er in einer aussichtslosen Stellung, der Spielpartner machte einen Zug, sagte "Schach matt" und hielt gleichzeitig die Uhr an. Da Jan-Niklas aber nicht matt war, sondern es erst im nächsten Zug gewesen wäre, hatte der andere Spieler nach dem Schachregelwerk der FIDE Nachteile. Jan Niklas verzichtete allerdings darauf und gab die Partie verloren. In der U14 belegte Kim Ruiz mit 4 aus 7 den 5. Platz und Judith Koch wurde 10. In der U12 holte Philipp Dreyer 5 Punkte aus 7 Partien und wurde damit Zweiter hinter Merlin Hansen aus Schleswig, der sich Philipp aber im direkten Vergleich geschlagen geben musste. Ähnliches wiederholte sich in der U10, als Torge Hamann sein erstes Turnier spielte. Nach zwei Anfangsniederlagen konnte Torge alle weiteren Spiele gewinnen und sogar den späteren Ersten und Favoriten Dario Gutschenreiter aus Flensburg besiegen. Damit reichte es für den 3. Platz. Lisa Ruiz wurde Vierte mit 4½ Punkten aus 7 Partien, obwohl sie eine gute und souveräne Leistung bot. In der letzten Runde spielte sie gegen Florian Hansen, den Konkurrenten aus Schleswig um den zweiten Platz. Lisa hätte hier auf Sieg spielen müssen, nahm aber gleich am Anfang ein Remisangebot von Hansen an. Tim Pawlack - mit seinen 9 Jahren der jüngste Teilnehmer aus Eckernförde - belegte den 15. Platz.
Insgesamt nahmen an diesem Turnier 24 deutsche und
19 dänische Schachspieler teil. Jeder Teilnehmer
erhielt als Andenken an das Turnier vom
Turnierorganisator Svend Erik Kramer eine
Medaille überreicht, die ersten Drei jeder
Altersgruppe erhielten einen Pokal, der Sieger der
Altersgruppe erhielt zusätzlich eine Schachuhr.
Interessant war, dass sich die meisten
Spieler spätestens in jeder zweiten Partie einzig
über das Spiel und mit Gesten unterhalten konnten.
Dieses konnte bereits bei früheren
Sprachgrenzen überschreitenden Spielen des
Eckernförder Schachclubs beobachtet werden. Als
Fazit für den Schachklub bleibt, dass die
erfolgreiche Jugendarbeit des Eckernförder
Schachclubs in Eckernförde und Rieseby von
Claus Langmann, Bruno Geruschkat und Enrique Ruiz
Hampel in der Teilnehmermeldung und der
gesteigerten Spielstärke Früchte trägt."
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Die stolzen Teilnehmer (von links nach rechts): Phillip Dreyer, Alexander Koch, Kim Ruiz, Jan-Niklas Dingeldein (hinten), Torge Hamann, Andreas Koch (hinten), Lisa Ruiz, Judith Koch, Tim Pawlack |
Am 07.09.09 wurde mit der 1. Runde die Vereinsmeisterschaft 2009/10 eingeläutet. Erstmalig wird das Turnier nach dem Schweizer System ausgetragen. Es ist ein Risiko, denn es verlangt von den Spielern ein bisher ungewohntes Maß an Termindisziplin. Aber die Vorzeichen stehen günstig: 23 Spieler aller Altersklassen haben sich gemeldet und die Paarungen der 1. Runde sind entweder tatsächlich schon gespielt oder zumindest für einen bestimmten Termin vor der 2. Runde - die für den 28.09.09 angesetzt ist - verabredet.- Die Einzelergebnisse finden Sie auf der Seite für die Vereinsmeisterschaft, die weiteren Rundentermine auf der Terminliste.
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Von Groß bis Klein wurde in Rieseby wieder Schach gespielt. Insgesamt nahmen 60 Schachfreunde - 52 Kinder und Jugendliche sowie 8 Erwachsene - an den beiden Turnieren teil.
Das Schlei Ostsee Pokalturnier war mit 7
Schachfreunden über 2000 DWZ und einem Teilnehmer
unter 2000 DWZ von der Spielstärke her gut
besetzt. FIDE-Meister Wolfgang Pajeken vom
Hamburger Schachklub - der mit seinem Sohn
angereist war - setzte sich souverän gegen die
einheimische Konkurrenz aus Kiel und den
Eckernförder Lokalmatador Manfred Homuth durch.
Der ausgelobte Sonderpreis für Senioren ging –
aufgrund des Verzichts von Edmund Lomer – an
Schachfreund Kramer aus Bov/Dänemark. Neben
Pokalen an die jeweiligen Turniersieger wurden an
jeden Teilnehmer Preise verteilt.
Im Jugendturnier nahmen 7 Eckernförder Jugendliche
teil. Hier sorgte Lisa Ruiz für eine Überraschung.
Hinter dem amtierenden Landesmeister der U10
belegte sie den 2. Platz. Für Tim Pawlack - mit 9
Jahren jüngster Teilnehmer des Eckernförder
Schachklubs - war es sein erstes Turnier
überhaupt.
Das Organisatoren-Team Ilka Ruiz vom SSF Risby und
Enrique Ruiz Hampel vom Eckernförder Schachklub
war mit der Resonanz sehr zufrieden und hat sich
besonders bei den Teilnehmern aus Hamburg, Bremen
und Dänemark bedankt, die die weiteste Anfahrt
hatten. Besonders erfreut ist man darüber, dass
die Beziehung zu dänischen Schachklubs weiter
ausgebaut wurde.
Am 12. September wird der Eckernförder Schachclub mit einigen Jugendlichen beim internationalen Grenzspringer-Jugendturnier in Flensburg, einer Veranstaltung von dänischen und norddeutschen Schachvereinen, teilnehmen.
Jahrelang war es absolut vergeblich, in Eckernförde beim Zeitschriftenhandel ohne Vorbestellung eine Schachzeitung zu erwerben. Das hat sich geändert: Unserem Jugendwart Bruno Geruschkat fiel beim kürzlichen Besuch im Einkaufszentrum Famila in der Rendsburger Straße die "Deutsche Schachzeitung" ins erstaunte Auge. Also: wer Bedarf an aktuellen Nachrichten über die Inhalte unserer Website hinaus hat, begebe sich zu Famila!
Zum 3. Mal nach 2001 (Dresden) und 2005 (Essen) nahm unser Ehrenvorsitzender Edmund Lomer an der jährlich ausgetragenen Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaft teil. Diesmal war erneut das reizvolle Dresden, auch Elbflorenz genannt, vom 03.08. bis 11.8.2009 Schauplatz des mit vielen bekannten und hervorragenden Spielern besetzten Turniers.
Mit Edmund Lomer hatten sich 192 Teilnehmer aus ganz Deutschland, darunter ein Großmeister und 16 Fidemeister, in der A-Gruppe eingefunden, um neun Runden nach Schweizer System auszutragen. Sieger des Turniers und damit Deutscher Seniorenmeister wurde Christian Clemens/Braunschweig, der 8 Punkte aus den neun Partien erzielte. Aus Schleswig-Holstein spielten ferner Joachim Thielemann/Kiel (erreichter Platz 138 mit 4 Punkten) und Manfred Plewka/Büdelsdorf (Platz 167 mit 3 Punkten) mit. Daneben gab es auch noch eine B-Gruppe für Spieler unter DWZ 1800.
Edmund Lomer berichtet über seine Kämpfe in der A-Gruppe:
"Mein Ziel war klar: Die Plätze 68 und 60 der Turniere von 2001 und 2005 zumindest etwas zu unterbieten, sollte ein erreichbares Vorhaben sein, trotz der Einstufung als Nr. 88 der Setzliste in dieser Meisterschaft.
Wie so oft, hatte ich wieder einmal einen eher verhaltenen Start: Meine Pflichtaufgabe erledigte ich mit Schwarz in Runde 1 durch einen Sieg gegen Günter Becker (Nr. 184), aber in der folgenden Runde 2 stellte ich in gewinnverheißender Stellung gegen Rudolf Striebich/Eppingen (Nr.35) eine Leichtfigur ein und verlor folgerichtig. Die 3. Runde brachte den zweiten Gewinn mit Schwarz – ein Arbeitssieg - gegen Dr. Hartwig Dötzel/Dresden (Nr. 182).
Nun endlich erwarteten mich schwerere und reizvolle Aufgaben:
Gegen Prof. Dr. Hans Petzold/Dresden (Nr.33) gelang in Runde 4 ein recht überzeugender Erfolg mit Weiß, dem in der 5. Runde ein mit gleicher Farbe hart erstrittenes Remis gegen FM Dr. Reinhard Zunker/Hofheim (Nr.40) folgte; hier hielt ich ein Endspiel mit ungleichen Läufern und zwei Minusbauern.
Auf Platz 31 vormarschiert, bekam ich in der folgenden 6. Runde mit den schwarzen Steinen Michail Bogorad/Düsseldorf (Nr. 30) vorgesetzt, den ich in einer recht schwungvoll gespielten Partie (Skandinavisch!) im Endspiel bezwingen konnte. Der 16. Platz war der gute Lohn und meine beste Platzierung im Turnier – leider jedoch war dieses noch nicht zu Ende!
In der 7. Runde war FM Karlheinz
Bachmann//Katernberg (Nr.15) Endstation meiner
Hoffnungen: Mit Weiß wurde ich langsam aber sicher
überspielt und nach 38 Zügen gab ich den
hoffnungslos gewordenen Kampf auf. Wenigstens war
es meine letzte Niederlage im Turnier. Um mich für
den nächsten Tag gut zu rüsten, verzichtete ich
sogar auf das am Nachmittag ausgetragene
Blitzturnier – ein seltener Entschluss
meinerseits!
In den beiden letzten Runden spielte ich remis: mit Schwarz nach hartem Kampf und gutem Konterspiel gegen Dr. Roubik Adibekian/Hannover (Nr.42) und mit den weißen Steinen gegen Heinrich Däubler/Haselmühl (Nr.43), wobei sogar große Gewinnchancen bestanden.
Der abschließend erreichte 40. Platz mit 5½ Punkten und einer Verbesserung von 48 Plätzen gegenüber der Setzliste bedeutete kein schlechtes Ergebnis. Aber erneut zeigte sich, dass meine weiße Spielweise überdacht werden muss! Mit Schwarz war die Bilanz mit 3½ aus 4 fast makellos!
Es war ein schönes Turnier, verbunden mit einem Wiedersehen wohlbekannter Hamburger Schachfreunde wie Wolfgang Schulz, Hanno Kreutzkamp, Volker Papenbrock und Werner Schirmer. Ein Besuch im Kuppelrestaurant Yenidze, eine der exotischsten Sehenswürdigkeiten der Stadt mit herrlichem Rundblick über Stadt und Land sowie ein Plausch mit Monika und Manfred Mädler in ihrer reizvollen Villa im Dresdner Vorort Blasewitz durfte natürlich auch nicht fehlen."
Edmund Lomer hat auch seine Gewinnpartie aus der 6. Runde gegen Michail Bogorad analysiert und kommentiert:
1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 c6 5.Lc4 Lf5 6.Sf3 Sf6 7.0-0 e6 8.h3 hier wird überwiegend 8. Se5 gespielt. 8...Sbd7 9.a3 (hier für mich neu; 9. De2 ist üblicher) 9...Le7 10.Te1 0-0 11.Lf4 Sd5 (Schwarz will sich entlasten. Falls Weiß auf d5 schlägt, wird seine c-Linie latent schwach) 12.Ld2 Sxc3 13.Lxc3 Dc7 14.g4 Lg6 15.Se5 Sxe5 16.dxe5 Tfd8 17.De2 b5 18.La2 Lg5 (dämmt Aktionen wie z.B. f2-f4 zunächst ein) 19.Tad1 Txd1 20.Txd1 Td8 21.Txd8+ Dxd8 22.Kg2 a6 23.b4 (dieser verpflichtende Zug soll c6-c5 verhindern, nun aber sucht sich der Läufer andere Ziele) 23...Dd7 24.Kg3 Lc1 25.h4 h5 26.gxh5 Lf5 27.Lb3 Lxa3 28.h6 (Weiß wirkt etwas hilflos, aber wo soll er anpacken? Schwarz muß allerdings auf die latenten Drohungen auf der Diagonalen a1-h8 achten) 28...gxh6 29.Ld2 h5 30.De3 Lg6 31.Dg5 c5 32.Le3 Lxb4 (c4!) 33.c3? [ 33.Df6! Ld2 34.Lxe6 Dxe6 35.Dxe6 fxe6 36.Lxd2 Lxc2 37.Le3 c4 38.Ld2] 33...Lxc3 34.Lc2 Lxe5+ (soll die Lage entschärfen) 35.Dxe5 Lxc2 36.Dxh5 Lg6 37.Dxc5 Dd1 (der weiße König gerät vermehrt in Schwierigkeiten) 38.f3 De1+ 39.Lf2 Dd2 40.Dc8+ (40.Ld4 mit der Drohung Dc8+ und Dh8 matt hätte Remischancen eröffnet) 40...Kh7 41.Dxa6 b4 42.Da5 Dd6+ 43.Kg2 e5 (Verhindert Gegenaktionen auf den schwarzen Feldern - das Endspiel ist nun gewinnverheißend) 44.Le1 (Dc5!) 44...b3 45.Lc3 e4 46.fxe4?? (46. Da8 oder De5 hätte deutlich mehr Widerstand geleistet) 46...Lxe4+ 47.Kf1 Dd1+ 48.Kf2 Df3+ 49.Ke1 De3+ 50.Kf1 Ld3+ 51.Kg2 De2+ 52.Kg3 De3+ 53.Kg2 Le4+ 54.Kf1 Ld3+ 55.Kg2 De2+ 56.Kg3 b2 57.Dg5? (hier versäumte Weiß eine Remiswendung durch 57. Da7! Lg6 58. Dd4) 57...Lg6 58.Df6 De3+ 59.Kg4 Dxc3 60.Dxc3 b1D 61.Kg3 Dd3+ und Weiß gab auf.
Am 7. August 2009 ist unser Mitglied Hans Sell - für uns völlig unerwartet - im Alter von 81 Jahren verstorben. Hans Sell ist 1946 als junger Mann in unseren Verein eingetreten und hat in früheren Jahren nicht nur als Spieler, sondern auch als Organisator ganz wesentlich zum Gelingen des Vereinslebens beigetragen. In den letzten Jahren hat er sich altersbedingt vom Turnierschach zurückgezogen, spielte aber noch gern beim Freiluftschach bei der Kurverwaltung und noch regelmäßig in der Stadtbücherei mit seinem Schachfreund Michael Wittke.- Wir werden Hans Sell ein ehrendes Gedenken bewahren.
Vier unserer Mitglieder haben sich entschlossen, vom 1.8. bis zum 7.8.09 am 22. Kieler Open mitzuspielen. Sie können an dieser Stelle ihre Erfolge nachvollziehen. Und da der Veranstalter Aljoscha Feuerstack - den amtierenden Meister von Schleswig-Holstein und unser "passives Mitglied" - unter "Eckernförder Schachclub" starten ließ, wollen wir auch seine Erfolge beobachten. - In der ersten Runde passierte Gerd Bernhardt das Kuriosum, dass er zum dritten Mal gegen Großmeister Sigurd Lanka antreten mußte - leider immer ohne Punktgewinn.
"Reisende in Sachen Schach" - nach Kiel ist es von uns aus ja eigentlich keine Unternehmung, die das Wort "Reise" verdient, aber unser Ehrenvorsitzender Edmund Lomer hat sich auf den Weg nach Dresden gemacht, um dort mit neu erstandenem Laptop und ehrgeizigen Zielen vom 3.8. bis zum 11.8.09 in der stark besetzten Gruppe A an der 21. Deutschen Seniorenmeisterschaft teilzunehmen. Insofern ist die gewählte Überschrift berechtigt. - Auch seinen Weg werden wir in den nächsten Tagen an dieser Stelle verfolgen.
Weitere Einzelheiten zum Kieler Open finden Sie hier, zur Deutschen Seniorenmeisterschaft hier.
Kieler Open
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ELO - Turnier 70 Teilnehmer |
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gesetzt an |
Rd.1 |
Rd.2 |
Rd.3 |
Rd.4 |
Rd.5 |
Rd.6 |
Rd.7 |
Rd.8 |
Rd.9 |
Punkte |
Platz |
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Feuerstack |
6 |
1 |
1 |
½ |
1 |
½ |
1 |
½ |
1 |
1 |
7½ |
1. |
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Bernhardt |
36 |
0 |
0 |
½ |
½ |
1 |
1 |
1 |
0 |
1 |
5 |
29. |
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Koch, Ralf |
48 |
0 |
1 |
½ |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
1 |
3½ |
57. |
Alojoscha Feuerstack hat seine gute Form vom Frühjahr bewahrt und bestätigt und siegte vor GM Lanka (7 Punkte). Wir gratulieren ihm und freuen uns, dass ein kleiner Glanz seines Sieges auf unseren Verein fällt. Außerdem - und das ist ein besonder guter Grund zur Gratulation - hat er seine dritte Norm für den Titel eines Internationalen Meisters erzielt und wird demnächst von der FIDE zum Internationalen Meister ernannt werden!
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DWZ -Turnier 46 Teilnehmer |
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gesetzt an |
Rd.1 |
Rd.2 |
Rd.3 |
Rd.4 |
Rd.5 |
Rd.6 |
Rd.7 |
Rd.8 |
Rd.9 |
Punkte |
Platz |
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Koch, Alexander |
27 |
1 |
0 |
1 |
½ |
1 |
0 |
½ |
1 |
1 |
6 |
4. |
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Koch, Andreas |
35 |
½ |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
+ |
0 |
0 |
2½ |
43. |
Alexander Koch - gesetzt an Platz 27 - hat mit seinem 4. Platz ein herausragendes Ergebnis erzielt. Das geht einher mit einer deutlichen Verbesserung seiner DWZ-Wertung von 1349 um 176 auf 1525 Punkte. Das ist die zweithöchste Verbesserung aller Teilnehmer! Glückwunsch!
Deutsche Seniorenmeisterschaft
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Senioren/Gr. A 192 Teilnehmer |
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gesetzt an |
Rd.1 |
Rd.2 |
Rd.3 |
Rd.4 |
Rd.5 |
Rd.6 |
Rd.7 |
Rd.8 |
Rd.9 |
Punkte |
Platz |
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Lomer |
88 |
1 |
0 |
1 |
1 |
½ |
1 |
0 |
½ |
½ |
5½ |
40 |
Edmund Lomer hat ein sehr gutes Turnier gespielt - fast 50 Plätze besser als sein Setzplatz! Das muß erst einmal erkämpft werden. Wir dürfen auf seinen Bericht gespannt sein. - Deutscher Seniorenmeister wurde Christian Clemens - regelmäßiger Gast beim Senioreneinladungsturnier des Hamburger Schachklubs - dem wir an dieser Stelle aus alter Verbundenheit herzlich gratulieren.
Am 20.06.09 startete eine 13-köpfige Delegation unseres Vereins, bei dem viele Riesebyer Jugendliche mitspielen, dem Schachklub Tondern einen Besuch ab. Dabei wurde natürlich neben Schach spielen viel Klönschnak gehalten und Pölser gegessen. Dass man trotz unterschiedlicher Sprache über ein Spiel mit internationalen Regeln schnell ins Gespräch kommt, ist immer wieder erstaunlich.
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Unser Verein hat sich mit einem Präsentkorb mit
hiesigen Spezialitäten für den freundlichen
Empfang bedankt und die Jugendlichen aus Tondern
zum 2. internationalen Jugendturnier nach
Rieseby am 29. August eingeladen. Dem
will der Schachklub Tondern gerne nachkommen.
Die Spielkommission des Schachverbands hatte den Protest des Flensburger SK gegen die 0:8-Wertung des Stichkampfs um den Klassenerhalt in der Landesliga gegen unseren Verein zurückgewiesen. Der Flensburger SK hat gegen diese Entscheidung am 02.07.09 das Schiedsgericht angerufen.
Inzwischen hat der 1. Vorsitzende des Flensburger
Schachklubs seinen Einspruch vom 02.07.2009 gegen
die Zurückweisung seines Einspruchs durch die
Spielkommission des Schachverbandes Schleswig -
Holstein zurückgezogen.
Unsere 1. Mannschaft bleibt also auch für das
kommende Jahr für die Landesliga spielberechtigt.
Mit einem halben Punkt Vorsprung gewann Enrique Ruiz Hampel zum ersten Mal das traditionelle und für jedermann offene Aalturnier, das am 12. 07.09 ausgetragen wurde. Er siegte vor dem amtierenden Landesschnellschachmeister Ferdinand Voelzke von Turm Kiel, der punktgleich mit unserem Lokalmatador Edmund Lomer - dem Landesblitzmeister der Senioren - den zweiten Platz belegte. Erst ein Sieg von Edmund Lomer über Ferdinand Voelzke in der 5. von insgesamt 7 Runden ermöglichte den Turniersieg von Enrique Ruiz Hampel, der bis dahin punktgleich mit Voelzke war.
Das Turnier war mit 22 Spielern gut besucht, die weiteste Anreise hatte ein vereinsloser Schachfreund aus der Nähe von Hamburg. Die Schachfreunde bedankten sich herzlich bei der noch sehr jungen Turnierleitung Lisa und Kim Ruiz für die Durchführung des Turniers, beim Eckernförder Schachklub für die Bewirtung und bei der Eckernförder Touristik GmbH für die bereitgestellten Aale. - Die Abschlußtabelle:
Am 06.07.09 wurde in Neumünster die 3. Runde des Dähne-Pokals ausgetragen. Ralf Koch, der letzte Spieler unseres Vereins, der diese Runde noch erreicht hatte, mußte leider absagen, so dass seine Partie als kampflos verloren gewertet wurde. Damit ist der Dähne-Pokal 2009/2010 für uns Geschichte.
Auch in diesem Jahr trat Edmund Lomer – nunmehr
als Ehrenvorsitzender – wieder zum Rathaussimultan
"Einer gegen alle" an. Im schönen Ratssaal
übernahm der Zweite Stadtrat Rainer Bunte in
Vertretung des Bürgermeisters die Begrüßung der 15
Schachspieler, die versuchen wollten, gegen Edmund
Lomer zu bestehen. Besonders herzlichen Beifall
erhielten die ehemaligen Bürgermeister Klaus Buß
und Kurt Schulz, die beide nicht zum ersten Mal
gegen den Simultanspieler antraten.
Für den Simultanspieler ist eine solche Veranstaltung nicht nur eine schachliche Herausforderung, sondern auch eine sportliche, denn er muss – von Brett zu Brett gehend – auch einen flotten Fußmarsch von nicht unerheblicher Länge zurücklegen. Aber auch darauf war Edmund Lomer gut vorbereitet, hatte er doch ein Paar Spezialturnschuhe angelegt.
Der Kampf begann pünktlich um 16 Uhr und die
Spieler mussten sich nun an den Spielrhythmus des
Simultanspielers anpassen, denn seine
Herausforderer mussten immer sogleich dann ziehen,
wenn er an das Brett trat. Es wurde Edmund Lomer
nicht leicht gemacht, alle Spieler boten ihm
erheblichen Widerstand. Nur langsam zeichneten
sich an einigen Brettern Vorteile ab, die Edmund
Lomer zum Gewinn verdichten konnte. Aber es gab
auch Siege für die Spieler: Hans-Jürgen Schäfer
gewann nach guter Partieführung und Kim Ruiz – die
Tochter des 1. Vorsitzenden des Eckernförder
Schachclubs – gewann, nachdem Lomer ein
unkorrektes Damenopfer aufs Brett gebracht hatte
und dafür bestraft wurde. Auch Martin
Klimach-Dreger siegte in einem sehenswerten
Endspiel mit Turm gegen den unterlegenen Springer.
Gegen 18 Uhr lief nur noch ein Spiel: Otto Jeschke
hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen und
versuchte, diesen Vorteil in einen Gewinn
umzumünzen. Im Endspiel unterlief Lomer ein
Fehler, der ihn zusätzlich noch einen Läufer
kostete. Nun drohte nur noch ein von Amateuren
kaum zu gewinnendes Endspiel König-Läufer-Springer
gegen den nackten König, aber Otto Jeschke umging
auch dieses Problem und schaffte es, mit Hilfe des
Zugzwangs den letzten ihm verbliebenen Bauern
unabwendbar in eine Dame zu verwandeln. Lomer
konnte in dieser Situation seinem Gegner nur noch
zum Sieg gratulieren.
Da – sehr ungewöhnlich – in diesem Jahr keine der Partien unentschieden ausging, stand das Ergebnis mit 11:4 für den Simultanspieler fest, was beiden Parteien zur Ehre gereicht.
Drei Mitglieder unseres Vereins - Gerd Bernhardt, Ralf Koch und Claus Langmann - hatten sich für den erstmalig ausgeschriebenen Kalifornien-Cup eingetragen, der am Wochenende vom 12. bis 14.06.09 in Schönberg-Holm an den Gestaden der Ostsee ausgetragen wurde. Die Attraktivität der Veranstaltung litt ein wenig darunter, dass zwei Großmeister - davon ein männlicher - zunächst auf der Teilnehmerliste standen, dann aber im Laufe der Tage vor dem Beginn des Turniers wieder gestrichen wurden. Auf Nachfrage gab Suren Petrosyan - der Veranstalter des Turniers - komplizierte, aber einleuchtende Gründe an.
31 Teilnehmer fanden sich zu Beginn des Turniers ein. Die Zusammensetzung war sehr heterogen: An der Spitze der Rangliste stand der FM Frank Hegeler (DWZ 2197) vom Hamburger SK, am Ende standen einige Jugendliche noch ohne DWZ. Unsere Spieler waren an folgenden Plätzen gesetzt: Bernhardt (2), Langmann (8) und Koch (18). An den zweieinhalb Tagen von Freitagnachmittag bis Sonntag mußten fünf Partien gespielt werden. Ein derart kurzrundiges Turnier verzeiht keine Sünden und so brachte schon in der 2. Runde die unerwartete Niederlage von FM Hegeler gegen seinen Klubkameraden Lars Janzen den Favoriten um seine Siegeschance.
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Es gab auch Überraschungen anderer Art! In der dritten Runde wurde Langmann (DWZ 1832) gegen einen fast 50jährigen Spieler mit einer DWZ von nur 1101 gelost. Beide hatten zu diesem Zeitpunkt 2½ Punkte, was schon etwas verwunderlich war. Und dann spielte der DWZ-Schwächere ein durchaus seriöses, durchdachtes Schach und die Partie endete remis. Das gab natürlich Anlass zu Fragen und Erklärungen. Nach Angaben des Spielers hat er erst vor etwa 7 Monaten Schach kennen gelernt, seitdem übt er täglich zwei bis drei Stunden konzentriert und ernsthaft mit einschlägigen Materialien und Methoden (u.a. Fernlehrgang bei Jussupow) und nimmt Trainingsangebote insbesondere vom Hamburger SK wahr. Der Lohn der Mühe: bei einer DWZ von 1101 eine unglaubliche Turnierperformance von 1908! Der Name dieses Spielers: Rudolfo Malicki - man sollte sich ihn merken.
Turniersieger wurde - dank seines Favoritenkillersieges in der zweiten Runde - Lars Janzen (HSK, dort in der 7. Mannschaft spielend) mit 4½ Punkten vor FM Frank Hegeler (4). Unsere Spieler schnitten wie folgt ab: Langmann (3 Punkte, Platz 8), Bernhardt (3/12), Koch (2/19).
