Der 11. Spieltag der Eckernförder Schnellturniere

Am 14.05.12 wurden die beiden vorletzten Runden unseres Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:

21. Runde

22. Runde

Krüger - Libuda

3:0

Kiesbye - Krüger

0:3

Kiesbye - Wiederkehr

0:3

Libuda - Wiederkehr

0:3

Am 11.06.12 findet die letzte Runde des ersten Jahrgangs des Eckernförder Schnellturniers statt. Danach wird der Jahressieger feststehen. Manfred Homuth ist Favorit, kann aber theoretisch noch von Kai Karl Krüger eingeholt werden. - Um den Sieger in der 2. Quartalswertung 2012 kämpfen Kai Karl Krüger und Eduard Wiederkehr.

Den Tabellenstand vor den Finalpaarungen am 11.06.12 finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. Zu dieser abschließenden Runde ist jedermann herzlich eingeladen. Auch Nichtmitglieder oder Spieler anderer Vereine können mitspielen. Eine Anmeldung ist in der Bürgerbegegnungsstätte bis 19:15 vor Ort möglich.

Das Turnier wird ab Juli 2012 in modifizierter Form fortgesetzt werden.

 
Entscheidung in der Vereinsmeisterschaft

- ein Bericht von Kai Karl Krüger -

Das Vereinsturnier ist pünktlich vor der Jahreshauptversammlung zu Ende gespielt worden. Die letzte und entscheidende Begegnung am 14.05.12 zwischen Enrique Ruiz Hampel und Manfred Homuth verlief sehr abwechslungsreich. Enrique gab gegen Manfred einen Bauern und baute Druck auf, den Manfred gut parierte, um zum Angriff überzugehen. Enrique – mit einer vielleicht einmaligen Chance, durch einen Sieg Vereinsmeister zu werden – hat aber gerade, als die Partie zu seinen Lasten zu kippen drohte, tapfer und mutig gegengehalten. Manfred ließ ein Dauerschach aus, da er unbedingt gewinnen wollte. Enrique opferte sodann sofort seinen Läufer auf h7, wonach Manfred nur noch zur Mattvermeidung die Dame opfern und mit zwei Läufern und einem Bauern halbwegs kompensieren konnte. Am Ende gab er auf.

Enrique ist Vereinsmeister. Ich glaube schon, dass das sehr überraschend, aber auch hart erkämpft ist. Vor allem, nachdem Manfred bis zu seinem Remis in der Partie gegen Ralf Koch immer noch klarer Favorit war, sodann ich nach meinem Remis gegen Manfred und dem Sieg gegen Enrique uneinholbar schien und Edmund nach seinem Sieg gegen mich vorige Woche plötzlich vorne war – da kaum einer damit rechnete, dass Manfred gegen Enrique verliert. Ich glaube, so eng und spannend – vor allem in der Breite – war es seit Jahren nicht mehr im Vereinsturnier.

Die Schlusstabelle finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft.

 
Einladungsturnier beim Hamburger Schachklub

Am 28.04.12 hatte der Hamburger Schachklub zum 14. Mal zum Senioren-Schnellschach-Turnier eingeladen. Dank der Verbindungen des Webmasters zum HSK waren auch in diesem Jahr wieder Edmund Lomer, Bruno Geruschkat und natürlich der Webmaster Claus Langmann dabei sowie auch Manfred Zimmermann und Hans-Jürgen Scepanik von der Kieler SG / Meerbauer. Um 10 Uhr sollte das Turnier beginnen und die Eckernförder Equipe machte sich rechtzeitig durch den morgens noch strömenden Regen auf den Weg.

Das Turnier begann nach der Begrüßungsansprache von Klaus Hadenfeldt pünktlich. Einige gemeldete Spieler mussten in letzter Minute aus gesundheitlichen Gründen absagen, ein Umstand, den man wohl bei einem Seniorenturnier hinnehmen muss. Und ein Spieler kam eine halbe Stunde zu spät, weil er sich über den Zeitpunkt des Beginns geirrt hatte. Es kostete den Spielleiter reichlich Nervenkraft, diesen Spieler nachträglich in das Turnier aufzunehmen, denn das für die Organisation des Turniers verwendete DOS-Programm hat an die 20 Jahre auf dem Buckel und ist entsprechend sperrig. Am Ende waren es 26 Spieler, die sich an die Bretter setzten, um in 7 Runden in 20-Minuten-Partien den Schnellschachmeister zu ermitteln. Favorit war der Vorjahressieger Hans-Jürgen Schulz. Er legte auch bestimmungsgemäß los, strauchelte aber in der 5. Runde gegen den mehrfachen Hamburger Jugendmeister (!) Siegfried Weiß - inzwischen aber auch schon älter als 60 Jahre -, der ihm allerdings die einzige Niederlage beibrachte.

Das Turnier wurde in angenehmster Weise nach der dritten Runde dadurch unterbrochen, dass die Teilnehmer Gelegenheit bekamen, sich an einem üppigen Kalten Buffet zu erfreuen. Diejenigen Spieler, die bis zu diesem Zeitpunkt eine negative Bilanz hatten, erhofften sich durch diese aufbauende Pause eine bessere Ausgangsposition für die zweite Hälfte des Turniers. Manchen half es tatsächlich, nicht aber unserem Spieler Edmund Lomer. Er hatte sich am Vormittag eine gute Ausgansposition für einen durchaus denkbaren Turniersieg geschaffen, musste aber in der 6. Runde gegen den späteren Sieger des Turniers eine Niederlage hinnehmen, die ihn aus dem Rennen um den 1. Platz warf.

Bruno GeruschkatSieger dieses in freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragenen Turniers wurde am Ende tatsächlich der Favorit Hans-Jürgen Schulz mit 6 Punkten, der sich über die traditionelle Flasche Rotwein freuen konnte. Edmund Lomer lag mit 5 Punkten knapp dahinter und lief (nach Buchholz) auf Platz 3 ein. Eine besondere Freude machte sich Bruno Geruschkat, der an fast allen bisherigen Turnieren teilgenommen hatte, ohne jemals 50% der möglichen Punkte zu erzielen. 2012 war das nun anders: erstmalig erreicht er diese magische Grenze mit 3½ Punkten (Platz 11)! Und als besonders sensationell empfand er, dass er mit diesem Ergebnis noch vor Claus Langmann landete, der nur mäßige 3 Punkte (Platz 16) erkämpfen konnte. Die beiden Gäste aus Kiel zeigten eine sehr unterschiedliche Tagesform: während Hans-Jürgen Scepanik mit 5 Punkten freudig erregt auf Platz 5 einlief, war Manfred Zimmermann mit seiner Ausbeute von 3 Punkten und Platz 21 sicher nicht zufrieden.

Sieger und Besiegte erfreuten oder trösteten sich bei einer abschließenden gemeinsamen Kaffee- und Kuchentafel mit leckeren Torten. Den Eckernförder Spielern gab das Kraft für einen anschließenden ausgedehnten Bummel durch die Hamburger Hafen-City.

Dieses Schnellschachturnier ist seit zwei Jahren Teil einer HSK-Schach-Triade, während der in einer Woche ein Blitzturnier, ein Turnier im Normalschach über eine Woche und eben dieses Schnellschachturnier ausgetragen werden. Chronistenpflicht gebietet es mitzuteilen, dass Hans-Jürgen Schulz auch Gesamtsieger dieser Triade wurde.

 
 Letzter Mannschaftskampf am 22.04.2012

ESC I - NDTSV Holsatia Kiel

6 : 2

 

und damit Platz 3 im Gesamtergebnis.

Die Einzelergebnisse unserer Spieler finden Sie auf der Mannschaftsseite.

 

 

Der 10. Spieltag der Eckernförder Schnellturniere

Am 16.04.12 wurden weitere zwei Runden unseres Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:

19. Runde

20. Runde

Krüger - Homuth

3:0

Homuth - Lomer

3:0

Bußmeier - Wiederkehr

0:3

Wiederkehr - Krüger

0:3

Kiesbye - Ruiz-Hampel

0:3

Libuda - Kiesbye

0:3

Libuda (Freilos)

3:0

 

 

Nach dem Wiederauffinden des Blattes mit den Paarungen der 6. Runde am 12.12.2011 gab es einige Korrekturbuchungen in der Tabelle. Hanfried Kiesbye katapultierte dies und sein Sieg gegen Gerd Libuda am 10. Spieltag auf den 5. Platz in der Jahreswertung. Manfred Homuth musste am 16.04. seine erste Niederlage einstecken, hat aber in der Jahreswertung noch einen erheblichen Vorsprung. Spannend dürfte aber durch seine Niederlage die 2. Quartalswertung 2012 werden.

Den aktuellen Tabellenstand finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft.

Die nächsten beiden Runden unseres Schnellturniers finden am Montag, den 14.05.2012 in der BBS statt. Dazu sind alle Interessierten - auch Spieler außerhalb unseres Vereins - eingeladen. Eine Anmeldung ist bis 19:15 Uhr vor Ort möglich.