Das Turnier gefiel durch die räumlich großzügige Gestaltung und durch die nahezu familiäre Atmosphäre - eine größere Zahl von Teilnehmern wäre im Sinne der Spieler und auch des Veranstalters wünschenswert. Weitere Einzelheiten über das Turnier finden Sie unter http://www.kalifornien-cup.de.
Wir haben vom Landesspielleiter die Mitteilung bekommen, dass der vom SK Flensburg beim Stichkampf an Brett 3 eingesetzte Spieler Petersen nicht spielberechtigt war und dass deshalb der Stichkampf mit 8:0 für uns gewertet wird. Der SK Flensburg hat die Entscheidung des Landesspielleiters akzepiert und wird am kommenden Sonntag nicht mehr zum ursprünglich angesetzten zweiten Stichkampf antreten. Da unser Verein den Einspruch gegen die ursprüngliche Entscheidung des Landesspielleiters zurückgenommen hat, ist das Verfahren abgeschlossen und unsere 1. Mannschaft in der Landesliga verblieben.
Der SK Flensburg hat uns trotz der für sie bitteren Entscheidung zum Klassenerhalt gratuliert und wünscht unserer Mannschaft für die kommende Saison viel Erfolg.
Eine letzte Arabeske: Nachdem der Mannschaftsführer gegenüber dem Verband und auch uns gegenüber verbindlich mitgeteilt hatte, dass der SK Flensburg die 0:8-Entscheidung akzeptiert, wollte der Vorstand gleichwohl noch nachträglich Protest einlegen. Dieser Protest ist vom Landesturnierleiter nicht angenommen worden. Dagegen hat nun der Vorstand Protest eingelegt, über den die Spielkommission entscheiden wird.
Die offizielle und aktuelle Darstellung des Verbands finden Sie unter http://www.schachverband-sh.de.
Die Jugendverbandsliga A hat am 14.06.09 ihre Mannschaftskämpfe abgeschlossen. Auch der letzte Kampf unserer Jugendmannschaft gegen die zweite Mannschaft des SK Doppelbauer Kiel ging verloren, und zwar mit 1½ : 2½. Unsere Mannschaft belegte damit unter neun Mannschaften mit 2:14 Punkten den letzten Platz. - Die Einzelergebnisse unserer Spieler finden Sie auf der Mannschaftsseite.
Unser Mitglied Ralf-Johannes Koch hat am "Nordpokal 2008 / 2009" des TuS Holtenau teilgenommen und hierüber folgenden Bericht verfasst (die dem Bericht beigefügte Schlußtabelle hat der Webmaster weggelassen - sie kann bei Bedarf sicher an anderer Stelle des Internets nachgesehen werden):
"Schon zum 19.Mal veranstaltete der TuS Holtenau über die Wintermonate ein offenes Schachturnier: den "Nordpokal". Da mir unsere Bezirksliga mit nur 6 Mannschaften zu wenig Partien hergab, hatte ich im "Netz" nach einer zusätzlichen Spielmöglichkeit gesucht und war auf der Internetseite des Schleswig-Holsteinischen Schachverbandes auf die Ausschreibung für dieses Turnier gestoßen. Die Spieltermine, jeweils einmal im Monat auf einem Mittwochabend, Spielmodus 7 Runden Schweizer System und die Bedenkzeit von 2 Std. je Spieler/Partie sagten mir zu, und so machte ich mich erstmals im Oktober 2008 auf den Weg, um die Farben unseres Vereins zu vertreten.
1.Runde (Oktober): Ich startete mit einem Schwarzsieg über Wisotzki (Kieler SG / Meerbauer) gut in das Turnier. Mein Gegner beging schon in der Eröffnung gegen meine königsindische Verteidigung einige Ungenauigkeiten, die mir in der Folge entscheidenden Materialgewinn einbrachten.
2.Runde (November): Die Auslosung brachte mir mit Schalla (SVG Friedrichsort) das "DWZ-Schwergewicht" des Turniers. Leider "verschlief" ich die Eröffnung und stand nach ca. 15 Zügen einfach schlecht und inaktiv. Um nicht langsam und ohne Gegenwehr "plattgeschoben" zu werden, entschied ich mich für ein inkorrektes, aber am Brett sehr schwer durchzurechnendes Figurenopfer, welches jedoch noch einige praktische Gegenchancen versprach. Mein Gegenüber fand tatsächlich nicht die richtige Antwort und es kam zu einer unklaren Stellung mit beiderseitigen taktischen Möglichkeiten, nach deren Auflösung ich wahrscheinlich auf Gewinn stand, aber auf Grund meiner schon arg strapazierten Bedenkzeit machte ich meinem Gegner ein Remisangebot, welches er sofort annahm.
3.Runde (Dezember): Mein Gegner Dr. Brockmann (Kieler SG / Meerbauer) schien seiner DWZ nach gegen mich nur Außenseiter zu sein, aber wie so oft, wenn man den Punkt in Gedanken schon abgehakt hat, kam es ganz anders. Er spielte gut, setzte mich von Beginn an stark unter Druck, und ich blieb wohl auf Grund meiner etwas laschen Einstellung zu dieser Partie weit unter meinen Möglichkeiten. Mit sehr viel Glück gelang es mir, noch so gerade in den Remishafen zu entkommen. Innerlich etwas wütend auf mich selber und mit dem festen Vorsatz (mal sehen, wie lange der hält), in der Zukunft jeden Gegner so zu spielen, als hätte er eine DWZ von 2000, trat ich den Heimweg an.
4.Runde (Januar): Gegen den aufstrebenden Jugendlichen Henrik Jacobsen (TuS Holtenau) hatte ich in der letzten Saison eine empfindliche Niederlage einstecken müssen, konnte jedoch diesmal den "Spieß" umdrehen und in einem geschlossenen Sizilianer einen vollen Punkt einfahren.
5. Runde (Februar): Ich musste mit den schwarzen Steinen gegen den sich inzwischen zum Turnierfavoriten gemauserten Volker Ibs (SK Doppelbauer Kiel) antreten. Gegen seinen Trompowskiangriff bereitete ich mich meiner Meinung nach sorgfältig vor, mußte mich aber sehr schnell vom Gegenteil überzeugen lassen. Eine glatte und verdiente, jedoch auf Grund der in die Vorbereitung investierten Zeit, schmerzhafte "Null" auf dem Konto.
6. Runde (März): Diesmal bescherte mir das Paarungsprogramm Swiss-Chess den neuen Turnierleiter des Landesschachverbandes Torsten Maeder (SG Turm Kiel) als Gegner. Ich erwiderte seine "Bird-Eröffnung" mit dem "Froms Gambit" und entschied die dadurch entstehenden taktischen Verwicklungen eindeutig zu meinen Gunsten.
7. Runde (Mai): Auf Grund der Tabellensituation kam es zum "kleinen Finale" zwischen Sawall (TuS Holtenau) und mir um Platz 3 im Turnier und gleichzeitig um einen Kampf um den Ratingpreis zwischen 1600 und 1700 DWZ. Unter diesen Voraussetzungen war es sicherlich keine Überraschung, dass unsere Partie die am längsten umkämpfte des Spieltages wurde. Es gelang mir im Mittelspiel, eine etwas vorteilhafte Stellung zu erreichen, die ich schließlich nach Qualitätsgewinn mit einem gelungenen Mattangriff abschließen konnte.
Fazit: Mit meinem Turnierergebnis war ich trotz einiger etwas schwächeren Partien recht zufrieden, und auch das Turnier, das auf Grund seiner Dauer eher den Charakter einer Vereinsmeisterschaft hatte, gefiel mir sehr gut. Besonders erwähnen möchte ich dabei noch die Disziplin der Teilnehmer, die eindeutig zeigte, dass auch ein Turnier nach "Schweizer System" über einen längeren Zeitraum spielbar ist, ohne dass es zur Ergebnisverzerrung durch verschobene Spieltermine kommt. Auch die Ruhe im Turniersaal - ohne Lärm durch "Blitzer" oder laute Analysen - war erwähnenswert, und so war es auf jeden Fall nicht meine letzte Teilnahme an dem von Holger Schwarzenberg und dem TuS Holtenau sehr gut organisierten Turnier."
Sieger des "Nordpokals" wurde Volker Ibs (SK Doppelbauer Kiel) mit 6 Punkten aus 7 Partien vor Dieter Schalla (SVG Friedrichsort) mit 5½. Den DWZ-Preis 1700-1600 und Platz 3 errang unser Berichterstatter Ralf-Johannes Koch (5 Punkte), den DWZ-Preis unter 1600 Holger Schwarzenberg vom gastgebenden Verein TuS Holtenau.
Etwa 20 Mitglieder nahmen an der diesjährigen Hauptversammlung teil. Auch die örtliche Presse entsandte zwei Vertreter. Sie dokumentierten in Bild und Wort den historischen Moment, in dem das Amt des 1. Vorsitzenden von Edmund Lomer an Enrique Ruiz Hampel überging.
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Der einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählte Edmund Lomer und der neue 1. Vorsitzende Enrique Ruiz Hampel stellen sich den Fotografen |
Mit freundlicher Genehmigung des sh:z Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags übernehmen wir den von Frau Christel Fries verfassten und am 10.06.09 unter der Überschrift "Schachclub: Ruiz Hampel löst Lomer ab" in der Eckernförder Zeitung veröffentlichten Artikel über unsere Hauptversammlung:
Das königliche Spiel ist im 15. Jahrhundert nach Europa gekommen. Seit 1921 gibt es den Schachclub Eckernförde, der auf viele Erfolge in den letzten Jahrzehnten zurückblicken kann. Eine lange Zeit als Vorsitzender kann Edmund Lomer verzeichnen. Bei der Jahreshauptversammlung des Eckernförder Schachclubs von 1921 am Montagabend in der Bürgerbegegnungsstätte stellte er sein Amt zur Verfügung. Seit 1999 war Lomer als Vorsitzender aktiv: "Auch wenn es eine schöne Zeit war, jetzt sind Jüngere gefragt, die Verantwortung übernehmen", sagte Lomer.
Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder einstimmig Enrique Ruiz Hampel, der seine organisatorischen Fähigkeiten unter anderem als langjähriger Turnierleiter bewiesen hat. Unterstützung erhält der neue Vorsitzende vom erneut bestätigten 2. Vorsitzenden Kai Krüger, der ebenso als Turnierleiter fungiert und damit in einer Doppelfunktion gefordert ist. Die Vereinskasse wird weiterhin von Manfred Homuth geführt.
In seinem letzten Jahresbericht versäumte Lomer nicht, auf die Schach-Simultanveranstaltung am 18. Juni im Ratssaal hinzuweisen. Beim Spiel "Einer gegen alle" tritt Lomer unter anderem gegen die ehemaligen Bürgermeister Kurt Schulz, Klaus Buß und Susanne Jeske-Paasch an.
Kai Krüger erhielt den Vereinsmeisterpokal für das Jahr 2008/2009. Der zweite Platz ging an Ralf Koch, den dritten Platz belegte Ulrich Bußmeier(*). In der Meisterschaft der Pokalsieger lag Claus Langmann vorn.
Der Schachclub bereitet sich intensiv auf das Eckernförder Aaltunier am 12. Juli in der Bürgerbegegnungsstätte vor. Anmeldungen sind noch möglich. 2010 und 2011 wird das königliche Spiel viele Schachfreunde nach Eckernförde locken, dann sollen die Landesmeisterschaften der Herren und die Seniorenmeisterschaften im Ostseebad ausgetragen werden. Das Votum erteilten die Mitglieder einstimmig, auf den neuen Vorstand wartet viel Arbeit.
Der Schachclub
Eckernförde hat 69 Mitglieder, darunter 27
Jugendliche. Die Betreuung obliegt dem
wiedergewählten Jugendwart Bruno Geruschkat.
Der Schachclub würde gerne weitere aktive junge Mitglieder aufnehmen. Vor allem Mädchen haben bislang nur selten den Weg zum Schach gefunden. Schachinteressierte sind jederzeit willkommen. Trainiert wird jeweils montags ab 19 Uhr in der Bürgerbegegnungstätte, das Training der Jugendlichen beginnt um 17.30 Uhr.
(*) Anmerkung des Webmasters: das ist nicht ganz richtig: den zweiten Platz belegte - wie weiter unten nachzulesen - Edmund Lomer
Auch die Kieler Nachrichten berichteten am gleichen Tag sehr ausführlich von der Versammlung.
Der am 07.06.09 angesetzte Stichkampf gegen den Flensburger SK endete 4:4. Die Einzelergebnisse finden Sie im "Mannschaftsteil". - Als Letzter kämpfte Gerd Bernhardt - sein Sieg sicherte das Unentschieden.
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In der im Foto zu sehenden Stellung demonstrierte Gerd Bernhardt den Vorteil eines "entfernten" Frei- und Mehrbauern. Er siegte mit folgenden Zügen: 1.Kg3 Kc8 2.Kf4 Kd8 3.Ke5 Ke7 4.Lf3 Le6 5.d5 Lc8 6.Le4 Lg4 7.Kf4 Ld1 8.Kg3 Lxa4 9.Kxh3 Lxb5 10.Kg3 Kd6 11.Kf4 Lc4 12.Ke3 Lxd5 13.Lc2 Kc5 14.Kd2 Kb4 und Weiß gab auf.
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Am 07.06.2009 trat unsere erste Mannschaft in der Landesliga zum Stichkampf um den Verbleib in der höchsten Spielklasse Schleswig-Holsteins beim Flensburger SK an. Vorausgegangen war die noch nie da gewesene Konstellation, dass die Hälfte der Mannschaften in der Landesliga mit ausgeglichenem Punktekonto die Plätze 4 bis 8 in der Landesliga belegt haben. Der Stichkampf wurde trotz des von uns eingelegten Einspruches gegen die Stichkampfansetzung durchgeführt, da das Rechtsmittel keine aufschiebende Wirkung hatte.
Bereits nach weniger
als drei Stunden hatte Kai Krüger am zweiten Brett
mit den schwarzen Spielsteinen eine ausgeglichene
Stellung erreicht, die jedoch wegen der
Verschachtelung der Bauernstruktur für keinen der
beiden Spieler an Brett 2 Gewinnaussichten hatte.
Diese Partie endete Remis.
Peter Krebs opferte am siebten Brett im
Mittelspiel mit den weißen Steinen zwei Figuren
gegen einen Turm, um einen Mattangriff gegen den
gegnerischen König zu starten. Er überspielte im
weiteren Spielverlauf seinen Gegenspieler klar,
bis er gegenüber dem schwarzen König des Gegners
drei verbundene Freibauern gewinnbringend
verwerten konnte. In der Zwischenzeit sah sich
Claus Langmann am achten Brett gegen den früheren
Präsidenten des Landesschachverbandes nach einem
Qualitätsverlust in der Defensive, während Rolf
Möller am sechsten Brett zwischenzeitlich zwei
Mehrbauern erringen konnte, sein Gegner außerdem
in Zeitnot geriet. Enrique Ruiz Hampel hatte in
der Zwischenzeit am dritten Brett aus einer
ursprünglich eher defensiveren Position Ausgleich
im Mittelspiel erzielt, konnte sogar im Endspiel
Vorteile mit einem eventuellen Bauerngewinn
andeuten. Er gab jedoch die Partie Remis, da er
bereits zuvor mit dem Mannschaftsführer Kai Krüger
die Notwendigkeit abgestimmt hatte, wegen einer
dringenden familiären Verpflichtung möglichst
frühzeitig in ein eventuelles Remis-Angebot seines
Gegenspielers einzuwilligen. Somit stand es
zwischenzeitlich 2:1 für die Eckernförder, bei
durchaus guten Aussichten an den weiteren
Brettern.
Manfred Homuth hatte eine etwas bessere Stellung in einem Läufer-Turm-Endspiel am ersten Brett erreicht. Gerd Bernhardt hatte eine Druckstellung am vierten Brett aufgebaut, während Edmund Lomer am fünften Brett eine taktische Mittelspielstellung ausgleichen konnte. Rolf Möller stand währenddessen wegen des Mehrmaterials und der hohen Zeitnot seines Gegenspielers kurz vor dem Gewinn, überlegte jedoch zu lange an seinem 37. Zug, bis völlig unerwartet seine Zeituhr ablief. Anstelle eines 3:1 stand es nun überraschend 2:2. Claus Langmann musste seine Partie am achten Brett aufgeben, so dass es plötzlich 2:3 stand und unserer Mannschaft eine Niederlage drohte. Edmund Lomer kämpfte trotz ausgeglichener Zeit am fünften Brett verbissen weiter, konnte jedoch letztlich, da sein Gegner klug abwartete und selbst nichts riskierte, nur ein Remis erzielen. Manfred Homuth konnte am ersten Brett gegen den Spitzenspieler des Flensburger SK seine etwas bessere Stellung auch nicht zum Gewinn verwerten, so dass es 4:3 für Flensburg stand. Gerd Bernhardt konnte beim Übergang vom Mittelspiel ins Endspiel schließlich aus seiner guten Stellung einen Bauerngewinn realisieren, den er im Läuferendspiel konsequent zum Freibauern ausbaute, um sodann seinen Gegner letztendlich doch zu bezwingen (s. oben), so dass es am Ende zu einem 4:4 kam, bei dem wir eine etwas bessere Berliner Wertung erzielen konnten. Wegen des 4:4 ist indes am 21.06.2009 ein weiterer Stichkampf, dieses Mal mit Heimrecht für uns, erforderlich.
Währenddessen läuft das von uns eingelegte Rechtsmittel weiter, so dass die Situation für die kommende Saison in der Landesliga Schleswig-Holstein weiterhin ungeklärt ist.
Unser Vorsitzender
Edmund Lomer hat "aus Spaß an der Freud" und zur
Auffrischung von Erinnerungen an der 21. Offenen
Württembergischen Seniorenmeisterschaft
teilgenommen. In der Zeit vom 11.05. bis 19.05.
wurden neun Runden ausgetragen. Lomer waran Platz
15 gesetzt in unmittelbarer Nachbarschaft von
Rainer Gehrmann (SV Eutin), der am Sonnabend zuvor
noch in Hamburg "geübt" hatte (s. Artikel weiter
unten). Was lag näher, als die Erfolge beider
Spieler und Konkurrenten zu beobachten?
|
|
gesetzt an |
Rd.1 |
Rd.2 |
Rd.3 |
Rd.4 |
Rd.5 |
Rd.6 |
Rd.7 |
Rd.8 |
Rd.9 |
Punkte |
Buchholz |
Platz |
|
Lomer |
15 |
0 |
1 |
½ |
1 |
1 |
0 |
1 |
1 |
0 |
5½ |
39,5 |
21 |
|
Gehrmann, Rainer |
16 |
1 |
1 |
1 |
0 |
0 |
½ |
1 |
0 |
1 |
5½ |
44,5 |
16 |
Im folgenden Bericht beschreibt uns Edmund Lomer, wie diese Abfolge von Siegen und Niederlagen aus seiner Sicht zustande gekommen sind:
"Erinnerungen aus längst vergangener Zeit bewogen mich, die 21. Offene Württembergische Seniorenmeisterschaft in Freudenstadt/Schwarzwald mitzuspielen. Nach gut 40 Jahren gab es für mich ein Wiedersehen mit diesem reizvollen Städtchen inmitten des Schwarzwaldes. Mit mir hatten sich 86 Teilnehmer aus ganz Deutschland und auch dem benachbarten Ausland eingefunden, um neun Runden nach Schweizer System auszutragen.
Wie so oft, hatte ich
wieder einmal einen schlechten Start: Als Nr. 15
gesetzt, verlor ich mit Weiß sehr dumm gegen die
Nr. 58, Josef Wölbl / Rottweil (aha, alle
Rottweiler, Mensch wie
Tier, sind also gefährlich!). Mit Alfred Klein /
Bad Kissingen (Nr.
65)
hatte ich dann mit
Schwarz
in Runde 2 allerdings wenig Mühe und gewann nach
knapp zwei Stunden – dies
ermöglichte mir einen schönen Ausflug nach
Freiburg/Breisgau. Die Fahrt mit der Murgtalbahn
durch die Schwarzwaldtäler war ein tolles
Erlebnis!
Nach einem nicht vom Stuhl reißenden Remis in Runde 3 mit Weiß gegen Adolf Woisetschläger / Zell (Nr. 51), gelang mir ein Schwarzsieg gegen Walter Blutarsch / Sindelfingen (Nr. 43) sowie ausnahmsweise auch ein Gewinn mit Weiß gegen Bruno Roggenstein/Furtwangen (Nr. 47). Nachdem mein Gegner erfolgreich – wie er meinte – fast alle Figuren im Remissinne abgetauscht hatte, blieb mir durch Einschlag auf b7 ein Mehrbauer. Dies wurde von meinem offenbar überraschten Gegner mit einem laut durch den Saal schallenden "huch" registriert.
In Runde 6 spielte ich mit Weiß gegen den späteren Turniersieger und zurecht an Nr. 1 gesetzten Hermann Krieger (ELO 2230, DWZ 2198) aus Ludwigshafen. Nach guter Eröffnungsbehandlung überriß ich wieder einmal fürchterlich und wurde durch diese Niederlage erst einmal zurückgeworfen. Zwei schwere Arbeitssiege jeweils mit Schwarz in der 7. und 8. Runde gegen Armin Flockerzi / Koblenz (Nr. 57) sowie Joachim Krafzik / Haar bei München (Nr. 31) gaben mir erneut Hoffnung auf ein akzeptables Abschneiden, das ein Remis in der Schlussrunde mir auch beschert hätte, aber ... erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Unglücklicherweise musste ich in der Schlußrunde mit Weiß antreten und – ein greifbares Remis verschmähend – eine Niederlage gegen Hans-Rudolf Kreutzkamp / Hamburg-Eimsbüttel (Nr. 9 - ELO 2216, DWZ 2116) beließ mir nur 5½ Punkte aus 9 Partien und Rang 21. Bemerkenswert, aber auch üblich bei mir: Mit Schwarz 4 aus 4, mit Weiß 1½ aus 5 – da sollte ich meine weiße Spielweise doch einmal überdenken! Ein schönes Turnier war es dennoch, auch verbunden mit einem Wiedersehen wohlbekannter Schachfreunde: Dorit und Rudolf Rainer Gehrmann aus Eutin, Volker Papenbrock / Eimsbüttel, Hans-Ulrich Jäger / Sillenbuch, der früheren Heimat der Familie Feuerstack."
In der 2. Runde des Dähne-Pokals - ausgetragen am 25.05.09 - siegte Vater Ralf Koch gegen seinen Sohn Andreas nach tapferer Gegenwehr. Enrique Ruiz Hampel schied gegen Sören Koop vom SC Wrist-Kellinghusen aus. - Damit ist nur noch ein Spieler unseres Vereins in diesem Wettbewerb vertreten.
In der Endrunde unserer Vereinsmeisterschaft mußte
die Partie zwischen Edmund Lomer und Kai Krüger
die Entscheidung über die Vereinsmeisterschaft
bringen. Lomer genügte ein Remis für die
Meisterschaft, Krüger mußte gewinnen, um
Vereinsmeister zu werden. Unter diesen Vorzeichen
begann nach der Farbwahl die Partie. Sie nahm für
Lomer keinen glücklichen Verlauf: Schon beim
Übergang ins Mittelspiel besaß Weiß Vorteile, die
er nach und nach ausbaute und zum Sieg führte.
Neuer (und alter) Vereinsmeister wurde dadurch Kai
Krüger, dem wir auch an dieser Stelle herzlich
gratulieren. Die Partie nahm folgenden
Verlauf:
Kai Krüger - Edmund Lomer (25.05.09) -
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 Lb4+ 4.Sbd2 b6 5.g3 Lb7
6.Lg2 Se4 7.0-0 Sxd2 8.Lxd2 Lxd2 9.Dxd2 0-0
Eine schlechte Eröffnungswahl von Schwarz: Die
Datenbank gibt Schwarz in dieser Stellung nur noch
25% Siegeschancen. 10.Tfe1 Le4 11.Df4 f5
12.Tac1 d6 13.Lh3 Lxf3 [13...Sc6! 14.Ted1
Df6=] 14.Dxf3 Sd7 15.e4 e5 16.exf5 exd4 17.Dd5+
Kh8 18.Dxd4+- Tb8 19.f4 Sf6 20.Te6 Dd7 21.g4 Df7
22.Tce1 Tbe8 23.b4 h6? 24.g5 Txe6 25.Txe6 Sg8
26.gxh6 Sf6 27.hxg7+ Dxg7+ 28.Kf1 Dh6 29.Lg2 Tf7
30.Te3 Kg8 31.Th3 Dg7 32.Ld5 [ 32.Tg3 Sg4
33.Dd1! gewinnt den Springer] 32...Kf8 33.Lxf7
Kxf7 34.c5 Dg4 35.Tg3 Dxf5 36.cxd6 Db1+ 37.Ke2
Dxa2+ 38.Dd2 Dc4+ 39.Kd1 cxd6 40.Dxd6 Df1+ 41.Kc2
Df2+ 42.Dd2 Df1 43.Tc3 Dh1 44.Tc7+ Kg6 45.Dd3+ Se4
46.Kb3 [46.f5+ Kxf5 47.Dd5+ Kg6 48.Tc6+ mit
Matt] 46...a5 47.bxa5 bxa5 48.Da6+ Sf6 49.Dd3+
Se4 50.Te7 Kf5 51.Dh3+ Kxf4 52.Tf7+ Ke5 53.Tf5+
Kd4 54.Kc2 Sc5 55.Dc3+ Ke4 56.De5#
1-0
|
ESC I - Schwarzenbeker SK I |
4 : 4 |
Unsere "Erste" erkämpft ein 4:4 gegen Tabellendritten
Trotz ausgeglichenem Punktekonto am Ende der Saison droht Stichkampf gegen den Abstieg
Unsere erste Mannschaft hat am 17.05.2009 in der heimischen Spielstätte in der Bürgerbegegnungsstätte gegen den Schwarzenbeker SK I gespielt. Es ging in dieser letzten Runde der Landesliga darum, eine latente Abstiegsgefahr zu beseitigen, aber auch darum, sogar noch Dritter in der Landesliga werden zu können. Zu Grunde zu legen war, dass in einem breiten Mittelfeld sechs Mannschaften nur zwei Punkte auseinander lagen, so dass nahezu jede dieser sechs Mannschaften noch in Abstiegsgefahr gewesen ist.
Wir konnten wieder einmal nahezu in Bestbesetzung antreten, lediglich Edmund Lomer konnte wegen seiner Teilnahme an einem einwöchigen Turnier in Baden-Württemberg an diesem Kampf nicht teilnehmen. Dafür sprang Jan Dreesen trotz dienstlicher Verpflichtungen in Koblenz ein. Bereits frühzeitig erklärten wir nach entsprechenden Andeutungen der Gegnermannschaft, dass eine friedliche Punkteteilung nicht beabsichtigt sei, sondern dass aus sportlichen Gründen - trotz drohendem Abstiegs bei einer eventuellen Niederlage - der Mannschaftswettkampf streitig aufgenommen und durchgespielt werde.