 

Die Landesmeisterschaft in Ratzeburg

Die 67. Landesmeisterschaft von Schleswig-Holstein wurde traditionell wieder in der Woche vor Ostern vom 31.03. bis zum 06.04.12 ausgetragen. Als ausrichtender Verein hatte sich der Ratzeburger Schachclub von 1937 – also anlässlich seine 75-jährigen Bestehens - beworben und den Zuschlag Der markanteste Punkt von Ratzeburgerhalten. 165 Teilnehmer hatten sich für dieses Turnier angemeldet, gegenüber 2011 mit 185 angemeldeten Spielern also ein spürbarer Rückgang. Auch von unserem Verein nahmen in diesem Jahr nur vier Spieler an diesem Turnier teil. Aufmerksame Leser der Vorankündigung an dieser Stelle werden sich vielleicht wundern, denn vorher war gar nur von drei Teilnehmern die Rede. Aber der vierte Teilnehmer – unser neues/altes passives Mitglied Wolfgang Homuth – hatte zwar die Zusage für seine Zulassung für die Meisterklasse in der Tasche, tauchte aber bis zum letzten Tag in der offiziellen Teilnehmerliste des Verbandes nicht auf. Sein Bruder Manfred – gleichfalls für die Meisterklasse nominiert – deutete das aber als Vorteil, weil sich seine Gegner so nicht auf ihn vorbereiten konnten. In der Meisterklasse ist das in der Tat manchmal wichtig.

Die beiden anderen Spieler aus unserem Verein waren Edmund Lomer und Claus Langmann, die sich – da sie die Voraussetzungen dafür erfüllen - für die Seniorengruppe angemeldet hatten. Da die Senioren keinerlei Nachwuchssorgen haben und die Teilnehmerzahl deshalb zu groß zu werden drohte, hatte der Verband – wie schon im Vorjahr – zwei Gruppen gebildet: in der stärkeren Gruppe durfte sich jeder Senior anmelden, in der schwächeren Gruppe durfte nur der spielen, der eine DWZ unter 1800 nachweisen konnte. Unsere beiden Senioren mussten deshalb in der stärkeren Gruppe antreten und waren dort – bei 24 Teilnehmern – an Nr. 4 (Lomer) und 15 gesetzt. Es sollte aber erwähnt werden, dass sich neun tapfere Spieler mit einer DWZ unter 1800 für die obere Gruppe gemeldet und dort auch gut gehalten haben. Der Turnierverlauf ließ sich für Edmund Lomer zunächst sehr gut an: nach den Runden 4 und 5 fand er sich auf dem 3. Platz der Tabelle wieder. Zwei Niederlagen in den beiden folgenden Runden ließen aber alle Hoffnungen auf einen der vorderen Plätze schwinden. Mit 4½ Punkten erreichte er schlussendlich Platz 12 in der Tabelle. Der andere unserer Senioren fand sich nach zwei Auftaktniederlagen immer ziemlich am Ende der Tabelle, erzielte schließlich 3½ Punkte und Platz 20. Das kann für beide nur noch besser werden. Seniorenmeister wurde wie im Vorjahr Nikolai Quiring vom SV VHS Rendsburg mit 7 Punkten.

Viele glauben ja, dass es bei den Senioren ein leichtes Leben sei. Das ist gewiss ein Irrtum, denn dort wirdLomer kämpft - vergeblich - gegen eine Bauernwalze - neben ihm Manfred Zimmermann hingebungsvoll gekämpft. Und die Spielstärke lässt auch nicht zu wünschen übrig: So war der DWZ-Medianwert in dieser Seniorengruppe in Höhe von 1835 nur unerheblich geringer als der entsprechende Medianwert von 1882 in der Vormeisterklasse!

In der Meisterklasse war Wolfgang Homuth ständig in der Spitzengruppe zu finden. Es reichte aber nicht ganz zum vielleicht ersehnten Meistertitel: Er landete mit 5½ Punkten auf dem 4. Platz, sein Bruder Manfred hatte einen halben Punkt weniger und erreichte damit Platz 7 und mit mehr als 50% der erzielbaren Punkte auch die Berechtigung für weiteres Spielen in der Meisterklasse. Sieger in dieser Klasse und damit Landesmeister von Schleswig-Holstein wurde mit 6½ Punkten Frank Schwarz vom Preetzer TSV vor zwei weiteren Spielern aus demselben Verein!

Ein Ärgernis besonderer Art sind – besonders für die Senioren – die an zwei Tagen gespielten Doppelrunden, die die Spieler an beiden Tagen bis zu 10 Stunden ans Brett zwingen. Vielleicht hat der Verband ein Einsehen und schreibt künftig ein 7-rundiges Turnier aus. Viele Teilnehmer würden es ihm danken, besonders dann, wenn wie in Ratzeburg an einem so attraktiven Ort gespielt wird. Übrigens: Sowohl in der Meisterklasse als auch bei den Senioren hätten bei nur sieben Runden die gleichen Spieler gesiegt, die nach nunmehr neun Runden ermittelt worden sind!

Alle weiteren Ergebnisse der Landesmeisterschaft finden Sie hier.

 

 

Die Pokalmeisterschaft

Zur 1. Runde der Pokalmeisterschaft am 26.03.12 haben sich fünf Spieler eingefunden. Es gab folgende Ergebnisse:


Paarung

Ergebnis

weiter

Wiederkehr - Homuth

½ : ½

???

Lomer - Kiesbye

1 : 0

Lomer

Bußmeier

Freilos

Bußmeier

Der unentschiedene Ausgang der ersten Paarung zwingt die beiden Spieler zu mindesten zwei Schnellschachpartien. Nach unserer Turnierordnung kommt derjenige Spieler weiter, der zuerst zwei Partien durch Schnellschach gewonnen hat. 

 

 Mannschaftskämpfe am 18.03.2012

SV VHS Rendsburg I - ESC I

4½ : 3½

SV VHS Rendsburg II - ESC II

5 : 3

 
Die 1. Mannschaft verlor ihr erstes Spiel in dieser Saison

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Die 2. Mannschaft verlor auch ihr letztes Spiel in dieser Saison

Auch im letzten Punktspiel der Saison gegen die Schachfreunde aus Rendsburg konnte unsere zweite Mannschaft keinen Punktgewinn erzielen und beendet diese Saison als Tabellenletzter der Bezirksliga Nord. Dabei hatte das Punktspiel gegen Rendsburg II recht erfolgreich begonnen: Hanfried Kiesbye gewann seine Partie kampflos (1:0) und Bruno Geruschkat sowie Dieter Löwenstrom gaben ihre Partien bei ausgeglichenen Stellungen nach jeweils anderthalb Spielstunden Remis (2:1). Kurz darauf verlor jedoch Holger Hogreve nach einem sehr druckvoll vorgetragenen Angriff seines Gegners einen Turm und wenig später auch die Partie (2:2). Somit waren die Spiele an den ersten vier Brettern beendet, das Endergebnis lag nun weitestgehend in den Händen unserer Jugend.

Mirko Beyer hatte sich in der Eröffnung eine etwas bessere Stellung erarbeitet, geriet jedoch nach fast drei Stunden in ein Mattnetz seines Gegners und verlor seine Partie (2:3). Eine sehr gute Leistung zeigte Kim Ruiz an Brett 6. Trotz extremer Zeitnot konnte sie das Spiel unentschieden halten und erlangte in der vierten Stunde eine Stellung, die offensichtlich von niemanden mehr zu gewinnen war (2½:3½). Besonders spannend war die Partie von Lukas Beyer am Brett 8. Lukas erspielte sich sehr schön im Mittelspiel einen Freibauern, der mit Umwandlung drohte, und so seinen Gegner sicher in arge Bedrängnis gebracht hätte. Aber nach einem unglücklichen Zug von Lukas kam sein Gegner unerwartet wieder ins Spiel und gewann die Partie nach fast vier Stunden (2½:4½). Damit stand der Sieger des Mannschaftkampfes fest. Den Schlusspunkt setzte Gerd Libuda am Brett 5 mit einem ungefährdeten Remis. Obwohl Libuda zwei Bauern mehr hatte und seinem Gegner langsam die Spielzeit ausging, schien es keine Gewinnmöglichkeit zu geben, so dass unser Spieler schließlich fair ein Remis anbot, das dankbar angenommen wurde (3:5).

So sind wir in dieser Saison ohne Mannschaftspunkte geblieben, jedoch haben wir wohl alle den Spaß am Schach im Vordergrund gesehen und diesen Spaß auch für die Zukunft nicht verloren.

 
Der 9. Spieltag der Eckernförder Schnellturniere

Am 12.03.12 wurden weitere zwei Runden unseres Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:

17. Runde

18. Runde

Ruiz Hampel - Krüger

0:3

Kiesbye - Krüger

0:3

Libuda - Hogreve

3:0

Hogreve - Bußmeier

0:3

Bußmeier - Kiesbye

3:0

R. Möller - Libuda

3:0

Daraus entsteht ein neuer Tabellenstand, den Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft finden können. - Nach dieser 18. Runde ergab sich auch eine 1. Quartalswertung 2012 mit den beiden Spitzenreitern Krüger (11 Punkte, 5 Partien) vor Bußmeier (9 / 3), die mit Geldpreisen von 20 bezw. 15 Euro belohnt wurden. Einen weiteren Geldpreis erhielt Dustin Möller vom SK Marmstorf als bester Nicht-Eckernförder.

Die nächste Runden unserer Schnellturniere finden am 16.04.2012 in der BBS statt. Dazu sind alle Interessierten - auch Spieler außerhalb unseres Vereins - eingeladen. Eine Anmeldung ist bis 19:15 Uhr vor Ort möglich. - Weitere Termine können Sie der Terminseite entnehmen.

 

 
Eckernförder Schachclub erstürmt die Tabellenspitze der Verbandsliga-Nord

Mit einem 5:3 Erfolg gegen den Geheimfavoriten Husumer SV hat unsere 1. Mannschaft einen wichtigen Schritt in Richtung des angepeilten Wiederaufstiegs in die Landesliga Schleswig-Holstein getan. Mit 11:3 Mannschaftspunkten stehen wir unerwartet an der Tabellenspitze. Denn der bisherige Tabellenführer, die Überraschungsmannschaft der SG Turm Kiel II, verlor 3:5 gegen die TuS Holtenau, die sich offensichtlich vehement aus der Abstiegszone spielen möchte.