Schnell zeigte sich am ersten Brett, dass unser Spitzenspieler Manfred Homuth mit den schwarzen Steinen gegen den Schwarzenbeker Spitzenspieler Wolfgang Krüger keine Stellungsvorteile erarbeiten konnte, so dass sich an diesem Brett ein erstes Remis ergab. Enrique Ruiz-Hampel, unser erfolgreichster Punktejäger der Saison, stellte indes nach etwa drei Stunden Spieldauer - für ihn sehr ungewöhnlich - Material ein, so dass er nach richtiger Zugfolge des Gegners sofort aufgab. Jan Dreesen am zweiten Brett hatte das von ihm bevorzugt gespielte Bauernopfer auf b2 mit den weißen Steinen wegen der genauen Spielführung seines Gegners nicht in einen gewinnbringenden Stellungsvorteil ummünzen können, so dass er eine Zugwiederholung mit Remis wählte. Kai Krüger am dritten Brett hatte gegen den Eröffnungszug mit dem Doppelschritt des Königsbauern - wie schon in einigen Spielen zuvor - die ungewöhnliche Aufstellung a6, b5 gewählt. Nach einem ungenauen Zug im Mittelspiel brach der Gegenspieler in seine Stellung ein, so dass er einige Züge später aufgeben musste. Es stand nunmehr 1:3, so dass die Spieler an den Brettern fünf bis acht in einem leidenschaftlichen Kampf Stellungsvorteile erarbeiten mußten, auch schlechtere Stellungen "umbogen". So hatte Peter Krebs am siebten Brett eine schlechtere Stellung in eine ausgeglichene Partie umgewandelt. Matthias Braun hatte nach zunächst ausgeglichener Stellung eine Abtauschvariante gewählt, aus der heraus er seinen Gegner nach Damentausch so sehr unter Druck setzte, dass er mit den Türmen Mattdrohungen aufbauen konnte. Er gewann, so dass es dann 2:3 stand. Rolf Möller konnte seine bessere Stellung mehrfach mit jeweils drohendem Bauerngewinn verstärken, so dass auch er schließlich gewann und zum 3:3 ausglich. Gerd Bernhardt am fünften Brett erarbeitete sich schließlich leichte, aber nicht klare Stellungsvorteile, da sein Springer im Endspiel etwas stärker als der Läufer des Gegners wirkte, der allerdings die gleiche Farbe wie Gerd Bernhardts Bauern hatte. Schlussendlich endeten auch die Partien von Peter Krebs und Gerd Bernhardt Remis, womit das 4:4 als Mannschaftsergebnis feststand.
Mit diesem Unentschieden haben wir mit 9:9 Punkten ein ausgeglichenes Punktekonto in der Landesliga erarbeitet. Dies ist als außerordentlich erfolgreich zu bewerten, wenn man unsere DWZ-Zahlen im Vergleich zu den anderen neun Landesligamannschaften heranzieht. Noch zu Beginn der Saison waren wir als Aufsteiger als Abstiegskandidat gehandelt worden, sind aber seither mit großem Teamgeist und gutem mannschaftlichen Zusammenhalt stets auf gleicher Höhe mit den anderen Mittelfeldmannschaften der Liga gestanden. Das Kuriosum ist, dass bei drei Absteigern (der Elmshorner SC und der MTV Leck standen bereits vor der Abschlussrunde als Absteiger fest) nunmehr von Platz 4 bis Platz 8 fünf Mannschaften mit 9:9 Punkten die gleiche Mannschaftspunktzahl haben. Nach der Landesturnierordnung sind nun Stichkämpfe erforderlich. Bereits am Montag, dem 18.05.2009, hat die Landesturnierleitung einen Stichkampf zwischen dem Flensburger SK und dem Eckernförder SC für den 07.06.2009 angesetzt, obwohl die Auslegung der in dieser noch nicht da gewesenen Konstellation mit fünf punktgleichen Mannschaften betreffend der Landesturnierordnung unklar ist.
Inhaltlich konform mit dem Flensburger SK haben wir Protest gegen die Entscheidung der Landesturnierleitung eingelegt, der inzwischen einstimmig – wenn auch ohne jede Begründung – abgelehnt worden ist. Somit wird es zunächst am 07.06.09 in Flensburg zum angesetzten Stichkampf gegen den Flensburger SK kommen.
Der Hamburger Schachklub von 1830 e.V. veranstaltet alljährlich im Mai ein Einladungsturnier für Freunde und Mitglieder des HSK, die das Seniorenalter erreicht haben. Auch in diesem Jahr nahmen einige Mitglieder unseres Vereins daran teil, nämlich Christina Pohlmann, Bruno Geruschkat und Claus Langmann sowie "Otto" Jeschke als Gast. Wilhelm Graffenberger vom HSK hat über dieses Turnier den folgenden Bericht geschrieben.
"Zum elften Mal hat Klaus Hadenfeldt zum HSK Seniorenturnier am 9. Mai 2009 eingeladen, und es traten 2 Damen und 28 Herren im Seniorenalter an. Darunter so bekannte Schachspieler wie Hans Krieger und Wolfgang Gergs, zwei ehemalige Vorsitzende des HSK, Wolfgang Schmidt, mit 90 Jahren der älteste Teilnehmer, der Vorjahressieger Prof. Dr. Christian Clemens (SC Braunschweig Gliesmarode) und Prof. Dr. Hans Mittig, diese drei Teilnehmer gehörten 1956 und 1958 zur HSK-Mannschaft, die Deutscher Mannschaftsmeister war.
Aus Schleswig Holstein waren angereist Claus
Langmann (Eckernförder SC); aus seinem Verein
hatte er mitgebracht: Christina Pohlmann und Bruno
Geruschkat sowie seine Schachfreunde Otto Jeschke
und Manfred Zimmermann (Kieler SG). Dabei hat
Claus Frau Pohlmann als die mutigste Teilnehmerin
vorgestellt, da sie noch keinerlei
Turniererfahrung hat.
Weitere nicht oder nicht mehr für den HSK
spielende Schachfreunde waren Peter Kristian Finck
(VdS Flintbek), Rainer Gehrmann (SV Eutin), Jürgen
Dümmke (TSV Ahrensburg), Dr. Ulrich Marwitz (SC
Turm Lüneburg), Gerhardt Bünger (SK Norderstedt),
Peter Weidmann (Schachfreunde Hamburg) und
Eberhard Büker (Schachfreunde Sasel).
Alle 30 Teilnehmer
haben einen wunderbaren Tag miteinander verbracht
und durch die erfahrene Turnierleitung von Claus
& Klaus (Claus Langmann und Klaus Hadenfeldt)
ein schönes Turnier erlebt.
Sylvia und Manfred Stejskal und Gerhardt Büngers Frau haben die Teilnehmer während des ganzen Turniers wieder sehr verwöhnt. Nach der dritten Runde gab es ein exzellentes Buffet und nach dem Turnier eine erlesene Kaffeetafel. Dafür herzlichen Dank.
Nach fünf Runden
lagen an der Tabellenspitze: Christian Clemens 4½,
Hans Mittig, Jürgen Dümmke und Rainer Gehrmann
jeweils 4 Punkte, Hans Krieger und Helmut Salzmann
jeweils 3½ Punkte.
Nach sechs Runden sah die Tabellenspitze so aus: Christian Clemens 5½, Jürgen Dümmke 5, Rainer Gehrmann 4½, Ralf Oelert, Wolfgang Schmidt und Helmut Salzmann jeweils 4 Punkte. In der siebten und letzten Runde spielte Christian Clemens gegen Jürgen Dümmke die Entscheidungspartie:
Clemens, Christian - Dümmke, Jürgen [D78]
1.g3 g6 2.Lg2 Lg7 3.d4 d5 4.Sf3 Sf6 5.0–0 0–0 6.c4 c6 7.b3 a5 8.Sc3 Lf5 9.Lb2 Sa6 10.Tc1 dxc4 11.bxc4 Lh6 12.e3 Sb4 13.Se1 Le6 14.De2 Db6 15.Sa4 Dc7 16.a3 Sa6 17.f4 Lg4 18.Dc2 c5 19.d5 Ld7 20.Sc3 Sg4 21.Dd2 Lg7 22.h3? (s. Diagramm) 22...Sxe3! 23.Dxe3 Ld4 24.Dxd4 cxd4 25.Sb5 Dc8 26.Lxd4 Lxh3 27.Sd3 Lf5 28.Tfd1 Lxd3 29.Txd3 Sc5 30.Te3 Te8 31.Tce1 b6 32.Sd6 exd6 33.Txe8+ Dxe8 34.Txe8+ Txe8 35.Kf1 f5 36.Lf3 Sb3 37.Lxb6 Tc8 38.Le2 Sd2+ 39.Kf2 Sxc4 40.Ld4 Sxa3 und nach ein paar weiteren Zügen gab Weiß auf. 0–1
Damit wurde Jürgen Dümmke Sieger. Herzlichen Glückwunsch, und es ergibt sich folgende Abschlusstabelle:
|
Rang |
Teilnehmer |
Punkte |
Rang |
Teilnehmer |
Punkte |
|
1. |
Jürgen Dümmke |
6 |
16. |
Werner Schirmer |
3½ |
|
2. |
Dr. Christian Clemens |
5½ |
17. |
Manfred Zimmermann |
3½ |
|
3. |
Rainer Gehrmann |
5 |
18. |
Marianne Graffenberger |
3½ |
|
4. |
Wolfgang Schmidt |
4½ |
19. |
Martin Obst |
3½ |
|
5. |
Dr. Hans Mittig |
4½ |
20. |
Peter Weidmann |
3 |
|
6. |
Ralf Oelert |
4½ |
21. |
Klaus Hadenfeldt |
3 |
|
7. |
Hans Krieger |
4½ |
22. |
Andreas Schild |
3 |
|
8. |
Mikhail Borchtchevski |
4½ |
23. |
Otto Jeschke |
3 |
|
9. |
Gerhardt Bünger |
4 |
24. |
Bruno Geruschkat |
3 |
|
10. |
Peter-Kristian Finck |
4 |
25. |
Arthur Hofmeier |
2½ |
|
11. |
Wilhelm Graffenberger |
4 |
26. |
Dr. Ulrich Marwitz |
2½ |
|
12. |
Helmut Salzmann |
3½ |
27. |
Helmut Jürgens |
2½ |
|
13. |
Eberhard Büker |
3½ |
28. |
Ulrich Kibilka |
2 |
|
14. |
Wolfgang Gergs |
3½ |
29. |
Wilfried Mordhorst |
1½ |
|
15. |
Claus Langmann |
3½ |
30. |
Christina Pohlmann |
0 |
Ein schöner Turniertag ist vorbei und ich freue mich schon auf das 12. HSK Seniorenturnier im nächsten Jahr."
Christina Pohlmann hat nach ihrer eigenen Bekundung trotz ihrer sieben Niederlagen keinen seelischen Schaden erlitten, "Otto" Jeschke steigert sich von Jahr zu Jahr auf nunmehr 3 Punkte, Bruno Geruschkat war wieder vergeblich auf seiner Jagd nach den 50% und Claus Langmann war mit seiner Turnierleitung und seinem störrischen Softwareprogramm beschäftigt. Und allen hat es gefallen ... ad multos annos!
Am 04.05.09 ist in der BBS die von unserem Verein ausgerichtete 1. Runde des Dähnepokals gespielt worden. Leider fanden sich zu Beginn der Auslosung nur fünf Spieler für dieses Turnier ein. Die Spiele endeten mit folgenden Ergebnissen:
Hansen, Andreas (Schleswiger SV) - Koch, Ralf 0:1
Ruiz Hampel, Enrique - Koch, Alexander 1:0
Andreas Koch hatte ein Freilos gezogen. - Die 2. Runde ist für den 25.05.09 festgelegt.
In diesen Tagen jährt sich der Todestag unseres ehemaligen Mitglieds Wolf-Dietrich Bosse. Seine Angehörigen haben auf dem beschaulichen Friedhof am Saxtorfer Weg eine Grabstelle gestaltet, die an seine Liebe zum Schach erinnert. Wir ehren sein Andenken.
|
SK Norderstedt II - ESC I |
4 : 4 |
Acht Mal remis - das ist auch aus statistischen
Gründen sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher
ist der Eingriff einer höheren Gewalt, und so war
es auch. Etwa 90 Minuten nach Beginn des
Wettkampfes in Norderstedt bekam der
Mannschaftsführer unserer Mannschaft ein
Pauschalremisangebot. Das Angebot war verlockend,
denn zwei der laufenden Partien schienen
verdächtig zu stehen und so nahm unser
Mannschaftsführer Kai Krüger nach Rücksprache mit
den übrigen Spielern das Angebot und den damit
verbundenen 8. Mannschaftspunkt an.
Eine Rettung vor dem Abstieg ist dieses Ergebnis aber nicht. Zwei der drei Absteiger stehen mit Elmshorn und MTV Leck zwar fest, aber für den dritten Absteiger kommen sage und schreibe noch 6 Mannschaften mit zur Zeit 7, 8 oder 9 Mannschaftspunkten in Betracht. Die Konstellation nach der letzten Runde der Landesliga am 17.05. ist nicht vorhersehbar, aber eines scheint gewiß zu sein: Der Absteiger wird auch dann noch nicht bekannt sein. Denn es ist mit mehreren punktgleichen Mannschaften zu rechnen und die Landesturnierordnung schreibt vor, dass in einem solchen Fall über den Abstieg durch Stichkämpfe entschieden wird. In gut zwei Wochen wissen wir mehr.
Erstmals seit mehreren Jahren nahm unser Verein wieder mit einem namhaften Kontingent von Jugendlichen an der Landesjugendeinzelmeisterschaft in Neumünster teil. Von den 257 Teilnehmern stellte Eckernförde 9 Jugendliche, die - verteilt auf Gruppen von U16 bis U10 - vom 13.04. bis zum 19.04.2009 um Titel und Punkte kämpften.
Für viele der Jugendlichen war es die erste Teilnahme an einem offiziellen Schachturnier unter Turnierbedingungen. Daher waren die erreichten Mittelplätze von Andreas Tigran Koch und Jan-Niklas Dingeldein in der U16, von Judith Koch, Kim Ruiz, Lukas und Mirko Beyer in der U14 sowie von Felix Dreesen und Philipp Dreyer in der U12 gute Ergebnisse. Am erfolgreichsten war Lisa Ruiz, die mit 9 Jahren jüngste Teilnehmerin des Eckernförder Schachklubs. Lisa erreichte 5 Punkte aus 11 Partien und wurde damit Vizemeisterin in der U10 weiblich.
|
Altersklasse |
Teilnehmer |
Name |
Punkte |
Platz |
|
U16 - Vormeister |
41 |
Koch, Andreas |
3½ |
34 |
|
Dingeldein, Jan-Niklas |
1 |
41 |
||
|
U14 - Vormeister |
59 |
Beyer, Mirko |
4 |
36 |
|
Beyer, Lukas |
4 |
40 |
||
|
Ruiz, Kim |
3 |
51 |
||
|
Koch, Judith |
1½ |
55 |
||
|
U12 |
46 |
Dreyer, Philipp |
4½ |
35 |
|
Dreesen, Felix |
3½ |
42 |
||
|
U10 |
45 |
Ruiz, Lisa |
5 |
28 |
Eine hohe Anerkennung erhielt die gesamte Gruppe des Eckernförder Schachclubs durch das Organisatorenteam der Landesjugendeinzelmeisterschaft: Die Jugendlichen gewannen den mit 100 Euro dotierten Fairnesspreis, da kein Eckernförder Spieler gegen Turnierregeln oder gegen die Hausordnung in der Jugendherberge verstieß. Spaß hatten die Teilnehmer trotzdem.
Das Jugendtraining des Eckernförder Schachclubs findet montags ab 17:30 Uhr in der Bürgerbegegnungsstätte und freitags ab 16:30 Uhr in der dänischen Schule in Rieseby statt.
|
|
|
Der Hamburger Schachklub veranstaltet in der Zeit vom 18.04. bis 25.04.09 seine 11. Schachwoche im ELBE-Einkaufszentrum mit einem randvollen Programm von morgens 10 Uhr bis abends 20 Uhr. Einer der vielen Programmpunkte war am 18.04. eine Simultanvorstellung an 20 Brettern des slowakischen Großmeisters Ljubomir Ftacnik, der für den HSK seit vielen Jahren in der Bundesliga spielt. Unsere beiden Mitglieder Bruno Geruschkat und Claus Langmann hatten sich für diese Simultanveranstaltung angemeldet und waren auch rechtzeitig in Eckernförde gestartet. Leider war der Riesenstau von Quickborn bis Hamburg nicht angemessen kalkuliert und so trafen sie erst nach fast dreistündiger Fahrt im EEZ ein - zu spät! Aber Christian Zickelbein - Mentor, Chef und Organisator der Schachwochen - hatte eine zündende Idee: Ihr könnt doch am großen Demo-Brett als 21. eine Beratungspartie gegen Ljubomir spielen! Gedacht - gesagt - getan - nun mußten die beiden in aller Öffentlichkeit ihre Schachkünste beweisen. Sie umschifften oder besser: umgingen mit den weißen Steinen die Fährnisse einer Grünfeldverteidigung und verschafften sich zwei kraftstrotzende Läufer. Im resultierenden Turmendspiel mußten sie dann aber eingestehen, daß nicht alle Turmendspiele remis enden: der Mehrbauer des Großmeisters machte ihnen den Garaus.
Es war eine spannende Partie - so spannend, daß Claus Langmann zunächst nicht einmal bemerkte, dass Tochter, Schwiegersohn und zwei Enkelkinder ihn besuchten, aber der aufmerksame Christian Z. tat es ihm schließlich kund. Und der gut 2-jährige Enkel machte so seine erste Schacherfahrung ...
An der diesjährigen Landeseinzelmeisterschaft in Altenholz in der Woche von 04. bis 10.04.09 mit 9 Runden haben 11 Spieler unseres Vereins in verschiedenen Gruppen teilgenommen. In der folgenden Tabelle können Sie die Erfolge unserer Spieler nachvollziehen:
|
Name |
Gruppe |
gesetzt an ... von ... |
Ergebnis in Runde ... |
Pkte |
Platz |
DWZ |
|||||||||
|
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
davor |
danach |
|||||
|
Homuth |
Meister |
12/20 |
½ |
0 |
½ |
1 |
½ |
½ |
½ |
0 |
1 |
4½ |
13 |
2070 |
2075 |
|
Krebs |
Vormeister |
10/20 |
½ |
½ |
½ |
1 |
½ |
½ |
0 |
½ |
0 |
4 |
17 |
1865 |
1877 |
|
Bernhardt |
Vormeister |
11/20 |
0 |
½ |
1 |
0 |
1 |
0 |
1 |
0 |
1 |
4½ |
13 |
1990 |
1980 |
|
Koch, Ralf |
Kandidaten |
27/30 |
0 |
½ |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
1½ |
28 |
1684 |
1626 |
|
Bußmeier |
Haupt-T. A |
1/18 |
1 |
1 |
1 |
1 |
½ |
½ |
1 |
½ |
1 |
7½ |
1 |
1784 |
1811 |
|
Salzmann |
Haupt-T. A |
7/18 |
1 |
0 |
0 |
1 |
1 |
0 |
0 |
0 |
1 |
4 |
14 |
1617 |
1581 |
|
Hogreve |
Haupt-T. A |
13/18 |
0 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
½ |
0 |
0 |
1½ |
18 |
1398 |
1325 |
|
Koch, Alexander |
Haupt-T. B |
9/20 |
1 |
1 |
½ |
0 |
½ |
0 |
1 |
0 |
½ |
4½ |
10 |
1586 |
1608 |
|
Möller |
Jungsenioren |
1/16 |
½ |
1 |
½ |
½ |
½ |
1 |
0 |
½ |
1 |
5½ |
5 |
1867 |
1845 |
|
Koch, Andreas |
Basisgruppe |
12/14 |
1 |
0 |
0 |
1 |
0 |
½ |
0 |
1 |
1 |
4½ |
8 |
1145 |
1240 |
|
Langmann |
Senioren |
14/38 |
1 |
0 |
½ |
1 |
½ |
½ |
½ |
1 |
½ |
5½ |
10 |
1815 |
1833 |
|
... und weil Aljoscha Feuerstack immer noch unser - wenn auch passives - Mitglied ist, haben wir auch seinen Weg zur Meisterschaft verfolgt: |
|||||||||||||||
|
Feuerstack |
Meister |
1/20 |
1 |
1 |
1 |
½ |
1 |
1 |
½ |
1 |
½ |
7½ |
1 |
2301 |
2332 |
Familienmeisterschaft
Im Rahmen der Landeseinzelmeisterschaft wurde am 05.04.09 auch die 6. Familienmeisterschaft ausgetragen. Turniermodus waren Zweierteams und Schweizer System. Von unserem Verein traten Kai Krüger und Jan-Niklas Dingeldein mit dem Ziel an, am Ende mit ausgeglichener Bilanz dazustehen. Das Ziel wurde nur knapp verfehlt, aber immerhin mit 6 : 8 Mannschaftspunkten bei nur einer Niederlage in sieben Runden ein Platz im breiten Mittelfeld erkämpft. Damit nicht genug, die beiden erhielten am Ende sogar noch den Sonderpreis als jüngste Mannschaft des Turniers: einen Gutschein zum Einkauf beim Schachhaus Mädler.
Landesblitzmeisterschaft der Senioren
Am 07.04.09 wurde die Landeseinzelmeisterschaft der Senioren im Blitzschach ausgetragen. 21 Senioren, die am Vormittag ihre 5. Runde ausgetragen hatten, hatten noch nicht genug vom Schach und meldeten sich für diese Meisterschaft. Ihnen gesellte sich ein 22. Spieler hinzu, der zu seinem Bedauern aus persönlichen Gründen an der Landesmeisterschaft nicht teilnehmen konnte: unser Vorsitzender Edmund Lomer. Und er deklassierte das ganze Feld durchaus honoriger Spieler! In der ersten von insgesamt elf Runden ließ er es mit einem Remis gegen Thielemann noch gemächlich angehen, aber dann folgten 10 (!) Siege in Folge! Am Ende hatte er drei volle Punkte Vorsprung vor Berenstein und dreieinhalb vor Quiring, Seeck, Prof. Mentlein und Felser. Unsere Gratulation zu diesem großartigen Erfolg! - und wenn man sich fragt, woher diese Überlegenheit kommt, gibt es zwei denkbare Antworten. Erstens: weil er anders als seine Konkurrenten ausgeruht zum Blitzen erschien oder zweitens: weil er ein ganzes Jahr lang jeden Montag - meist von Enrique Ruiz Hampel - aufs Härteste trainiert worden ist. - Der Chronist neigt zu "zweitens".
|
ESC I - Elmshorner SC I |
5½ : 2½ |
Am 29.03.2009 hatten wir in der siebten Runde der Landesliga den Elmshorner SC zu Gast. Dieses Duell zweier Aufsteiger war vorentscheidend für den Klassenerhalt.
Bereits frühzeitig konnten Kai Krüger am zweiten Brett und Matthias Braun am siebten Brett ein Remis erzielen (1:1). Der Gegner von Rolf Möller am fünften Brett hatte schon in der Eröffnung einen Springer geopfert und den König massiv angegriffen. Rolf Möller musste versuchen, seinen König vor der eigenen Bauernfront in Richtung Damenflügel zu retten. Manfred Homuth erwehrte sich am ersten Brett mit den schwarzen Steinen eines Figureneinschlags auf dem sensiblen Feld f7. Claus Langmann hatte sich am achten Brett eine Druckstellung erarbeitet. Enrique Ruiz Hampel am dritten Brett hatte eine bessere Stellung bei vier Leichtfiguren gegen zwei Türme und Leichtfigur sowie zunächst einen Minusbauern. Gerd Bernhardt hatte am vierten Brett eine Angriffsstellung am Königsflügel aufgebaut, sah sich aber nach eigener langer Rochade einem Damenflügelangriff seines Gegners ausgesetzt. Peter Krebs hatte am sechsten Brett ein Endspiel mit Dame und Leichtfigur erreicht.
Es dauerte mehr als drei Stunden, bis die ersten Partien zu unseren Gunsten entschieden wurden: Rolf Möller konnte seinen König retten, die Stellung konsolidieren und mit der Mehrfigur eine Gewinnposition aufbauen. Sein Gegner stellte dann noch Material ein, so dass Rolf Möller einen Sieg zur 2:1-Führung einfuhr. Claus Langmann lockte seinen Gegenspieler am achten Brett taktisch im Zentrum an und gewann eine Figur. Sein Gegner spielte dann nolens volens voll auf Angriff. Die Stellung Claus Langmanns war aber sicher, so dass er zum Gegenangriff ausholen konnte und die Partie mit Mattdrohungen gewann (3:1). Manfred Homuth kam nach zunächst einem Minus-Bauern gut aus dem Mittelspiel heraus und konnte im Turmendspiel die Partie drehen, bis er sogar einen Mehrbauern und schließlich zwei Mehrbauern hatte, die er als verbundene Freibauern verwertete (4:1).
Danach benötigten wir also nur noch einen halben
Punkt zum Mannschaftssieg. Die Elmshorner zeigten
sich allerdings zäh und gaben mit den drei
verbliebenen Partien an den Brettern drei, vier
und sechs nicht nach. Gerd Bernhardt hatte seine
Stellung nach über vier Stunden überzogen. Sein
Gegner dachte lange nach, fand jedoch die
richtige Abwicklung gegen den Konter Gerd
Bernhardts am Königsflügel, bis es zu einem
Mattangriff gegen Gerd Bernhardt kam, der ihn zur
Aufgabe zwang (4:2). Peter Krebs suchte, nachdem
die letzte Leichtfigur getauscht war, im
Damenendspiel vergeblich nach einem Mattbild.
Wegen der sich anbahnenden Zeitnot wählte Peter
Krebs eine Zugwiederholung zum Remis, um sehr
mannschaftsdienlich den Sieg der Mannschaft sicher
zu stellen (4½:2½). Enrique Ruiz-Hampel spielte
seine Partie am dritten Brett schließlich aus,
konnte mit drei Leichtfiguren gegen zwei Türme
seinen a-Bauern vorantreiben, bis sein
Gegenspieler Turm gegen Bauer und Leichtfigur
opfern musste. Schließlich gewann Enrique
Ruiz-Hampel mit einer prägnanten Schlußkombination
zum Mannschaftsendstand 5½:2½.
Sehr erfreulich war wiederum der Kampfgeist Enrique Ruiz Hampels, der nunmehr nach wie vor mit fünf Punkten aus sieben Partien als sechster in der Top 10 der Einzelspieler der Landesliga Schleswig-Holstein liegt. Auch Manfred Homuth am ersten Brett hat inzwischen seine Form wieder gefunden und hält nunmehr vier Punkte aus sieben Partien.
Während Elsmhorn nunmehr in großer Abstiegsnot ist und den Abstieg kaum noch verhindern kann, haben wir uns mit sieben Punkten ins Mittelfeld gekämpft. Die beiden noch ausstehenden Kämpfe beim SK Norderstedt II und beim Heimkampf gegen den Schwarzenbeker SK sind nach wie vor äußerst wichtig, da drei Mannschaften aus der Oberliga Nord absteigen müssen. Denn das Mittelfeld in der Landesliga Schleswig-Holstein liegt vom 4. bis zum 8. Platz sehr dicht beieinander. Faktisch sieht die Situation so aus, dass, wer die letzten beiden Runden verliert, voraussichtlich absteigen wird. Mit dem Kampfgeist der letzten fünf Runden, in denen nach den beiden Anfangsniederlagen 7:3 Punkte erkämpft wurden, sollte sich indes in beiden noch ausstehenden Runden der Klassenerhalt erkämpfen lassen.