Der Wettkampf am 26.02.2012 in der BBS gestaltete sich zunächst über einige Stunden ausgeglichen. Keine Mannschaft bzw. deren Spieler konnten in den ersten zwei Stunden wesentliche Vorteile erringen. Leider verlor Rolf Möller am 6. Brett sodann die Dame, indem er statt der berechneten drei Leichtfiguren nur deren zwei als Kompensation erhielt. Enrique Ruiz Hampel konnte am 2. Brett nach anfänglichem Druck seines Gegners die Damen tauschen und Gegendruck im Zentrum erzeugen. Da schon viel Material getauscht war, einigte er sich mit seinem Gegner auf Remis (½:½). Edmund Lomer lehnte am 5. Brett mehrmals trotz allenfalls geringfügigen Vorteils mannschaftsdienlich Remisangebote seines Gegners ab. Eduard Wiederkehr stand am 8. Brett am Königsflügel stark unter Druck und auch Ralf Koch geriet am 7. Brett im Mittelspiel in Bedrängnis. So zog sich der Wettkampf einen Tick ungünstiger hin, bis Manfred Homuth am 1. Brett eine Unvorsichtigkeit seines Gegners zum Figurengewinn abwickelte, der nach kurzer Gegenwehr zum Sieg führte (1½:½). Matthias Braun gab am 4. Brett seine Partie Remis, nachdem im Mittelspiel keiner einen Vorteil erlangen konnte (2:1). Auch Edmund Lomer gab nun bei ungleichen Läufern und blockierter Stellung im Figurenendspiel Remis (2½:1½). Kai Karl Krüger konnte am 3. Brett nach Entwicklungsnachteil aus der Eröffnung heraus – nachdem sein Gegner ein Figurenopfer übersah, das ihm vier Bauern als Kompensation ermöglicht hätte – klug die Stellung verändern, um mit Dame, Turm und Springer bei wechselseitig freistehenden Bauern einen Königsflügelangriff zu starten, welchen der Gegner als Verteidiger bei zunehmender Zeitnot nicht 100-prozentig genau behandelte. Die Folge war ein Qualitätsgewinn nebst Sieg auf Zeit (3½:1½). Damit standen die Zeichen für uns recht günstig.

Allerdings standen zu diesem Zeitpunkt Ralf Koch und Eduard Wiederkehr unklar und Rolf Möller sogar auf Verlust. Es passierte dann wieder das, was man in Anlehnung an einen Edelwestern mit dem "Mundharmonika-Mann" umschreiben könnte. Kai Karl Krüger flüsterte dem Mannschaftsführer Enrique Ruiz Hampel ins Ohr, Eduard Wiederkehr stünde schlecht, also würde er wie fast immer, wenn er schlechter stünde, sicher gewinnen. Des einen Flüstern in des anderen Ohr bewahrheitete sich: Eduard Wiederkehr drehte die Partie und sicherte das "4½" und damit den Mannschaftssieg. Rolf Möller gab alsbald auf, während Ralf Koch und sein Gegner noch etwa eine Stunde lang die letzte Partie jeweils auf Sieg spielten - bei ungleichen Läufern im Läuferendspiel allerdings vergeblich - bis mit einem Remis der 5:3-Sieg feststand.

Was niemand während des Mannschaftskampfes ahnte, war die Niederlage der SG Turm Kiel II, gleichbedeutend mit unserer Tabellenführung zwei Spieltage vor Saisonende. Am 18.03.2012 wird es für uns bei der SV VHS Rendsburg zum voraussichtlich entscheidenden Spitzentreffen der Verbandsliga-Nord kommen. Die Rendsburger sind als Tabellenzweiter lediglich einen Mannschaftspunkt von uns entfernt und könnten mit einem Sieg die Tabellenführung an sich reißen. Genau dies wollen wir unter keinen Umständen zulassen und die Tabellenführung – bis zum Schluss – verteidigen!

Die 2. Mannschaft setzte - leider - ihre Serie fort

Am selben Tag versuchte die 2. Mannschaft, ihre bisherige Niederlagenserie gegen den Kropper Schachclub vergessen zu machen. Die beiderseits vollzählig angetretenen Mannschaften lieferten sich zum Teil spannende, sehenswerte Kämpfe an den einzelnen Brettern und nach eineinhalb Stunden stand das erste Zwischenergebnis fest, allerdings zu Ungunsten für uns Gastgeber: Christian Tuckermann (Brett 7) hatte sich bei einem Springerabtausch einen Doppelbauern "eingehandelt", von denen später einer verloren ging. Es gab noch einen längeren Kampf um einen weiteren Bauern, in dessen Verlauf plötzlich beide Türme Tuckermanns von einem gegnerischen Läufer bedroht wurden. Der nachfolgende Qualitätsverlust führte zum entscheidenden Nachteil und bald darauf gab Tuckermann die Partie auf (0:1). Dieter Löwenstrom (Brett 3) gab einen seiner Türme für einen Läufer und zwei Bauern des Gegners, musste sich dann aber auf einen Figurentausch einlassen, so dass das Endspiel Läufer gegen Turm für ihn nicht mehr zu halten war (0:2). Fast zeitgleich gingen eine gute viertel Stunde später drei weitere Partien zuende, doch dies nicht ohne einen Zähler in den eigenen Reihen: Gerd Libuda (Brett 6) gewann in der Eröffnung einen Bauern, musste diesen aber im Mittelspiel wieder hergeben. Im Endspiel hatten er und sein Kontrahent noch jeweils einen Bauern, der sich jeweils in eine Dame umwandeln konnte, womit ein Remis bzw. ein halber Punkt für uns Eckernförder gewonnen war (½:2½). Hanfried Kiesbye (Brett 2) eröffnete mit 1. c2-c4 und musste nach einem Figurenabtausch eine schlechtere Bauernstellung hinnehmen. In der Folge war Kiesbye einem starken Angriff ausgesetzt und verlor dabei - bedingt durch eine Fesselung - eine Figur gegen einen Bauern, was sich für das Endspiel verlustreich auswirkte (½:3½). Alexander Koch (Brett 1) eröffnete ruhig und unspektakulär, leistete sich jedoch im Mittelspiel eine Ungenauigkeit, was ihm eine Bauernschwäche einbrachte. Diese Schwäche wusste sein Gegner für ein druckreiches Spiel zu nutzen, wodurch Koch in eine verlorene Stellung geriet (½:4½). Eine weitere Viertelstunde später beendeten Holger Hogreve (Brett 5) sowie Kim Ruiz (Brett 8) ihre Partien; diesmal sprang dabei noch mehr für das Punktekonto heraus, wofür vor allen Dingen die zuletzt genannte 16-jährige Nachwuchsspielerin sorgte, indem sie zunächst einen, seitens des Gegners mit einer fehlerhaften Zugfolge durchgeführten Königsangriff abwehrte und dabei eine Leichtfigur gewann. Im weiteren Partieverlauf wählte Kims Gegner noch eine falsche Abtauschvariante, woraufhin Kim wiederum Material gewann und das Endspiel mit zwei Qualitätsvorteilen sowie zwei Mehrbauern erreichte. Schließlich baute sie eine zweizügige Mattdrohung auf, woraufhin ihr Gegner aufgab (1½:4½). Hogreve konnte seinem Gegner zunächst einen Doppelbauern zufügen, verlor dann jedoch selbst einen Bauern und kam derart in Bedrängnis, dass er von Glück reden konnte, dass sein Gegner ein Remisangebot annahm (2:5). Der (traurige) Schlussakkord war Dieter Eigenberz (Brett 4) nach fast drei Stunden Spielzeit vorbehalten: nach einer ruhigen Eröffnung krankte seine Stellung im Mittelspiel an einem verlorenen Bauern. Im Endspiel erwies sich der gegnerische Springer stärker als Eigenberz' Läufer, was sich in einem weiteren Bauernverlust auszudrücken drohte und Eigenberz zur Aufgabe bewog (2:6 Endstand).

Nach dieser erneut deutlichen Niederlage haben wir am 18.03.12 die letzte Möglichkeit in dieser Saison, einen Ehrenpunkt zu verbuchen; allerdings wird die von uns an diesem Tag bereiste zweite Rendsburger Mannschaft wohl einiges aufbieten, um beide Punkte für sich zu verbuchen. Trotzdem sollten wir guter Dinge sein und aus Freude am Schachspiel auch dieser Begegnung das Beste abgewinnen.

 

Linkes gegen Rechtes Alsterufer

Das Foto zeigt Saal 3 des CCH bei der 5. Runde des "Ehemaligenturniers" - wo sitzen die Großmeister?

Wir sind in Eckernförde mehr als 100 km von der Alster entfernt - was hat ein Bericht über das "Größte Schulschachturnier in der Welt" auf der Website unseres Klubs zu suchen? Nun, wenn sogar die Eckernförder Zeitung in ihrer Ausgabe vom 22.02.12 mit einem wunderschönen Foto davon berichtet und wenn der Webmaster dieser Website bei diesem Turnier persönlich zugegen war, dann ist es wohl angebracht, darüber zu berichten; und der Situation angemessen in der Ich-Form.

"Auf Grund meiner jahrzehntelangen Verbundenheit zur Hamburger Schachszene hatte ich schon seit vielen Jahren den Wunsch, einmal das in der Tat weltberühmte Schachereignis "Linkes gegen Rechtes Alsterufer" zu besuchen. Alljährlich treten hier im Kongresszentrum einige tausend Schüler und Schülerinnen zu Mannschaftskämpfen an 8 Brettern gegeneinander an und dieses Spektakel hat in der Vergangenheit sogar den Bundespräsidenten von Weizsäcker zu einem Besuch animiert. Der Teilnahmerekord lag im Jahr 1988 bei 3.616 Jugendlichen aus 174 Schulen. In diesem Jahr wurde der Rekord nicht überboten, aber immerhin trafen sich 2.416 Spieler aus 128 Schulen zum Wettstreit. Eigentlich wollte ich natürlich diese Kinderschar erleben, aber ich konnte erst am späten Nachmittag von Eckernförde nach Hamburg starten, allerdings in der Gewissheit, dass der Weg nicht vergeblich sein würde, denn seit einigen Jahren wird diese Veranstaltung ergänzt durch ein "Ehemaligenturnier", zu dem ich mich vorsorglich angemeldet hatte.

Zu diesem Turnier treffen sich beliebig zusammengestellte 4er-Mannschaften, die in 5 Runden in 15-min-Schnellpartien ihren Meister ermitteln. Bei meiner Anmeldung stellte ich es dem Organisator Hendrik Schüler frei, ob er mich einer Mannschaft des HSK, der Heinrich-Hertz-Schule oder den Gerichten zuteilen würde. Es kam ganz anders: Ich wurde einer Mannschaft zugeteilt, die unter dem Logo "EuroFH" für Europäische Fachhochschule firmierte, in denen ich aber bekannte Gesichter sah und einen ehemaligen Mannschaftskameraden meines Sohnes aus der SG Johanneum begrüßen konnte.

Natürlich hatten wir einen gewissen Ehrgeiz zu gewinnen, aber die Mannschaften waren stark besetzt und die Punkte wurden nicht verschenkt (die Mannschaft lief schließlich auf Platz 50 von 61 Mannschaten ein). In der 1. Runde hatte ich das Vergnügen, gegen Jade Schmidt aus der Frauenbundesligamannschaft des HSK spielen zu können. Sie bildete mit Andreas Albers das Rückgrat der Mannschaft, die die zu Jahresbeginn gegründete "Schachschule Hamburg" vertrat. Die Partie eröffnete ich mit dem Morra-Gambit und ich musste während der ganzen Partie dem geopferten Bauern hinterher laufen. Im Endspiel in knapper Zeit unterlief Jade eine Ungenauigkeit, so dass ich zum Remis abwickeln konnte. Mein Score lag am Ende bei 2:2 Punkten (in der angesetzten 5. Runde hatte ich spielfrei und nutzte die gewonnene Zeit zur Rückfahrt).

Sieger dieses Turniers wurde die Mannschaft "SC Schachelschweine", die als einzige Mannschaft keinen Punktverlust erlitt. Sie ließ sogar auf dem 3. Platz die Mannschaft mit dem Phantasienamen "Cisha" hinter sich, die u.a. mit den beiden Großmeistern Jan Gustafsson und Niclas Huschenbeth angetreten war!

 

Es bleibt ein Rätsel zu lösen: Aus welchem Grund sitzen die beiden offenkundig fremdländischen Spieler vor einem Schild, das ihre Gegenwart bei diesem Turnier belegt? Es handelt sich um Yun Zhou (rechts) und Qichao Wang – beide aus China – die zurzeit in Eckernförde die deutsche Sprache erlernen, um dann in Deutschland zu studieren. Ich hatte ihnen eine Woche zuvor "im Rahmen der Verfestigung deutscher Sprachkenntnisse" in 30 Minuten das Schachspielen beigebracht und sie zu dem Ausflug nach Hamburg überredet. Und im CCH setzten sie sich hin, spielten durchaus verständig gegeneinander und lösten völlig eigenständig mehrere zweizügige Mattaufgaben, die spontan von der "Schachschule Hamburg" bereit gestellt wurden. Ein begabtes Völkchen … "

 
Fortsetzung der Eckernförder Schnellturniere

Am 20.02.2012 wurden weitere zwei Runden unseres Schnellturniers mit folgenden Ergebnissen ausgetragen:

15. Runde

16. Runde

Homuth - Wiederkehr

3:0

Röhl - Homuth

1:1

Krüger - Röhl

3:0

Wiederkehr - D. Möller

0:3

D. Möller - Ruiz Hampel

3:0

Kiesbye - Braun

0:3

Libuda - Kiesbye

1:1

Bußmeier - Libuda

0:3

Den sich daraus ergebenden Tabellenstand finden Sie auf der Seite der Vereinsmeisterschaft. - Die nächste Runde unserer Schnellturniere findet am 12.03.2012 in der BBS statt. Dazu sind alle Interessierten - auch Spieler außerhalb unseres Vereins - eingeladen. - Weitere Termine können Sie der Terminseite entnehmen.

Unsere "Erste" weiter ungeschlagen

In der Verbandsliga-Nord des Schleswig-Holsteinischen Schachverbandes gibt es drei Spieltage vor Saisonende einen Vierkampf um den Aufstieg in die Landesliga. Dabei mischt unsere Erste Mannschaft – derzeit Tabellenzweiter – kräftig mit. Am 6. Spieltag – dem 05.02.2012 – kam es zum Spitzenkampf des Vierten gegen den Zweiten. Dabei setzte sich der Husumer SV gegen den SV VHS Rendsburg knapp mit 4½:3½ durch; gut für uns, weil wir beim gleichzeitigen 4:4 bei der SVG Friedrichsort in der Tabelle an den Rendsburgern vorbeimarschieren konnten. Vor allen steht weiterhin die SG Turm Kiel II. Die Oberliga-Reserve der SG Turm Kiel hält sich nach einem ebenfalls knappen 4½:3½ beim Schleswiger SV weiterhin überraschend an der Tabellenspitze.

Eigentlich wollten wir gegen den Tabellensiebten aus Friedrichsort als vermeintlich schwächerem Gegner mit einem klaren Sieg etwas für das Brettpunkteverhältnis tun, um bei Punktgleichheit mit Turm Kiel II und dem SV VHS Rendsburg an diesen vorbeizuziehen. Doch schon nach weniger als zwei Stunden verlor der bisherige Goalgetter Eduard Wiederkehr am 7. Brett nach etwas zu lockerer Partieführung mitten auf dem Schachbrett seine von Leichtfiguren umzingelte Dame. Obwohl er noch tapfer kämpfte, war nach bisher vier Siegen aus vier Spielen seine erste Saisonniederlage unvermeidbar (0:1). Kai Karl Krüger geriet nach etwa drei Stunden im Mittelspiel in eine Kombination mit Damenopfer und Matt- bzw. Abzugsdrohungen. Umstehende glaubten schon an seine Niederlage. Er gab aber nach vier Schachs gegen sich in Folge die Dame zurück und wickelte in ein Leichtfigurenendspiel gegen das Läuferpaar ab, in dem sein Gegner einen zwingenden Bauernverlust nebst Freibauernlauf nicht einberechnet hatte. So konnten wir ausgleichen (1:1). Manfred Homuth hatte am 1. Brett auf Angriff gespielt, einen Bauern geopfert, letztlich aber keinen durchschlagenden Erfolg, so dass er sich mit seinem Gegner auf Remis einigte (1½:1½). Der Ausgang der fünf verbleibenden Partien war zu diesem Zeitpunkt ungewiss. Es war aber deutlich, dass es nichts mit dem gewünschten Kantersieg werden würde. Enrique Ruiz Hampel konnte am 2. Brett den Angriff seines Gegners am Königsflügel – der dafür einen Bauern gegeben hatte – abwehren und zu seinem zweiten Sieg in Folge kontern (2½:1½), während Ulrich Bußmeier am 8. Brett bei vielleicht besserer Stellung in beginnender Zeitnot – nur noch 7 Minuten eigene Bedenkzeit für 15 Züge – seine Partie Remis gab (3:2). Ralf Koch musste am 6. Brett nach Schwächung seines Damenflügels erst einen Bauern geben, um sodann dort förmlich erdrückt zu werden, bis er nach Figurenverlust schließlich aufgab (3:3). Bei diesem Stand kam es nun auf Matthias Braun und Rolf Möller am 4. und 5. Brett an. Während Matthias Braun ein Turmendspiel mit einem Minusbauern verteidigen musste, konnte Rolf Möller im Turm/Läufer-Endspiel die bessere Bauernstellung nutzen und Raum gewinnen. Matthias Braun fand leider nicht die allerbesten Verteidigungszüge, sodass sein Gegner im Turmendspiel den letzten Bauern durchbringen konnte (3:4). Aber Rolf Möller nagelte seinen Gegner mit dem Turm in der d-Linie und dem Läufer in der a2-g8-Diagonale fest, um gleichwohl mit den freigespielten a-Bauern und h-Bauern die gegnerischen Figuren abzulenken. So konnte er seine sehenswerte Dominanz auf dem Brett in einen Sieg zum 4:4-Unentschieden umsetzen.

Für unsere "Erste" geht der Kampf um den Aufstieg weiter. Am 26.02.2012 erwarten wir den Tabellenvierten aus Husum, am 18.03.2012 den Tabellendritten aus Rendsburg, stets in der Hoffnung, dass mit Siegen gegen diese Mitfavoriten sich zugleich noch Turm Kiel II einen Ausrutscher leistet. Nach dem leichten Umbruch, der nach dem Abstieg aus der Landesliga in der vorigen Saison – durch den Verlust von Jan Dreesen und Peter Krebs – entstanden ist, ist die jetzige Platzierung an 2. Stelle der Tabelle - immer noch mit Aufstiegsambitionen - ein guter Zwischenerfolg.