- Ein Turnierbericht von Kai Krüger -
Vom 13. bis 15.03.2009 fanden auf der schönen Insel Amrum die diesjährigen Jugendbezirkseinzel- und -mannschaftsmeisterschaften statt. Vom Eckernförder Schachclub reisten sechs Jugendliche an, nämlich die Geschwister Alexander, Andreas und Judith gemeinsam mit ihrem Vater Ralf Koch. Dazu Felix mit seinen Eltern Jan und Dorothea Dreesen. Felix spielte sein erstes Schachturnier. Außerdem noch Jan-Niklas und Krischan Dingeldein mit ihren Eltern Maren Dingeldein und Kai Krüger.
Wie in den Vorjahren wurde in der Jugendherberge übernachtet, wo auch das Turnier in einer sehr schönen Turnieratmosphäre stattfand.
Es hat nach meiner Erinnerung 43 Teilnehmer in verschiedenen Altersgruppen gegeben.
Am ersten Tag wurde die Jugendeinzelmeisterschaft
ausgetragen. Alexander Koch ging als
Turnierfavorit in der U 18 ins Geschehen,
verzettelte
sich
jedoch in zwei Partien und wurde so am Ende
leider nur Dritter von 6 Teilnehmern. Dies ist
zwar auch ein schöner Erfolg, Alexander hatte sich
jedoch mehr vorgenommen. - Sein Bruder
Andreas wurde in der U16 Dritter (von 5
Spielern). Bei Punktgleichheit mit den vor ihm
platzierten beiden Spielern hatte er die
schlechtere Wertung. Jan-Niklas Dingeldein
belegte in dieser Klasse mit einem Sieg den
fünften Platz. - Judith Koch erreichte mit
3 Punkten in der U14 den 9. von 14 Plätzen. -
Felix Dreesen musste sich erst einmal an
die Turnierumgebung gewöhnen, startete dann jedoch
in der U12 durch. In der siebten und letzten Runde
besiegte er den Jugendbezirkseinzelmeister, der
mit 6 Punkten aus 6 Partien uneinholbar war. Felix
wurde mit 4 Punkten aus 7 Partien Fünfter von 8
Spielern. - In der U8 wurde Krischan
Dingeldein gemeldet, der allerdings zunächst
einmal Turnieratmosphäre schnuppern sollte und mit
dem vierten Platz bei vier Teilnehmern in der U8
wie die anderen Teilnehmer auch eine Medaille
erhielt.
Es ist erstaunlich, wie viele Teilnehmer an dem Kurzturnier teil genommen haben, das mit einem ganzen Wochenende in der Jugendherberge mit nicht unerheblichen Kosten - die aber in jedem Fall einen verhältnismäßig günstigen Rahmen haben - verbunden ist. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Turnier und auch der Austragungsort Amrum beibehalten und Tradition gewinnen wird, auch wenn der engagierte Jugendturnierleiter Jan Klügel angekündigt hat, bei der nächsten Bezirksversammlung nicht wieder zu kandidieren. Ich meine, solch ein Turnier - auch an diesem Ort - sollte es auch 2010 geben.
Nach dem Einzelturnier wurde die Jugendbezirksmannschaftsmeisterschaft ausgetragen, deren Sieger die Berechtigung für einen Platz in der Jungendverbandsliga erhielt. Es traten neun Mannschaften an. Auch Eckernförde trat mit einer Mannschaft an, bestehend aus Alexander, Andreas und Judith Koch sowie Felix Dreesen und Jan-Niklas Dingeldein. Diesmal wurde mit 6:4 Mannschaftspunkten der fünfte Platz von 9 Mannschaften erreicht. Der Ehrgeiz bestand nicht darin, gleich den ersten Platz zu erringen, den Leck und Rendsburg I unter sich ausmachten. Vielmehr sollte gerade für die beiden "Turnierneulinge" Felix und Jan-Niklas die Möglichkeit eröffnet werden, auch in einem Mannschaftskampf Erfahrungen zu sammeln.
So, wie das Turnier veranstaltet war, kann man jeder Familie, deren Kinder Schach spielen, empfehlen, im nächsten Jahr dort ein schönes Schachwochenende wahrzunehmen, zumal auch, weil für die Eltern oder sonstigen Familienangehörigen immer die Möglichkeit besteht, das schöne Amrum zu erobern - wenn das Nordseewetter es zulässt
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Lübecker SV III - ESC I |
6 : 2 |
Unsere 1. Mannschaft wird vom Favoriten aus Lübeck bezwungen
Am 01.03.2009 trat unsere 1. Mannschaft bei der 3. Mannschaft des Lübecker SV III an, eine der Favoriten der Landesliga Schleswig-Holstein. Die Partien gestalteten sich zunächst über die ersten drei bis vier Stunden ausgeglichen. Innerhalb dieser Spielphase musste lediglich Gerd Bernhardt am 4. Brett, nachdem sein Gegner für einen Zug mehr als eine Stunde Bedenkzeit verbraucht hatte, eine Niederlage hinnehmen, da sein Angriff auf dem Damenflügel nicht durchdrang, demgegenüber sein König auf seinem Königsflügel bezwungen wurde. Manfred Homuth am 1. Brett spielte strategisch einen Vorteil im Läuferendspiel heraus, in dem er jedoch die Gewinnmöglichkeit ausließ, so dass diese Partie Remis endete.
Beim Stand von ½ : 1½ kippten dann zwischen der vierten und fünften Spielstunde gute oder gleichwertige Stellungen zu Gunsten der Lübecker Schachfreunde. Ralf Koch hatte als Ersatzspieler am 8. Brett eine sehr gute Stellung mit den schwarzen Spielsteinen herausgearbeitet und lehnte mannschaftsdienlich ein Remisangebot seines landesligaerfahrenen Gegners ab. Matthias Braun am 7. Brett gab nach Öffnung am Damenflügel eine Qualität für zwei Bauern, so dass es zu einem Spiel Turm und Turm gegen Turm, Läufer und Springer kam. Peter Krebs am 6. Brett lieferte sich eine Zeitnotschlacht mit seinem Gegenspieler. Beide hatten nach dem 40. Zug bei der Zeitkontrolle wegen der Vielzahl der Zeitnotzüge Schwierigkeiten, nachzuvollziehen, ob der Gegner die Zeitkontrolle bewältigt hatte. Diese Partie musste regelkonform parallel nachgespielt werden, um zu realisieren, ob bereits der vierzigste oder einundvierzigste Zug gezogen war. Anschließend konnte die Partie – da die notwendige Anzahl von Zügen nachgewiesen werden konnte - fortgesetzt werden. Kai Krüger am 2. Brett musste indes im Mittelspiel nach einer Nimzo-Indischen Eröffnung gegen Wolf Reimer, den Topscorer der Liga, einen Minusbauern hinnehmen, konnte aber mit der Dame einen Gegenangriff gegen dessen König starten.
Enrique Ruiz-Hampel hatte am 3. Brett nach vorteilhafter Stellung in ein unklares Turmendspiel abgewickelt, das ausgekämpft wurde. Diese Partie endete schließlich Remis. Rolf Möller hatte am 5. Brett nach ausgeglichener Stellung letztlich doch noch eine Niederlage hinnehmen müssen. Auch Ralf Koch hatte zwischenzeitlich mit zwei Minusbauern die Chance nicht nur auf den Gewinn, sondern auch auf ein Remis verspielt und verlor. Ähnlich erging es Peter Krebs, der letztlich seine Stellung verlor, aber auch Matthias Braun, der seinem stark aufspielenden Gegner, der sogar über Zweitligaerfahrung verfügt, mit dessen drei Figuren mit seinen beiden Türmen nicht genügend entgegensetzen konnte. Somit stand es 1:6. Kai Krüger konnte seinen Gegner in Zeitnot bringen, opferte sämtliche Bauern im Zentrum, um mit Springer und Dame eine sprichwörtliche Treibjagd des Königs einmal rund ums Zentrum zu starten, die schließlich nach einer mehr als zehnzügigen Zugfolge im einer sechszügigen Mattkombination endete. Damit war noch eine Ergebniskosmetik auf 2:6 erfolgt, was die in der Höhe zu deutlich ausgefallene Niederlage allerdings nicht verhindern konnte.
Wir sind nunmehr mit unserer ersten Mannschaft in der Landesliga mit 5:7 Punkten an achter Stelle platziert, so dass die Abstiegsgefahr nicht gebannt ist. Das Mittelfeld der Liga ist sehr stark zusammengerückt, der Viertplatzierte hat lediglich einen Mannschaftspunkt Vorsprung auf uns. Beim nächsten Heimlampf am 29.03.09 wird gegen den Elmshorner SC gespielt, der als Neuntplazierter mit 3:9 Punkten gleichfalls stark abstiegsgefährdet ist. Bei diesem Wettkampf werden voraussichtlich die Weichen darüber gestellt, ob wir im Aufstiegsjahr die Landesliga halten können. Die aktuelle Tabelle der Landesliga finden Sie hier!
Die im Bericht erwähnte Treibjagd ist es wert, im Bild festgehalten zu werden:
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Kai Krüger - als Schwarzer am Zug - siegte in dieser Stellung durch 1. ... Da3+ 2.Kb5 Db4+ 3.Kc6 Se7+ 4.Kd6 (4.Kc7 Da5+ 5.Kd6 (5.Kb8 Sc6+ 6.Kc8 Dd8 matt) 5. ... Dd8+ 6.Ke6 Dd5+ 7.Kf6 Df7 matt) 4. ... Dxb7 5.Ke6 Dd5+ (5. ... Dc6 matt wäre stringenter gewesen) 6.Kf6 Df7 matt. |
Die von Enrique Ruiz Hampel in Rieseby geleitete Jugendgruppe hatte auf Einladung des Verbands das Wagnis unternommen, mit einer unerfahrenen Truppe in die Mannschaftskämpfe der Verbandsliga einzusteigen. Nach bisher vier sieglosen Kämpfen – mit Ausnahme eines 4:0 am grünen Tisch gegen VHS Rendsburg - reiste die vierköpfige Gruppe am 22.02.09 mit großem Engagement zu ihrem 5. Wettkampf nach Elmshorn. Dabei ging es nicht darum, als Sieger aus diesem Mannschaftskampf hervorzugehen, sondern eine ansprechende Leistung am Brett zu zeigen.
Die anfänglichen Stellungen waren vielversprechend und die Jugendlichen nahmen sich bis auf das 4. Brett hinreichend Zeit für ihre Züge. Am 4. Brett spielte Lisa Ruiz ihre französische Eröffnung zu schnell, so dass sie am Ende beim allgemeinen Abtausch einen Springer weniger auf dem Brett hatte und dadurch verlor. Alexander und Andreas Koch sowie Kim Ruiz spielten weiterhin gut, versteckten sich nicht und suchten ihre Möglichkeiten. Andreas gab gegen seinen Spielpartner Enno Schwanke eine Figur für zwei Bauern und gutes Angriffsspiel. Leider überzog er die Stellung und vernachlässigte seine Figurenentwicklung, so dass auch er nach ca. zwei Stunden verlor. Alexander ließ sich wenig später seine Dame fangen und gab ebenfalls auf. Kim Ruiz spielte weiter und wehrte sich gegen den 18-jährigen Moritz Otto tapfer, zeitweise stand sie sogar besser. Der Respekt vor ihrem Gegner war allerdings so groß, dass auch sie nach einigen nicht so optimalen Zügen letztendlich aufgeben musste.
Damit steht unsere Riesebyer Jugendgruppe auf dem 10. und letzten Platz in der Verbandsliga. Diesen wird sie voraussichtlich auch nicht mehr verlassen, da in den nächsten Runden andere Jugendliche Turniererfahrung für die Landeseinzelmeisterschaft sammeln sollen.
Unser Turnierleiter Enrique Ruiz Hampel hatte für den 07.03.09 zu einem Schachtag in den Gasthof nach Rieseby eingeladen. Die Veranstaltung begann zu früher Stunde um 10 Uhr vor etwa 15 Gästen mit einem Vortrag unseres Jugendtrainers Claus Langmann. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, mit seinem Vortrag Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen zu erfreuen und hatte dafür überwiegend Studien mit minimaler Figurenausstattung ausgesucht. Außerdem verzichtete er bei seinen Beispielen - bis auf die kleine Ausnahme in der folgenden Studie - auf die Beteiligung von Springern, weil die Gangart dieser Figur Anfängern erfahrungsgemäß einige Schwierigkeiten bereitet.
Schachlicher Höhepunkt in seinem Vortrag war die Vorstellung der folgenden Studie von Korolkow aus dem Jahre 1951. Sie enthält viele überraschende Wendungen, die aber kristallklar sind und mit passenden Erläuterungen auch für Anfänger einsichtig werden. Die Schlußstellung ist unvergessbar!
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1. f7 Ta6+ (1... Tg8 2. fxg8D+
Kxg8 3. Se7+ Kf7 4. Sxc8 und Weiß kann
- wenn er es kann - mattsetzen; 1...
Tf6 2. Lb2 Kh7 3. Lxf6 Kg6 4. f8D und
gewinnt leicht.) 2. La3 (2.
Kb2? Tf6 und Weiß verliert seinen
Bauern auf f7; 2. Kb1 verliert nach
Lxf5+) 2... Txa3+ 3. Kb2 Ta2+
(3... Tb3+? 4.Ka2! und die
Bauernumwandlung ist nicht mehr
aufzuhalten.) 4. Kc1 (4.Kxa2?
Le6+ 5.Kb2 Lxf7 mit Remis; 4.Kc3? Tc2+
5.Kb4 Tb2+ 6. Kc5 Tc2+ 7.Kb6 Tb2+
8.Kc7 Tb7+ mit 9. ... Txf7) 4...
Ta1+ 5. Kd2 Ta2+ 6. Ke3 Ta3+ 7. Kf4
Ta4+ 8. Kg5 Tg4+! 9. Kh6 (9. Kxg4?
Lxf5+ 10. Kxf5 Kg7 mit Remis; 9. Kf6?
Tg8 10. fxg8D+ Kxg8 11. Se7+ Kf8 12.
Sxc8 reicht nicht mehr zum Gewinn.)
9... Tg8 (9... Tg6+ 10.Kxg6
Lxf5+ 11.Kf6! gewinnt
auch) 10. Se7
(droht fxg8D#; der Turm darf nicht
ziehen wegen Sg6# oder f8D mit
Matt) 10. ... Le6 11. fxg8D+
Lxg8 12. Sg6# |
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Nach zwei Stunden hatten sich Zuhörer und
Vortragender eine Mittagspause verdient. Die
Wartezeit zwischen der Bestellung und dem
Servieren des Essens wurde auf angenehmste Weise
von Enrique Ruiz Hampel verkürzt: Er hielt einen
auch optisch aufgelockerten Vortrag über den
Jahrhundertwettkampf um die Weltmeisterschaft
zwischen Boris Spasski und Robert "Bobby" Fischer,
dem auch einige weitere inzwischen hinzugekommene
Zuhörer lauschten. Der Vortrag wurde ergänzt durch
Anekdoten aus dem Leben des Großmeisters Friedrich
Sämisch, der in der Nachkriegszeit für einige
Jahre Mitglied unseres Schachklubs
war.
Am frühen Nachmittag wurde ein Wettkampf jugendlicher Spieler unseres Klubs gegen die Nicht-so-Jugendlichen angesetzt, um den Jugendlichen noch ein gewisses Maß an Erfahrungen für die kommenden Einzelmeisterschaften zu vermitteln. Wenn die Jugendlichen die gespielten Partien nacharbeiten, ist dieses Ziel wohl erreicht worden.
Zum guten Ausklang gab es Kaffee und Kuchen - es war eine gelungene Veranstaltung!
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ESC I - MTV Leck I |
5 : 3 |
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ESC II - SV VHS Rendsburg II |
7 : 1 |
Unsere 1. Mannschaft nunmehr im Mittelfeld der Landesliga
Am 01.02.2009 hatte unsere "Erste" die 1. Mannschaft des MTV Leck in der 5. Runde der Landesligasaison zu Gast. Zum vierten Mal nacheinander traten wir in der gleichen Besetzung an, auch diesmal mit dem Ziel, wie in den beiden Vorrunden auf Grund unserer mannschaftlichen Geschlossenheit zu punkten.
Nachdem in den ersten beiden Stunden relativ ausgeglichene Stellungen auf den Brettern zu erkennen waren, konnten sich Edmund Lomer am 5. Brett und Rolf Möller am 6. Brett Materialvorteile durch jeweils einen Mehr-Bauern erspielen. In dieser Phase lehnten Matthias Braun, Kai Krüger und Enrique Ruiz Hampel Remisangebote ihrer Gegner ab. Sodann konnte Edmund Lomer seine Partie mit den schwarzen Steinen gewinnen und mit seinem ersten Sieg für die Mannschaft in der Saison 2008/2009 die 1:0 Führung herstellen.
Kurze Zeit später gab Martin Krebs am 7. Brett seine Partie Remis. Ihm folgte dann auch Enrique Ruiz Hampel an Brett 3. Beide hatten ausgeglichene Stellungen erreicht und angesichts der Führung der Mannschaft zwei wichtige halbe Punkte zum Zwischenstand 2:1 beigesteuert. Kai Krüger am 2. Brett musste dann nach ungenauer Spielführung im Mittelspiel eine Qualität geben, um trotz materiellen Nachteils noch eine Möglichkeit zu suchen, den gegnerischen König anzugreifen.
Am 8. Brett zeigte sich indes, dass Matthias Braun zu Recht das Remis-Angebot seiner Gegenspielerin abgelehnt hatte. Er konnte, nachdem die Partie zunächst zwischen Remis-Breite bis Gewinnstellung für ihn verlief, einen weiteren Brettpunkt beisteuern und gewann souverän zum 3:1. In der nächsten Stunde überspielte Manfred Homuth am Spitzenbrett seinen Gegner und steuerte - ebenso wie Edmund Lomer - mit seinem ersten Sieg in der Landesligasaison einen vollen Punkt bei, so dass es bereits zur Zeitkontrolle nach vier Stunden 4:1 für uns stand und zumindest ein Mannschaftspunkt gesichert war.
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... ein Sieg |
... ein von Schwarz versäumter Gewinn |
... eine Niederlage |
Aus den übrigen drei Partien von Kai Krüger, Gerd Bernhardt und Rolf Möller benötigten wir somit nur noch ein Remis zum Gesamtsieg. Die drei Gegner des MTV Leck spielten jedoch mit sehr viel Engagement weiter, wodurch schließlich Kai Krüger seine Partie am 2. Brett aufgeben musste (4:2). Die anderen beiden Partien von Gerd Bernhardt am 4. Brett und Rolf Möller am 6. Brett gingen inzwischen in die sechste Stunde. Rolf Möller landete in einem Endspiel mit einem Minus-Bauern und war zudem mit Läufer und Springer dem kräftigen Läuferpaar seines Gegners ausgesetzt. Das war nicht auszuhalten und so verlor er die Partie, so dass es nur noch 4:3 stand.
Gerd Bernhardt kämpfte indessen mit eben soviel Engagement wie sein Gegner, der mannschaftsdienlich eine Gewinnchance suchen musste, die er aber – als sie sich ihm bot – nicht erkannte und nicht nutzte. Gerd Bernhardt spielte demgegenüber die Partie genau weiter. Schließlich konnte er in ein Läuferendspiel abwickeln, das er durch eine drohendeBauernumwandlung gewann. Somit sicherte er den Mannschaftssieg, der letztlich mit 5:3 angemessen ausfiel.
Damit konnte sich unsere 1. Mannschaft in der Landesliga auf den 6. Platz ins Tabellenmittelfeld vorschieben. Erfreulich ist, dass Manfred Homuth und Edmund Lomer zu ihrer gewohnten Spielstärke zurückgefunden haben. Erfreulich ist ebenso, dass Enrique Ruiz-Hampel, Gerd Bernhardt und Matthias Braun nach fünf Spieltagen eine positive Bilanz aufweisen und damit maßgeblich dazu beigetragen haben, dass wir uns in der höchsten Spielklasse des Landes gerade in den letzten drei Runden durchsetzen konnten.
Letzter Kampf der 2. Mannschaft in der kurzen Saison der Bezirksliga
Am letzten Spieltag der Bezirksliga Nord kam es am selben Tag zum Zusammentreffen der 2. Mannschaft des SV VHS Rendsburg mit unserer 2. Mannschaft, die vor dem Wettkampf punktgleich auf dem dritten und vierten Platz der Tabelle standen.
Beste Voraussetzungen für einen spannenden Wettkampf. Doch dann die Überraschung: Die Rendsburger waren trotz der spannenden Tabellenkonstellation nur mit sechs Leuten angereist, es fehlten die Spieler für Brett 5 und 6, also ein Viertel der Mannschaft. Somit stand es nach der vorgeschriebenen Stunde Wartezeit 2:0.
An Brett 7 gab es ein erstes ausgespieltes Ergebnis: Alexander Koch und Bernd-Christian Rosenkranz lieferten sich ein ausgeglichenes Spiel und trennten sich friedlich remis. Als nach zähem Ringen und 2½ Stunden Spielzeit dann Ralf Koch an Brett 4 im Königsangriff gegen Heinz Rammler und Bruno Geruschkat an Brett 8 im Bauernendspiel gegen Alexander Kroggel ihre Spiele gewannen, war der Sieg perfekt (4½ : ½).
Die letzten drei Spiele wogten noch einige Zeit hin und her. Ullrich Bußmeiers Gegner Olaf Ehrsam stellte ihm in der Eröffnung eine Falle, die aber konterkariert wurde und zum Verlust eines Bauern führte, was Bußmeier souverän zum Sieg nutzte. Eduard Wiederkehr versuchte sich an Brett 2 gegen Norbert Hanowski im Endspiel Springer gegen Läufer, aber am Ende gab es ein stellungsgemäßes Remis (6:1). Bei diesem Stand der Dinge gab auch Eckhard Schierling, der Gegner von Claus Langmann an Brett 1, resigniert und entnervt sein Spiel auf, obwohl auf dem Brett ein Endspiel mit ungleichen Läufern entstanden war, das ihm noch einige Remischancen geboten hätte (7:1).
Ein Sieg, den in dieser Höhe niemand erwartet hatte und der gleichzeitig ein schöner Saisonabschluß für unsere 2. Mannschaft war, die das Turnier als Tabellendritte hinter Schleispringer Kappeln und MTV Leck beendete.
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Flensburger SK I - ESC I |
4 : 4 |
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MTV Leck II - ESC II |
4½ : 3½ |
1. Mannschaft - Erkämpftes Unentschieden gegen den Flensburger SK
Am 18.01.2009 war unsere 1. Mannschaft in der Landesliga zu Gast bei dem Tabellenfünften Flensburger SK, die zuhause erneut in Bestbesetzung mit ihren dänischen Mannschaftsspielern antraten. Relativ früh zeigte sich zunächst, dass die Stellungen ausgeglichen bis eher gut für uns standen. Bereits nach etwa zwei Stunden erhielt Kai Krüger am 2. Brett - die schwarzen Seine führend - nach seichter Eröffnung ein Remisangebot, das er nach kurzem Überlegen in der Annahme annahm, dass sein Gegenspieler nach Verdopplung der Türme in der d-Linie ein druckvolles Spiel erhalten würde. In der anschließenden Analyse ergab sich aber, dass bei genauer Spielführung genau umgekehrt die d-Linie von ihm hätte erobert werden können. Insgesamt startete der Mannschaftskampf aber sachgerecht mit ½ : ½. - Etwa eine halbe Stunde später gab auch Gerd Bernhardt am 4. Brett, ebenso die schwarzen Spielsteine führend, nach unklarer Eröffnung remis. Beide Seiten hätten Möglichkeiten zu scharfen Angriffen gehabt, wobei das Remis eher günstig für uns war, da die schwarzen Spielsteine mehr unter Druck standen als umgekehrt (1:1). Edmund Lomer erzielte am 5. Brett eine aussichtsreiche Stellung mit einem Mehrbauern. Sein Gegner konnte indes durch geschickten Abtausch ungleiche Läufer herbeiführen, so dass der Mehrbauer nicht verwertbar war (1½ : 1½).
Insgesamt schien der Mannschaftskampfverlauf zu diesem Zeitpunkte noch zu unseren Gunsten zu verlaufen.
An Brett 7 kam es bei Peter Krebs sodann zu einem gegenseitigen fulminanten Mattangriff. Peter Krebs führte den Angriff gegen den schwarzen König auf dem Königsflügel, sein Gegner führte seinen Angriff gegen den weißen König am Damenflügel. Peter Krebs erhielt Gewinnaussichten, die er jedoch bei nur wenig verbleibender Zeit vor der Zeitkontrolle nicht realisieren konnte. Auch ein Dauerschach ließ er aus, so dass er seine Partie leider verlor (1½ : 2½). Rolf Möller (Brett 6) konnte indes seinem Gegner am Damenflügel einen Bauern abnehmen. Sein Gegner konnte nur vermeintlich demgegenüber die Dame von Rolf Möller gewinnen, da dieser mit einem Ausweichmanöver seines Springers zwingend eine entsprechende Kombination vermeiden konnte. Im Endeffekt führte dies dazu, dass Rolf Möller eine Qualität gewann und damit nach weiterer kurzer Zeit auch die Partie (2½ : 2½). Matthias Braun am 8. Brett hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen, konnte ihn jedoch zunächst nicht verwerten, bis die Stellung zwischenzeitlich mit einem Remis zu enden drohte. Er konnte indes durch ungenaue Spielführung seines Gegners doch noch den Sieg erringen (3½ : 2½ ). Enrique Ruiz Hampel (Brett 3) geriet schon frühzeitig unter Druck und musste im Endspiel der Überlegenheit des gegnerischen Läuferpaares Tribut zahlen (3½ : 3½).
Am Spitzenbrett kämpfte Manfred Homuth lange gegen eine drohende Niederlage. Sein Gegner unterließ es bei nur noch wenig verbleibender Zeit, auf Bauerngewinn zu spielen, bis die Partie wegen dreimaliger Zugwiederholung in hoher Zeitnot remis endete. Damit stand das Wettkampfergebnis mit 4:4 fest.
Vor Beginn dieser Runde war unsere Mannschaft noch 9. und damit Tabellenvorletzter, durch dieses 4:4 konnten wir auf den 8. Tabellenplatz klettern. In der nächsten Runde am 01.02.2009 werden wir den MTV Leck - den derzeitigen Tabellenletzten - in der BBS empfangen. Gegen diese Mannschaft ist wie in der Vorrunde gegen den SK Doppelbauer Kiel ein weiterer Mannschaftssieg avisiert, um endgültig ins Tabellenmittelfeld zu gelangen.
2. Mannschaft - Knappe Niederlage gegen den MTV Leck
Am selben Tag war unsere 2. Mannschaft bei der 2.
Mannschaft des MTV Leck zu Gast. Nach gut zwei
Stunden gab es das erste Ergebnis: Claus Langmann
(Brett 1) trennte sich nach ausgeglichenem
Spielverlauf von seinem Gegner mit einem Remis (½
: ½). Eduard Wiederkehr hatte es am 2. Brett mit
einer der wenigen weiblichen Spielerinnen, die in
der Bezirksliga agieren, zu tun. Mit
viel Umsicht und Genauigkeit in der Spielführung
konnte sie seine Angriffsbemühungen abwehren, so
dass beide schließlich einen weiteren halben
Zähler für ihre jeweiligen Mannschaften verbuchen
konnten (1 : 1). Die nächste Partie endete am 7.