... und unsere "Zweite" weiter ohne Sieg

Am selben Tag zog es unsere "Zweite" auf die wunderschöne Nordseeinsel Föhr gegen die Mannschaft der Schachsparte des Wyker Turnerbundes. Netterweise holten uns zwei Gesandte vom Hafen ab und brachten uns zu einem Feuerwehrhaus in der idyllischen Ortschaft "Wrixum" (wie beruhigend, dass hier das Spiellokal war, denn die anwesenden Löschfahrzeuge konnten ggf. zu stark in Brand geratene Partiestellungen sogleich bekämpfen). Nachdem auch zwei Mannschaftsangehörige von der Nachbarinsel Amrum angekommen waren und die Begrüßungsansprache verklungen war, begannen wir eine dreiviertel Stunde vor "High Noon" mit den Partien.

Von den folgenden Auseinandersetzungen ausgenommen war unser Spieler an Brett 4 (Dieter Löwenstrom), dessen Gegner nicht erschienen war, wodurch wir zu einem kampflosen Punktgewinn kamen (1:0). Unspektakulär ging es auch an Brett 2 zu: sehr schnell wurde hier der Punkt zwischen Hanfried Kiesbye und seinem Wyker Gegner geteilt (1½:½). Spektakulärer ging es für Gerd Libuda an Brett 7 zur Sache, denn nach der langen Rochade und dem Verlust von zwei Bauern geriet sein König in einen unwiderstehlichen Angriff (1½:1½). Bruno Geruschkat hatte an Brett 3 nach 90 Minuten eine Qualität und zwei Bauern verloren, eine weitere Stunde später büßte er noch eine Figur ein und gab die aussichtslos gewordene Partie auf (1½:2½). Etwa eine Stunde später war auch Dieter Eigenberz' Spiel, das dieser lange Zeit ausgeglichen halten konnte, an Brett 6 beendet. Bewaffnet mit einem Mehrbauern und dem Läuferpaar, konnte sich sein Gegner im Endspiel gegen das Springerpaar durchsetzen (1½:3½). Nun zeigten wir aber, dass auch wir es "drauf" haben: Holger Hogreve hatte an Brett 5 im Rahmen eines sehr turbulenten Mittelspiels einen gegnerischen Läufer gegen einen eigenen Bauern auf dem Königsflügel erobert. Mit diesem Figurenvorteil konnte er das Endspiel für sich entscheiden (2½:3½). Zum 3½:3½ vermochte nach ca. vier Stunden Spielzeit der 16-jährige Mirco Beyer auszugleichen, als er den Nestor der gegnerischen Mannschaft - ungeachtet dessen großen Erfahrungsschatzes - in die Schranken wies. Nach einer b4-Eröffnung seines Gegenübers stärkte Mirco seine Bauernstellung und spielte sehr umsichtig sowie zurückhaltend (verzichtete z.B. auf einen anfänglich in Aussicht stehenden Bauerngewinn, da er den Verdacht hegte, dass dieser "vergiftet" sein könnte); im weiteren Spielverlauf ließ sich sein Gegner zu einer riskanten Offensive am Damenflügel hinreißen, was Mirco den Gewinn eines Bauern sowie eine sehr starke Stellung am Damenflügel einbrachte. Im Folgenden gewann Mirco noch einen weiteren Bauern sowie den weißfeldrigen Läufer, was sein Gegenüber schließlich zur Aufgabe bewog: (Ganz toll, Mirco! Und an dieser Stelle sei auch allen Jugentrainern unseres Clubs für ihr Frucht bringendes Engagement gedankt!) (3½:3½). Nun musste Olaf Zeuch an Brett 1 "nur noch" gegen seinen über 400 DWZ-Punkte stärkeren Gegner die bis dahin ausgeglichen gestaltete Partie zu einem gütlichen Remis-Ende bringen; zwei derartige Angebote hatte sein Gegner abgelehnt, als es bei gleicher Bauernzahl und jeweils einem schwarzfeldrigen Läufer in die letzten fünf Minuten der maximal möglichen Spielzeit ging. In der so genannten "Endspurtphase" - beide hatten fast gleich viel Zeit verbraucht und nur noch etwa je zweieinhalb Minuten auf der Uhr - machte Zeuch beim "Tanz der Bauern, Läufer und Könige" doch noch einen kleinen Fehler, der seinem Gegner reichte, um schließlich den f-Bauern zu gewinnen, wodurch dessen eigener g-Bauer zur Umwandlung in eine Dame marschieren konnte (3½:4½).

Trotz dieser knappen Niederlage sollten wir unsere Inselreise positiv in Erinnerung behalten, zeigte sich doch wieder einmal, dass wir uns auch gegen starke - in der Verbandsliga erprobte! - Gegner nicht verstecken müssen. Und so wie sich unsere Fähre den Rückweg durch das mit Eisschollen besetzte Wattenmeer bahnte, werden wir vielleicht auch am 26.2.12 im eigenen Hause die Klippen auf dem Weg zu einem Mannschaftspunkt zu umschiffen wissen. Die "Klippen" werden dann übrigens die Schachkameraden aus Kropp sein; auf gutes Gelingen!

 
Schach in Flensburg II

Am Sonnabend kam es zum Höhepunkt der Flensburger Schachwoche. Die Veranstalter hatten Aljoscha Feuerstack zum Simultanspiel eingeladen, unser ehemaliges, damals noch jugendliches Mitglied. Inzwischen ist er zum Internationalen Meister gereift und hat eine stolze ELO-Performance von 2438 Punkten. Seit einigen Jahren setzt sich Aljoscha für den SK Norderstedt ans Brett, spielt aber auch viele Internationale Turniere, z.B. in Pardubice, Wien, Groningen und Moskau - passend zu seinem Slavistikstudium. In der "Flensburg Galerie" saßen ihm am 28.01. nunmehr 20 Spieler gegenüber, begierig, ihm auf dem Brett möglichst viele Schwierigkeiten zu bereiten. Aljoscha besitzt nach eigenen Worten noch nicht sehr viel Routine beim Simultanspiel, aber er spielte zügig und vermittelte bei seinen Rundgängen einen souveränen Eindruck. Die Gegnerschaft war recht stark und es dauerte lange, bevor er erste Erfolge erzielen konnte. Die beiden Spieler unseres Vereins saßen nebeneinander und Bruno Geruschkat versuchte - in den Schuhen von Edmund Lomer - Aljoscha mit Skandinavisch zu beeindrucken, was aber nicht so recht gelang. Aljoscha siegte im Königsangriff. Claus Langmann wehrte sich tapfer gegen 1. c2-c4 und kam eigentlich während der ganzen Partie nie in Nachteil, so dass Aljoscha nach 44 Zügen in das Remis einwilligte.

Das war nicht das einzige Remis der Runde, weitere vier Spieler erreichten dieses ehrenwerte Ergebnis. Und Aljoscha musste sogar eine Niederlage hinnehmen: es siegte gegen ihn Stephan Millgramm vom ausrichtenden Flensburger SK.

Es war eine durch und durch gelungene Veranstaltung, die im gut besuchten Einkaufszentrum auch eine größere Zahl von Zuschauern erfreute.

 

Schach in Flensburg

 

Der Flensburger Schachklub richtet in der Woche vom 23.01. bis zum 28.01.12 zum dritten Mal eine Schachwoche in der "Flensburg Galerie" aus. Die Veranstaltung wurde am 23.01. mit einem Open für Senioren eröffnet. Aufmerksame Betrachter der nebenstehend abgebildeten Tabelle können erkennen, dass einer unserer Spieler an diesem Turnier teilgenommen hat. Weitere Veranstaltungen folgen, z.B. am Donnerstag ab 14 Uhr ein Open, am Freitag ein Partnerturnier und am Sonnabend ab 13:30 Uhr der Höhepunkt: ein Simultanspiel des uns sehr vertrauten Internationalen Meisters Aljoscha Feuerstack gegen 20 Spieler. Diese Plätze sind allerdings schon zur Gänze vergeben. Von unserem Verein werden Bruno Geruschkat und Claus Langmann an dieser Veranstaltung teilnehmen.

 

Wer sich über weitere Einzelheiten informieren möchte, kann sich hier bedienen.

Von der 1. Mannschaft ist kein Bericht über den gewonnenen Wettkampf gegen den Flensburger SK mehr zu erwarten, deshalb sei hier nur eine kleine Anekdote – erzählt von einem unbeteiligten Zuschauer – geschildert.

 

In der nebenstehenden Stellung hat der Weiße sehr lange an seinem nächsten Zug gegrübelt und dann – weil ihm der Verlust unvermeidlich schien – reichte er seinem Gegner zum Zeichen der Aufgabe seine Hand. Auf den ersten Blick: vorbildlich, denn allzu oft kann man im Gegenteil erleben, dass in absolut verlorener Stellung der richtige Zeitpunkt zur Aufgabe verpasst wird. Im konkreten Fall war aber die vermeintlich unvermeidbare Niederlage nicht nur zu vermeiden, sondern mit einigen eigentlich gar nicht so schwierigen Zügen in einen Sieg zu verwandeln. In der Hauptvariante 1.a5 h6 2.b4 h5 (Zugzwang!) 3.Kf4 Kxd5 4.Kg5 Kxd4 5.Kxg6 Kc4 6.Kxh5 Kxb4 7.g4 Kxa5 8.g5 b5 9.g6 b4 10.g7 b3 11.g8D kommt Weiß deutlich früher als sein Gegner zur Damenumwandlung und damit zum Sieg. - Dieser glückliche/unglückliche Punkt ist unserer Mannschaft zugute gekommen.

 

Unter der Überschrift "Komödie der Irrungen und Wirrungen" könnte dieses Partieende vielleicht ein Beitrag in einer Neuauflage von Christian Hesses Buch "Expeditionen in die Schachwelt" oder im nächsten Schachkalender von Arno Nickel werden.