Brett, wo sich der 16-jährige Alexander Koch gegen
seinen 13-jährigen Gegner Moritz Funk zunächst
eine aussichtsreiche Position im Mittelspiel
erarbeitete, indem er einen Turm gegen vier
Mehrbauern gab. Im Endspiel konnte er seinen
Vorteil aufgrund eines Zugfehlers jedoch nicht
nutzen und verlor das Spiel (1:2). Diese Scharte
konnte bald darauf Holger Hogreve an Brett 8
„auswetzen“. Er opferte zunächst einen Bauern für
eine dynamische Stellung, seine durchweg aktiven
Figuren vermochten aber zunächst noch keinen
raschen Erfolg herbeizuführen. Erst im Rahmen
eines komplizierten und voller Verwicklungen
steckenden Mittelspiels drohte er mittels einer
geschickten Abtauschkombination mit dem Gewinn der
gegnerischen Dame, was diesen zur Aufgabe der
Partie bewegte (2:2).
Die Gewinnära wurde für Eckernförde vonUlrich Bußmeier fortgesetzt, der seinen Gegner an Brett 3 zur Aufgabe zwang, indem er - ebenfalls nach einer komplizierten Abtauschkombination - zu einer Bauerngabel mit Turmgewinn ansetzte (3:2). Die Gastgeber vermochten dann jedoch ihrerseits wiederum den Spielzwischenstand auszugleichen, denn Jens Salzmann an Brett 5 gelang es zwar zunächst, mittels eines korrekten Turmopfers in die gegnerische Stellung einzubrechen, dann führte er jedoch einen zu passiven Zug aus, wodurch sein Gegner entscheidendes Gegenspiel erlangte und die Partie gewann (3:3). An Brett 4 war es nun Ralf-Johannes Koch, der in einer durchweg ausgeglichenen Partie das Remisangebot seines Gegners annahm und nach viereinhalb Stunden dazu beitrug, dass die Mannschaftsbegegnung bis zum Ende der nun noch laufenden letzten Partie am sechsten Brett unentschieden stand (3½ : 3½).
Hier hatte sich Olaf Zeuch nach 25 Zügen zwei verbundene Freibauern auf dem Königsflügel herausgearbeitet, was berechtigte Siegeshoffnungen nährte. Ein Fehlzug gestattete dem Gegner jedoch, die Freibauern aufs Korn zu nehmen und schließlich auch zu erobern. In der Folge hätte unser Spieler noch in ein Remis einlenken können, doch da in ihm immer noch Siegeshoffnungen keimten, versäumte er auch dies und verlor die Partie schließlich nach fast fünfstündigem Kampf. So gewann der Gastgeber MTV Leck mit 4½ : 3½ Zählern.
Unsere "Schachfamilie" Ruiz Hampel hat sich auf den Weg nach Hamburg-Bergedorf begeben und nimmt dort vom 09.01. bis 11.01.09 zusammen mit 366 anderen Spielern am Ramada-Turnier um die Deutsche Schachamateurmeisterschaft teil. Das Familienengagement fand die Aufmerksamkeit des Berichterstatters vor Ort und so lesen und sehen wir im aktuellen Turnierbericht Folgendes:
"Mit insgesamt 76 Kindern und Jugendlichen unter
18 Jahren spielt der Nachwuchs hier eine große
Rolle. Jüngste im Feld ist die noch 9-jährige
Lisa (Michelle) Ruiz aus
Eckernförde. Einiges über die Familie Ruiz wurde
ja schon berichtet, aber die Geschichte ist noch
viel interessanter. Die Mama - Ilka Ruiz - ist
ebenfalls mit ins Hotel gekommen und hat, da
selbst nicht im Schach aktiv, die nicht minder
wichtige Rolle der Chefbetreuerin übernommen. Lisa
erzählte mir, dass sie erst vor kurzem so richtig
mit Schach angefangen hat und auf jeden Fall dabei
bleiben möchte. Hamburg ist nach der
Jugendlandesmeisterschaft von Schleswig-Holstein
erst ihr zweites großes Turnier. Na, da wünschen
wir doch von Herzen der Familie Ruiz alles Gute
und viel Erfolg im Schach."
Und nun die Ergebnisse der guten Wünsche: In den 5 Runden waren 5 Punkte zu vergeben, die übrigens keiner der mehr als 300 Teilnehmer erzielt hat. Die Teilnehmer waren nach den Regeln des Ramada-Cups in sechs Gruppen - gestaffelt nach der durch die TWZ bestimmten Spielstärke - eingeteilt. Vater Enrique (TWZ 2010, in der B-Gruppe gesetzt an Platz 30) erkämpfte mit 3 Punkten einen guten 17. Platz (von 61). Seine beiden Töchter versuchten sich in der F-Gruppe mit 67 Teilnehmern. Kim (TWZ 792) spielte zwei Mal remis und dieser Punkt reichte für Platz 57. Ihre Schwester Lisa (noch ohne TWZ) gewann ein Mal - allerdings kampflos - und lief dadurch schwesterlich vereint direkt hinter Kim auf Platz 58 ein.
Vom 27. - 30.12.08 findet in Travemünde zum 25. Mal das traditionsreiche Travemünder Open statt. Von unserem Verein beteiligen sich an diesem Turnier unsere Spieler Manfred Homuth und Gerd Bernhardt. Sie sind an den Plätzen 47 und 105 gesetzt (bei 271 Spielern). Ihnen stehen harte Tage bevor, denn an den ersten drei Tagen wird jeweils doppelrundig gespielt, um die angesetzten sieben Runden in der knappen Zeit "über die Runden" zu bringen. Wir drücken beiden Spielern die Daumen und werden ihre Erfolge an dieser Stelle dokumentieren.
|
|
Rd. 1 |
Rd. 2 |
Rd. 3 |
Rd. 4 |
Rd. 5 |
Rd. 6 |
Rd. 7 |
Punkte |
Platz |
|
Manfred Homuth |
1 |
½ |
0 |
½ |
0 |
1 |
1 |
4 |
106 |
|
Gerd Bernhardt |
½ |
1 |
1 |
1 |
0 |
0 |
0 |
3½ |
134 |
Am 8. Dezember fand das schon traditionelle Weihnachtsblitzturnier statt. 15 Teilnehmer kämpften im 5-Minuten-Blitz um Siege und gegen Niederlagen. Beides wurde mathematisch gleichmäßig, aber bezogen auf die Spieler ungleichmäßig verteilt. Am Ende siegte unser Gast und passives Mitglied Aljoscha Feuerstack mit 13½ Punkten (aus 14, also ohne Niederlage) vor Manfred Homuth (12½) und Rolf Möller (11). Jeder Spieler konnte sich am Ende einen der vom Verein gestifteten Preise aussuchen, so dass auch die weniger Erfolgreichen zufriedene Gesichter machten. - Der Turnierleiter Manfred Homuth war ungebührlich belastet, weil er sich auf einen überzeugend vorgetragenen, gleichwohl unzutreffenden Rat von Claus Langmann verlassen hatte, der das "Rutschen" des Turnierleiters bei ungleicher Teilnehmerzahl vermeiden sollte. Das dadurch hervorgerufene Tohuwabohu konnte nur durch mühsame Handarbeit korrigiert werden.- Claus Langmann verbirgt sein Haupt unter Asche, oder im Sack, oder so...
|
ESC I - SK Doppelbauer Kiel I |
4½ : 3½ |
|
ESC II - Kropper SC I |
5 : 3 |
Der Tabellenzweite SK Doppelbauer Kiel wurde mit 4,5 : 3,5 bezwungen.
Am 30.11.2008 trat unsere Mannschaft als Tabellenvorletzter gegen den Tabellenzweiten SK Doppelbauer Kiel an, vom Papier her also als Außenseiter. Deshalb musste ein Sieg her, um den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle zu finden. Es machte Hoffnung, dass sich schon früh in einigen Partien gute Stellungen für unsere Mannschaft abzeichneten. Nach etwa drei Stunden klingelte urplötzlich ein Handy, und zwar dasjenige des Spielers der "Doppelbauern" an Brett 7. Nach kurzem Zögern und Rücksprache mit dem Mannschaftsführer Kai Krüger reklamierte Peter Krebs und gewann hierdurch seine Partie, weil vor Beginn des Wettkampfes auf das Verbot eingeschalteter Handys hingewiesen worden war (1:0).
Es dauerte etwa vier Stunden bis
zur Zeitkontrolle, bevor weitere Ergebnisse
erzielt wurden. Gerd Bernhardt hatte
risikofreudig eröffnet, konnte sich
erfolgreich durchsetzen und gewann
schließlich nach längerem Angriff mit dem
Übergewicht eines Turms (2:0). Edmund Lomer
hingegen verlor nach ungenauer Spielführung eine
Qualität und schließlich die Partie (2:1). Enrique
Ruiz Hampel lieferte sich mit seinem Gegenspieler
ein spannendes und nervenaufreibendes
Zeitnotduell, in dem er einen Mattangriff seines
Gegenspielers abwehren und selbst zum Mattangriff
ansetzen konnte. Aber die Partie wurde nicht durch
einen Mattangriff entschieden, sondern dadurch,
dass der Kieler Spieler im 39. Zug die Zeit
überschritt. Ruiz Hampel ist durch diesen Sieg
zusammen mit mit einem Spieler vom Lübecker SV der
einzige Spieler der Landesliga Nord, der alle
bisherigen drei Partien gewonnen hat. Am
Spitzenbrett sah sich Manfred
Homuth einem fulminanten Opferangriff
ausgesetzt, er besaß zeitweilig sogar zwei
Mehrfiguren und eine Qualität, die jedoch durch
äußerst genaue Spielführung seiner Gegnerin
Kopylova zwingend über längere Kombinationen mit
überraschenden Wendungen zurückerobert wurden. Am
Ende hatten beide mit Turm und zwei Bauern ein
völlig ausgeglichenes Endspiel - kurios, dass
diese Partie remis endete (3½ :1½). Bei
diesem Stand hatte Matthias Braun nach
zunächst aussichtsreicher Stellung seinen Vorteil
verspielt, statt dessen Qualität und Bauern
verloren, sodass er aufgeben musste (3½ :
2½). Rolf Möller hatte sich über längere Zeit eine
remisträchtige Stellung aufgebaut und so fand
diese Partie in einem Turm-Läufer-Endspiel auch
ihr natürliches Ende (4:3).
Kai Krüger hatte sich unterdessen in einem Turm-Springer-Endspiel zeitweise zwei Mehrbauern erarbeitet, aber nach einer Ungenauigkeit, als sich die Mehrbauern bei korrektem Spiel zum Sieg hätten verwerten lassen, blieb ihm nach längerem Kampf eine Remisstellung mit nur noch einem Mehrbauern im Turm-Endspiel. Das genügte aber für den erfreulichen 4½ : 3½ - Sieg gegen den Favoriten aus Kiel.
Ein erster Schritt aus dem Tabellenkeller ist damit getan. Weiter geht es im Januar und Februar 2009 mit Wettkämpfen gegen die beiden weiteren Nordclubs aus Flensburg und Leck. Mit diesem Sieg im Rücken soll es so weitergehen.
Die erste Partie der Begegnung unserer "Zweiten" gegen die "Erste" aus Kropp endete nach zwei Stunden remis: unser 14jähriger Nachwuchsspieler Andreas Koch musste einsehen, dass sein Turmendspiel trotz eines Mehrbauern nicht zu gewinnen war (½:½). Wenig später konnte Bruno Geruschkat eine die ganze Zeit über ausgeglichen geführte Partie mit einem Remis beenden (1:1). Etwa zeitgleich musste sich am Spitzenbrett Eduard Wiederkehr seinem nach der Ratingzahl deutlich favorisierten Gegner geschlagen geben; da half auch ein Angriff auf dem Königsflügel nichts, denn der Spieler aus Kropp konnte ihm ein Läuferopfer gegen nur zwei Bauern als zu gewagt beweisen (1:2).
Den ersten ganzen Punkt verbuchte nur kurze Zeit später Ralf-Johannes Koch an Brett 3 nach souveränem und druckreichem Spiel (2:2). Nach diesem unentschiedenen Stand der Dinge ging es bergauf: Olaf Zeuch an Brett 5 erzielte einen weiteren vollen Punkt, nachdem er einen Springer seines Gegners erobern und letztlich auch einen von drei Freibauern am Königsflügel zu einer Dame umwandeln konnte (3:2). Bald danach bezwang Jens Salzmann seinen Gegner, nachdem er zunächst eine Qualität gewonnen und danach mit einem starken Angriff seiner Bauern die Abwehrkette seines Gegenübers durchbrochen hatte, um schließlich unwiderstehlich mit einer Damenumwandlung zu drohen (4:2). Einen kleinen Rückschlag erlitt die Mannschaft, als Alexander Koch an Brett 6 die Waffen gegen seine weibliche Gegenspielerin aus Kropp strecken musste, obwohl die Partie lange Zeit einen sehr ausgeglichenen Charakter besaß (4:3).
Ulrich Bußmeier - an Brett 2 die letzte Partie der Begegnung spielend - hätte nun ein Unentschieden genügt, um den Gesamtsieg sicherzustellen. Er nutzte aber seine Siegeschancen, die er sich mit zwei Freibauern auf dem Damenflügel und einem verbliebenen Turm erarbeitet hatte. Sein Gegner konnte sich gegen diese Übermacht mit dem ihm noch verbliebenen Läufer und einem Freibauern nicht wirkungsvoll verteidigen. So lautete das erfreuliche Endergebnis 5:3 für unsere "Zweite".
Im Dähnepokal hatte es Enrique Ruiz Hampel bis ins Halbfinale des Landesverbandes Schleswig-Holstein geschafft und mußte - so hatte es das Los bestimmt - gegen den spielstarken Arne Jochens (Kieler SG/Meerbauer; DWZ 2249) antreten. Jochens hatte beim Losen die weißen Steine gewonnen und hatte somit den Anzugsvorteil. Es entwickelte sich eine Stellung sehr geschlossenen Charakters, in der Jochens allerdings die Chance hatte, auf "zwei Ergebnisse" zu spielen, nämlich Sieg oder Unentschieden. Man kann ganz gewiß nicht sagen, daß unser Ruiz Hampel keine Routine hätte - insbesondere nicht beim schnellen Spielen - aber Arne Jochens hatte in Zeitnot die noch besseren Nerven, den unbedingten Siegeswillen und zur rechten Zeit auch noch ein siegbringendes Figurenopfer. Unsere Glückwünsche begleiten Arne Jochens ins Finale gegen Aljoscha Feuerstack - auf diese Weise sind wir mit Aljoscha auf "passive Weise" doch noch im Finale vertreten.
Ein kleiner subjektiver Erfahrungsbericht von Edmund Lomer / Eckernförde
Vom 28.10. bis zum 08.11.2008 fand die 18. Senioren-Schach-Weltmeisterschaft in Bad Zwischenahn statt, wo 301 Teilnehmer aus aller Welt, darunter viele Großmeister, Internationale Meister und FIDE-Meister um den Titel sowie um gute Platzierungen kämpften. Die Seniorinnen spielten zum großen Teil (aber nicht alle) in einer gesonderten Damengruppe, in der Dietlind Meinke/Leck unser Bundesland vertrat.
Erstmalig nahm ich an diesem mit 11 Runden anstrengenden und anspruchsvollen Turnier teil, das mir reichlich Gelegenheit bot, mich mit hervorragenden Gegnern zu messen. Aus Schleswig-Holstein beteiligten sich ferner FIDE-Meister Hans-Uwe Kock/Büdelsdorf, Uwe Erhart sowie Joachim Thielemann (beide Kiel) an diesem hochrangigen Turnier.
Gemäß ELO-Liste war ich an Nr. 143 gesetzt und mein Ziel war es, eine etwas bessere Platzierung zu erreichen.
Nach musikalischer Begrüßung und Vorführung einer Trachtenkindergruppe begann die 1. Runde. Mir gelang mit den schwarzen Steinen gegen Dieter Müller aus Halle (Nr.296, DWZ 1478) ein problemfreier Gewinn, aber auch solche deutlich schwächer eingestuften Gegner müssen erst einmal besiegt werden.
In Runde 2 wurde es gleich erheblich schwerer: Mit Weiß spielte ich gegen FM Emili Simon aus Spanien (Nr.59, ELO 2247) zunächst recht gut und hätte schließlich mit dem richtigen Königszug sofort remisieren können, aber ich wollte unbedingt in seine Stellung eindringen. Er tat es mir gleich, war aber leider einen Zug schneller und er gewann nach 64 Zügen.
Runde 3 brachte mir den letzten nominell schwächeren Gegner dieses Turniers. Klaus Briesemeister/Lingen (Nr. 229, ELO 1916, DWZ 1604) wollte mich mit den weißen Steinen überrollen (u. a. g4, h4 im 6. und 9. Zug), aber sein Angriff kam nicht zur vollen Entfaltung und meine Konter trafen schnell und präzise. So konnte ich mir einen Ausflug ins nahe Oldenburg leisten und die Ausstellung "100 Jahre Brücke" besuchen.
Nun aber begann die richtige "Arbeit", denn alle meine kommenden Gegner hatten deutlich höhere Elo-Zahlen und auch das dementsprechende Können aufzuweisen. Runde 4 bescherte mir Michail Bogorad/Wuppertal (Nr.66, ELO 2234, DWZ 2077), den ich mit Weiß zwar zunächst dominieren, aber nicht besiegen konnte. Sein nicht ungefährlicher Freibauer kam nur bis c2 und nach 20 belanglosen Zügen ohne Schlagfall willigte er im 55. Zug mürrisch in das unvermeidliche Remis ein.
In der 5. Runde trat ich mit Schwarz gegen Rainer Troeger/Ludwigsfelde an (Nr. 80, ELO 2203, DWZ 2136), der vor einigen Jahren eine kurze Zeit für MTV Leck gespielt hat. Nach 63 Zügen war das Remis eigentlich klar, aber er wollte mehr, überzog und zehn Züge später war mein dritter und leider letzter Sieg in diesem Turnier perfekt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meine beste Platzierung (Rang 59), die leider keinen Bestand hatte. Immerhin hielt sie einen zusätzlichen Tag vor, da am Ruhetag ein Ausflug nach Emden auf dem Programm stand.
In Runde 6 bekam ich als "Belohnung" für das bislang Geleistete mit Weiß meinen höchstkarätigen Gegner präsentiert: FM Dr. Klaus Opl/Salzburg (Nr. 23, ELO 2362). Es wurde eine durchaus spannende Partie, aber zuletzt, um den 60 Zug herum, entschied ein Bauer gegen mich. Wie so oft mit Weiß hatte ich mein Spiel zu optimistisch angelegt - natürlich kann man es auch anders ausdrücken.
Nun begann eine Serie hartumkämpfter Remispartien, die bis zum Schluss anhielt. Es war garantiert kein Salonremis dabei, da meine Gegner offenbar alle gegen den "Mittelpatzer" gewinnen wollten. Diesen hübschen Ausdruck schuf übrigens GM Mihai Suba/Rumänien, der im gleichen Hotel wie meine Hamburger Mitstreiter und Freunde Werner Schirmer, Volker Papenbrock und Karl-Heinz Nugel und ich selbst wohnte. Irgendwann beim Frühstück - oder war es an der Bar ? – kreierte er diese keineswegs böse gemeinte Wortschöpfung.
Den ersten und einzigen IM dieses Turniers bekam ich in der 7. Runde zugeteilt. IM Robert G. Hartoch//Niederlande (Nr. 84, ELO 2196) versuchte natürlich, mit den weißen Steinen zu gewinnen, aber mit präzisem Spiel, das auch Angriffsmomente enthielt, hielt ich die Stellung ausgeglichen. Hartoch bot nach 30 Zügen remis an – sollte ich etwa ablehnen?
In Runde 8 trennte ich mich mit Weiß remis von Rainer Siegmund/Dresden (Nr. 103, ELO 2153, DWZ 1990). Die Analyse bestätigte das Ergebnis und ein Überziehen der Position wollte ich mir diesmal ersparen.
In der 9. Runde erlaubte ich mir eine kleine Unbotmäßigkeit (Dreistigkeit wäre zu scharf formuliert) gegen FM Stanislav Zhelesny/Russland (Nr. 90, ELO 2181). Nach kleineren Problemen beiderseits war eine Remisstellung auf dem Brett, wobei nur mein Gegner noch eine gewisse Möglichkeit zum spielentscheidenden Fehler hatte. Am Zuge befindlich bot er - nicht ganz den Regularien entsprechend - remis, meine Antwort: "first your move please". Er zog, ich lehnte zunächst ab, aber dann vermied er den möglichen Fehlzug und das friedlich-schiedliche Ergebnis wurde besiegelt.
In der 10. Runde wollte ich nun endlich mal auch mit Weiß gewinnen, aber mein Gegner Karl-Heinz Bondick/Magdeburg (Nr. 92, ELO 2175, DWZ 2101) war nicht bereit, dieses zuzulassen. Mehrere meiner Versuche wurden abgewehrt und plötzlich war seine Dame in meinem Lager. Da ich nun meinerseits alle Bemühungen abwehrte, einigten wir uns im 40. Zug auf remis.
Auch die 11. Runde brachte mir mit Weiß erneut "nur" ein Remis. Boris Tchetchelnitski/Bremen (Nr. 75, ELO 2216, DWZ 2079) erhöhte mit großem Siegeswillen den Druck auf meine Stellung, aber mit aktivem Gegenspiel hielt ich mit etwas Mühe das Gleichgewicht. Das Remis war nach 61 Zügen gesichert.
So hatte ich am guten Ende 6 Punkte aus 11 Partien mit um 15 Punkten verbesserter ELO-Zahl und es reichte sogar, im "internen Wettbewerb" als bester Schleswig-Holsteiner Platz 105 einzunehmen. Hans-Uwe Kock erreichte mit ebenfalls 6 Zählern Platz 111, Uwe Erhard wurde mit 5½ Punkten 150. und Joachim Thielemann belegte mit 4 Punkten Platz 269.
Turniersieger und damit Seniorenweltmeister wurde IM Larry Kaufmann / USA vor GM Mihai Suba / Rumänien (je 9 Punkte), wobei nur die Feinwertung entschied. Dem Dresdner GM Wolfgang Uhlmann gelang nicht der erhoffte und ihm von vielen gegönnte große Wurf - er musste mit dem 8. Rang zufrieden sein.
Für den 08.11.08 hatte der Heider Schachverein zu
einem neunrundigen Schnellturner eingeladen. Von
unserem Verein beteiligten sich Enrique Ruiz
Hampel und Claus Langmann an diesem Turnier, nebst
52 weiteren Teilnehmern, die sich aus ganz
Schleswig-Holstein eingefunden hatten. Unsere
beiden Spieler hatten noch eine besondere
Abmachung getroffen, die das Turnier um sehr
individuelle Spannungspunkte bereichern sollte:
Der zum guten Ende besser Platzierte erwarb gegen
den anderen Anspruch auf eine Portion Eis!
Gesetzt waren sie an Platz 4 (Enrique) und 14,
aber bis zur vorletzten Runde lagen beide mit 5
aus 8 gleichauf. Doch in der letzten Runde bezog
Claus L. eine Niederlage und Enrique zog mit einem
Sieg davon. In der Tabelle ergab sich dadurch ein
7. und ein 17. Platz. Sieger wurde mit 8 Punkten
Giso Jahncke (SV Bargteheide) vor Ferdinand
Voelzke (7½ - SG Turm Kiel), der in den beiden
letzten Jahren das Turnier gewonnen
hatte.
Das Turnier war gut und in ausgesprochen freundlicher Atmosphäre organisiert, für das leibliche Wohl war während des ganzen Tages bestens gesorgt. Beide Spieler haben sich das Turnier für einen erneuten Besuch im nächsten Jahr vorgemerkt.
Für den 01.11.08 waren vier Paarungen im Dähnepokal vorgesehen, aber Jan-Philipp Arps vom Elmshorner SC sagte wegen anderer schachlicher Verpflichtungen vorher ab. Das entsprechende Freilos zog Arne Jochens. Durch die vor Ort vorgenommenen Auslosungen ergaben sich folgende Paarungen mit folgenden Ergebnissen:
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|
Paarung |
Ergebnis |
weiter |
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Ruiz Hampel - Böttcher |
1:0 |
Ruiz Hampel |
||
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Koop - Neumann |
½:½ (½:1½) |
Neumann |
||
|
Feuerstack - Neitzel |
1:0 |
Feuerstack |
Enrique Ruiz Hampel steht durch diesen Sieg im Halbfinale des Dähnepokals und muß - das wurde schon ausgelost - am 29.11. gegen Arne Jochens antreten - eine gute Gelegenheit, sich ein schönes Geburtstagsgeschenk zu machen ...
|
Agon Neumünster - ESC I |
5½ : 2½ |
|
Schleispringer Kappeln - ESC II |
5½ : 2½ |
Am 26.10.2008 trat unsere erste Mannschaft in der Landesliga beim SC Agon Neumünster an, einer spielstarken Mannschaft mit jahrelanger Oberliga-Erfahrung. Zunächst verliefen die Partien innerhalb der ersten beiden Stunden ausgeglichen, lediglich Kai Krüger am 2. Brett und Rolf Möller am 6. Brett sahen sich mit den schwarzen Spielsteinen in der Defensive, während sich Matthias Braun am 8. Brett leichte Vorteile erarbeitet hatte.
Nach etwa drei Stunden Spieldauer gelang es Enrique Ruiz Hampel am 3. Brett, nach ungenauer Spielbehandlung seines Gegners eine Figur zu gewinnen, so dass er kurze Zeit später das 1:0 für uns erzielte. Peter Krebs vereinbarte mit seinem Gegner am 7. Brett bald danach ein stellungsgerechtes Remis (1½:½). Ihm folgte Gerd Bernhardt am 4. Brett ebenfalls mit einem Remis, nachdem er zunächst besser gestanden hatte, seinen Vorteil aber nicht umsetzen konnte (2:1). Bei diesem durchaus noch vorteilhaften Stand kippten jedoch fast alle anderen Partien: Edmund Lomer geriet am 5. Brett nach zunächst nur leicht schlechterer Stellung in ein Figurenendspiel, in dem er einen Bauern und dadurch letztlich auch die Partie verlor (2:2). Manfred Homuth musste mit den schwarzen Spielsteinen am 1. Brett nach diversen Theoriezügen und scheinbar guter Partieführung wegen eines Königsflügelangriffs seines Gegners ohne hinreichende Kompensation eine Qualität geben, wodurch auch diese Partie verloren ging und wir erstmalig in Rückstand gerieten (2:3).
In den verbleibenden Partien konnte dieser Rückstand nicht aufgeholt werden: Kai Krüger wehrte den starken Königsangriff seines Gegners zwar ab, musste jedoch nach taktischem Schlagabtausch einen Minusbauern hinnehmen und in der Folge aufgeben (2:4). Rolf Möller geriet auf der h-Linie und auf Grund seines schwachen Feldes f6 unter immensen Druck, so dass seine Stellung zusammenbrach (2:5). Die dadurch schon entschiedene Mannschaftsniederlage konnte auch Matthias Braun, nachdem er im Endspiel Siegeschancen ausließ, mit einem abschließenden Remis nicht mehr abwenden (2½:5½).