Die 2. Mannschaft hat am selben Tag ihren Wettkampf gegen die 2. Mannschaft des MTV Leck verloren. Gleichwohl hat den Webmaster der folgende Bericht ihres Mannschaftsführers Olaf Zeuch erreicht:

"Da unsere Gäste zwei Stunden lang vergeblich auf ihren Spieler an Brett 1 warteten, ging der erste Punkt kampflos an uns und Alexander Koch konnte sich als Zuschauer verdingen (1:0). Frohe Kunde gab es alsbald auch vom Brett 8, denn Gerd Libuda konnte nach anfänglicher Hingabe von zwei Bauern eine viel versprechende Angriffsstellung aufbauen und dabei die gegnerische Dame gegen einen seiner Türme gewinnen. Diesen Vorteil brachte er siegreich ins Endspiel (2:0). Einen halben Punkt steuerte daraufhin an Brett 5 Dieter Löwenstrom bei, der in seiner Partie zunächst einen Bauern gewann und dann auch noch weiteren Vorteil erhielt, als sein Gegner einen Läufer für zwei Bauern gab. Nach Abtausch der meisten Figuren stand im Endspiel einer von Löwenstroms Läufern zwei Bauern des Gegners gegenüber, wobei keiner der beiden einen Gewinnweg sah (2½:½).

Nun brachen härtere Zeiten für unsere Mannschaft an, denn an Brett 4 musste Bruno Geruschkat nach dreieinhalbstündiger Spielzeit "die Segel streichen", nachdem er im 44. Zug seinen b-Bauern verloren hatte und im Endspiel unvorsichtig seinen letzten Offizier abtauschen ließ (2½:1½). In etwa fünfzehnminütigen Abständen endeten dann auch die Partien von Dieter Eigenberz (Brett 7), Holger Hogreve (Brett 6) und Hanfried Kiesbye (Brett 3) und nur Dieter Eigenberz konnte - souverän spielend - zumindest eine Punkteteilung erzielen, nachdem er eine schwierige Eröffnungsphase in ein ausgeglichenes Mittelspiel lenkte. Im Endspiel standen sich dann beide Kontrahenten mit gleicher Bauernzahl und ungleichen Läufern gegenüber, so dass das Remis unvermeidbar wurde (3:2). Hogreve hatte zu viele Bauern verloren und war dadurch im Endspiel chancenlos (3:3), während Kiesbye nach vier Stunden ausgeglichener Spielgestaltung gewahr werden musste, dass seine Bauernstellung eine Schwäche aufwies, die sein Gegner nach zähem Endspiel für sich zum Sieg nutzen konnte (3:4). Zuletzt musste noch Olaf Zeuch nach fast fünf Stunden an Brett 2 die Waffen strecken, nachdem er im Mittelspiel - in der Hoffnung auf eine verheißungsvolle Angriffsstellung - einen seiner Läufer gegen zwei Bauern opferte. Seine kundige Gegnerin widerlegte ihm dies zum Ende des Spiels, denn sie konnte ihren Läufervorteil derart nutzen, dass sie nach Abtausch aller sonstigen Figuren auch noch einen Freibauern auf der h-Linie zur Dame - und somit zum Sieg -führen konnte (3:5-Endstand).

Diese Niederlage steht wieder auf der Negativseite der Mannschaftsleistungen. Positiv gilt zu vermerken, dass wir mit Gerd Libuda einen zu Beginn der Saison neu in unsere Mannschaft hinzu gekommenen Spieler haben, der nach dem nunmehr vierten Mannschaftskampf mit 2½ Punkten zum erfolgreichsten Mannschaftsspieler avanciert ist. Dicht auf den Fersen sind ihm mit jeweils zwei Punkten unsere beiden "Dieters" (Eigenberz / Löwenstrom). Also: Wenn es am 5. Februar auf die Insel Föhr geht, wo uns der Wyker TB erwartet, wissen wir, dass auch hoffnungsvolle Potentiale in der Mannschaft schlummern: Mögen wir sie in uns allen wecken!"

 

Verpasste Gelegenheit ...

In der 4. Runde der Verbandsliga Nord kam es zum Spitzenduell der beiden Aufstiegs-Favoriten: Unsere "Erste" trat in Kiel gegen die "Zweite" der SG Turm Kiel an, um mit dem erhofften Mannschaftssieg einen großen Schritt nach vorn für den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga Schleswig-Holstein zu tun. Schließlich sollte der etwas unglückliche Abstieg im Vorjahr nur ein "Betriebsunfall" bleiben.

Es begann aus unserer Sicht sehr erfreulich, da schon vor Ablauf der dritten Stunde die 1:0-Führung gelang. Am 5. Brett überspielte Edmund Lomer - unser Ehrenvorsitzender und Senior der Mannschaft - mit den weißen Steinen seinen Gegner Wolfgang Romischke und ließ ihm keine Chance. Bald darauf erreichten Manfred Homuth am Spitzenbrett gegen Hartmut Winkelmann sowie Kai Krüger an Brett 3 gegen Eckart Böhm jeweils mit Weiß ein sicheres Remis (2:1). Auch nach vier Stunden standen alle noch laufenden Partien aussichtsreich; der fein herausgespielte Sieg von Gerd Bernhardt (Brett 7) gegen Henrik Rulofs (3:1) sowie das sichere Remis mit Schwarz von Ulrich Bußmeier (Brett 8) gegen Roland Drewek ließ schon etwas Vorfreude aufkommen (3½:1½). Auch Rolf Möller hatte mit Schwarz am 6. Brett gegen Michail Berenstein keinerlei Probleme, den Remishafen zu erreichen: Der Zwischenstand lautete nun 4:2 für unsere Mannschaft.

Dann aber wurde es doch noch unerwartet spannend. Matthias Braun (Brett 4) und Enrique Ruiz Hampel (Brett 2), die beide mit Schwarz zunächst ein gutes Spiel machten und auch Vorteile hatten, kamen in der Schlussphase ihrer Partien plötzlich ins Schwimmen. Juriy Krasyk startete urplötzlich - eine Nachlässigkeit ausnutzend - gegen Ruiz ein Feuerwerk mit seinen Figuren, eroberte schließlich die Dame und verkürzte auf 4:3. Matthias Braun kam gegen Bernd Hansen im Endspiel von der Erfolgsspur ab und eine kluge Riposte seines Gegners bescherte diesem den vollen Punkt zum 4:4. 

So war das unentschiedene Endergebnis für das unser Team eine nicht mehr erwartete Enttäuschung. Noch aber sind 5 Runden zu spielen und der Aufstieg ist noch keinesfalls vergeben, denn unsere Mannschaft "überwintert" auf Platz 2 mit einem Brettpunkt Vorsprung vor der SV VHS Rendsburg.

... und dritte Niederlage  

Am 3. Advent musste unsere 2. Mannschaft in Husum gegen die 2. Mannschaft des Husumer SV antreten. Nach der langen Anreise gab es leider einen ersten raschen Verlustpunkt an Brett 8: Christian Tuckermann verlor durch ein Schachgebot seinen Turm und dadurch auch seine Partie (0:1). Zu diesem Zeitpunkt kämpfte Dieter Löwenstrom um ein Remis und hatte auch realistische Chancen, doch im Endspiel musste er einen Bauern hergeben und wenig später war die drohende Umwandlung dieses Bauern nicht mehr zu parieren (0:2). Nur wenig später war es auch für Alexander Koch am Spitzenbrett geschehen: Sein anfänglicher Vorteil im Mittelspiel erwies sich als nicht dauerhaft, seine Königsstellung geriet unter Druck und schließlich sah er sich einem unparierbaren Matt ausgesetzt (0:3).

Fast eine Stunde später gab es einen ersten Lichtblick. Gerd Libuda hatte an Brett 7 einen schön heraus gespielten Sieg errungen. Im Endspiel konnte er ein Abzugsschach mit dem Turm geben, was den Damenverlust für den Gegner bedeutet hätte, worauf dieser aufgab (1:3). Zeitgleich konnte Zeuch seine Stellung an Brett 2 nicht mehr halten, denn – nachdem er lang rochiert hatte - gelang dem Gegner ein starker Angriff mit Bauern, Turm und Dame gegen die empfindliche Rochadestellung, was schließlich in einem Mattnetz endete (1:4).

Nun hätten alle drei noch ausstehenden Partien gewonnen werden müssen, um zumindest eine Niederlage abzuwenden; dies war jedoch unmöglich, was als nächster Holger Hogreve an Brett 5 erkennen musste. Er hatte sich während der gesamten Partie gut entwickelt und zwei Bauern des Gegners erobert. Doch sein jugendlicher Gegner konfrontierte ihn mit einer Mattdrohung, die Hogreve nur kurzzeitig und letztlich vergeblich mit der Opferung von Dame und Turm parieren konnte (1:5).

Damit war unsere Niederlage besiegelt, an den nun noch gespielten Brettern zeichneten sich jedoch der Ergebniskosmetik dienliche Zählergewinne ab. An Brett 3 ließ Hanfried Kiesbye hoffen, der im Mittelspiel einen Läufer gewonnen hatte. Im Endspiel ließ sich dieser Materialvorteil aber nicht gegen einen bedrohlichen Freibauern seines Gegners durchsetzen, so dass die Partie in ein Remis mündete (5½:1½). Als Letzter spielte Dieter Eigenberz an Brett 6. Nach entgegengesetzten Rochaden griff Eigenberz zielstrebig den gegnerischen König an und eroberte im Laufe der Angriffshandlungen zwei Bauern, die er sicher ins Endspiel rettete und trotz hartnäckiger Gegenwehr zum Gewinn führte (2½:5½).