Am selben Tag spielte unsere 2. Mannschaft gegen
die 1. Mannschaft mit dem romantischen Namen
"Schleispringer" in Kappeln. Auch
dieser
Wettkampf endete mit einer 2½:5½-Niederlage. Sie
wurde noch einigermaßen hoffnungsspendend
eingeleitet durch zwei unentschiedene
Spielausgänge: Andreas Koch an Brett 8 und Claus
Langmann an Brett 1 spielten remis, wobei Andreas
einen scheinbar übermächtigen Angriff nicht zum
guten Ende führen konnte (1:1). Christian
Tuckermann hatte leider schon in der
Eröffnungsphase ohne Not einen seiner Läufer
hergeschenkt und konnte trotz mehrerer Fehler
seines Gegners das Blatt nicht mehr wenden (1:2).
In der Partie von Dieter Eigenberz stand es lange
Zeit ausgeglichen, bis er einen Bauern verlor und
im Endspiel die Zeche zahlen mußte (1:3). Unser
Jugendwart Bruno Geruschkat hatte mit einem
Bauernplus in ein gewinnverheißendes und nach
rascher Analyse auch beweisbar gewinnbares
Endspiel abgewickelt, bis er vorübergehend in
einen Zustand kognitiver Dissonanz verfiel und die
Partie remis gab (1½:3½). Eduard Wiederkehr sah
sich bei diesem Stand der Dinge genötigt, aus
seiner Partie mehr herauszuholen, als drin war. Er
überzog und verlor (1½:4½). Damit war der
Wettkampf zu unserem Nachteil entschieden. Unser
Mannschaftsführer Jens Salzmann und Ralf Koch
kämpften jetzt noch für eine Milderung der
Niederlage und für ihr persönliches Prestige - mit
einigem Erfolg. Jens versuchte in einem Endpiel
mit ungleichfarbigen Läufern und Bauernplus das
Unmögliche, nämlich einen Sieg und mußte
schließlich doch das in der Stellung natürliche
Ergebnis "remis" akzeptieren (2:5) und Ralf Koch
zahlte als ausdauerndster Spieler dem alten
Grundsatz Tribut, wonach alle Turmendspiele
remis enden (2½:5½).
Fazit: Kein gutes Wochenende für unseren Verein - von 16 Partien wurde nur eine einzige gewonnen. Das muß am 30.11. besser werden!
Unser Vorsitzender Edmund Lomer startet morgen nach Bad Zwischenahn, um in der Zeit vom 28.10. bis 09.11.08 an der Weltmeisterschaft der Senioren teilzunehmen. Die Chancen, Weltmeister zu werden, schätzt er selbst allerdings gering ein, denn 319 Teilnehmer - darunter viele Großmeister mit bekannten Namen - bewerben sich um den Titel und Edmund Lomer findet sich in der Setzliste mit Platz 152 ziemlich genau in der Mitte wieder. Er wird in Bad Zwischenahn eine Reihe von Spielern wiedersehen, die auch vor kurzem an der 2. Offenen Seniorenmeisterschaft von Schleswig-Holstein teilgenommen haben, u.a. Wolfgang Schulz (121) und Werner Schirmer (156) vom HSK und Joachim Thielemann (191) von der SG Turm Kiel. Auch der Sieger dieses Turniers - Gerd Rickers - ist wieder mit von der Partie.
Die Frauen tragen mit 37 Teilnehmerinnen eine eigene Weltmeisterschaft aus. Auch in dieser Runde wird Dietlind Meinke (MTV Leck) als einzige Teilnehmerin aus Schleswig-Holstein - gesetzt an Platz 24 - einen schweren Stand haben.
Unsere guten Wünsche begleiten die Spieler - ihre Fortschritte können Sie unter http://www.seniorenschach.de/ beobachten.
Am Sonnabend, den 1. November wird in der
Turnhalle der Dänischen Schule in Rieseby,
Greensweg 4 (nur fünf Minuten vom Bahnhof
entfernt) um 10:00 Uhr das Viertelfinale des
Dähne-Pokals ausgetragen.
Achtung: Der Landesturnierleiter hat am 27.10. entschieden, dass die Uhren erst um 13:30 angestellt werden!
Für das Viertelfinale haben sich qualifiziert:
|
Name |
Verein |
DWZ |
|
Aljoscha Feuerstack |
SK Norderstedt |
2308 |
|
Arne Jochens |
Kieler SG / Meerbauer |
2249 |
|
Jan Philipp Arps |
Elmshorner SC |
1996 |
|
Sören Koop |
SC Wrist-Kellinghusen |
1978 |
|
Enrique Ruiz Hampel |
Eckernförder SC |
1959 |
|
Michael Neumann |
MTV Leck |
1912 |
|
Ulrich Böttcher |
Lübecker SV |
1903 |
|
Mirko Neitzel |
Segeberger SF |
1700 |
Die Paarungen werden vor Ort ausgelost. Das Halbfinale wird am 29.11., das Finale am 20.12.08 gespielt. - Zuschauer sind gern gesehen, eine Restauration ist vorhanden.
Die Saison der Mannschaftskämpfe hat begonnen und bescherte uns eine Niederlage und einen Sieg: Die Niederlage "erzielte" unsere 1. Mannschaft trotz nahezu bester Besetzung mit 2½ : 5½ gegen die Mannschaft aus Wrist. Die 2. Mannschaft siegte gegen die Zweite von Husum mit 6½ : 1½. - Es folgen die Berichte über Niederlage und Sieg.
Unsere Erste verliert gegen Wrist-Kellinghusen
Unsere erste Mannschaft ist in der vergangenen Saison von der Verbandsliga-Nord in die Landesliga Schleswig-Holstein aufgestiegen, der höchsten Spielklasse des Landes. Am 05.10.08 war der SC Wrist-Kellinghusen zu Gast in der Bürgerbegegnungsstätte Eckernförde, nominell etwa gleichstark, allerdings seit nunmehr drei Jahren in der Landesliga spielend und deshalb mit größerer Erfahrung ausgestattet. Der Wettkampf begann für uns mit nur einer Spielerveränderung gegenüber der Aufstiegsmannschaft. Nach zunächst ausgeglichenem Spielverlauf zeigten sich bereits nach etwas mehr als zwei Stunden bei Manfred Homuth am Spitzenbrett und bei Enrique Ruiz Hampel am 4. Brett eher ungünstige Stellungsbilder. Gerd Bernhardt hatte am 5. Brett einen Bauern gewonnen, sah sich aber einem gehörigen Stellungsdruck ausgesetzt. Jan Dreesen hatte am 2. Brett einen Bauern gegen gute Spielanteile geopfert. Edmund Lomer am 6. Brett und Eduard Wiederkehr am 8. Brett hatten sich leichte Vorteile erarbeitet. Unklar sah es zu diesem Zeitpunkt bei Kai Krüger am 3. Brett und bei Peter Krebs am 7. Brett aus.
Mit zunehmender Spieldauer kippte jedoch der Wettkampf. Peter Krebs konnte noch ein stellungsgemäßes Remis erreichen (½:½), aber Gerd Bernhardt stellte eine Figur ein - für ihn absolut ungewöhnlich und für den Partieausgang tödlich (½:1½). Danach gewann Enrique Ruiz Hampel kurios: Gerade, als sein Gegner ihn stellungsmäßig überspielt hatte und Materialverlust drohte, klingelte dessen Handy - ein klarer Regelverstoß, der seinen Grund in der beim Schachwettkampf notwendigen absoluten Ruhe hat. Wegen der schlechteren mannschaftlichen Situation reklamierte Enrique Ruiz Hampel dies, woraufhin dies gegen seinen Gegner als Niederlage gewertet wurde (1½:1½). Edmund Lomer opferte einen Bauern für druckvolles Spiel, tauschte dann aber forciert die Damen, so dass sein Druck auf den Gegner aufgehoben wurde. Der zunächst freiwillig gegebene Bauer wurde ihm so letztlich zum Verhängnis (1½:2½). Jan Dreesen wickelte mit mehrzügiger Kombination in ein scheinbar besseres Turm-Bauern-Endspiel ab, übersah jedoch eine Finte seines Gegners, der am Ende der Kombination mit einem Grundlinienmatt drohte, was den Turmtausch erzwang, woraufhin der Gegner den Zentrumbauern im Bauernendspiel mit Gewinnstellung erobern konnte (1½:3½). Eduard Wiederkehr spielte sein Bauernendspiel bis zur Damenumwandlung beider Parteien aus. Es blieb in der Folge beim Remis (2:4). Manfred Homuth mußte im Mittelspiel einen Bauern geben, konnte aber durch zähe Gegenwehr den Verlust der Partie vermeiden und ebenfalls ein Remis halten (2½:4½). Kai Krüger hatte einen Angriff seines Gegners am Königsflügel zu überstehen und geriet nach einem fehlerhaften Zug in materiellen und stellungsmäßigen Nachteil, der zur letzten Niederlage des Wettkampfs führte (2½:5½).
Die zweite Mannschaft siegt in Husum!
Ein gewaltiger Sturm begleitete unsere 2.
Manschaft zu ihrem Wettkampf gegen die 2.
Mannschaft des Husumer SV und sorgte für
eine viertelstündige Verspätung. Aber unser Gegner
war fair und rechnete das nicht auf unsere
Bedenkzeit an. Eine weitere faire Geste war ein
vorangegangener Telefonanruf, mit dem uns
mitgeteilt wurde, daß die Husumer Mannschaft nur
mit sechs Spielern antreten könne, wodurch wir nur
mit sechs Spielern (und nur einem Auto!)
anzureisen brauchten und schon zu Beginn des
Wettkampfs mit 2:0 in Führung lagen. - Diese
Führung wurde schnell ausgebaut: Jens Salzmann an
Brett 4 behandelte einen Nimzo-Inder klassisch und
erfolgreich (3:0), Alexander Koch hingegen geriet
gegen seinen nominell deutlich schwächeren Gegner
unter die Räder (3:1). Aber das sollte die einzige
Niederlage bleiben. Frank Benders Gegner opferte
um des lieben Angriffs wegen eine Figur, aber
Frank verteidigte sich umsichtig und richtete
schließlich mit zwei springlebendigen Springern
großes Unheil in des Gegners Reihen an (4:1). In
ausgeglichener Stellung einigte sich Ralf Koch mit
seinem Gegner auf remis, wodurch der
Mannschaftsieg sichergestellt war (4½:1½). Claus
Langmann führte ein Endspiel mit zwei
Leichtfiguren gegen einen Turm sicher zum Sieg. Er
ärgerte sich nur gewaltig, weil er in einer
vorausberechneten, etwa 10-zügigen Zugfolge ein
elegantes zweizügiges Matt übersehen hatte
(5½:1½). Ulrich Bußmeier kämpfte am längsten, aber
das lag am Gegner, der in aussichtsloser Stellung
(vier Bauern im Minus in einem reinen
Springerendspiel) den rechten Moment zur Aufgabe
verpasste - eine Unsitte, die ihre Quelle wohl im
weit verbreiteten Blitzspiel hat. Damit stand das
Endergebnis mit 6½:1½ fest.
Der Umstand, daß die zweite Mannschaft eines seit mehr als hundert Jahren bestehenden Traditionsvereins in einer Stadt wie Husum nicht in der Lage ist, acht Spieler ans Brett zu bekommen, weckt einige Besorgnis für die schachliche Zukunft des Vereins. Aber auch wir waren in der vergangenen Saison noch mit drei Mannschaften angetreten ...
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In der Woche vom 26.09. bis 02.10.08 richtete der Schachverband Schleswig-Holstein in Eckernförde seine 2. Offene Schleswig-Holsteinische Einzelmeisterschaft der Senioren aus. Gespielt wurde im Stadthallenrestaurant, und zwar in den direkt zur Ostsee gelegenen Räumen, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr war und von den Teilnehmern entsprechend freundlich kommentiert wurde. Es waren 55 Spieler zum Turnier angetreten - einige mehr als im Vorjahr - , davon vier aus unserem Verein, nämlich Edmund Lomer, Bruno Geruschkat, Hanfried Kiesbye und Claus Langmann. - Nach sieben Runden - es wurden an den sieben Tagen keine Doppelrunden gespielt - standen die Sieger fest: Erster wurde Lothar Kollberg (SC Rotation Pankow) mit 6 Punkten vor Gerd Rickers (Fehntjer SK) und Dieter Villing (SK Ladenburg) mit jeweils 5½ vor vier weiteren Spielern mit 5 Punkten. Bester Spieler aus Schleswig-Holstein wurde Jürgen Dümmke (Ahrensburger TSV) mit 5 Punkten. - Das Turnier war gut organisiert und verlief in sehr angenehmer Atmosphäre, so dass wir gewiß viele der Spieler wiedersehen werden. Es wäre schön, wenn im nächsten Jahr einige Spieler aus dem nahen Dänemark anreisen würden, das Turnier würde dadurch sicher noch attraktiver.
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Drei unserer vier Spieler |
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Alle unsere Spieler haben sich gegenüber ihren
Setzplätzen verbessert und auch ihre DWZ
"aufgenordet". Bruno Geruschkat hat sogar die
3.-beste Verbesserung aller 55 Spieler erzielt! -
Hanfried Kiesbye hat wegen einer noch zu geringen
Partienzahl noch keine Wertung.
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DWZ |
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Runde |
Punkte |
Platz |
DWZ Entwicklung |
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gesetzt an ... |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
|||||
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Lomer |
1942 |
14 |
1 |
1 |
½ |
½ |
0 |
½ |
1 |
4½ |
9 |
+15 |
|
Langmann |
1796 |
28 |
+ |
½ |
1 |
½ |
0 |
0 |
½ |
3½ |
26 |
+22 |
|
Geruschkat |
1476 |
49 |
0 |
1 |
½ |
0 |
½ |
½ |
½ |
3 |
39 |
+42 |
|
Kiesbye |
- |
55 |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
+ |
2 |
51 |
- |
Weitere Einzelheiten aus dem Turniergeschehen können Sie unter der folgenden Adresse nachlesen:
http://www.chess-international.de/ticker/08_senioren_sh/teilnehmer.html.
Unsere Jugendmannschaft hat ihren ersten Kampf in der Jugendverbandsliga ausgetragen. Sie verlor gegen Argon Neumünster leider deutlich in der Besetzung Alexander Koch, Andreas Koch, Kim Ruiz und Lisa Ruiz mit ½ : 3½. Lediglich Kim Ruiz milderte die Niederlage durch ihr Remis.
Am 20.09.2008 rief Berlin zum 18. Mal zum
populären Wettstreit "Politiker spielen Schach".
So trafen sich 56 politisch und im diplomatischen
Dienst engagierte mehr oder weniger prominente
Schachfreunde aus dem In- und Ausland in der
Bundeshauptstadt zu diesem unterhaltsamen und
spannenden Schnellturnier. Als Schirmherr wirkte
Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble.
Es wurden sieben Runden nach Schweizer System mit
einer Grundbedenkzeit von 10 Minuten pro Partie
und Spieler ausgetragen und auch die hohe
Prominenz wie Bundesinnenminister Wolfgang
Schäuble/CDU, Bundesminister a.D. Otto Schily/SPD,
Staatssekretär und früherer BND-Chef August
Hanning oder BDI-Präsident a.D. Dr. Hans-Olaf
Henkel eroberten manchen Punkt, auch wenn sie sich
meist nicht ganz vorne platzieren konnten.
Turniersieger wurde nach einer dramatischen
Schlussrunde der Dresdner Stadtrat (und
Organisator der Schacholympiade 2008 in Dresden)
Dirk Jordan, der noch am Vortag in Hamburg mit
gutem Erfolg an einem Blitzturnier mit 100
Spielern teilgenommen hatte und wohl deshalb
besonders gut in Form war. Er erzielte aus den
sieben Runden 6½ Punkte vor dem überraschend stark
spielenden August Hanning (6) und dem
Bürgermeister von Altenkirchen Heijo Höfer
(5½).
Als bester Teilnehmer aus Schleswig-Holstein
erreichte Gerhard Meiwald aus Neuenkirchen mit 5
Punkten Rang 7. Unser Vorsitzender Edmund Lomer -
als Ratsherr der CDU in Eckernförde zur Riege der
Politiker gehörend - hatte einen guten Start und
lag nach 4 Runden mit 3½ Punkten (u. a. besiegte
er den späteren Drittplazierten Höfer im
Sturmlauf) in der Spitzengruppe. In der 5. Runde
verlor er allerdings gegen August Hanning. Lomer
hatte insbesondere mit der Bedenkzeitregelung (6
gegenüber 14 Minuten) gewisse Probleme; denn wie
stets bekamen die sogenannten "Profis", also
Mitglieder eines Schachvereins, vier Minuten
abgezogen, die dem jeweiligen Amateurgegner
zugeschlagen wurden. Im Bestreben, nun für das
Erreichen eines vorderen Platzes die beiden
restlichen Partien gewinnen zu müssen, überzog
Lomer diese Partien und verlor beide – in der
Schlussrunde sogar gegen Otto Schily, der mit den
weißen Steinen Revanche für eine Niederlage in den
Vorjahren nahm und mit 4½ Zählern einen
hervorragenden 15. Platz errang. - So erreichte
Lomer mit den 3½ Punkten, die er bereits nach vier
Runden erkämpft hatte, nur Platz 25. Aber, so
meinte er optimistisch: "Im nächsten Jahr kann es
nur besser werden".
Beim anschließenden Bankett gab es wieder manch
gute Gelegenheit zum Gespräch mit der sonst kaum
erreichbaren politischen Prominenz.
Im Rahmen der Veranstaltungen des "Rendsburger Herbstes" hatte der SV VHS Rendsburg zu mehreren Veranstaltungen eingeladen, u.a. auch für den 31.08.08 früh um 10 Uhr zu einem Mannschaftsschnellturnier an vier Brettern. Unser Verein beteiligte sich mit zwei Mannschaften an diesem Turnier. Dabei gelang unserer ersten Mannschaft in der Besetzung Kai Krüger, Enrique Ruiz Hampel, Gerd Bernhardt und Eduard Wiederkehr der Turniersieg (vor Turm Kiel), was insbesondere auch dem überragenden Ergebnis von Eduard Wiederkehr zu verdanken ist, der seine sämtlichen Partien gewonnen hat.
In der Woche vom 09.08. bis 15.08.08 wurde von der Kieler Schachgesellschaft/Meerbauer das 21. Kieler Open ausgerichtet, an dem fünf unserer Mitglieder teilnahmen. Es hatten sich 88 Teilnehmer für das ELO-Turnier und 42 für das DWZ-Turnier (Begrenzung 1700 DWZ) gemeldet. Sieger im ELO-Turnier wurde nach 9 Runden mit 7½ Punkten der Berliner Martin Krämer vor Aljoscha Feuerstack mit 7 Punkten. Der mehrmalige Sieger Großmeister Sigurd Lanka erreichte mit 6½ Punkten nach Wertung nur den 7. Platz.
Unsere Spieler schnitten wie folgt ab:
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Setzliste |
Punkte |
Platz |
DWZ-Änderung |
|
ELO-Turnier |
|
|
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|
Manfred Homuth |
16 |
4 |
52 |
./. 52 |
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Gerd Berhardt |
39 |
6 |
13 |
+ 47 |
|
Ralf Koch |
47 |
2½ |
83 |
./. 74 |
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DWZ-Turnier |
|
|
|
|
|
Holger Hogreve |
25 |
5 |
19 |
+ 51 |
|
Andreas Koch |
35 |
3½ |
35 |
+ 59 |
Am 17.08.08 hat unser traditionelles Aalturnier
stattgefunden. Insgesamt 18 Spieler aus der
näheren und weiteren Umgebung hatten sich zu
diesem Turnier auf den Weg gemacht, darunter eine
fünfköpfige Delegation aus Kropp und ein weit
gereister Spieler aus Meckelfeld - südlich von
Hamburg gelegen. Gegenüber den früheren Jahren
hatte die Turnierleitung unter der Federführung
von Enrique Ruiz Hampel die Spielbedingungen
geändert: Es wurden anstelle der bisher üblichen
5-Minuten-Blitzpartien
10-Minuten-Schnellschachpartien mit 9 Runden nach
dem Schweizer System gespielt, was sich sehr
positiv auf den Ablauf der Veranstaltung
auswirkte. - Genauso positiv wurde die Pause nach
5 Runden empfunden, in der - angeboten durch Frau
Ruiz - kleine Snacks und Getränke eingenommen
werden konnten.
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Die "Glorreichen Drei" empfangen ihre Aale vom Vorsitzenden Edmund Lomer |
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1. - Manfred Homuth |
2. - Ferdinand Voelzke |
3. - Kai Krüger |
Nicht zum ersten Mal gewann dieses Turnier unser Spitzenspieler Manfred Homuth mit 8 Punkten nach 9 Partien. Ihm dicht auf den Fersen folgte Ferdinand Voelzke (Turm Kiel) mit 7/9. Im deutlichen Abstand (5,5/9) fand sich ein Quartett von Spielern aus unserem Verein ein mit Kai Krüger, Eduard Wiederkehr, Enrique Ruiz Hampel und Gerd Bernhardt, wobei Kai Krüger mit der besseren Wertung die Nase vorn hatte und somit Dritter wurde. Die Sieger freuten sich über kleine Erinnerungspokale, über die fünf von der Touristik GmbH gestifteten Aale und über weitere Marzipanaale, die als Trostpreise die Platzierung versüßten.
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... und auch die Spieler aus Kropp freuten sich. |
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In der ersten Ferienwoche fand zum dritten Mal die Schachschule des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW) in Rieseby statt. Diesmal nahmen 17 Kinder teil und wurden in zwei Gruppen von Enrique Ruiz Hampel und Claus Langmann in das Schachspiel eingeführt. Am vorletzten Tag haben die Kinder die Prüfungen des Deutschen Schachbundes in verschiedenen Schwierigkeitsstufen abgelegt und sich somit das Bauern-, Turm- oder Königsdiplom erarbeitet. Zum Austoben fand nach den Prüfungen ein Tischkickerturnier statt, das das Duo Jasper Hieronimi und Anton Willmann gewann.
Am letzten Tag der Schachschule wurde ein Schachturnier ausgetragen. Hierbei wurde nochmals das Spielen mit der Schachuhr und mit einer Zeitvorgabe geübt. Dabei konnte sich überraschend Lisa Ruiz vor Lukas Beyer und Kim Ruiz durchsetzen. Bei der Siegerehrung wurden für die ersten drei Plätzen des Schachturniers und auch für die ersten drei Teams des Tischkickerturniers kleine Pokale überreicht.
Die Verteilung der Bauern-, Turm- und Königsdiplome erfolgte anschließend in alphabetischer Reihenfolge der Vornamen – auf Wunsch aus dem Vorjahr dieses Jahr von Z bis A, im nächsten Jahr dann wieder von A bis Z. Jeder Teilnehmer erhielt außerdem einen kleinen Sachpreis.
Die Trainingswoche ...
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Anton |
Jasper, Benno und Merle |
Hannes |
Benno und Merle |
Sarina |
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beim Erarbeiten der Bauerndiplome ... |
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... und die praktische Anwendung beim abschließenden Übungsturnier |
... und das Jugendturnier
Einen Tag später fand dann das erste Internationale Jugendschachturnier des SSF Svansø (steht für Schwansen) in Rieseby statt, das durch den Eckernförder Schachclub, die Gemeinde Rieseby, die Eckernförder Bank eG, den Kreisverband des SSF und durch Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten auch von der Dänischen Schule unterstützt wurde. Von den 62 Kindern, die in verschiedenen Altersklassen teilnahmen, waren auch neun aus der Schachschule und vom Schachklub Eckernförde dabei, die mit Spaß bei der Sache waren, auch wenn sie oftmals gegen erfahrenere Spieler antreten mussten.
In der U16 spielte Alexander Koch ein gutes Turnier und wurde ungeschlagen und verdient erster in dieser Altersklasse. Andreas Koch blieb in der U14 leider unter seinen Möglichkeiten zurück. Kim Ruiz hielt anfangs in der U12 gut mit, ihr fehlte dann aber die nötige Kondition für das Turnier und sie fiel in das Mittelfeld ab.
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Der Turniersaal mit 62 Kindern und Jugendlichen ... |
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... und die Organisatorin Ilka Ruiz mit den Siegern |
Das Ergebnis der Schachaktivitäten lässt sich wie folgt zusammenfassen: Der Schachklub Eckernförde war nach einer langen Pause (seit mindestens 1990) wieder Mitausrichter eines Jugendturniers der Schleswig-Holsteinischen Schachjugend. Aufgrund der großen Resonanz ist auch im nächsten Jahr ein Turnier geplant, die Finanzierung kann schon jetzt als gesichert betrachtet werden (aus Überschuss 2008, Startgeldern 2009 und Sponsoren 2009). Kontakte mit Schachfreunden aus Tønder (Dänemark) wurden geknüpft, die Einladung zu einem Freundschaftsturnier im September in Tønder wurde bereits ausgesprochen. Die Bildung einer Jugendmannschaft des Eckernförder Schachclubs aus den Turnierteilnehmern des Schachklubs und der Schachschule ist möglich.
Der SV Merkur Hademarschen feiert sein 40jähriges
Vereinsjubiläum und aus diesem Anlass hatte die
Schachabteilung am 12. Juli 2008 zu einem
Geburtstagsschnellturnier eingeladen. Der
Turniermodus betrug 2 x 10 Minuten pro Partie bei
9 Runden nach Schweizer System. Von unserem Verein
machten sich Enrique Ruiz Hampel und Claus
Langmann auf den Weg zur Gratulation und trafen
auf 66 weitere Gratulanten.
Die Organisatoren bildeten aus diesen Spielern drei nach Stärke geordnete Gruppen, wobei unsere beiden Spieler in der stärksten Gruppe mit 26 Teilnehmern auf den Plätzen 2 und 16 gesetzt waren. Das Turnier wurde zügig abgewickelt und nach 9 Runden stand mit Michael Jendrian (SC Agon Neumünster) der Sieger der A-Gruppe fest. Er erzielte 8½ Punkte. Unsere beiden Spieler erreichten mit jeweils 5 Punkten die Plätze 10 und 11, wobei Langmann mit einem Buchholzpunkt Vorsprung den vereinsinternen Wettstreit freudig und schmunzelnd für sich entschied.
Das Turnier zeichnete sich durch eine familiäre Atmosphäre, durch eine perfekte Organisation und durch eine leckere, dazu noch kostenlose Gulaschsuppe aus.
Am 03. Juli 2008 hatte unser Vorsitzender und Ratsherr Edmund Lomer zum achten Mal zu einer Simultanvorstellung in den Ratssaal eingeladen. Die sh:z/Eckernförder Zeitung/Arne Peters berichtete am nächsten Tag unter der Überschrift "Ein Mädchen schlägt den Meister" über diese gelungene Veranstaltung:
"Sie ist erst elf Jahre alt, doch gestern Nachmittag wollte sie es wissen: Kim Ruiz trat als einzige "Dame" beim Simultanschach im Ratssaal des Rathauses gegen Edmund Lomer an. Simultanschach - das bedeutet, dass ein Spieler auf verschiedenen Brettern gegen mehrere Gegner spielt. In diesem Falle fanden insgesamt 18 Freunde des königlichen Spiels aus Politik, Kultur und öffentlichem Leben der Stadt den Weg ins Rathaus, um sich der Herausforderung des CDU-Ratsherren zu stellen.
Edmund Lomer eröffnete die Partie, ging im Kreis von Schachbrett zu Schachbrett, zog blitzschnell und eilte weiter, während seine Gegner immer so lange Zeit zum Überlegen hatten, wie er brauchte, um eine Runde zu drehen.
Mit von der Partie waren auch Eckernfördes ehemaliger Bürgermeister und schleswig-holsteinischer Innenminister Klaus Buß. Mittlerweile schon Stammspieler ist der ehemalige Verwaltungschef Kurt Schulz. Lomer möchte mit seiner Aktion für das Schachspiel werben und auch Leute aus der Reserve locken, die sonst nur selten spielen. Nach fast drei Stunden hieß es elf Mal "Schach matt" für die Gegner Lomers. Er selbst musste sich sechs Mal geschlagen geben.
Und Kim Ruiz? Die Tochter von Enrique Ruiz Hampel - Turnierleiter im Eckernförder Schachclub - ist seit eineinhalb Jahren selbst Mitglied im Schachclub. Sie erteilte Edmund Lomer eine Lektion: Nach zweieinhalb Stunden gab sich der Meister geschlagen. Die Elfjährige erntete anerkennende Worte von allen Beteiligten und verschwieg auch nicht, dass sie den einen oder anderen Tipp von ihrem Vater bekommen hatte, der ebenfalls mitspielte. "Es war ein sehr tapferes und kämpferisches Publikum in diesem Jahr", zog Lomer sein Fazit. Mit dem Ergebnis war er aber dennoch zufrieden."
Die Namen der außerdem noch erfolgreichen Spieler wollen wir nicht verschweigen. Außer Kim Ruiz gewannen noch Rainer Bunte, Enrique Ruiz Hampel, Ralph Baehr, Martin Klimach Dreger und Dieter Eigenberz. Otto Jeschke leistete am längsten Widerstand und erzielte ein wohlverdientes Remis. Das Gesamtergebnis lautete damit 11½ : 6½ zu Gunsten des Simultanspielers.
Vor einiger Zeit hat Frau Hartel - Mitarbeiterin des "Förde-Express" - uns an einem Vereinsabend in der Bürgerbegegnungsstätte besucht und über ihre Eindrücke den folgenden Artikel verfasst. Mit freundlicher Genehmigung von Frau Hartel und der Redaktion des Förde-Express dürfen wir diesen mit viel Einfühlung geschriebenen Artikel auf unsere Website übernehmen.
Spannung, Konzentration und viel Psychologie
Was ist nur dran am Schachspiel, einem der ältesten und bekanntesten Spiele der Welt? Da sitzen sich zwei Spieler stundenlang an einem kleinen schwarz-weißem Brett gegenüber, stumm, fast bewegungslos, nur manchmal wird eine Figur um wenige Zentimeter verschoben oder gar bedächtig vom Brett genommen - alles deutet auf eine langweilige, staubtrockene Angelegenheit hin. Oder etwa doch nicht?
"Ganz und gar nicht", erwidert Claus Langmann, engagierter Jugendtrainer des Eckernförder Schachclubs, "denn es ist ein Irrtum zu glauben, Schach werde auf dem Brett gespielt. Das eigentliche Spiel findet im Kopf statt und ist eine hochspannende, hochkonzentrierte und hochpsychologische Angelegenheit." Im Geiste wird sozusagen das Messer gewetzt, die Schwäche des Gegners gesucht, Fallen gestellt, Figuren "gefesselt", Opfer gebracht, Strategien entwickelt und Taktiken variiert. Langmann ergänzt: "Ohne den unbedingten Siegeswillen kann man einen Gegner der gleichen Spielstärke gar nicht besiegen. "
Auch den Nachwuchs hat das Schachfieber bereits
gepackt. Henrik Herterich (10) hat an diesem
Nachmittag nicht nur die Lösung für das Matt in
drei Zügen am Demonstrationsbrett gefunden, ihm
gelingt auch ein Sieg in der Partie gegen Malte
Rosier (9). "Ich mag es, Taktiken zu entwickeln
und viel auszuprobieren", erklärt Henrik sein
Interesse am Spiel, und Malte fügt hinzu: "Es ist
ein Logikspiel, das finde ich
gut."
Im Eckernförder Schachclub wird Wert darauf gelegt, den unbefangenen Spieltrieb der Kinder und Jugendlichen nicht einzuschränken. Nach maximal 30 Minuten Theorie geht es an die Bretter, die Trainer geben - ohne zu sehr einzugreifen - Tipps und Ratschläge. Ebenso gilt bei den erwachsenen Spielern: Das Können jedes Einzelnen wird respektiert. "Hier findet man immer Schachpartner in der jeweiligen Spielstärke", erklärt Jugendtrainer Langmann, der selbst mit der ersten Mannschaft des Clubs zur Zeit den Wiederaufstieg in die schleswig-holsteinische Landesliga anstrebt. Zwei weitere Mannschaften gibt es in Verbandsliga und Bezirksklasse, so dass jeder Erfolgserlebnisse erringen kann.
Über den Mannschaftsspielbetrieb hinaus bietet der Eckernförder Schachclub Mitgliedern wie Nichtmitgliedern viele Möglichkeiten zum "Königlichen Spiel" an. In der Sommersaison gibt es das Bäder-Blitz-Turnier, Freiluftturniere am Strand und die Beteiligung an der Aktion Ferienspaß. Am 3. Juli wird sich der Vorsitzende Edmund Lomer erneut dem Simultanspiel "Einer gegen alle" im Ratssaal stellen; dabei spielt Lomer gleichzeitig gegen 15 bis 20 Schachfreunde aus Politik, Kultur und dem öffentlichen Leben Eckernfördes.
Im Herbst wird die offene schleswig-holsteinische Seniorenmeisterschaft zum zweiten Mal im Ostseebad ausgetragen. "Bei der Premiere im vergangenen Jahr hat es den Teilnehmern in Eckernförde so gut gefallen, dass sie wieder hierher kommen wollten", verrät Lomer schmunzelnd. Und noch eine gute Nachricht kann der Vorsitzende melden: "Zum 90. Geburtstag unseres Schachclubs im Jahr 2011 werden wir die schleswig-holsteinische Landesmeisterschaft in Eckernförde austragen können." Das wäre dann das neunte Mal in der Geschichte des überaus aktiven Clubs.
Der Eckernförder Schachclub zählt zur Zeit über 60 Mitglieder, davon etwa 20 Jugendliche von 8 bis 16 Jahren. Frauen sind mit einer erwachsenen und zwei jugendlichen Spielerinnen noch deutlich unterrepräsentiert und daher besonders willkommen. Der Schachclub trifft sich jeden Montag in der Bürgerbegegnungstätte am Rathausmarkt, das Kinder- und Jugendtraining beginnt um 17:30 Uhr, der offene Spielabend um 19 Uhr. Interessierte sind jederzeit willkommen. Weitere Infos bei Edmund Lomer unter 04351 / 45994 oder im Internet unter www.eckschach.de.
Der Hamburger Schachklub hatte auch in diesem Jahr
- und zwar zum 10. Mal - zum traditionellen
Senioren-Schnell-Turnier eingeladen, an dem von
unserem Verein Bruno Geruschkat (3 Punkte; Platz
21) und Claus Langmann (5 Punkte; Platz 4)
teilgenommen haben. Nach 7 Runden das paradoxe
Ergebnis: Ein Nicht-Senior hat dieses Turnier mit
insgesamt 32 Teilnehmern gewonnen! Die Auflösung
dieses Paradoxons finden Sie im folgenden Bericht,
den Andreas Schild, der 2. Vorsitzende des HSK,
für die Klubzeitung des HSK verfasst und uns im
Vorwege zur Verfügung gestellt hat, wofür wir ihm
an dieser Stelle danken.
-.-.-.-.-.-.-.-
10. Senioren Schnellturnier im HSK-Schachzentrum - ein Bericht von Andreas Schild -
Der Mai ist gekommen, …. und "etwas in die Jahre gekommene Schachspieler" treffen sich alljährlich im HSK-Schachzentrum, einerseits um zu zeigen, dass sie trotz des fortgeschrittenen Alters noch zügig Schach spielen und so manche Kombination mit jung gebliebenem Auge und Verstand auf das Brett zaubern können, andererseits aber auch, um langjährige Bekannte wieder zu treffen und sich nett zu unterhalten. Vor allem aber kommen viele wieder, weil das "Drumherum" so gut gefällt: das Buffet zum Mittagessen – wie immer gut organisiert und hergerichtet von Sylvia und Manfred Stejskal – und das Kaffetrinken mit reichhaltiger Kuchenauswahl nach "getaner Arbeit" – hergerichtet und serviert unter tatkräftiger Mitwirkung von Frau Hadenfeldt und Frau Bünger. Auch die Vorbereitung zum Turnier, nun schon zum 10. Mal organisiert von unseren "Claus und Klaus", stimmt immer, so dass dem Vergnügen eigentlich nur das Wetter entgegenstehen könnte; doch die letzten Jahre strahlte immer die Sonne vom Himmel und gab dem HSK-Senioren-Schnellturnier ihren zusätzlichen Glanz.
So wundert es nicht, dass die Teilnehmerzahl auch
in diesem Jahr angestiegen war. Hätte es nicht die
bedauerlichen und bedauerten Absagen wegen
gesundheitlicher Probleme gegeben, so wären im
Vergleich zum Vorjahr fast 50% mehr Gäste
gekommen. Und damit haben wir lt. Klaus Hadenfeldt
auch die verkraftbare Teilnehmerzahl erreicht,
denn in diesem Jahr haben sich unsere hilfreichen
Damen, die wie gewohnt für ein köstliches Buffet
sorgten, aus Platzmangel schon zum Essen
"unbemerkt" in das Büro begeben, obwohl sie doch
eigentlich an die Stirnseite unserer Tischreihen
gehören.
Wie in jedem Jahr kommen unsere Gäste nicht nur aus Hamburg und seinem Umland, sondern aus fast allen nördlichen Bundesländern, was für den einen oder anderen schon ein frühes Aufstehen bedeutet, um rechtzeitig um 10 Uhr zum Turnierbeginn im HSK-Schachzentrum zu sein.
Die erste Runde wird traditionell nach dem
Zufallsprinzip ausgelost – also ohne
Berücksichtigung von DWZ oder Elo-Zahlen – so dass
es hier schon zu "Endspiel-Partien" kommen kann,
d.h. dass jene aufeinander treffen, denen man die
vorderen Plätze zutraut. Aber nach drei
Runden bis zum Mittagessen wird das Zufallsprinzip
dann doch durch das Können abgelöst und die
Favoriten haben sich im Regelfall vorne etabliert.
In diesem Jahr schaffte es Helmut Jürgens -
vielleicht etwas überraschend, aber für Kenner der
HSK-Blitz-Szene doch nicht unerwartet - den
Spitzenplatz vor dem Mittagessen einzunehmen.
Möglicherweise hat ihm sein erst wenige Tage
zurückliegender 70. Geburtstag die notwendige
Frische verliehen oder das ihm anlässlich dieses
Ehrentages übergebene Fotobuch so viel Motivation
gegeben, dass er es dem darin abgebildeten, über
viele Jahre von ihm betreuten Frauenbundesligateam
nachmachen wollte.
Doch das reichhaltige Mittagsbuffet forderte
seinen Tribut, und danach lief es für Helmut nicht
mehr gut. Dafür kamen die Favoriten aus dem
Vorjahr wieder auf und am Ende des Turniers stand
der Sieger des Vorjahres auch als Sieger dieses
Jahres fest: Prof. Dr. Christian Clemens – nun
schon zum dritten Mal in Folge Sieger des
HSK-Schnellturniers. Sein diesjähriger erster
Platz wurde ihm allerdings streitig gemacht von
unserem "Ehren-Senior" Manfred Stejskal, der bei
einer ungeraden Teilnehmerzahl immer zum Senior
erhoben wird und damit für eine "komplette"
Teilnehmerzahl sorgt. Trotz der Herrichtung der
Klubräume für die Veranstaltung war Manfred noch
so gut drauf, dass er nach Buchholzwertung noch
vor Christian Clemens punktgleich mit 6 Punkten
landete, bei der Siegerehrung aber seinen
"Ehren-Senior" wieder aufgab und dem "richtigen"
Senior die Siegerflasche Rotwein überließ.
Die weiteren Plätze mit 5 Punkten belegten
bekannte HSK "Jugendgewächse": Karl-Heinz Nugel,
der sich seit seiner Pensionierung verstärkt dem
Schach widmet und nun schon häufiger beim Studium
alter Schachbücher in der ansonsten nicht so
häufig genutzten HSK-Bibliothek gesehen wurde,
Claus Langmann, der die Durchführung der
Turnierorganisation wie gewohnt professionell
durchzog und bei dem man mehr Sorge um das Alter
seines Laptops mit einer uralten
DOS-SwissChess-Version haben musste als mit dem
Senior selbst, und Theo Gollasch, der seine
Siegchancen mit einer Verlustpartie gegen Helmut
Jürgens vor der Mittagspause vergab.
Danach folgen weitere 27 Platzierungen, um deren
Reihenfolge in den 7 Runden zwar hart gerungen
wurde, deren Ergebnis aber für eine schachliche
Bewertung nicht entscheidend war und bei
herrlichem Kaffee und Kuchen auch wieder schnell
vergessen wurde.
Mit einer besonderen Überraschung nach dem
Mittagessen wartete unser Turnierleiter Claus
Langmann auf. Er ist ja allen HSK-Mitgliedern
hinlänglich bekannt wegen seiner immensen Arbeit,
die Historie des HSK in heute lesbarer Form zu
erhalten. Während seiner "Übersetzungsarbeit"
hatte er auch Kontakt mit dem Ur-Ur-Enkel des
damaligen Besitzers vom HSK-Gründungslokal "Hotel
zum Kronprinzen", Herrn Manfred Grube. Dieser
schickte Claus nun unlängst aufgrund eigener
Forschung ein im Hamburger Staatsarchiv entdecktes
Foto vom "richtigen" Hotel zum Kronprinzen vor dem
Hamburger Brand im Jahre 1842. Es korrigiert
unsere bisherige Kenntnis vom HSK-Gründungslokal:
das bisher in unserem Schachzentrum gehängte Bild
zeigt den Neubau des Hotels zwei Jahre nach dem
Hamburger Brand, als der HSK schon längst ein
anderes Domizil in den Großen Bleichen Nr. 17
gesucht und gefunden hatte. Jetzt sind wir also im
Besitze eines Fotos unserer wirklichen Wurzeln.
Für soviel Unterstützung bei der Aufbereitung
unserer HSK-Geschichte können wir uns nur ganz
herzlich bedanken.
Und noch eine zweite Überraschung hielt Claus
bereit. Auf seinem Ehrenturnier "CL60-Plus" im
letzten Jahr hatte er auch den
Amateur-Schachspieler Otto Jeschke mitgebracht,
ein begnadeter Künstler, der hervorragende
Portraits gestalten kann – ich selbst habe davon
eine kleine Auswahl in seinem "Schlei-Atelier"
gesehen. Als Dankeschön für die freundliche
Aufnahme unter den "Profis" zeichnete er bis kurz
vor Claus’ heutiger Abreise zum Schnellturnier
noch die Köpfe von zehn Personen in
Bleistiftskizzen, die die eindeutigen
Charakterzüge dieser Personen wiedergeben. Auch
ohne erläuternden Text erkannten die
Turnierteilnehmer sofort, welche Personen auf den
DinA4-Zeichnungen abgebildet sind. Nun liegt alles
in treuen Händen unseres "Künstlers" Arthur
Hofmeier, der für die richtige Präsentation der
Gaben sorgen wird, damit sie bald einen Ehrenplatz
im HSK-Schachzentrum bekommen können.
Nach so vielen Jahren stand auch einmal an, über
die Zukunft von Seniorenveranstaltungen im
Hamburger Schachklub zu sprechen. Dabei sprach
sich die eindeutige Mehrheit dafür aus, die bisher
praktizierte Turnierform beizubehalten und auf ein
"ordentliches" Seniorenturnier wegen des großen
Angebotes an bereits stattfindenden Turnieren zu
verzichten. Auch ein Zweitagesturnier, wie wir es
erstmalig mit dem CL60-Plus-Turnier im letzten
Jahr zur Ehrung unseres Mitgliedes Claus Langmann
für seine 60-jährige HSK-Mitgliedschaft
durchgeführt hatten, fand nicht die entsprechende
Resonanz.
Bei so viel Unterstützung für das bestehende HSK
Senioren Schnellturnier ließ sich auch unser
Organisator Klaus Hadenfeldt, der vor 10 Jahren
diese glorreiche Idee zum Senioren-Schnellturnier
hatte und sowohl in Claus Langmann als
Turnierorganisator als auch in seiner Frau und der
Familie Stejskal – die zusammen neben dem Aufbau
und der Bewirtung auch so manchen eigenen
Beköstigungsbeitrag Jahr für Jahr zum Buffet
beisteuern - tatkräftige Unterstützer fand,
erweichen und schob seine ursprünglich
angekündigte Absicht auf, "zum letzten Male zum
Schnellturnier einzuladen", um auch im
Mai 2009 HSK-Senioren und Schachfreunde zur
Teilnahme zu bitten.
Wir freuen uns darauf!
Bereits vor der Mittagspause kam es zu einem Favoritenduell: Siegfried Weiß (mit weißen Steinen), rechts, gegen Christian Clemens, links. So eine Partie lockt natürlich diejenigen an, die bereits ihre Schnellpartie beendet haben (v.l.n.r.): Hans-Jürgen Szepanik, Klaus Hadenfeldt, Helmut Jürgens, Peter-Kristian Finck, Eberhard Büker, Ludwig Rellstab, Dieter Schleicher, Theo Gollasch. - Das Foto stammt von Artur Hofmeier.
In der 2. Runde des Dähnepokals wurden bei uns die folgenden beiden Paarungen angesetzt:
|
Paarung |
Ergebnisse |
Sieger |
|||
|
Dreesen |
- |
Scepanik |
½ : ½ |
2:0 |
Dreesen |
|
Wiederkehr |
- |
Feuerstack |
0 : 1 |
|
Feuerstack |
Ruiz Hampel wird seine 2. Runde an anderer Stelle spielen.
In der Verbandsliga Nord standen nach der
Schlußrunde unsere 1. Mannschaft sowie FT
Eider Büdelsdorf mit 14 : 4
Mannschaftspunkten punktgleich an der Spitze. Da
wir zwar mehr Brettpunkte hatten, aber den
direkten Vergleich in der 8. Runde der
Mannschaftskämpfe mit
3½:
4½ verloren hatten,
musste über den Aufstieg in die Landesliga in
einem Stichkampf entschieden werden, der am
18.05.08 in der Bürgerbegegnungsstätte ausgetragen
wurde.
Das Finale zwischen unseren beiden, im Prinzip
etwa gleichstarken Mannschaften war
erwartungsgemäß sehr spannend; es gab überwiegend
harte Kämpfe und die endgültige Entscheidung zu
unseren Gunsten fiel erst in der 6.
Spielstunde.
Zunächst trennten sich Kai Krüger und Sven
Lorenzen nach einer knappen Stunde remis und auch
die Partien von Claus Langmann gegen Günter Hamann
sowie Peter Krebs gegen Wilfried Falkowski und
Gerd Bernhardt gegen Helmut Jensen endeten in der
3. Spielstunde nach zähem Kampf remis. Es stand
somit 2 : 2 und noch nichts war entschieden.
Dann aber - nach gut 3½ Stunden - war der erste Gewinn für unser Team fällig: Edmund Lomer - an Brett 4 spielend - besiegte nach sorgfältig geführtem Turmendspiel seinen Büdelsdorfer Vorstandskollegen Jan Klügel und der Bann war gebrochen, die Richtung vorgegeben. Bald darauf gewann auch Jan Dreesen in einer kombinationsträchtigen Partie gegen den FIDE-Meister Jens-Uwe Kock. Aber die Büdelsdorfer gaben sich noch nicht geschlagen: Eduard Wiederkehr unterlief in vorteilhafter Stellung ein Fehler, durch den er eine Figur verlor und der Büdelsdorfer Daniel Burianek hielt die Gäste mit seinem Gewinn im Rennen.
Beim Zwischenstand von 4 : 3 hing das Endergebnis des Kampfes und die Entscheidung über den Aufstieg von der letzten noch laufenden Partie ab. Am 1. Brett war zwischen Manfred Homuth mit den schwarzen Steinen und Alexander Berenstein ein echtes Spitzentreffen entstanden. Der Kampf wogte hin und her, wobei Berenstein beim Stand der Dinge die undankbare Pflicht hatte, auf Sieg spielen zu müssen. Erst gegen Ende der 6. Spielstunde, als beide nur noch wenige Minuten Bedenkzeit hatten, wurde das Spiel entschieden: Manfred Homuth hatte die besseren Nerven und das bessere Ende für sich. Durch diesen hart erkämpften und verdienten 5 : 3 - Sieg hat unsere "Erste" das ersehnte Ziel "Landesliga Schleswig-Holstein" erreicht.
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Die Aufstiegsmannschaft |
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... war zu schnell fertig! |
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Manfred Homuth |
Jan Dreesen |
Kai Krüger |
Edmund Lomer |
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... ist hinter der Kamera! |
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Gerd Bernhardt |
Claus Langmann |
Peter Krebs |
Eduard Wiederkehr |
Am 17.05.08 fanden sich elf Teilnehmer zur dezentralen ersten Runde des Landespokalturniers des Schleswig-Holsteinischen Schachverbandes in der Bürgerbegegnungsstätte ein. Darunter drei auswärtige Schachfreunde und außerdem Aljoscha Feuerstack, ein Eckernförder Spieler, der seit einigen Jahren in der zweiten Bundesliga für den SK Norderstedt spielt.
Das Los meinte es mit Holger Hogreve und Frank Bender nicht besonders gut: Sie mussten gegen sehr spielstarke Gegner antreten und hielten zwar zunächst gut mit, mussten sich aber mit zunehmender Spieldauer geschlagen geben. Dieter Eigenberz wurde gar gegen Britta Leib gelost, die im vergangenen Jahr die Endrunde des Dähnepokals erreicht hatte. Auch er musste schließlich die Hand zur Aufgabe reichen. Spannend, aber ohne Höhepunkte verlief die Partie zwischen Edmund Lomer und Enrique Ruiz Hampel. Erst im Endspiel konnte Ruiz Hampel eine Ungenauigkeit von Edmund Lomer ausnutzen und den glücklichen Punkt verbuchen. Ganz anders verlief die Partie zwischen Manfred Zimmermann aus Kiel und Aljoscha Feuerstack. Manfred Zimmermann konnte bis zur ersten Zeitkontrolle die Partie offen halten. Manche Kiebitze hofften schon auf eine kleine Sensation, da Zimmermann optisch gegen den drei Klassen höher spielenden Bundesligaspieler besser stand. Die zweite Zeitkontrolle entschied aber das Spiel zu Gunsten von Aljoscha Feuerstack, so dass auch er die 2. Runde erreicht hat.
Die Ergebnisse im Einzelnen (Eduard Wiederkehr zog ein Freilos):
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Hogreve |
- |
Scepanik |
0 : 1 |
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Feuerstack |
- |
Zimmermann |
1 : 0 |
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Leib |
- |
Eigenberz |
1 : 0 |
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Lomer |
- |
Ruiz Hampel |
0 : 1 |
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Dreesen |
- |
Bender |
1 : 0 |
Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass unser langjähriges Vereinsmitglied Wolf-Dietrich Bosse am 26.04.08 plötzlich und völlig unerwartet verstorben ist. Wir verlieren mit ihm einen beliebten und hilfsbereiten Menschen, der unser Vereinsleben in vieler Hinsicht unterstützt und bereichert hat. Wir alle werden ihn in guter Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt seiner Lebensgefährtin und seiner Familie.
Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, den 06.05.08 um 13 Uhr in der Kapelle auf dem Friedhof am Saxdorfer Weg in Eckernförde statt.
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ESC I - TuS Holtenau |
6½ : 1½ |
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ESC II - NDTSV Holsatia Kiel |
2½ : 5½ |
Unsere "Erste" gewinnt die Verbandsliga-Nord
Am 20.04.2008 mußte unsere erste Mannschaft am letzten Spieltag der Saison zu Hause gegen TuS Holtenau angetreten. Als Tabellenführer ging es uns darum, die Meisterschaft in der Verbandsliga-Nord zu erringen, zugleich aber kämpften die punktgleichen Mannschaften des FT Eider Büdelsdorf und der SG Turm Kiel um die Möglichkeit eines Stichkampfes für die Landesliga.
Bereits früh zeigte sich eine deutliche Überlegenheit unserer Mannschaft gegen die noch abstiegsbedrohten Schachfreunde aus Holtenau. Gerade an den vorderen Brettern zeigten die Eckernförder - in Bestbesetzung antretend - wieder die noch in der vorherigen Begegnung gegen die FT Eider Büdelsdorf vermisste Spielstärke. Bereits früh gewannen Jan Dreesen am zweiten Brett und Edmund Lomer am vierten Brett mit den weißen Steinen ihre Partien, aber auch unser Spitzenspieler Manfred Homuth am ersten Brett sowie Mannschaftsführer Kai Krüger am dritten Brett erreichten noch vor Ablauf der Zeitkontrolle trotz schwarzer Steine gewinnverheißende Stellungen. Während Manfred Homut seine Spielstärke wie gewohnt ausspielen und seine Partie zum Gewinn führen konnte, zeigte sich an den Brettern drei und vier für Kai Krüger und Edmund Lomer, dass die Gegenspieler aus Holtenau die Übersicht verloren und nach zunächst ausgeglichenen Spielanteilen entscheidendes Material verloren. So stand es bereits früh 4 : 0, woraufhin Claus Langmann am sechsten Brett trotz weißer Spielsteine bei eher ausgeglichener Stellung mannschaftsdienlich ein Remis gab, so dass bereits nach etwa vier Stunden der Mannschaftssieg mit 4½: ½ feststand. Gerd Bernhardt konnte seine hervorragende Saisonleistung nach der Zeitkontrolle, d.h. nach etwas mehr als vier Stunden eindrucksvoll abschließen und gewann am fünften Brett. Dadurch wurde er mit 7½ Punkten (aus 9 Partien) erfolgreichster Spieler der Verbandsliga-Nord in der Saison 2007/2008! Kurze Zeit bezwang später Eduard Wiederkehr am achten Brett seinen Gegner im Endspiel. Währenddessen kämpfte Peter Krebs am siebten Brett trotz Remisangebotes seines Gegners weiter, musste schließlich jedoch nach fast 6 Stunden Spieldauer seine erste Niederlage in dieser Saison einstecken. Insgesamt ergab sich dadurch ein 6½:1 ½-Sieggegen den TuS Holtenau.
Im Ergebnis hat unsere erste Mannschaft mit 14:4 Mannschafts- und 48½ Brettpunkten den ersten Platz in der Verbandsliga Nord errungen. Punktgleich an zweiter Stelle liegt die FT Eider Büdelsdorf, die jedoch sieben Brettpunkte weniger hat. Da indes der direkte Vergleich in der Vorrunde am 06.04.2008 zu Gunsten der Büdelsdorfer ausfiel, wird es am 18.05.2008 in Eckernförde in der Bürgerbegegnungsstätte zum entscheidenden Stichkampf beider Mannschaften kommen. Der Sieger des Stichkampfes wird in die Landesliga Schleswig-Holstein aufsteigen.