Der Adventsbesuch in Husum war zwar durch diese deutliche Niederlage getrübt, zumal wir im dritten Kampf zum dritten Mal verloren haben und deshalb den letzten Platz in der Tabelle einnehmen. Aber vier Kämpfe liegen noch vor uns und lassen alle Möglichkeiten offen.

 

Inselschach

- ein Bericht von Claus Langmann -

Eigentlich wollte ich im November zu einem Turnier in Alkersum auf der schönen Insel Föhr. Aber dieses Turnier wurde abgesagt und so suchte ich nach einem Ersatz. Bei meinen Recherchen fiel mir eine andere Insel auf: Malta. Wärme und Sonne garantiert, aber zunächst schreckten mich die vermutlich doch wohl deutlich höheren Kosten. Aber da hatte ich mich geirrt: Hin- und Rückflug – überwiegend mit Lufthansa – war für 206 € zu haben und Übernachtung und Frühstück im 4-Sterne-Hotel des Spiellokals schlug mit nur 20,75 € zu Buche (allerdings hat das Hotel seine vier Sterne nicht verdient). Summa summarum kam die Reise somit nicht viel teurer als der ursprünglich geplante Ausflug nach Föhr.

Blick von einem Parkplatz in Valletta nach SliemaDie Flieger brachten mich am 19. November über Zürich nach Malta, ein Bus dann spät abends nahezu vor die Tür meines Hotels Topaz in Bugibba. Am nächsten Morgen hatte ich reichlich Zeit, um mir vor Turnierbeginn meine nähere Umgebung an der Nordküste von Malta anzusehen. Das allerdings geriet zum Schock: Die Küste war völlig verbaut, die Häuser ohne erkennbare Architektur und dicht an dicht. Dieser Eindruck änderte sich an späteren Tagen leider nicht. In der Hauptstadt Valletta und Umgebung herrscht ein ungebrochener Bauboom. Das produziert Bausünden - stillose Hochhäuser bis zu 20 Stockwerken - und führt auch dazu, dass etwa 30.000 leere Wohnungen ihre Käufer oder Mieter suchen. Etwa 3 Millionen Touristen – ganz überwiegend aus England - müssen auf dieser kleinen Insel (mit 316 qkm kleiner als Bremen!) jährlich untergebracht werden, bei einer Einwohnerzahl von wenig mehr als 400.000 sind Missstände vorhersehbar.

Zu dem Turnier hatten sich 124 Spieler aus 22 Nationen eingefunden, davon 7 Großmeister und 13 Internationale Meister. Ich war an Platz 65 gesetzt und versuchte nun in den folgenden Tagen, mein mir selbst gesetztes 50%-Soll zu erfüllen. Wie die Auslosung so will, musste – oder besser durfte ich in den folgenden neun Partien fünf Mal gegen Spieler aus Malta spielen, ich hatte sozusagen gegen die maltesische Nationalmannschaft anzutreten. Zwei dieser Spieler waren allerdings anderer, nämlich belgischer und deutscher Nationalität. Sie waren durch ihre Berufe auf Malta gelandet und wurden dort Mitglieder des einzigen Schachklubs von Malta mit etwa 60 bis 70 Spielern. Am Ende konnte ich mich darüber freuen, dass ich gegen die maltesische Übermacht mit 50% der Punkte bestehen konnte, nur gegen ihren Spitzenspieler Colin Pace (ELO 2152) zog ich den Kürzeren.

In der 6. Runde erlebte ich ein wunderbares Beispiel maltesischer Schauspielkunst. In der nebenstehenden Stellung zog mein Gegner zuletzt 26. Df3-e2 und kaum hatte er seine Dame losgelassen, zog über sein Gesicht ein Ausdruck erschreckten, gleichwohl versteckten Entsetzens. Er wollte mich dadurch zur Gabel 26. ... d3 verführen, die allerdings mit 27. T:d3 L:b2 28. De3 unnötige Komplikationen produziert hätte. Ich durchschaute die böse Absicht, zog 26. ... Dd5 und empfing ihn, als er ans Brett zurückkehrte, mit den Worten: "You are an excellent actor". Die Partie verdarb ich allerdings später doch noch zum Remis.

Am letzten Spieltag waren zwei Partien angesetzt und ich erschien "pünktlich" um 10 vor 10 im Spielsaal und – erstarrte. Vor mir saßen 123 Spieler an ihren Brettern und grübelten über ihre Züge! Ich hatte es nicht mitbekommen, dass der Spielbeginn an diesem Tag um eine Stunde vorverlegt war. Nach den Regeln – 30 Minuten Karenzzeit waren festgelegt – hatte ich verloren. Mein maltesischer Gegner Ron Sammut erklärte sich gleichwohl bereit zu spielen und so begann ich dann meine Partie mit einer um 50 Minuten verkürzten Bedenkzeit. Fortwährend bewegte mich nun der Gedanke, dass ich gegen einen derart fairen Gegner unmöglich auf Sieg spielen könne. Dann fiel mir eine Lösung ein: In einer schon etwas besser stehenden Stellung um den 15. Zug herum bot ich ihm remis an. Als er das ablehnte, fühlte ich mich befreit, auf Gewinn zu spielen, was mir schließlich auch gelang. Ich hatte damit meine gewünschten 50% erreicht und verabschiedete meinen Gegner mit den Worten: "You are a gentleman!". - Ich war nicht allzu traurig, als ich in der letzten Runde gegen einen Moskowiter verlor. Das ergab Platz 75.

Das faire Verhalten meines Gegners bewog mich, beim Schiedsrichter und beim Veranstalter vorstellig zu werden und anzuregen, meinen Gegner durch einen Sonderpreis zu ehren. Der Vorschlag wurde einhellig begrüßt – aber bei der am selben Tag stattfindenden Siegerehrung leider vergessen.

Den Sieger muss ich natürlich auch noch benennen: Mit 7½ Punkten siegte GM Stellan Brynell aus Schweden vor weiteren sechs Titelträgern mit 7 Punkten.

Sogar beim Rückflug von München nach Hamburg hatte ich noch schachliche Erlebnisse. Als Lektüre genoss ich das Zeit-Magazin und stieß dort auf die nebenstehende Aufgabe: Weiß zieht und hält remis. Nicht schwer, aber überraschend und amüsant. Ein gutes Ende meiner Inselreise. 

 

Lomer und Geruschkat als "Weltmeister"

Am vergangenen Montag waren Edmund Lomer und Bruno Geruschkat auf der Bühne des "Carls Showpalastes" zu bewundern. Aber auch für dieses einmalige Erlebnis gibt es einen guten Grund: Die Heimatgemeinschaft Eckernförde hatte am 05.12.11 zu einem Abend zum Thema "Spiele und Spielzeug – einst und jetzt" eingeladen und Dr. Mehl - der Organisator der Veranstaltung – hatte unsere beiden Protagonisten eingeladen, bei dieser Gelegenheit unser königliches Spiel vorzustellen. Es wurde ein abwechslungsreicher Abend vor etwa 80 Zuschauern. Eingerahmt von themenbezogenen Lesungen, von einer einschlägigen Bilderschau und von verschiedenen Vorführungen stellten Lomer und Geruschkat als die beiden Weltmeister Aljechin und Lasker die entscheidende Phase ihrer 1934 in Zürich gespielten Partie vor. An einem normalen Turnierbrett sitzend, wurden Stellung und Züge durch eine Videokamera auf eine Großleinwand übertragen. Zum guten Abschluss bot "Weltmeister Aljechin" seinem Kontrahenten ein Glas Wasser an – geschichtlich korrekt wäre es besser ein Wasserglas Kognak gewesen. Die Lichtverhältnisse waren für die Übertragung nicht optimal, aber nachdem Dr. Mehl Lomer versichert hatte, dass die Darbietung gut zu sehen gewesen sei und er sie auch verstanden hätte, war der Erfolg dieses Teils der Veranstaltung gesichert.

Es ging um die oben stehende Stellung. Der geneigte Leser möge die weltmeisterlichen Gedankengänge nachempfinden. Aljechin als Weißer am Zuge gewinnt die Partie durch einen fulminanten Schlussangriff (der letzte Zug 24. ... f7-f6 war ein entscheidender Fehler). Lasker gab zwei Züge nach der Diagrammstellung aus guten Gründen auf.

Unsere Erste: Ab in Richtung Spitze

Am 3. Spieltag ließ unsere 1. Mannschaft nichts anbrennen und hat die Verfolgung vom Turm Kiel II aufgenommen, unserem kommenden Gegner am 4. Spieltag. Diesmal mussten wir nicht nur den Aquarianern, sondern zudem einem Landeskongress der SPD-Damen ausweichen – das bedeutete: ab nach oben links in die Ecke. Der Wettkampf konnte erst mal aber nicht so schnell beginnen. Ein "sehr sehr" guter Spieler von uns wollte noch einmal frische Luft schnappen und öffnete die Tür links vom Klo im ersten Stock. Was dann kam, hätte selbst Antony Perkins in "Psycho" vor dem Duschvorhang verharren lassen. So laut, so laut … aaah, die Ohren! Erste Damen von unten fragten besorgt, ob es uns noch gut gehe – wir verstanden das erst nach dreimaligem Nachfragen. Schließlich kam etwa 15 Minuten später ein sichtlich steif lächelnder – aber dennoch wie immer sehr freundlicher – Leiter der AWO-Eckernförde und stellte den vom Notausgang ausgelösten Alarm aus. Oh wie peinlich …

Die Schachfreunde aus Holtenau kämpften zäh mit 7 Mann, mussten am Ende aber nachgeben. Schon Ulrich Bußmeiers kampflosem Punkt am 8. Brett mussten die Holtenauer eine ganze Weile hinterher laufen. Kai Karl Krüger zog sich am 3. Brett mit den schwarzen Steinen nach drei Schachs in den ersten 10 Zügen gegen sich und einem frühen Damentausch auf d8 nach knapp über zwei Stunden relativ schnell mit einem Remis aus dem aktiven Spielbetrieb (1½:½). Enrique Ruiz Hampel am 2. Brett folgte gleichfalls mit einem Remis etwa eine Stunde später, nachdem sein Angriff gegen den nach f8 flüchtenden schwarzen König abebbte (2:1). Dieser Vorsprung war nicht gefährdet. Rolf Möller hatte am 5. Brett bequem zwei Bauern Vorsprung und gab davon einen zurück, um im Zentrum auf halbrechts zwei verbundene Freibauern in Gang zu bringen. Eduard Wiederkehr stand am 6. Brett vielleicht etwas schlechter, aber das gab wie stets bei ihm eigentlich nur Anlass zur Zuversicht. Manfred Homuth entwickelte am 1. Brett eine "sehr sehr" gute Stellung, während Hanfried Kiesbye am 7. Brett bei seiner Premiere in der ersten Mannschaft mit den schwarzen Steinen sehr gut und zäh verteidigte. Matthias Braun hatte am 4. Brett eine bessere Stellung erwirtschaftet und wartete nach Remisangebot seines Gegners zwischenzeitlich etwa 20 Minuten die weitere Entwicklung ab. So zog sich der Wettkampf hin.