Unsere "Zweite" muß leider absteigen
Die zweite Mannschaft konnte ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt gegen den NDTSV nicht nutzen. Die Kieler waren unserer Mannschaft in allen Belangen überlegen und gewannen verdient. An keinem Brett kamen die Eckernförder Spieler über ein Remis hinaus, selbst bessere Stellungen wie bei Jens Salzmann und Rolf Möller mussten Remis gegeben werden.
Bereits zu Beginn des Wettkampfs kamen Enrique Ruiz Hampel und Gerd Wiechmann in ihren Französisch-Varianten nicht gut ins Spiel, kämpften und verloren. Matthias Braun wurde ein Remis in ausgeglichener Stellung angeboten, welches er annahm. An den übrigen Brettern versuchten wir noch zu gewinnen, aber es reichte für Alexander Koch und Ulrich Bußmeier nur zu einem Remis, während Ralf-Johannes Koch seine Partie noch verlor. - Nach dieser deutlichen 2½:5 ½-Niederlage ist unsere 2. Mannschaft mit 4:14 Mannschafts- und 29½ Brettpunkten Letzter in der Verbandsliga Nord geworden und muß in die Bezirksliga absteigen.
Der Deutsche Schachbund lobt seit 1993 einen "Senioren-Deutschland-Pokal" aus. Er wird an diejenigen Spieler der Landesverbände in Form einer Urkunde verliehen, die an möglichst vielen Turnieren der unter die Wertung fallenden Turniere teilgenommen und dabei auch gute Erfolge erzielt haben. Bis zu vier Turnieren können dabei berücksichtigt werden. Wegen der Gerechtigkeit und der deutschen Gründlichkeit gibt es sogar mathematische Formeln, nach denen die Besten der Landesverbände gekürt - oder richtiger: ermittelt - werden.
Edmund Lomer hatte im Wertungszeitraum 2007 an der 9. Europäischen Mannschaftsmeisterschaft in Dresden, an der Landeseinzelmeisterschaft in Itzehoe, am Seniorenturnier in Brakel und an der Offenen Seniorenmeisterschaft in Eckernförde teilgenommen. Dadurch ist unser Vorsitzender - nach Anwendung von reichlich Mathematik - 1. Sieger in der Wertung des Landesverbandes Schleswig-Holstein geworden, wofür ihm im Rahmen des Kongresses des Schachverbands SH vom (ehemaligen) Seniorenreferenten Jensen die abgebildete Urkunde überreicht worden ist. - Weitere 1. Sieger waren Dr. Meyer (Flensburger SK) in der Gruppe der Nestoren und Frau Gehrmann (SV Eutin) in der Gruppe der Seniorinnen.
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In der Woche vom 24.03. bis 30.03.08
haben zum ersten Mal seit mehreren
Jahren wieder zwei Jugendliche aus dem
Eckernförder Schachclub an der
Landeseinzelmeisterschaft
teilgenommen. Kim und Lisa Ruiz
machten sich auf den Weg nach
Neumünster und kämpften in ihren
Altersgruppen um Punkte. Beide verfehlten jeweils nur knapp den 3. Platz bei der Mädchenwertung und damit einen Preis. Letztlich hatten beide ihren Spaß und ihren persönlichen Erfolg bei dem Turnier, der natürlich noch weiter ausgebaut werden kann. |
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FT Eider Büdelsdorf I - ESC I |
4½ : 3½ |
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TuS Holtenau - ESC II |
5 : 3 |
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Unsere 1. Mannschaft beim Kampf gegen Büdelsdorf |
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Manfred Homuth und Jan Dreesen |
Kai Krüger und Edmund Lomer |
Gerd Bernhardt und Claus Langmann |
Peter Krebs und Eduard Wiederkehr |
Unsere "Erste" verliert gegen FT Eider Büdelsdorf
Beim Kampf gegen FT Eider Büdelsdorf sollte es um den Aufstieg in die Landesliga gehen. Umso verwunderlicher war es, dass die Büdelsdorfer keine 8 Spieler ans Brett bekamen und nur mit sieben Spielern antraten. Sie ließen Brett 6 frei und damit stand es schon zu Beginn des Wettkampfes 1:0. Eigentlich eine gute Voraussetzung für einen Sieg, aber nach nur einer Stunde wurde deutlich, dass es schwer werden würde mit den gewünschten Punkten, denn an drei Brettern hatten wir schon unfreiwillig jeweils einen Bauern verloren.
Die Partie von Eduard Wiederkehr endete als erste. Er kam schlecht aus der Eröffnung heraus, rettete sich in ein passives Turmendspiel und wenn sein Gegner etwas mehr Hingabe in seine Stellung investiert hätte, wäre es wohl nicht zu einem unentschiedenen Ergebnis gekommen (1,5:0,5). Am ersten Brett kämpfte Manfred Homuth gegen Alexander Berenstein. Dieser spielte wie gewohnt sehr unorthodox, was gegen gestandene Spieler wie Manfred Homuth aber in der Regel erfolglos bleibt, weil die bei dieser Spielweise entstehenden Löcher im Partieaufbau gnadenlos ausgenutzt werden. So geschah es auch hier (2,5:0,5). Edmund Lomer hat in dieser Saison und auch in dieser Partie keinen guten Lauf. Er verlor am Damenflügel zunächst einen Bauern und bei seinem Versuch, sich gegen einen übermächtigen, gedeckten Freibauern auf c6 zu wehren, musste er weitere Konzessionen machen, die zum Verlust der Partie führten. Jan Dreesen, mit 6 aus 7 unser bisheriger Topscorer, musste gegen den Topscorer der Büdelsdorfer Mannschaft, den FIDE-Meister Hans-Uwe Kock antreten. So schien für Spannung gesorgt zu sein, aber Jan verlor beim Übergang von der Eröffnung zum Mittelspiel einen wichtigen Bauern, wenig später auch noch die Qualität und damit die Partie (2,5:2,5). Peter Krebs ging zu Beginn seiner Partie sehr unökonomisch mit seiner Zeit um - 90 Minuten für 16 Züge! -, aber sein Gegner tat es ihm in der späteren Phase der Partie nach und so standen beide im komplizierten Mittelspiel vor der äußerst unangenehmen Situation, in nur noch wenigen Minuten noch viele sinnvolle Züge bis zur Zeitkontrolle machen zu müssen. Das erschien beiden schwierig und mit Zustimmung der Mannschaftsführer und unter Zuhilfenahme einer angedeuteten Zugwiederholung retteten sich beide ins Remis (3:3). Nun hing das endgültige Ergebnis des Wettkampfes von den beiden noch verbliebenen Partien ab. Aber die Hoffnung auf ein günstiges Ergebnis war gering. Kai Krüger war in einer materiell lange ausgeglichenen Stellung auf dem Damenflügel unter Druck geraten, den sein Gegner mit großer Geduld ständig erhöhte. Auf Dauer war dem nicht zu widerstehen, so dass diese Partie verloren ging (3:4). Und in der letzten Partie von Gerd Bernhardt ging es auch nur noch um "zwei Ergebnisse", nämlich Niederlage oder Unentschieden. Als das Ergebnis von Kai Krüger feststand, einigten sich die beiden letzten Kontrahenten auf ein Remis, was das Eingeständnis unserer Mannschaftsniederlage bedeutete.
Damit hat unsere erste Mannschaft zusammen mit FT Eider Büdelsdorf und SG Turm Kiel vor der letzten Runde 12:4 Mannschaftspunkte, aber mit 42 zu jeweils 37 einen deutlichen Vorsprung an Brettpunkten,was für den angestrebten Aufstieg in die Landesliga von entscheidender Bedeutung sein kann.
Dem Beobachter fiel auf, dass auch in diesem Wettkampf einige Verlierer den rechten Zeitpunkt für die Aufgabe ihrer Partie deutlich überschritten hatten. Diese Unsitte breitet sich zunehmend aus und muss wohl als ungeratene Frucht der Ausbreitung des Blitzschachs hingenommen werden.
... und auch unsere "Zweite"
verliert
Mit
großen Erwartungen sind die Spieler unserer
zweiten Mannschaft zum Abstiegsduell gegen TuS
Holtenau angereist. Aber in einem spannenden
Mannschaftskampf unterlag unsere Mannschaft am
Ende verdient mit 3:5 und ist einen Spieltag vor
Ende der Saison wieder auf einem Abstiegsplatz
gelandet.
Dabei fing auch dieser Wettkampf zunächst gut an,
denn schon nach kurzer Spieldauer konnte Rolf
Möller gegen seinen Gegner mit etwas Glück den
ersten Brettpunkt für uns erringen. Kurze Zeit
später willigte Matthias Braun in ein Remis ein,
da er keine Gewinnchance mehr sah. Gerd Wiechmann
und Enrique Ruiz Hampel konnten an den beiden
Spitzenbrettern überzeugen und besaßen
vorteilhafte Stellungen. An den unteren Brettern
sah es aber nicht so gut aus: Alexander und Ralf
Johannes Koch, Jens Salzmann und Ulrich Bußmeier
kämpften in ungünstigeren Stellungen von Beginn
an um das Remis - leider in allen vier Fällen
vergeblich.
Enrique Ruiz Hampel überzog seine Stellung und musste in ein Dauerschach abwickeln, während Gerd Wiechmann sein Endspiel souverän gewann. Dadurch standen am Ende nur 3 Brettpunkte und keine Mannschaftspunkte zu Buche. In der Tabelle liegen wir mit 4 Mannschafts- und 27 Brettpunkten auf dem vorletzten Platz vor der SVG Friedrichsort (4; 22½). Beim nächsten Wettkampf gegen den NDTSV Holsatia Kiel geht es "um die Wurst": bei einem Sieg und bei für uns günstigen Ergenissen unserer Konkurrenten können wir den Abstieg vermeiden. Eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe.
In der Woche vom 15. bis 21.03.2008 wurde in Groß Grönau die diesjährige Landeseinzelmeisterschaft von Schleswig-Holstein - ausgerichtet vom Lübecker Schachverein - ausgetragen. Von unserem Verein nahmen vier Spieler daran teil, nämlich Gerd Bernhardt (Meisterklasse), Enrique Ruiz Hampel (Vormeisterklasse) sowie Edmund Lomer und Claus Langmann in der Gruppe der Senioren.
Meisterklasse
Gerd Bernhardt verschlug es durch ungewöhnliche Umstände in die Meisterklasse. Sein Bericht zeigt, wie schwierig es ist, sich dort zu behaupten:
"Als Sechstplatzierter des letzten Jahres wollte ich dieses Jahr in der stärker gewordenen Vormeisterklasse zumindest nicht absteigen. Mein Wunschtraum war es, einmal in der Meisterklasse antreten zu können. Dieser erfüllte sich überraschend bereits vor der ersten Partie. Für die Meisterklasse hatten nicht genügend Spieler gemeldet, so dass ich aufgrund des Vorjahresergebnisses in die höchste Spielklasse aufrücken durfte. Wer hätte jedoch gedacht, dass aus der schönen Prinzessin ein so hässlicher Frosch werden würde. Am Ende stand ein halber Punkt aus neun Partien und ein Verlust von 50 DWZ-Punkten zu Buche. Und gerade als ich mich möglichst unauffällig vom Spielort entfernen wollte, lief ich unserem Webmaster Claus Langmann in die Arme, der natürlich sofort um einen Bericht für unsere Internetseite bat. Da keine Gnade zu erwarten war, nun eine Schilderung meines persönlichen Turnierverlaufes.
In Runde 1 spielte ich eine lange Partie gegen Sven Wobbe (DWZ 2077). Keine Seite konnte zu irgendeinem Zeitpunkt deutlichen Vorteil erspielen. Am Ende war ich mit dem Remis zufrieden, zumal die Schlussstellung nicht einfach zu spielen schien.
Die Niederlage in der 2. Runde konnte eigentlich nicht überraschen. Alexander Haffner (DWZ 2096) hat sich schon häufiger als mein Angstgegner erwiesen. Als beide Seiten nur noch Minuten auf der Uhr hatten, schien allerdings trotz eines Minusbauern ein Remis möglich. Mein Gegner sah jedoch ein korrektes Figurenopfer, wodurch er ca. 10 Züge später einen seiner Bauern zur Dame umwandeln konnte. Meinem Mehrspringer erging es wie dem Tropfen auf dem heißen Stein: Er hatte keine Bedeutung.
Unglücklicherweise gewann auch in Runde 3 der bessere Spieler. Volker Gülke (DWZ 2036) reichte eine positionelle Ungenauigkeit aus, um mich nach und nach zu überspielen und um den 40. Zug herum kombinatorisch zu besiegen. Eine starke Leistung - aber leider nicht von mir.
In Runde 4 gegen Maximilian Kölsch (DWZ 2070) hatte ich eine scheinbar durchschlagende Kombination gesehen. Erst den Läufer opfern, dann den Springer hinterher und die Dame und Schach und matt. Zwischendurch wurde allerdings mein Springer geschlagen. Daher 0:1.
Bereits etwas angeschlagen, versuchte ich es gegen Michael Kosak (DWZ 2078) mit einem Eröffnungswechsel. Die Eröffnung gelang, wurde jedoch durch einen Partieteil abgelöst, in dem eigenes Denken erforderlich war. Dies klappte bei meinem Gegner besser und er erspielte sich einen lang anhaltenden kleinen Vorteil. Schließlich war ein Endspiel König, Springer und h-Bauer bei mir gegen König, Läufer, g- und h-Bauer bei Michael Kosak entstanden. Bei beiderseitiger Zeitnot hüpfte mein Springer mal hier- und mal dorthin, bis ich ihn auf ein Feld setzte, wo der schwarze Läufer ihn einfach schlagen konnte. Das tat weh!
Dass sich Carsten Hamann (DWZ 2129) in der 6. Runde nicht als Aufbaugegner erweisen würde, hatte ich schon geahnt. Auch in dieser Partie geriet ich nach ausgeglichener Eröffnung durch das bessere Spiel meines Gegners in immer größeren Nachteil. Eine ungenaue Abwicklung im Endspiel bot mir bei bester Verteidigung noch praktische Remischancen. Doch den richtigen Zug fand ich nicht. Ein Remis wäre der Partie auch nicht gerecht geworden. Viele gute Züge meines Gegners habe ich einfach nicht gesehen.
Mein Versuch, in der 7. Runde Andre Nixdorf (DWZ 1987) mit der gewählten Eröffnung zu überraschen, misslang völlig. Mit einem Bauern weniger und der deutlich schlechteren Stellung erwartete ich ein schnelles Ende. Es wurden jedoch 4 Stunden und 57 Minuten Quälerei. Als durch die schlechtere Zeit meines Gegners ein kleiner Hoffnungsschimmer aufblitzte, stellte ich ebenfalls in Zeitnot die letzten mir verbliebenen Figuren ein und musste bei einer Restbedenkzeit bei Andre Nixdorf von ca. 1 Minute aufgeben.
Die Partie gegen Wolfgang Krüger (DWZ 2113) lief nach dem Motto ab: "Eigentlich nichts falsch gemacht, aber trotzdem keine Chance." Bei solchen Partien erkennt man, dass unterschiedliche DWZ-Zahlen meistens doch kein Zufall sind. Nach dem 40. Zug war jeder Widerstand zwecklos.
In der letzten Partie zeigten sich die Auswirkungen der vergangenen Niederlagen. Nach gut 10 Zügen hatte ich gegen Andreas Richter (DWZ 2070) einen Zeitvorteil von knapp vierzig Minuten und eine mir positionell gut bekannte Stellung erreicht. Nur nicht den starken schwarzfeldrigen Läufer tauschen. Jedoch - ein übereilter Zug, der Tausch lässt sich nicht mehr vermeiden und täglich grüßt das Murmeltier.
Nicht schön, wenn alle besser sind als man selbst. Ich hoffe aber, im nächsten Jahr als Resümee mehr festhalten zu können als "ich war stets bemüht".
An dieser Stelle möchte ich nicht vergessen, Oliver Zierke (DWZ 2270) herzlich zum Titelgewinn zu gratulieren. Der Turnierfavorit aus Norderstedt gewann souverän mit 7½ Punkten und damit 1½ Punkten Vorsprung vor Sergej Salov (DWZ 2224). Dritter wurde mit 5½ Andreas Hein (DWZ 2173), der wie Sergej Salov für den Lübecker SV spielt."
Vormeisterklasse
Unser Turnierleiter Enrique Ruiz Hampel hatte die Spielberechtigung für die Vormeisterklasse und war ehrgeizig genug, den Aufstieg in die Meisterklasse anzugehen. Es folgt sein Bericht, der zwischen Hoffen und Bangen angesiedelt ist:
"Nachdem ich mehrere Jahre in der Vormeistergruppe gespielt hatte, war dieses Jahr bei einem nominell schwächeren Teilnehmerfeld der Aufstieg in die Meisterklasse geplant. Doch es kam anders: Bereits in der ersten Runde verlor ich gegen Thomas Lehr (Husumer SV) verdient. In der zweiten Runde wollte ich den Punktverlust egalisieren und spielte zu offensiv. In der dritten Runde gelang endlich der erste Sieg. Auch in der vierten spielte ich gut, nutzte jedoch meine Chancen nicht und verlor schließlich. In der fünften Partie gegen Helmut Kracht (SK Kaltenkirchen) gewann ich mit der französischen Eröffnung zwar einen Bauern, die Partie endete aber remis.
In der sechsten Partie wickelte ich den Traxlerangriff des Gegners falsch ab, so dass auch diese Partie verloren ging. Die siebte Partie konnte ich mit Französisch wieder sicher gewinnen und schöpfte somit noch Hoffnung auf den Klassenerhalt. In der sehr frie ertigen achten Partie gegen Uwe Jacobsen (Husumer SV) war nur ein Remis möglich. Die neunte Partie endete wie die erste begann: Ich spielte schlecht, verlor und stieg mit nur 3 Punkten und Platz 15 aus der Vormeisterklasse ab."
Sieger in dieser Klasse wurde Friedrich Müller (SV Bad Schwartau) mit 6 Punkten.
Senioren
In der Gruppe der Senioren kämpften 38 Spieler um den Titel des Seniorenmeisters. Diese Gruppe stellte damit rund 25 Prozent der insgesamt 150 Teilnehmer an der Landeseinzelmeisterschaft. Für sich genommen, ist diese Teilnehmerzahl erfreulich, aber im Zusammenhang gesehen stellt sich die Frage, ob das erste Anzeichen dafür sind, dass das Schach auf dem Wege ist, sich zu einem Altmännersport zu entwickeln.
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Im Teilnehmerfeld fanden sich drei amtierende und ehemalige Landesmeister (Klaus Seeck - Husumer SV, Günter Hamann - FT Eider Büdelsdorf und Dietlind Meinke - MTV Leck), wobei Klaus Seeck als Erster der Setzliste und auf Grund seiner bisherigen Erfolge als Favorit gehandelt wurde. An zweiter und dritter Stelle waren Alexander Berenstein (FT Eider Büdelsdorf) und unser Edmund Lomer gesetzt, wobei aber zum guten Ende keiner dieser drei Spieler auf dem begehrten Treppchen Platz nehmen konnte. Das sagt auch etwas über die Spielstärke der Seniorengruppe aus: Die zehn an erster Stelle Gesetzten brachten eine durchschnittliche DWZ-Leistung von 1910 Punkten "auf die Waage" und lagen damit nur marginal unter dem DWZ-Durchschnitt der Vormeisterklasse mit 1931 Punkten und sehr deutlich vor der Kandidatenklasse mit 1791 Punkten.
Mehr als die Hälfte des Turniers wurde von Joachim Thielemann (SG Turm Kiel) dominiert. Er stürmte zunächst mit fünf Siegen in ununterbrochener Reihenfolge dem Feld davon und ließ dann allerdings vier Niederlagen folgen. Das brachte ihm mit 5 Punkten und der höchsten Wertungszahl aller Spieler in der Endabrechnung (nur) den 11. Platz ein.
Die Spieler unseres Vereins schlugen sich beachtlich: Edmund Lomer erzielte 6 Punkte und belegte nach Wertung Platz 5, Claus Langmann (gesetzt an 12. Stelle) erkämpfte 5,5 Punkte und erreichte damit Platz 9. Freundliche Menschen beglückwünschten uns mit dem Hinweis, daß wir nun zu den "Top Ten" gehören.
Sieger wurde Jürgen Dümmke (Ahrensburger TSV) mit 7 Punkten und einem halben Wertungspunkt Vorsprung vor dem neuen Seniorenbeauftragten Rudolf-Rainer Gehrmann vom SV Eutin. Dümmke - der sich anscheinend in der Form seines Lebens befindet - hat damit dem Titelgewinn bei der Offenen Hamburger Seniorenmeisterschaft einen weiteren Titel hinzugefügt. Wir gratulieren ihm sehr gern zu diesem schönen Erfolg.
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ESC I - Schleswiger SV I |
5 : 3 |
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ESC II - FT Eider Büdelsdorf I |
3 : 5 |
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ESC III - Kropper SC II |
3½ : 1½ |
Unsere "Erste" verteidigt ihre Tabellenführung in der Verbandsliga Nord
Unsere erste Mannschaft verteidigte beim Wettkampf gegen den Schleswiger SV erfolgreich die Tabellenführung in der Verbandsliga-Nord. Dabei half uns, dass wir wiederum in Bestbesetzung antreten konnten.
Bereits früh konnte sich Peter Krebs am siebten Brett aus einer unklaren Eröffnungsstellung heraus durch eine etwas unglückliche Spielführung seines Gegners Materialvorteil sichern und errang den ersten Punkt. Demgegenüber sah sich Kai Krüger am dritten Brett mit den schwarzen Spielsteinen nach seiner üblichen unorthodoxen Eröffnung einem starken Angriff seines Gegners ausgesetzt, dem er nach dessen Figurenopfer Tribut zahlen mußte. Eduard Wiederkehr konnte am achten Brett aus einem Mittelspiel mit einem Mehrbauern ins Endspiel wechseln, so dass er das Turmendspiel schließlich gewann. Beim Stand von 2:1 für uns zeigte sich, dass Edmund Lomer ebenfalls einen Mattangriff abwehren musste, während die Spitzenspieler Manfred Homuth und Jan Dreesen noch keine Gewinnstellung auf dem Brett hatten. Es hatten jedoch demgegenüber Gerd Bernhardt und Claus Langmann an den hinteren Mittelbrettern Materialvorteile herausgespielt.
So zog sich der Wettkampf zunächst fast über weitere zwei Stunden hin. Aber dann musste Edmund Lomer am vierten Brett, nachdem er den Matt-Angriff abgewehrt hatte, mit drei Minusbauern aufgeben, als sein Gegner einen der Mehrbauern zum Umwandeln bereit stellte.
Umgekehrt hatte Gerd Bernhardt am fünften Brett indessen in einem Damenendspiel Bauer um Bauer gewinnen können, indem er immer wieder mit Damen-Schachs Bauer um Bauer eroberte. So konnte auch er einen vollen Punkt erspielen. Als dann auch noch Claus Langmann bei Mehrbauern eine Qualität opferte, um im Endspiel mit verbundenen Freibauern und einem Läufer gegenüber einem Turm zwingend die Bauern bis zur Grundlinie des Gegners durchzudrücken, gab sein Gegner auf, so dass es dann bereits 4:2 stand. In dieser Konstellation gab Jan Dressen, in dieser Saison erfolgreichster Spieler des Eckernförder Schachclubs, seine Partei remis, womit der Mannschaftssieg gesichert wurde. Auch Manfred Homuth gab, da er eine bessere, aber nicht Gewinn versprechende Endspielposition erreicht hatte, remis, so dass es zum Endstand von 5:3 kam.
Wir führen nun mit 12:2 Mannschaftspunkten die Verbandsliga Nord an, gefolgt von FT Eider Büdelsdorf und der SG Turm Kiel mit jeweils 10:4 Punkten. In der kommenden Spielrunde am 06.04.08 kommt es in Büdelsdorf zur vorentscheidenden Partie des Zweiten gegen den Ersten.
Unsere "Zweite" unterliegt Büdelsdorf mit 3:5
Nachdem uns in der letzten Runde ein erster Sieg gelungen war, wollten wir gegen die 1. Mannschaft des FT Eider Büdelsdorf an diese Leistung anknüpfen. Obwohl durch mehrere Ausfälle ein Brett freigelassen werden mußte, hofften wir zumindest auf ein Unentschieden. Zuerst lief auch alles nach Plan, denn Andreas Koch stand gegen seinen nominell schwächeren Gegner Bell schnell auf Gewinn. Enrique Ruiz Hampel und Gerd Wiechmann standen gegen ihre Gegner ebenfalls besser, während Matthias Braun gegen seinen bisher unbesiegten Gegner Mathiassen eine ausgeglichene Partie spielte. Ulrich Bußmeier stand gegen Lorenzen etwas gedrückt, Ralf-Johannes Koch und Jens Salzmann bauten gegen die Büdelsdorfer Jensen und Hamann ein druckvolles Spiel auf. Nach drei Spielstunden gab es die ersten und leider negativen Ergebnisse: Gerd Wiechmann stellte gegen den Fide-Meister Kock eine Figur ein, Jens Salzmann seine Dame, so dass beide verloren. Auch Ulrich Bußmeier musste sich dem druckvollen Spiel seines Gegners geschlagen geben. Enrique Ruiz Hampel rettete sich nach einem Bauernverlust noch ins Remis. Unentschieden spielte ebenfalls Matthias Braun, während Vater Rolf und Sohn Alexander Koch ihre beiden Partien überzeugend gewannen. Unsere 2. Mannschaft steht weiterhin auf dem 8. Tabellen- und damit auf einem Nichtabstiegsplatz, da die Konkurrenten aus Friedrichsort und Holtenau an diesem Wochenende ebenfalls ihre Mannschaftskämpfe verloren haben.
Unsere "Dritte" siegt im letzten Kampf der
Saison
Für unsere 3. Mannschaft stand das letzte Spiel der Saison an. Gegner war die 2. Mannschaft des Kropper SC, gegen die man sich etwas vorgenommen hatte, weil das letzte Spiel in Bredstedt gegen den Tabellenführer deutlich verloren gegangen war. Diese Mal war unsere Mannschaft klarer Favorit, hatte sie doch schon im letzten Jahr gegen die Kropper deutlich gewonnen. Und es begann auch recht vielversprechend. Schon nach kurzer Zeit zwang Andreas Koch an Brett 5 seinen Gegner zur Aufgabe. Seine spielerische Überlegenheit war zu groß. Doch kurz darauf gab es einen ersten Dämpfer: Christian Tuckermann an Brett 4 übersah eine Falle, die ihm sein Gegner gestellt hatte, verlor seine Dame und bald darauf die Partie. So stand es überraschend 1:1.
Die anderen Partien waren zunächst sehr umkämpft, doch dann ging alles ganz schnell. Zunächst gewann Bruno Geruschkat an Brett 1. Sein Gegner hatte alle Königsbauern nach vorne geworfen und nach einem Turmtausch stand sein König völlig schutzlos da und er gab kurze Zeit später auf. Auch der Gegner von Dieter Eigenberz an Brett 3 war in Nachteil geraten und gab sein Spiel verloren. So stand es plötzlich 3:1 und der Kampf war entschieden. Da machte es auch nichts, dass Holger Hogreve an Brett 2 seine Partie nach langem Kampf remis gab. So endete der Wettkampf siegreich mit 3½: 1½. - Damit belegt unsere 3. Mannschaft in dieser Saison mit 7:5 Mannschaftspunkten den dritten Platz (von 7 Mannschaften) in der Tabelle der Bezirksklasse Nord.