Rolf Möller baute seinen Vorteil zum Sieg aus (3:1), während unser "sehr sehr" guter Spieler in eine sehr unklare, offene Stellung geriet, in der der ursprüngliche Vorteil verschwand. Er nahm lieber das Remis, da wir schon mit 2 Punkten vorn lagen (3½:1½). Und Matthias Braun wartete auch nach dem zweiten Remisangebot seines Gegners ab, wie es bei Eduard Wiederkehr lief. Dort war es unübersichtlich. Eduards Gegner griff den gefesselten Läufer im Turm/Läufer-Endspiel mit einem Bauern an. Kein Problem für Eduard. Die Türme seitlich links in Stellung – und ausschwärmen, der andere hat auch einen Läufer… Irgendwie - aber das ist ja nicht neu, findet sich taktisch über 5, 6, 7 Züge immer ein Weg für Eduard, um in ein Turmendspiel mit Mehrbauer abzuwickeln. Völlig sicher, dass das nicht verloren gehen konnte, nahm Matthias das Remis am 4. Brett an, uiuiui, dabei war das Remisangebot seines Gegners nicht mehr gerechtfertigt (4:2). Und Eduard gewann auch noch (5:2). Hanfried Kiesbye musste nach langem Kampf als letzter die Segel streichen, sodass wir mit einem 5:3 sicher gewonnen hatten. Jetzt sind wir schon Zweiter in der Tabelle der Verbandsliga, und der Erste – Turm Kiel II – erwartet uns im Dezember.

Gewinnen wir dort, stehen uns alle Türen offen!  

Unsere Zweite: Ab in die andere Richtung ?

Am selben Tag hatte unsere "Zweite" die 3. Mannschaft des Flensburger Schachklubs zu Gast. Dabei war - im angenehmen Sinne - auffällig, dass fünf der acht angereisten Spieler Jugendliche im Alter zwischen ca. 11 und 16 Jahren waren, die - wie sich zeigen sollte - uns sehr zu schaffen machten (sie erzielten 2½ der möglichen 5 Punkte!)

Der Wettkampf begann verheißungsvoll: Schon nach 45 Minuten hatte Christian Tuckermann an Brett 8 seinen Gegner besiegt, nachdem er ihn in ein zweizügiges Matt am Königsflügel verwickelt hatte (1:0). Eine weitere dreiviertel Stunde später war es Gerd Libuda an Brett 7, der einen halben Zähler erkämpfen konnte, denn er und sein Gegner hatten es immer wieder geschafft, ausgeglichene Stellungen aufs Brett zu bringen (1½:½). Leider gab es kurz danach einen ersten Wermutstropfen, als Bruno Geruschkat (Brett 3) gegen seinen jugendlichen Gegner aufgrund zu großen Materialverlustes die Waffen strecken musste (1½:1½). Eine weitere halbe Stunde später einigten sich auch Holger Hogreve (Brett 5) sowie Alexander Koch (Brett 1) mit ihren jeweiligen Gegnern auf eine Punkteteilung. Koch musste sich mit einem Springer gegen drei Mehrbauern des Gegners auf dem Königsflügel erwehren, hätte aber ein starkes Gegenspiel gegen dessen Damenbauern entwickeln können, so dass dieser seine Kräfte immer auch auf diesen Unruheherd konzentrieren musste und daher das Remis einer unklaren Partiefortsetzung vorzog (2:2). Hogreve geriet nie in Gefahr, konnte aber auch seinerseits keine entscheidenden, Sieg bringenden Akzente setzen. Sein halber Punkt ließ die Mannschaft weiter auf einen zumindest ausgeglichenen Ausgang der Begegnung hoffen (2½:2½). Nach dreieinhalb Stunden konnte sich Dieter Löwenstroms Erfahrung gegen seinen jugendlichen Gegner durchsetzen, letzterer konnte eine in naher Zukunft drohende Bauernumwandlung nicht parieren (3½:2½). Die Freude über die somit erkämpfte Führung währte leider nur kurz, da Dieter Eigenberz die Aussichtslosigkeit seiner Endspielsituation einsehen musste. Im Mittelspiel war er noch im Vorteil gewesen, aber seine Stellung krankte in einer entscheidenden Phase daran, dass sein König kein Luftloch auf der Grundlinie hatte. Dadurch verlor er einen Läufer und somit auch die Partie (3½:3½).

Nun musste Zeuch, der die ganze Zeit aufgrund der unklaren Ergebnislage alles "auf Sieg" setzte und dabei auch reichlich viel riskierte, um seinem Gegenüber wenigstens einen halben Punkt abzunehmen, seine Partie zu einem positiven Ende führen. Doch ein Springeropfer im Mittelspiel gegen einen gegnerischen Bauern im Zentrum sorgte nicht für den erhofften Figurensturm auf den am Königsflügel ziemlich offen stehenden schwarzen Monarchen. Der älteste mitgereiste Flensburger Jugendliche verstand es, seinen Vorteil ins Endspiel zu retten und dort weitere Bauern zu erobern. Dies bewog Zeuch dann zur Aufgabe, womit die knappe Niederlage mit 3½:4½ besiegelt wurde.

An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an die freundliche wie spielstarke Nachwuchsmannschaft aus Flensburg, der noch weitere Erfolge in dieser Saison sehr zu gönnen sind.

Für unsere "Zweite" geht es am 11. Dezember nach Husum, wo die dortige "Zweite" auf uns wartet. Möge sich der Status der "Grauen Stadt am Meer" nicht auf uns in Form eines "grauenvollen" Spielergebnisses übertragen.

 

Edmund Lomer in Berlin

Auch in diesem Jahr war unser Ehrenvorsitzender Edmund Lomer zu Gast bei dem "Politikerturnier" in Berlin. Hier folgt sein Bericht:

"Schach verbindet alle politische Ebenen - das zeigte sich auch in diesem Jahr beim traditionellen Politiker-Schachturnier, das an einem sonnigen Novembertag in Berlin ausgetragen wurde. Schauplatz war das Quadriga-Forum am Werderschen Markt im Zentrum der Bundeshauptstadt. Beim 21. Turnier waren 46 Teilnehmer aus dem politischen und diplomatischem Bereich aus allen Teilen Deutschlands gekommen, um in 7 Runden um Sieg und Punkte zu spielen. Diesmal fehlte allerdings die ganz große Prominenz, aber dennoch war das Feld sehr stark besetzt.

Schleswig-Holstein war mit dem CDU-Ratsherrn Edmund Lomer (Eckernförde) sowie dem ehemaligen Essener Ratsherrn Gerhard Meiwald (Heide) gut vertreten. Das Turnier wurde im Schweizer System ausgetragen mit einer sehr besonderen Zeitgestaltung, durch die die Spielstärkeunterschiede ausgeglichen werden sollten. In der 4. Runde hatte Lomer zunächst Probleme beim Ausfüllen des Partieformulars: Der Name seines ursprünglich ausgelosten Gegners - des Botschaftsangehörigen Battuvshin Chuluunbaatar - machte ihm einige Schwierigkeiten. Sie lösten sich aber, da eine erneute Auslosung notwendig wurde, die einen Gegner mit einem umgänglicheren Namen erbrachte.

Turniersieger wurde Dr. Dirk Jordan (Dresden) mit 6½ Punkten vor Rainer Dambach (Pasewalk) und dem Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz (je 5½ Punkte). Edmund Lomer erreichte nach verhaltenem Start durch einen überzeugenden Sieg in der Schlußrunde gegen Josef König (Rottal) mit 5 Punkten aus 7 Partien den 4. bis 7. Platz. Gerhard Meiwald belegte mit 3 Zählern Platz 29.

Im Gegensatz zu dem in der Presse bekanntgewordenen Stellungsbild aus der Partie Helmut Schmidt gegen Peer Steinbrück standen bei diesem Turnier alle Bretter richtig.

Ein Bankett mit Gelegenheit zu interessanten Gesprächen gab der besonderen Schachveranstaltung einen ansprechenden Rahmen."

Einen ausführlichen und auch bebilderten Bericht finden Sie in der Dezemberausgabe des Schachmagazins (S. 24 ff). Sie finden dort auch Edmund Lomers Namenszug - zusammen mit denen der übrigen Teilnehmer - auf einem Schachbrett auf dem Feld d6.